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„Dschingis Khan“ im Ersten                        22.03.2010

Anfang Februar fragte der Hessische Rundfunk bei unserem Vorsitzenden Peter Hinsch an, ob es dem Polizeichor Hamburg möglich wäre, bei der vom HR, WDR und NDR gemeinsam produzierten Sendung „Die schönsten Grand-Prix-Hits aller Zeiten“ mitzuwirken. Die Idee war, auf der Reeperbahn in Hamburg-St. Pauli zu drehen, da die Eurovision von dort das Event mit dem deutschen Beitrag der Grand-Prix-Sendung seit etlichen Jahren in die beteiligten Länder überträgt. Ähnliche Aufnahmen sollten auch in anderen Städten (Jerusalem, Kiew, Oslo pp.) mit den jeweiligen Siegertiteln, gesungen von Solisten und Chören, aufgenommen werden.

Und da die weltberühmte „Davidwache“ direkt am üblichen Übertragungsort liegt, ergab es sich fast zwangsläufig, beim Polizeichor Hamburg anzufragen. Mit dieser Nachricht wurden die Sänger bei der nächsten Chorprobe konfrontiert und gaben trotz skeptischer Einzelstimmen („Dschingis Khan mit älteren Männern?“) begeistert ihre Zustimmung.Reeperbahn 2010

Der Dreh sollte bereits am 22. März stattfinden, es blieb also wenig Zeit, neben dem einzustudierenden Liedgut auch die übrigen Bedingungen zu erfüllen. Der Produzent stellte sich vor, dass der Polizeichor in Uniform auftritt. Da die „Dienstkleidung“ für den Chor bisher lediglich aus Hose, Hemd, Koppel und Krawatte bestand, musste auch noch die Jacke besorgt werden. Jetzt kam die große Stunde des Leiters der Organisation Peter Linska. In einer Blitzaktion wurden die Jackengrößen abgefragt, die Genehmigung des Polizeipräsidenten Werner Jantosch eingeholt und die Bestellung auf den Weg gebracht.

Parallel dazu begannen die Sänger, sich mit dem Liedgut zu beschäftigen. Die beteiligten Sender hatten bei Ihrem Publikum über die beliebtesten Grand-Prix-Erfolge abstimmen lassen und als „Siegertitel „Dschingis Khan“ und „Ein bisschen Frieden“ festgestellt. Von beiden Liedern sollte der Polizeichor jeweils den zweiten Teil á capella singen. Abstimmende Gespräche zwischen dem Chorleiter, Kazuo Kanemaki, und dem Tonmeister des HR waren nötig, um ihn zu überzeugen, dass der Polizeichor diesen Auftritt mit Akkordeon-Begleitung absolvieren sollte. Weiter ging es um Tempi und andere Kleinigkeiten. Dann, zehn Tage vor Drehbeginn, kam man in Frankfurt auf die Idee, dass es noch besser aussähe, wenn der Polizeichor mit Mütze aufträte. Das ist leichter gesagt als getan. Aber mit einer zweiten Blitzaktion konnte Peter Linska die Mützen in den passenden Größen für 53 Sänger zum Drehtag bereitstellen, ein kleines Wunder!

Pünktlich fanden sich die Sänger am Drehtag mit großem Gepäck im Polizeipräsidium ein. Die neuen Mützen wurden ausgegeben, und dann ging es auf den Hof, um die Lieder unter freiem Himmel aufzunehmen. Zum Glück spielte auch das Wetter an diesem Tage mit. Die Mikrofone waren aufgebaut, der Tonmeister saß in seinem Wagen und die Tonaufnahmen konnten beginnen. Da alles perfekt sein musste, waren natürlich diverse Abstimmungen und Wiederholungen nötig. Aber schließlich war alles im Kasten, der Tonmeister zufrieden und die Sänger konnten sich für die eigentlichen Aufnahmen auf der Reeperbahn umziehen. Mit dem Bus ging es direkt vor die Davidwache, wo schon das gesamte Drehteam am Set auf uns wartete. Der Polizeichor wurde so positioniert, dass im Hintergrund die von Scheinwerfern angestrahlte Davidwache und das daneben befindliche St.-Pauli-Theater ins Bild kamen. Eine Kulisse, die fast jedem Hamburg Besucher bekannt ist. Mit dem Playback der nachmittags gemachten Tonaufzeichnungen begannen die eigentlichen Aufnahmen. Mit zwei Kameras wurde der Polizeichor von allen Seiten beim „Singen“ aufgenommen, eine langwierige Angelegenheit, zumal sie direkt am Rande der Reeperbahn stattfand, auf der zu dieser Zeit ein reger Verkehr in beiden Richtungen herrschte. Außerdem wurden auch viele Zuschauer angelockt, die sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Gegen 21:00 Uhr kam der bekannte Schauspieler Sky du Mont zum Set, der die Abmoderation übernommen hatte. Da konnten die Sänger miterleben, dass sich auch professionelle Moderatoren schwer tun können, sich gewisse Worte zu merken, in diesem Falle „Max Mutzke“. Aber auch dieses Problem wurde von ihm nach mehreren Anläufen gemeistert, sodass der Polizeichor nach über drei Stunden am Set müde, aber zufrieden, und um eine schöne Erfahrung reicher, zurück zum Polizeipräsidium gebracht werden konnte.

Das Ergebnis dieses langen Tages können Sie am 27.05.2010, um 20:15 Uhr, im Ersten Programm miterleben, wenn es heißt „Die schönsten Grand-Prix-Hits aller Zeiten“. Die Sänger des Polizeichor Hamburg können leider an diesem Abend nicht direkt vor dem Fernseher sitzen, da sie einen Auftritt bei einem Empfang der Innenministerkonferenz in Hamburg haben. Aber zum Glück gibt es ja DVDs.

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