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PCH zu Gast bei der AWO in Travemünde-Brodten           – Musik verbindet -

Das Theodor-Schwarz-Haus ist das Seminarhaus und Ferienzentrum der AWO in Travemünde-Brodten an der Ostsee gelegen. Die Einrichtung hat eine Besonderheit: Sie besteht zum großen Teil aus den liebevoll erhaltenen „ SPD-Baracken“ aus Bonn. Schon seit einigen Jahren ist hier die Trainingsstätte für den Polizeichor Hamburg vor den Hauptkonzerten. Frau Susanne Neitemeier, die Leiterin des Ferienzentrums, verfügt über ein hochmotiviertes und qualifiziertes Personal, dessen Leistungen wir jedes Mal gerne in Anspruch nahmen. Am 18. Januar 2008, wo die AWO zum

Neujahrsempfang

eingeladen hatte, wollten wir einmal die Früchte unserer Arbeit zeigen. Das AWO-Festangebot war vielfältig: Kaffee und Kuchen ( selbst gemacht), Getränke, Cocktails, Präsentationen, Show-Kochen, Lagerfeuer mit Punsch und ab 18.00 Uhr das Konzert des Polizeichores Hamburg.

Schon bei der Anfahrt mit dem Bus wurden wir überrascht von einem großen „ Osterfeuer“ und unzähligen Fackeln entlang der Wege auf dem AWO-Gelände. Ein gelungener Einstieg für uns und die Gäste. Zu diesem „ Tag der offenen Tür“ hatte man die maßgebenden Leute der Stadt Lübeck, wie auch Travemünde geladen, die nach Aussage von Frau Neitemeier auch alle gekommen waren. Schon vor unserem Auftrittstermin hatten sich einige wenige die besten Plätze im uns so vertrauten Speisesaal gesichert. Punkt 18.30 Uhr aber „strömte“ der Rest und man zählte fast 100 Gäste (es gab auch kaum mehr Platz).

Der PCH begann in starker Besetzung von 54 Mann mit vier klassischen Titeln. Einsteiger war „Die Legende von den zwölf Räubern“ mit Walter Wozny als Solisten mit der beliebten russischen Ballade, dann „Abendfreden“, der „Gefangenenchor“ aus Verdis Nabucco ( wieder das bekannte Aaah!) und der „ Jägerchor“ aus Carl Maria von Webers „ Freischütz“. Damit war die qualitative Grundlage geschaffen. Was aber dann geschah steigerte den Wohlfühlpegel des Publikums kontinuierlich. „Jonny“ (Peter Jonsson) führte kurz und prägnant durch das Programm und hatte eine Vorgabe von 40 Minuten (ohne Pause). Jedoch nach „ Bajazzo“, „ Frollein Helen“, „ Wochenend und Sonnenschein“ sowie „ Mala Moja“ hörte man schon Jauchzer vor jedem Applaus. Der Chor (völlig ohne Notenmappen) sang sich frei und übertrug die Freude am Singen auf die begeisterten Zuhörer.

Die eingefügten elegant gefühlvoll-mundartlichen Soli von Martin Vetter, ergänzt durch einen zweiten Gitarristen sowie der unverwüstliche R. Germa-Interpret Heiner Dreckmann steigerten die Begeisterung bis zur „ Karnevalsreife“. Beim nun folgenden Seemannsteil gab es den Schnellsprachkurs mit Otto Kadel (Drunken Sailor) und bei „Jonnys“ „ Hamburger Ketelklopper“, sowie einen schunkelnden Saal bei der „ Reeperbahn nachts um halb eins“. Hier sollte eigentlich Schluss sein ……

Als aber bei „ Honolulu“der Chorleiter von einer properen Dame aus der ersten Reihe zum Tanz genötigt, und ein Erstklässler auf den Dirigentenstuhl gehoben wurde, rief der ganze Saal: „ Einer geht noch!“ Daraus wurden dann nochmals zwei, und die Kürzung war wieder aufgefüllt…

Damit konnten wir nicht nur das Ergebnis guter Seminararbeit unseren bisherigen Gastgebern der AWO und deren geladenen Gästen präsentieren, sondern hatten uns auch ( ½ Stunde verspätet) die ausgezeichnete Erbsensuppe ehrlich verdient. Noch einen Pluspunkt: Unsere CD-Verkäufer konnten viele Fans beglücken und eine Menge neuer Konzertbesucher für das Frühlingskonzert gewinnen- und das freut ein‘ denn ja auch!

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