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„Sommerlüfte“ in „Planten un Blomen“                                                      15.06.2013

Das erste diesjährige Konzert des Polizeichores Hamburg (PCH) im Parkgelände „Planten un Blomen“ stand unter dem Motto „Sommerlüfte“. Diesem Anspruch sollte das Open-Air-Konzert in seinem Verlauf mehr als gerecht werden. Vor dem offiziellen Beginn präsentierte sich das Nachwuchsorchester des Blasorchesters aus Duvenstedt mit zwei beschwingten Melodien und erntete dafür lautstarken Beifall.

Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte unser Vorsitzender, Peter Hinsch, dann die sehr zahlreich erschienenen Zuschauer und die angereisten Gäste, das Blasorchester Duvenstedt (BD) sowie den Gemischten Chor Minden-Hahlen (GCMH). Er betonte, dass in Absprache mit Petrus bei uns immer gutes Konzertwetter angesagt sei, was sich später leider als Trugschluss erweisen sollte. Bei dieser Gelegenheit wies er darauf hin, dass sich das BD mit der Unterstützung vom PCH und dem GCMH spontan entschlossen hatte, aus Anlass des heutigen Tages für die Hochwasserhilfe der „Aktion Deutschland Hilft e.V.“ bei Akteuren und Publikum zu sammeln. Im Laufe des Konzertes kam die sehr erfreuliche Summe von € 637,00 zusammen, wofür allen, die dazu beigetragen haben, herzlich gedankt sei.Der PCH Sommerluefte 15.06.2013

Aber nun trat endlich der PCH in Aktion und begann mit „Wochenend‘ und Sonnenschein“, was zu diesem Zeitpunkt noch den Tatsachen entsprach. Kazuo Kanemaki und Masanori

Hosaka leiteten gekonnt auch die folgenden Lieder, die mit dem „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“ diesen Teil abschlossen. Unsere Akkordeonisten, Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy, unterstützten die Sänger dabei professionell. Lauter Beifall und Bravo-Rufe waren der Lohn für die Akteure.

Unter der Leitung von Klaus Schuen zeigte das BD, bekleidet mit schwarzer Hose, weißem Hemd und roter Weste, was es konnte. „A Tribute to Edith Piaf“, “Children of Sanchez” und “Adele in Concert” waren ihre Beiträge für diesen Programmpunkt. In der Folge sollten sich die Worte des Vorsitzenden zum Wetter in Makulatur verwandeln. Mit kräftigen Böen aus Südwest kündigte sich plötzlich ein Unwetter an. Starker Regen folgte, so dass es selbst die hartgesottensten Fans trotz Regenschirm und Umhang nicht auf ihren Stühlen hielt, sondern unter die dichtbelaubten Bäume trieb. Da die Musikmuschelbühne nur teilweise überdacht ist, das Blasorchester auf ihren Stühlen aber den hinteren Teil besetzten, hätten die Sängerinnen und Sänger aus Minden-Hahlen im Regen stehen und singen müssen. Und so entschloss man sich nach dem Motto „Wo ein Wille ist, spielt Regen keine Rolle.“, dass das Blasorchester gleich ihren zweiten Teil anfügte. Dieser enthielt u.a. ein Medley von Udo-Lindenberg-Melodien, was sehr gut ankam. Und siehe da, Musik vertreibt auch die dunkelsten Wolken, so dass unsere Gäste aus Minden-Hahlen ihren Auftritt mit vier Liedern von aktuell bis hin zu Gospel und Irischer Folklore unter der vitalen Leitung von Benjamin Sazewa zu Gehör bringen konnten. Benjamin Sazewa vom GCMH bedankte sich beim PCH für die Einladung und die gute Organisation während ihres Aufenthaltes in Hamburg und bezog nun das Publikum mit in das Geschehen ein, indem er das im Original vorher Erlebte akustisch nachmachen ließ. Händereiben, Fingerschnipsen und dann Klopfen auf den Oberschenkeln ließen den „Parkplatzregen“ zur Freude der Zuschauer bei Sonnenschein prächtig gelingen. Jamaica und Griechenland waren die weiteren Stationen, bevor man sich mit „Thank you for the Music“ von ABBA verabschiedete. Dabei füllten sich langsam aber stetig wieder die Zuschauerplätze.

Als der PCH Aufstellung nahm unterstützte ihn dabei das BD mit stimmungsvollen bayrischen Jodler- und Schuhplattlermelodien, wobei eifrig mitgeklatscht wurde. „Mein Hamburg“ und die Seefahrt waren im Gegensatz dazu das Motto des PCH für den nächsten Auftritt, der bei einem fast makellos blauem Himmel und wieder strahlendem Sonnenschein stattfand. Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka leiteten mit sichtlicher Freude diesen mitreißenden Programmpunkt. Teilweise wurden die Sänger durch eine Gruppe junger Frauen mit schwarzen Kleidern und roten Hüten abgelenkt, die für ihre Freundin in vorne kurzem und hinten langem weißen Kleid und weißem Hut ihren Junggesellinnenabschied feierten und dabei offensichtlich viel Spaß hatten. War das vielleicht ein Äquivalent für die Damen, die in der Vergangenheit häufig während der Chormusik tanzten und für einen hohen Unterhaltungswert sorgten und die wir in diesem Jahr vermissten?

Alle Beteiligten gaben dann noch einmal gemeinsam mit „Conquest of Paradise“ ihre musikalische Visitenkarte ab und entließen damit die begeisterten Zuschauer in ein nunmehr sonnigeres Wochenende.

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