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Mit Volldampf in den Mai                                                      1. und 2. Mai 2015

Das Hamburger Cruise Center lud den Polizeichor Hamburg von 1901 ein, die MSC Splendida am 1. Mai gebührend zu begrüßen, da sie zum ersten Mal in Hamburg festmachte. Das 2012 in Dienst gestellte Schiff der Extraklasse gehört zu den größten Kreuzfahrtschiffen dieser Welt.

Kalt war es an diesem Tag, die Bühne war besetzt durch die Instrumente einer anderen Band, sodass davor Aufstellung genommen werden musste. Der Chor bot viele stimmungsvolle Shantys und Seemannslieder. Leider begann es aber leicht zu regnen. Der Moderator, Marek Erhardt (Enkel von Heinz Erhardt), stellte den Chor in einem Interview mit dem Vorsitzenden des PCH, Gerhard Dammann, vor. Weil viele Sänger eine Erkältung befürchteten, vor allem in Hinblick auf das am nächsten Tag stattfindende Frühlingskonzert, begnügte sich der Chor mit einem halbstündigen Vortrag. Inzwischen hatte sich die Sonne wieder gezeigt und der Chor konnte ohne jede technische Unterstützung vor dem Eingang des Cruise Centers und vor hunderten von Passagieren sein restliches Repertoire zum Besten geben.


Der 2. Mai, welch‘ ein Tag! Ein Frühlingskonzert vom Feinsten, bei dem alles stimmte. Das Programm, die Ausführenden, der Moderator - und ein Publikum, das so zahlreich erschienen war wie noch nie zuvor zu einem Frühlingskonzert. Selbst das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.

Mit dem Sinfonischen Blasorchester Lüneburg unter der Leitung von Jens Illemann und dem Frauenchor des Polizeichors Nürnberg, gut vorbereitet durch Pius Amberger, standen zeitweise mit dem Polizeichor Hamburg über 150 Aktive auf der Bühne. Ein grandioser Eindruck für das Publikum, sowohl optisch als auch akustisch. Das sollte sich gleich mit dem Eingangsstück zeigen, dem „Jubelchor“ aus der Oper „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti, das gemeinsam vorgetragen wurde. Der neue Vorsitzende des Polizeichores, Gerhard Dammann, begrüßte herzlich das Publikum und leitete dann über zum NDR-Rundfunkmoderator des Nachmittags, Carlo von Tiedemann. Mit seiner launigen Moderation unterhielt und informierte er die Zuhörer auf das Beste.

Unter der Leitung von Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka erklangen frühlingshafte Melodien, überzeugend begleitet von Eiko Okuno-Jürgensen am Flügel. Der Frauenchor aus Nürnberg präsentierte mit Jasmin Neubauer am Flügel und der Sopranistin Lisa Schollp Lieder von Tschaikowsky und Rossini.

Mit drei Stücken zeigte das Sinfonische Blasorchester Lüneburg sein Können. „The Typewriter“ von Leroy Anderson löste dabei den größten Jubel aus, denn der Schlagzeuger bediente dazu im Takt eine alte Schreibmaschine.

Die Konzerte des Polizeichores Hamburg sind besonders wegen ihrer Vielseitigkeit beliebt, was der russische Bass, Anatoly Safiulin, mit seinen Soli eindrucksvoll bewies. Mit „Profetus“ von Rimski-Korsakov und „Der Floh“ von Mussorgski zeigte er seine Klasse. Der Männerchor ließ aus der Oper „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven den „Gefangenenchor“, sowie „Exodus“ aus dem gleichnamigen Film erklingen. Mit dem fröhlichen „Zigeuneurchor“ aus der Verdi-Oper „Der Troubadour“ zeigten beide Chöre und das Orchester wozu sie stimmlich und instrumental in der Lage sind.

Nach der Pause präsentierte der Polizeichor Hamburg Shantys und Seemannslieder. Jedes Lied für sich von „I am sailing“ bis hin zu „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“ war ein voller Erfolg. Das Publikum quittierte die Leistung mit stürmischem Applaus und Bravo-Rufen. Anerkennung und Begeisterung erzielte Anatoly Safiulin solistisch mit „Schwarze Augen“. Ebenso begeisterten er und der Polizeichor Hamburg mit „Die Legende von den 12 Räubern“.

Der Frauenchor des Polizeichors Nürnberg unterhielt weiter mit fröhlichen und swingenden Volksliedern und Operettenmelodien. Das Orchester aus Lüneburg löste mit „Pomp and Circumstance“, dem traditionellen Schlussstück der „Nights of the Proms“ von Edgar Elgar Jubel aus. Beide Chöre und das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Kazuo Kanemaki und Hasanori Hosaka ließen mit „Ecce gratum“ und „O Fortuna“ von Carl Orff die Laeiszhalle erklingen. Das Publikum war begeistert und dankte allen Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus. Gerhard Dammann bedankte sich bei den Solisten, Orchester- und Chorleitern sowie dem Moderator, Carlo von Tiedemann, mit bunten Frühlingssträußen. Ein schönes Abschlussbild auf der Bühne, dem noch das „Wiegenlied“ von Johannes Brahms folgen sollte. Nach dem Orchestervorspiel und der gesungenen Melodie erklang von den Rängen das Trompeten-Echo und das Licht auf der Bühne erlosch langsam. Stimmungsvoller kann ein solches Konzert nicht zu Ende gehen.

Das erfolgreiche Konzert wurde anschließend im „Fischerhaus“ am St. Pauli Fischmarkt zusammen mit den Damen vom Frauenchor des Polizeichors Nürnberg bei einem Kommers gebührend gefeiert.

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