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Neujahrskonzert in Wedel

Henning Claasen, ein Name wie der Norden, ein Mann wie ein Baum und eine Stütze des PCH seit geraumer Zeit als exzellenter Akkordeonist. Sein musikalisches Baby aber ist „Viva la musica“ in Wedel, ein von ihm geleitetes Akkordeonorchester, bei dem der Polizeichor Hamburg von 1901 am 20.Januar 2008 zu Gast war. Nicht zum ersten Mal veranstaltete Henning Claasen mit seinem hervorragenden Akkordeonorchester und Gästen in der ev. Kirche am Roland in Wedel ein Konzert. An diesem verregneten Sonntagnachmittag hieß es „Neujahrskonzert mit Viva la musica“ Die rund 250 Plätze der kleinen Kirche waren seit Wochen ausverkauft. Auch PCH „ Schlachtenbummler“ hatten sich Plätze gesichert, doch viele blieben vor der Tür.

Mit von der Partie waren neben dem PCH und dem „Claasenschen Orchester“ der Männergesang- verein „Sangeslust Bümmerstede“, der so manches uns bekanntes Stück zu Gehör brachte, wie z.B.“ Das Morgenrot“, „Die Nacht“ von Schubert oder „ Vineta“ von Ignatz Heim. Das Akkordeonorchester gefiel dem vollen Hause besonders bei den bekannten Ohrwürmern, wie z.B. die Titelmelodie aus „Phantom der Oper“ und „Time to say goodbye“. Der Polizeichor Hamburg präsentierte eine Mischung aus seinem (inzwischen notenfreien) Standardprogramm „Serenade“, „Mala Moja“, „ßolan bushi“, „Wolgaschlepper“ und zwei Opernchöre, die wie immer besonders willkommen waren: der „Gefangenenchor“ (Nabucco) und der „Jägerchor“ (Freischütz).

Nach der Pause präsentierte der PCH sein maritimes Programm unter dreifachem Einsatz seiner Solisten: Zuerst Heiner Dreckmann ( „It’s a long time“) und Ulli Stein ( „Shenandoa“). Ferner erklangen bei guter Akustik Evergreens wie „Mein Hamburg“, „Gorch Fock-Lied“ und „Schwer mit den Schätzen.“ Das Finale bestritten beide Männerchöre gemeinsam mit „Rolling home“( Solist Nr.3: Wolfgang Funck) und „Bajazzo“, worauf die ersten Rufe „Zugabe“ erschollen. Dafür bot sich in der Kirche der „Abendfreden“ an - niederdeutsch und mit dem Aufruf zum Gebet.

Aus dem Publikum gab es nicht nur viele Zusagen, zum Frühlingskonzert in der Laiszhalle zu kommen, sondern Bemerkungen und Lob wie: „Sie sind aber kein Laienchor?“ - „Sie haben wunderschön gesungen!“- „Es war ein herrliches Konzert!“ bis hin zu der spontanen Ankündigung einer begeisterten Dame aus der ersten Reihe: „Ich werde für jeden von Ihnen eine Kerze anzünden“ und mit dem Blick auf den vor ihr stehenden Kerzenkasten: „Es sind doch wohl noch 50 Stück da?“

Ein herzliches Dankeschön für die Superleistung der Damen, die das Abschlußbuffet ausgerichtet hatten. Es reichte nicht nur selbst für hungrige Sänger, sondern auch von heißen Würstchen über Sandwich, Buletten und verschiedenen Beilagen bis hin zu diversen hausgemachten Kuchen und Kleingebäck. Es war ein schönes Konzert und ein schöner Nachmittag bei Freunden.

Otto Kadel

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