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„Freudig begrüßen wir die edle Halle…“                                  06.05.2012

Am 06.05.2012 stand das Frühlingskonzert des Polizeichors Hamburg (PCH) in der Laeiszhalle Hamburg auf unserem Terminkalender. Seit Januar waren wir mit vier Sonderproben und einer Intensivprobe neben den „normalen“ Proben am Donnerstag von unserem Chorleiter, Kazuo Kanemaki und seinem Assistenten, Masanori Hosaka, bestens auf dieses Konzert vorbereitet worden. Im Vorfeld gab es viele organisatorische Probleme, da uns die Laeiszhalle einen ganz engen Zeitrahmen vorgegeben hatte. Hier war Improvisationsvermögen gefragt, um Chor, Gastchor, Gastorchester, Akkordeonspieler und Solisten, die Bühnendekoration, die Beschallung und die Bestuhlung in sehr kurzer Zeitspanne aufeinander ab- und einzustimmen, bevor um 15:00 Uhr die ersten Takte gespielt werden sollten. Das Wichtigste: Es hat geklappt!

Bereits einen Tag zuvor konnten wir die 50 Damen des Polizei Frauenchors Frankfurt/Main (PFCF) gegen 13:45 Uhr am Hotel mit einem Imbiss willkommen heißen. Abends gab es dann einen Kommers im Überseebrücken-Restaurant mit einem traumhaften Ausblick über den Hafen, der mit einer Lichterfahrt durch den Hamburger Hafen, bei der einige Sangesfreunde mit Klaus Grzybowski am Akkordeon für maritime Stimmung sorgten. Einige wagten abschließend noch einen kurzen Abstecher auf die Reeperbahn.

Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen, denn aufgrund des engen Zeitrahmens trafen wir uns schon am frühen Vormittag im Polizeipräsidium, um dort die gemeinsamen Lieder aufeinander abzustimmen. Hinzu gesellte sich etwas später das Bundespolizei Orchester aus Hannover (BPO). Als die Abstimmung für die Chor- und Orchesterleiter zufriedenstellend verlaufen war, konnten wir nach einer „Stärkung“ mit leckeren belegten Brötchen pünktlich zur Laeiszhalle abfahren.

Alle Aktiven waren auf der Bühne versammelt, als der Vorsitzende, Peter Hinsch, die über 1.200 Gäste und Ehrengäste begrüßte und die weitere Moderation an Jutta Mackeprang übergab. Aus der Oper „Tannhäuser“ von Richard Wagner wurde das Publikum mit „Freudig begrüßen wir die Halle“ stimm- und orchestergewaltig eingestimmt. Schwungvoll ging es weiter mit dem PC Hamburg und dem „Echo-Chor“, mit „Veronika“ und dem Scherzlied „Vom Naschen“ von W. A. Mozart. Die gefühlvolle Trompete, gespielt von Harald Frey, durfte bei „Die Post im Walde“ nicht fehlen. Großer Beifall war der Dank.

Ein besonderer Ohren- aber auch Augenschmaus waren der „Frühlingsstimmenwalzer“ und „Ohne Sorgen“, beides von Johann Strauss, die das BPO unter der Leitung von Matthias Höfert gekonnt präsentierte. Für Mattias Höfert war das Dirigieren auch eine beachtenswerte körperliche Leistung, was das Publikum entsprechend lautstark honorierte.

Nun betraten die Damen des PFCF, geleitet und am Flügel begleitet von Musikdirektor Damian H. Siegmund, wieder die Bühne. Auch sie brachten einen bunten Lieder-Strauß mit, der das Publikum bestens unterhielt, besonders der kurze „Hochzeitskuchen“ von Johann Strauss und ganz besonders das Grisetten-Lied von Franz Lehár ernteten großen Applaus.

Noch größer war die Begeisterung, als die junge begnadete Shihoko Higashida, die sich nach Ihrem Auftritt bei uns im letzten Jahr beachtlich weiter entwickelt hat, mit dem Vilja-Lied aus der Operette „Die lustige Witwe“ Akzente setzte. Das Publikum war hingerissen.

Vor der Pause waren wieder alle Akteure auf der Bühne, denn mit „Conquest of Paradise“ waren Chöre und Orchester gefordert. Aber als dann plötzlich Geschrei, Pfiffe und „Ole-Rufe“ lautstark aus den Chören erklangen und als das Orchester einsetzte, war mancher im Publikum verwundert. Das klärte sich schnell auf, als der Bariton Kei Kondo mit entsprechender Pose auf die Bühne trat und sein rotes Tuch schwenkte. Er war der Torero aus „Carmen“ und spielte diese Rolle gekonnt am Bühnenrand. Mit der Unterstützung beider Chöre und des BPO gelang ihm ein gesanglicher und gestenreicher furioser Auftritt.

Die Pause nutzte der PCH um sich maritim zu kleiden. In dem neuen Seemanns-Outfit und mit Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy am Akkordeon, holte der PCH die weite Welt und die Sehnsucht in die Laeiszhalle. Leider musste „La Paloma“ in diesem Block wegen der Erkrankung unseres Solisten gestrichen werden.

Moderne Stücke brachte jetzt das BPO und mit „Puttin‘ on the Ritz“, „Malaguena“ und dem „Hawaii Five-O“- Thema zeigte es sein ganzes Können. Auch der PFCF spannte von „Jesus Christ Superstar“ bis hin zu „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ einen weiten Bogen schwungvoller Lieder.

Zum Ende eines Konzertes soll es immer besonders eindrucksvoll sein. Hier schien dem Musikausschuss die „Carmina Burana“ von Carl Orff genau ins Programm zu passen. Daraus erklangen das „Ecce gratum“ von beiden Chören, von Sopran und Bariton „Omnia Sol Imperat“ und „In Trutina“ sowie „O Fortuna“ wieder von allen gemeinsam gesungen. Das Blasorchester begleitete furios, wobei die großen Kesselpauken unüberhörbare Akzente setzten.

Als der letzte Ton verklungen war, wollte der Beifall nicht enden und die Sängerinnen, Sänger und die Orchestermusiker wurden mit stehenden Ovationen bedacht. Ein gelungener Nachmittag. Das meinte auch der Vorsitzende, Peter Hinsch, als er sich bei den Akteuren mit Blumensträußen für ihre großartigen Leistungen bedankte.

Die Ersten wollten schon zur Garderobe eilen, als doch noch Töne erklangen. Mit einer orchestralen Fassung des Wiegenliedes von Johannes Brahms, bei dem Trompeten und Gesang harmonisch ineinander übergingen, entließ der PCH sein Publikum in den Sommer.

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