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Chorwochenende im Nordkolleg                     27./28.11.2010

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, und damit verbunden ist in jedem Jahr das Chorwochenende zur Vorbereitung auf die Weihnachtskonzerte. Hier sollen die Sänger den letzten Schliff erhalten, oder besser gesagt, in angenehmer Umgebung alle bis dahin einstudierten Konzertbeiträge noch einmal intensiv und ohne Zeitdruck üben. Und diese angenehme Umgebung fanden wir nun bereits zum dritten Mal im Nordkolleg in Rendsburg. Fünfzig Sänger inklusive Chorleiter, Kazuo Kanemaki, hatten sich per Bus oder eigenem PKW auf den Weg zum Nordkolleg gemacht, das zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal gelegen ist.

Das Nordkolleg ist eine Akademie für kulturelle Bildung und ein Tagungshaus mit Hotelbetrieb. Es ist Sitz zahlreicher kultureller Verbände, Vereine und Institutionen. Damit zählt es zu den maßgebenden kulturellen Einrichtungen in Schleswig-Holstein. Das Tagungshaus steht auch für Gastveranstaltungen jeglicher Art zur Verfügung, z.B. für ein Chorwochenende.

Der Bus fuhr pünktlich vor und nachdem die Sänger ihre Zimmer bezogen hatten, nahmen viele die Gelegenheit wahr und nutzten das schöne Wetter zu einem kleinen Gang an den Nord-Ostsee-Kanal. Aber dann ging es los. Mit Gymnastik und Stimmübungen „nordeten“ wir uns ein und mit dem „Gloria“ von Vivaldi stimmten wir uns ein. Bis zum schon bald folgenden Mittagsessen. An dieser Stelle muss der Küche mal ein Lob gesungen werden, die uns wirklich in diesen zwei Tagen verwöhnt hat. Ob es die zwei Mittagsmahlzeiten waren, das Abendessen und am nächsten Morgen das Frühstück – alles war schmackhaft zubereitet und sehr vielfältig. Das Fazit war, dass die Sänger nicht nur die Probenzeiten konzentriert durchstanden, sondern auch eine allgemein gelockerte Atmosphäre herrschte. Denn nicht nur die Liebe geht durch den Magen, sondern auch das Singen! Das hat sich im Nordkolleg gezeigt.

Vom Abendessen ging es für die Einen direkt vor die Fernsehschirme, um die Bundesliga zu verfolgen, die Anderen setzten sich zum Musikausschuss zusammen, um die Lieder für die Veranstaltung mit dem Schwarzmeerkosaken-Chor und das Frühlingskonzert festzulegen. Schließlich, gegen 20:30 Uhr, tauchten alle im adventlich geschmückten Aufenthaltsraum auf, in dem Klaus Grzybowski mit seinem Akkordeon schon die restlichen Aktiven auf einen netten Abend eingestimmt hatte.

Peter Hinsch ergriff das Wort und kündigte an, dass der Vorstand beschlossen habe, für den Seemanslieder-Teil neue Kleidung anzuschaffen und bat unseren Dressman, Willi Albers, auf den „Laufsteg“. Nach Diskussion wurden mit allgemeiner Zustimmung das blaue Matrosenhemd und die weiße Hose begrüßt, die nun zum Frühjahr unserem Chor ein neues Outfit geben sollen. Dann trat Gerd Dammann vor die versammelten Sänger und berichtete über die Planungen für eine Chorreise nach Florida im Frühjahr 2012. Was wir zu hören bekamen, klang interessant und es meldeten sich spontan viele Sänger, die es sich vorstellen konnten, mit ihrer Begleitung an der Reise teilzunehmen. Damit war der offizielle Teil des Abends abgearbeitet und mit Gesang und Gesprächen bei Wein, Bier und anderen Getränken wurde viel geredet und gelacht. Hier wurde wieder einmal deutlich, dass wir eine Chorgemeinschaft sind.

Es hört sich so an, als ob wir nur gegessen und gefeiert hätten. Weit gefehlt, denn an diesen beiden Tagen haben wir insgesamt fast neun Stunden intensiv geprobt. Das brachte auch unser Chorleiter in seinem Schlusswort zum Ausdruck, wo er den Sängern ein großes Lob für die aktive Teilnahme und die gute Zusammenarbeit aussprach. Hinzu kam die sehr gute Akustik des Probensaales, die er als noch besser beurteilte, als die in der Laeiszhalle. So konnte er die Sänger schon etwas früher als geplant in den Restsonntag entlassen, denn der Bus sollte um 15:00 Uhr vorfahren. Doch leider kam der Bus fast eine Stunde später an als geplant – und das bei eisigen Temperaturen. Das aber war der einzige Wermutstropfen an diesem schneereichen Chorwochenende.

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