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 Rückblicke auf die letzten 10 Jahre Chorgeschichte.

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Jahresausklang 2017                                                                                          21.12. 2017

Da die Weihnachtskonzerte in diesem Jahr relativ früh stattfanden, war noch eine Woche bis zu den offiziellen Chor-Weihnachtsferien zu überbrücken. Was tun, zumal beide Chorleiter anderweitige Verpflichtungen hatten? Da erinnerte man sich an den 27.05.2017. An jenem Tage fand mit dem Volkschor Edenkoben in der St. Gertrud Kirche in Altenwerder ein gemeinsames Konzert statt. Als Geschenk hatten die Südpfälzer einiges an Wein aus ihrer Heimat mitgebracht, der bei Karl Sieg seitdem unberührt im Keller stand. Sollte er dort bleiben? Nein, sagte sich der Vorstand und lud die Sänger zum Jahresausklang in das Personalrestaurant des Polizeipräsidiums ein, dorthin, wo sonst geprobt wird. Über 30 Sänger hatten sich eingefunden, um neben den köstlichen Weinen und anderen Getränken auch Laugenbrezeln, Käsehäppchen und anderen Leckereien zu genießen. Zunächst wurde über die vergangenen Konzerte geredet und vieles mehr. Da es kein offizielles Programm gab, wurden hier und da vergnügliche Weihnachtsgeschichten vorgelesen. Den musikalischen Teil übernahmen zunächst gemeinsam Klaus Grzybowski mit seinem Akkordeon und Holger Dörin am Flügel mit deutschen Weihnachtsliedern, später animierte Klaus mit Seemannsliedern die Sänger noch zum weiteren Mitsingen. Dieser Abend wird vielen in guter Erinnerung bleiben, da solche zwanglosen Zusammenkünfte eine Rarität im Chorjahr sind. Es wäre wünschenswert, wenn so etwas von Zeit zu Zeit wiederholt werden könnte.

Es weihnachtet in der Laeiszhalle                                            12. und 16.12. 2017

Seit Anfang August gingen sie den Sängern nicht mehr aus dem Kopf – die Melodien und die Lieder der Weihnachtskonzerte, die bei jeder Probe geübt wurden. Aber es hat sich gelohnt, wie die Besucherzahlen und die anschließende Resonanz zeigten. Wie in jedem Jahr hatte der Polizeichor Hamburg wieder ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Mitgewirkt haben dabei - teils schon seit vielen Jahren – das Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg, die Jungen und Mädchen der Alsterspatzen sowie der Johannes-Brahms-Chor ebenso zahlreiche Solistinnen.

Die Termine für die Konzerthalle waren aufgrund des Telemann-Festivals zu Ehren des 250ten Todestages des Komponisten stark eingeschränkt. Deshalb fanden das Abendkonzert bereits am Dienstag und das Nachmittagskonzert bereits um 13:00 Uhr am Sonnabend statt. Trotzdem war die Nachfrage enorm und insgesamt konnten die Mitwirkenden über 2.400 Besucher begrüßen.CollageWK2017

Bevor der Vorsitzende, Gerhard Dammann, die Gäste begrüßen konnte, eröffnete Kazuo Kanemaki, der Ehrenchorleiter des Polizeichores das Konzert mit „Herrscher des Himmels“ aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, an dem alle Interpreten teilnahmen. Nicht zu vergessen dabei ist Marie Fukomoto an der Orgel, die auch später noch entsprechende Orchesterwerke mit ihrem Können abrundete. Am Ende seiner Begrüßungsrede, in der auch der Polizeipräsident Ralf Martin Meyer ein paar Worte an das Publikum richtete, übergab der Vorsitzende das Mikrofon an die Moderatorin des Abends, Theresa von Tiedemann.

 Mit „Jingle Bells“ setzte der Männerchor einen fröhlichen Anfang, es folgte ruhiger „Raise me up“, um dann mit „Amen!“ das Publikum zum Jubeln zu bringen. Mit „Gloria in excelsis Deo“ schloss sich dieser Teil. Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka wechselten sich dabei mit dem Dirigat ab. Es folgte zunächst der Kinderchor unter der Leitung von Jürgen Luhn am Flügel mit ihren weihnachtlichen Liedern. Jessica Turnbull als Solistin spielte mit dem Jugend-Sinfonieorchester, schon seit vielen Jahren von Michael Klaue geleitet, das Klarinettenkonzert Nr. 1 F-Moll, op. 73, von C.M. von Weber. Das Publikum quittierte diese Darbietungen mit herzlichem Applaus. Als die zarte Brasilianerin Nivea Freitas, Sopran, begleitet von der Südkoreanerin Jaerim Kim am Flügel „Les Oiseaux dans la Charmille (Die Vögel im Laubengang)“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ szenisch und musikalisch darbot, waren die Zuschauer hellauf begeistert. Wie eine Puppe bewegte sie sich, und mit ihrer wunderschönen Stimme erklomm sie mühelos die höchsten Töne. Eine perfekte Darstellung und fulminante Leistung.Der Polizeichor und das Sinfonieorchester setzten mit „Quare fremuerunt“ und „Tollite Hostias“ aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns einen klanggewaltigen Abschluss, bevor Theresa von Tiedemann zur Pause bat.

Den zweiten Teil des Konzertes eröffneten die Gastgeber mit dem „Ave Maria“ von Bach-Gounod. Auf Plattdeutsch geht es weiter. „De Glocken de lüt“ erklingt und Martin Vetter singt darin den Solopart. Ganz langsam, von den vier Solisten angestimmt und dann immer rasanter werdend, begeistert „Hail Holy Queen“ aus dem Film „Sister Act“ das Publikum, ein gelungener Abschluss dieses Programmteils. Mit amerikanischen Weihnachtsliedern setzen die Alsterspatzen das weihnachtliche Programm fort. Auch die Ahrensburger kommen nun weihnachtlich mit einem harmonisch arrangierten Medley von Leroy Andersen, ein Ohrenschmaus. Gefühlvoll geht es weiter mit „Alleluja, KV 165“ von W.A. Mozart. Zum zweiten Mal in diesem Konzert zeigt Nivea Freitas ihr Können, das wieder vom Publikum durch langanhaltenden Applaus gewürdigt wird. Mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ geht es mit dem Polizeichor flott weiter. Doch dann plötzliche Stille. Das Licht auf der Bühne wird gedimmt. Aus über 50 Männerkehlen klingt es zunächst summend und dann leise und anschwellend „Stille Nacht, heilige Nacht“, ein bewegender Moment für alle.

Zum Finale fanden sich alle Mitwirkenden auf der Bühne ein „Denn es ist uns ein Kind geboren“ und schließlich das „Halleluja“, beides aus dem „Messias“ von G.F. Händel, begeisterten wieder einmal das Publikum, dessen Beifall nicht enden wollte. Der Vorsitzende bedankte sich bei den Chor- und Orchesterleitern und Solisten, die Blumensträuße und kleine Geschenke als Dank mit nach Hause nehmen konnten und wünschte Ihnen und allen Anwesenden frohe Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr. Theresa von Tiedemann hatte zu Beginn des Konzertes dem Publikum versprochen, dass es nach dem Konzert in die richtige Weihnachtsstimmung versetzt sein würde. Nach zweieinhalb Stunden konnte sie das Versprechen einlösen!


 Parkresidenz Rahlstedt                                                                                      14.12. 2017

Vor genau einem Jahr hatte der Polizeichor Hamburg dort seinen ersten Auftritt. Herr Berns, der Geschäftsführer der Parkresidenz Grewe, lud den Männerchor nach dem gelungenen Auftritt spontan zur diesjährigen Weihnachtsfeier ein. Der Termin lag in diesem Jahr genau zwischen den beiden großen Weihnachtskonzerten in der Laeiszhalle. Vollbesetzt und weihnachtlich geschmückt präsentierte sich den Sängern das Restaurant. Nach der Begrüßung der Bewohner durch den Vorsitzenden, Gerhard Dammann, begann der Chor mit „Gloria in excelsis Deo“, besinnlich ging es weiter mit „De Glocken de lüt“ und dem „Ave Maria“ von Bach Gounod. Aya Toikawa, Sopran, und der Chor brachten „La forza del destino“ von G. Verdi. Langsam „tauten“ die Bewohner auf und der Beifall wurde kräftiger. Das sollte sich noch steigern. „You raise me up“, „Amen!“, „Jingle Bells“ und „Hail Holy Queen“ waren die nächsten temporeicheren Titel, die mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ endeten. Zum Schluss dann das großartige „O happy day“, wieder mit Aya Toikawa als Solistin. Am Flügel begleitete wie immer gekonnt Eiko Okuno-Jürgensen und die Leitung des Ganzen teilten sich Kazuo Kanemaki und Hosaka Masanori. Herr Berns bedankte sich auch im Namen von Frau Grewe und Frau Lange-Grewe bei allen Mitwirkenden für den 45-minütigen Auftritt und sagte, dass man sich bestimmt nicht das letzte Mal hier gesehen hätte. Das hörte der Chor gern und mit „O du fröhliche“, bei dem viele Bewohner mitsangen, verabschiedete er sich – vielleicht bis zum nächsten Jahr.


Begeisterung in Wakendorf II                                                                          09.12. 2017

Den Gesangverein Frohsinn von 1875 in Wakendorf II verbindet einiges mit dem Polizeichor Hamburg. Viele Mitglieder dieses Gesangvereins sind schon seit Jahren treue Besucher der Frühlings- und Weihnachtskonzerte des Polizeichores. Da wurde es nach 15 Jahre wieder einmal Zeit, auch in Wakendorf II Danke zu sagen und Präsenz zu zeigen. Der Anlass war ein vorweihnachtliches Chorkonzert, Grund genug es mit dem befreundeten Rönnauer Singkreis und dem Polizeichor Hamburg als Gäste zu veranstalten.

Die Sporthalle des Gemeindezentrums war mit langen, festlich dekorierten Tischen eingerichtet und in einer Ecke war alles für das leibliche Wohl aufgebaut: Kaffee und Kuchen, alkoholische und alkoholfreie Getränke sowie belegte Brote, alles von den Mitgliedern selbst gebacken und belegt; da blieb kein Wunsch offen. Als sich die Halle fast bis auf den letzten Platz gefüllt hatte, konnte das Konzert um 15:30 Uhr beginnen. Der GF eröffnete mit „Wir grüßen Euch alle“ und ihre Vorsitzende, Renate Krohn, begrüßte die Gäste, stimmte auf das Programm ein und bat den Singkreis auf die Bühne. Mit launigen Worten sagte ihr Chorleiter, Didij Podszus, deren Programm an, das u.a. Ohrwürmer wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ und „Sierra Madre del Sur“ in interessanten Arrangements enthielt, ein musikalischer Beitrag, der lauten Beifall erhielt.

Danach war die Zeit für den Polizeichor gekommen, den der Vorsitzende, Gerhard Dammann, vorstellte. Masanori Hosaka trat vor seine Männer, um mit neun Liedern in Folge das Publikum zu erfreuen und mehr und mehr in Stimmung zu bringen. Nach „Mala Moja“ ging es a capella besinnlich weiter mit „Conquest of Paradise“, der „Serenade“, dem überraschenden „Echo-Chor“ und „Die Nacht“. „Bridge over troubled water“ bildete den Übergang zum Jäger- und Gefangenenchor. Diese Lieder und auch die folgenden wurden von Jaerim Kim am Piano gekonnt begleitet. Zum Schluss dieses Teils bot der Männerchor „Il santo nome di Dio Signore“ aus der „Macht des Schicksals“ von G. Verdi dar. Den Solopart sang Aya Toikawa, Sopran, die damit die Zuhörer zu begeisterndem Applaus hinriss. An dieser Stelle muss lobend darauf hingewiesen werden, dass an diesem Nachmittag Masanori Hosaka zum ersten Mal alleinverantwortlich den Polizeichor Hamburg bei einem größeren Konzert leitete. Und das tat er mit Bravour und Können. Glückwunsch!

Der GF mit ihrer sympathischen Chorleiterin, Hjördis Krüger, begann mit „Heaven is a wonderful Place“. Es folgte als Referenz an die Comedian Harmonists „Mein kleiner grüner Kaktus“, sowie zwei afrikanische Lieder mit ihrem mitreißenden Rhythmus. Ein gelungener Beitrag, der die Pause einläutete. Bevor sich das Publikum in der 30minütigen Pause stärken konnte, wurden verdiente Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins für ihre bis zu 60jährige treue Mitgliedschaft im Deutschen Chorverband geehrt.

Im zweiten Teil läuteten die Gastgeber mit „Höret den Ruf“ die Weihnachtszeit ein, wie es im Programm hieß. Der RS begann mit dem Alleluja-Kanon von W.A. Mozart, und einem ungewöhnlichen „Ave Maria“ von Karl May, dem Winnetou-Schriftsteller. Das war sicher den wenigsten in der Halle bekannt. So lernt man immer wieder dazu. Sehr stimmungsvoll dann „Advent ist ein Leuchten“ und das „Kalenderlied“. „Leise rieselt der Schnee“ bildete den besinnlichen Abschluss ihrer Beiträge. Deutsch ging es mit den Wakendorfern weiter. „Im Winterwald“, „Der Christbaum ist der schönste Baum“ und die „Friedensglocken“ erklangen. Als der Beifall verrauscht war, folgte noch das Traditional „Wasn’t that a Mighty Day“, ein schöner Abschluss ihrer Beiträge.

Den Schlussakkord setzten dann die Hamburger mit ihrem weihnachtlichen Auftritt und begannen mit „Gloria in excelsis Deo“. Auf Plattdeutsch folgte „De Glocken de lüt“ mit Martin Vetter als Solist, dann in Latein das „Ave Maria“ von Bach/Gounod und schließlich „Jingle Bells“ zunächst auf Deutsch und der Refrain in Englisch. Das Publikum war entzückt und mit Standing Ovations wurde „You raise me up“ und vor allem das temperamentvolle „Amen!“ bedacht. Aber dem nicht genug. Flott ging es weiter mit „Hail Holy Queen“ und der „Petersburger Schlittenfahrt“ und das Publikum reagierte ebenso. Als letzter Beitrag, wieder mit Aya Toikawa, erklang „O Happy Day“. Bravo- und Zugabe-Rufe waren zu hören. Gerd Dammann bedankte sich bei dem phantastischen Publikum und kündigte eine Zugabe an. Zunächst brachte Aya Toikawa, begleitet von Jaerim Kim am Piano, sehr gefühlvoll das „Pie Jesu“ von L. Webber zu Gehör. Der PCH bedankte sich dann mit dem „Drummer Boy“. Die Vorsitzende des Gesangvereins lobte die Aktiven und überreichte Solisten und Chorleiter Präsente. Für alle Chöre und das Publikum gab es einen gemeinsamen schönen Abschluss dieses Nachmittags. „O du fröhliche“ wurde angestimmt und ein großer Teil des begeisterten Publikums sang aus voller Kehle mit.


Die „Weltsänger“ in Rellingen                                                                          03.12. 2017

Die „Weltsänger“, so bezeichnete ein Artikel im Lokalblatt „Der Mittwoch“ den Polizeichor Hamburg. Er nahm damit Bezug auf die vielen internationalen Reisen und Auftritte des Chores. Das schien zu ziehen, denn nach dem Erscheinen des Artikels am 25.10.2017 waren die über 600 Plätze in Kürze vergeben. Ein vollbesetztes Haus ist immer ein besonderer Ansporn für die Sänger. Denn ihr Anspruch ist es, das Publikum bestens zu unterhalten. Das sollte sich auch an diesem 1. Adventnachmittag in der wunderschönen, vollbesetzten Rellinger Rundkirche wieder bewahrheiten.Collage Rellingen 2017

Um das Programm abzurunden, treten bei den größeren Konzerten mit dem PCH neben den Sängern meist auch Solisten auf. Zur Einstimmung eröffnete daher der Organist der Kirche, Oliver Schmidt, das Konzert mit einer verkürzten Fassung der Toccata und Fuge in D-Moll von J.S. Bach. Wie so oft in seinen Konzerten beginnt der PCH mit einem ruhigeren Teil. Es waren dieses Mal die a capella gesungenen „Schäfers Sonntagslied“, die „Serenade“ von J. Wengert sowie „Im Abendrot“ von F. Schubert. Mit dem „Ave Maria“ von Bach-Gounod und „O Isis und Osiris“ von W.A. Mozart ging es gefühlvoll weiter. Die zweite Solistin des Nachmittags, Julia Böttcher, sang mit ihrem kräftigen Sopran zusammen mit dem PCH den Solopart in „Il santo nome di Dio Signore“ aus der „Macht des Schicksals“ von G. Verdi. Es folgte ein Sprung von der Klassik hin zu einem Gospel, dem „Amen!“ und damit zu einem ganz anderen Rhythmusgefühl, das sofort das Publikum in seinen Bann zog. Mit „Gloria in excelsis Deo“ rundete der PCH seinen ersten Teil ab. Damit war vor der Pause aber noch nicht Schluss. Julia Böttcher und ihr Mann, André Böttcher, mit der Violine, als „Singende Violine“ im Duett auftretend, brachten „Die Heilige Stadt Jerusalem“ wunderschön zum Klingen. Dass alle Beiträge, ob vom Chor oder von den Solisten, bis hierhin mit begeisterndem Applaus bedacht wurden, muss nicht extra erwähnt werden.

Eiko Okuno-Jürgensen, die schon im ersten Teil am Yamaha-Flügel den PCH begleitet hatte, zeigte nach der Pause, welches Können sie besitzt. Mit einer teils rockigen Version des „Ave Maria“ brachte sie ganz neue Töne zum Klingen. Das Publikum war begeistert, auch als dann noch durch die „Singende Violine“ die traditionelle, französische Melodie „Ding Dong“ erklang. Die Chorleiter des PCH, Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka, leiteten wie im ersten Teil abwechselnd. Stimmung kam auf mit „Hail Holy Queen“ und der „Petersburger Schlittenfahrt“. Gekrönt wurde das Ganze mit „O Happy Day“, wieder mit Julia Böttcher als Solistin. Oliver Schmidt bedankte sich bei den Solisten mit einer Flasche Wein, denn das Konzert war ein Benefizkonzert, deren Erlös in die Chorarbeit und in die Kirchenmusik der Gemeinde geflossen ist. Er setzte sich anschließend an die Orgel um mit Chor, Solisten und Publikum „O du fröhliche“ anzustimmen. Als der Beifall nicht enden wollte, wurde als Zugabe vom PCH mit dem „Drummer Boy“ noch einer „draufgelegt“. Mitwirkende und Publikum verließen nach zwei abwechslungsreichen Stunden zufrieden und bewegt die Rellinger Kirche.


Vereidigungen                                                                                    18. und 25.10. 2017

An beiden Tagen wurden insgesamt 226 Anwärterinnen und Anwärter für den mittleren und gehobenen Dienst im voll besetzten Großen Festsaal des Hamburger Rathauses vereidigt. Der feierliche Rahmen dieser Zeremonie beeindruckt jeden, der dabei sein darf. Dazu tragen traditionell das Polizeiorchester Hamburg (PO) und der Polizeichor Hamburg (PCH) den musikalischen Teil bei.

Pünktlich um 12:00 Uhr mittags erhob Dr. Kristine Kresge, die Leiterin des PO, den Taktstock, um mit ihrem gewaltigen Klangkörper den „Winnetou Soundtrack“ sowie eine Woche später den „Independence Day“ zum Klingen zu bringen. Der Polizeipräsident, Ralf Martin Meyer, sowie sein Vizepräsident, Wolfgang Brand, begrüßten die Ehrengäste, die jungen Polizisten und deren Angehörige an diesem ehrwürdigen Ort, der die Bedeutung des Diensteides unterstreichen soll. In ihren Reden betonten sie, dass sich die Anwärter mit ihrem Eid verpflichten werden, in Zukunft Recht und Ordnung in der Hansestadt Hamburg durchzusetzen und die Mitbürger vor Schaden zu bewahren, denn Prävention ist bester Opferschutz. Sie beglückwünschten die Anwärter zu ihrem gewählten Beruf, der an Vielseitigkeit nicht zu übertreffen ist. Kein Tag ist wie der andere und stellt immer wieder neue Herausforderungen an die Polizei. Dazu bedarf es einer guten Ausbildung, aber auch charakterlicher Stärke und Mut, um in den unterschiedlichsten Situationen bestehen zu können. Wenn die Beamten das Gefühl haben mit ihrer Präsenz Hamburg jeden Tag ein wenig sicherer gemacht zu haben, dann sind sie auf dem richtigen Weg. Dazu wünschten sie alles Gute, viel Erfolg und eine gesunde Rückkehr nach jedem Einsatz.

Als der Applaus verklungen war, wussten die Gäste anfangs nicht mehr, wo sie hinschauen sollten, denn der PCH ließ den Echochor aus der Musik „Preciosa“ erklingen, bei dem ein Teil der Sänger am Ende des Saales die vom Chor gesungenen Zeilen als Echo wiederholte. Eine gelungene musikalische Überraschung, die mit viel Applaus bedacht wurde.

Die Sprecher der Lehr- und Studiengruppen traten nun ans Mikrofon, um den Lehrern, Dozenten und Ausbildern, die sie seit dem 01.08.2017 auf ihren Beruf vorbereiten, Dank zu sagen. Sie sprachen ihre Herkunft an und was sie bewogen hatte, diesen Beruf gewählt zu haben. So unterschiedlich Herkunft, Vorbildung und Beweggründe auch sind, dieser „bunte Haufen Menschen“, wie sich eine Sprecherin ausdrückte, eine das Gefühl, mit ihrer Berufswahl persönlich das Richtige für sich getan zu haben. Die Lehrgruppen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft. Genannte Beweggründe waren u.a. früher gelebte Hilfsbereitschaft oder eine vorherige Mitgliedschaft bei den Pfadfindern. Eine Sprecherin hob die Bedeutung der Frauen im Polizeidienst hervor. Inzwischen sind 30 Prozent der Neueinstellungen Frauen, die im Polizeidienst neue Akzente setzen werden.

Gemeinsam erklang nun von PO und PCH Edvard Griegs „Landerkennung“, worin Rainer Maerz und Walter Wozny den Solopart übernahmen, bevor als letzte Redner am 18. Oktober der Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport, Bernd Krösser, und eine Woche später der Präses der gleichen Behörde, Andy Grote, ans Mikrofon traten.

Auch sie betonten, wie wichtig qualifizierter Nachwuchs sei. Über 500 Stellen werden jährlich neu besetzt. Die Polizei-Akademie stößt allmählich personell und räumlich an ihre Grenzen. Aber alle, ob Lehrkörper oder Auszubildende, machen das Beste daraus. Ein Kernsatz war, dass in einem Rechtsstaat nur die Polizei für die Sicherheit seiner Bürger sorgt.

Auch wenn z.B. beim G 20-Gipfel nicht alle Ziele erreicht wurden, so erfuhr die Polizei aus der Bevölkerung Solidarität und viel Anerkennung für das Geleistete. Die Aufarbeitung bindet z.Zt. große Ressourcen, die anderweitig nötiger gebraucht würden. Mit einer allzu heftigen Kritik an dem Geschehenen untergräbt man langfristig das Vertrauen in die Institution Polizei. So werden auch die neuen Polizisten die Einhaltung von Regeln einfordern, notfalls auch mit Gewalt, aber niemals darf dabei die Würde des Menschen verletzt werden. Das macht auch das Tragen einer Uniform deutlich. Für die Bürger sind sie damit Repräsentanten des Staates und müssen die damit verbundenen Aufgaben verantwortungsvoll wahrnehmen, wie im Diensteid beschworen.

Die Lehrgangsteilnehmer traten nun vor, um den Diensteid abzulegen. Mit der Hamburg-Hymne „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“ und dem Deutschlandlied ging diese Feierstunde zu Ende. Bei einem anschließenden Empfang in den Nebenräumen wurde noch viel über das eben Erlebte gesprochen. Und für Orchester und Chor bedeutete das: Auf Wiedersehen an gleicher Stelle im nächsten Frühjahr, dann mit drei Feierstunden pro Halbjahr!


Ein denkwürdiger Nachmittag …                                                                     14.10. 2017

Anfang September erreichte unseren Vorsitzenden eine Anfrage der Kampnagel-Bühnen, ob der Polizeichor nicht an einer Performance unter dem Titel „Übung in Trauer“ teilnehmen möchte. Die dazu vorhandenen Informationen waren zunächst organisatorischer Art, so dass niemand genau wusste, auf was man sich da eingelassen hatte. Aber probieren geht bekanntlich über studieren. Also wurde der Termin zugesagt. Der Polizeichor sollte in der Zeit von 14:30 bis 16:00 Uhr zusammen mit dem Shanty-Chor „Windrose“ und dem Marineorchester Hamburg sowie einer iranischen Rhythmus-Band in der riesigen Vorhalle von Kampnagel Musik machen. Die Regisseurin, Maria Magdalena Ludewig, klärte uns eine Woche vor dem Auftritt über das Konzept auf.

Es geht um Rituale des Trauerns. „Übung in Trauer“ feiert 60 Stunden die Saisoneröffnung auf Kampnagel, ein kollektives Erlebnis – intensiv, erschöpfend, ruhelos, radikal. Die Kampnagel-Vorhalle wird zur Kathedrale des Abschieds. Wir, die wir Musik machten, waren sozusagen Teilnehmer eines Leichenschmauses, bei dem gegessen und getrunken wurde. An Biergarten-Tischen saßen die Akteure und sangen von Zeit zu Zeit ihre Lieder, wobei nicht

ein Lied nach dem anderen von dort oder dort erklang, nein vielfach sang die eine Gruppe und die anderen spielte etwas ganz anderes zur gleichen Zeit. Zwischendurch machte man, wie man wollte, eine kurze Pause, in der Bier und Hühnersuppe, Brot oder Salat genommen werden konnten. Es war ein musikalisches Nebeneinander oder ein ungeplantes Quodlibet, das aber in der riesigen, abgedunkelten Halle doch zu einer Einheit wurde. Als sich schließlich die iranischen Trommler und ein Dudelsack lautstark dazu gesellten und das Marineorchester mit einem konträren Stück dagegenhielt, wurde getanzt und in die Hände geklatscht. Eine beeindruckende Szenerie, die alle Teilnehmer und Zuschauer so nicht erwartet hatten. Aber dabei gewesen zu sein, war schon beeindruckend.

So verließen die 31 Sänger des Polizeichores mit vielen neuen, widersprüchlichen Eindrücken nach und nach die Vorhalle. Nachklingen wird dieser Nachmitttag noch lange in allen.


Chorreise nach Holland                                                                          14. bis 18.09. 2017

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung, heißtes. Das war sie auch für die 71 Mitreisenden des Polizeichores Hamburg, als sie alle rechtzeitig am ZOB standen und auf den Doppeldeckerbus, gesteuert von Mini Jeppsson, warteten, der dann auch, geschmückt mit dem Emblem „Polizeichor Hamburg on Tour“ an der Frontseite, pünktlich eintraf. Als alle Koffer verstaut waren, konnte die Reise um 07:15 Uhr beginnen. Anfangs bei gutem Wetter, aber ab Bremen trübte es sich mehr und mehr ein. In Groningen erwartete uns der holländische Reiseleiter bei Regen.1. Collage Hollandreise Konzert am 15.9.2017 in der Adventskerk in Alphens

Gegen 16:00 Uhr erreichten wir unser Ziel, das van-der-Valk-Hotel „Avifauna“ in Alphen aan den Rijn. „Avifauna“ ist ein direkt am Hotel gelegener, sehr schöner Vogelpark, dem wir in den folgenden Tagen, wenn es Zeit und Wetter erlaubten, immer wieder einen kürzeren oder längeren Besuch abstatten konnten. Darin war auch das Restaurant „Casa Havana“ gelegen, in dem wir an den ersten beiden Abenden einmal ein Buffet und am nächsten Tag ein 3-Gang-Menu genießen konnten. Morgens erwartete uns im Hotel ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Dazwischen waren Sightseeing und Konzerte angesagt. Am Freitag sollten wir Amsterdam erkunden. Vorgesehen waren eine Grachtenfahrt und eine Stadtrundfahrt. Leider war es für den Reiseleiter sehr schwierig, einen vernünftigen Busparkplatz zu finden. Dadurch verzögerte sich die Abfahrt der Grachtenfahrt, die übrigens sehr informativ war. Die Stadtrundfahrt fiel aus Zeitgründen völlig aus, da uns im Hotel vor dem ersten Konzert noch ein Abendessen erwartete.

Wenn wir hier von einer Chorreise sprechen, dann ist das nicht ganz richtig, denn an allen drei Tagen, von Freitag bis Sonntag, war ein Konzert terminiert. Daher kann man schon von einer Tournee sprechen. Diese begann am Freitagabend mit einem „Vriendschapsconcert“ zusammen mit dem Alphens Mannenkoor in der Adventskirche in Alphen, also quasi vor der Hoteltür. Die wuchtige Kirche in Form eines griechischen Kreuzes wurde 1920-22 errichtet. Mit kleinen Abweichungen war das vorgetragene Liedgut an den drei Abenden gleich. Besinnliches zu Beginn: dem „Schäfers Sonntagslied“, „Das Glöcklein“ und „Im Abendrot“. Im zweiten Teil dann etwas Flotteres: „Mala Moja“, dem „Echochor“ bis hin zum krönenden Abschluss, dem „Gefangenenchor“. Vor der Pause und zum Abschluss sangen beide Chöre gemeinsam „Conquest of Paradise“ und „Landerkennung“. Das Publikum in der gut besuchten Kirche war mit dem Dargebotenen sichtlich zufrieden.Collage Brummen

Der nächste Tag war mehr vom Wetter bestimmt, das sich nicht sehr ansprechend zeigte. Damit wurde der Start nach Amsterdam auf 12:00 Uhr verschoben. Am Bahnhof setzte der Bus uns ab und jeder konnte in dieser wunderschönen Stadt individuell den Nachmittag gestalten – mit einer Verpflichtung: Treffen um 18:30 Uhr an der Noorderkerk an der Prinsengracht. Denn an jenem Abend sollte in dieser großen, achteckigen Kirche, die von 1620 von 1623 erbaut wurde, das große Konzert stattfinden, das uns Nan van Groeningen, der Veranstalter der Reise, versprochen hatte. Und er war tatsächlich groß, der „gemischte“ Grootkoor, bestehend aus ca. 120 Frauen und sieben Männern. Professionell geleitet wurde er von Etty van der Mei und zeitweise auch von Nan van Groeningen selbst, der sich auch als Solosänger bewies. Am Abend trat zunächst der Grootkoor auf, dann gab der Polizeichor seine musikalische Visitenkarte ab, gefolgt von „The Martin Mans Foundation“, die mit 14 stimmgewaltigen Männern die Zuhörer überzeugten. Nach der Pause ging es in der gleichen Reihenfolge weiter und endete mit dem gemeinsam gesungenen „Conquest of Paradise“, welches in der großen Kirche mit den vielen Sängerinnen und Sängern bei allen einen großen Eindruck hinterließ.

Wenn der Bus abends die müden Sänger und ihre Begleiterinnen absetzte, dann brannte in der Hotelbar „Nimmerzat“ immer noch Licht und lud zu so manchem Getränk ein, jeweils ein schöner Abschluss ereignisreicher Tage.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. Und das war der Sonntag mit dem Brummens Mannenkoor. Jan Willem Brummelkamp holte uns am Hotel ab und begleitete uns mit Erklärungen durch das „grüne Herz Hollands“, wie es genannt wird. Viele Seen und später auch Waldstücke säumten die Straßen. Nach einem Imbiss-Zwischenstopp erfreuten wir die Brummen-Delegation mit Jan Martens und unsere Damen auf dem Parkplatz mit „Aus der Traube in die Tonne“. Kurz darauf schon erwartete uns Brummen, die nette 8.500-Seelen-Gemeinde in der Nähe von Zutphen mit seiner alten Pancratius-Kirche, bei freundlichem Wetter. Ebenso freundlich empfingen uns die Sänger vom Brummens Mannenkoor, mit denen wir vor Konzertbeginn noch die gemeinsamen Lieder, „Mala Moja“ und „Die Rose“ probten. In der Zwischenzeit waren unsere mitreisenden Damen eingeladen, einen Bio-Bauernhof in Ven-Zelderheide zu besichtigen.Collage Noorderkerk Das Damenprogramm mit einer interessanten Führung und einem Besuch des Hofladens verkürzte ihnen die Zeit. Die Kirche war vollbesetzt als der Vorsitzende, Lieuwe Blaauw, das Publikum auch in Deutsch begrüßte und dabei an den Besuch seines Chores in Hamburg im Jahre 2013 erinnerte. Zunächst hatte der PCH, mit seinen beiden Chorleitern, Kazuo Kanemaki und Hosaka Masanori, die Bühne für sich und präsentierte sicher und gefühlvoll seine Lieder. Besonders der „Echochor“ und der „Gefangenenchor“ begeisterten die Zuhörer. Es gab keine Pause, aber zur Überleitung spielte Gerard Geurts, der Chorpianist, auf dem Konzertflügel ein phantastisches Fragment aus „Canto Ostinato“. Ein großer Applaus war ihm damit sicher. Der Brummens Mannenkoor, geleitet von der neuen Chorleiterin Esther Gotink van der Heijden, bestritt den zweiten Teil des Konzertes mit einem bunten Mix aus klassischer und moderner Chorliteratur. Das Finale sangen beide Chöre gemeinsam. Bei anschließenden Bier, Wein und Wurst- und Käsehäppchen waren sich alle Sänger einig, dass es ein gelungener und erfolgreicher Konzertnachmittag gewesen war.

Singen macht Appetit. So zog die Sängerschar ins nahe gelegene Restaurant „Concordia“, wo die ganze Gesellschaft an zehn festlich eingedeckten Tischen Platz nehmen konnte. Die Buffet-Tische waren leer, aber Getränke wurden serviert. Langsam knurrte der Magen, doch endlich wurde die Tür zu einem Nebenraum geöffnet und dort stand ein leckeres, vielfältiges Buffet bereit. Schnell verging die Zeit beim Essen und den vielen Gespräch an den Tischen. Eine angenehme Atmosphäre herrschte im Raum. Als dann noch das große Dessertmenu mit Eis und Obst serviert wurde, da spätestens war allen klar, dass es ein toller Tag bei Freunden war. Die Heimfahrt verging schnell und in der Bar „Nimmerzat“ nahmen die Wachgebliebenen noch einen Abschiedstrunk, da es am nächsten Morgen hieß, Abschied zu nehmen. Auch die Rückreise verlief reibungslos und als der ZOB bei Sonnenschein gegen 16:00 Uhr erreicht wurde, fuhr jeder mit guten Erinnerungen an die schönen Tage in den Niederlanden nach Hause.


     Volkschor Edenkoben/Pfalz zu Gast                          24.05. bis 28.05. 2017

Das Wochenende rund um Christi Himmelfahrt führte den Volkschor Edenkoben mit 73 Personen an die Elbe, wo man mit dem befreundeten Polizeichor Hamburg einen gemeinsamen Auftritt hatte.

Die Freundschaft zwischen beiden Chören besteht bereits seit 1983 und entsprechend herzlich fiel die Begrüßung am Abend des Anreisetages aus. Die Vorstandschaft des Polizeichors präsentierte als typisch hanseatische Spezialität ein Matjesbuffet. Weitere Highlights des Aufenthaltes waren am ersten Tag eine Führung durch den bemerkenswerten Heidepark lserhatsche und am Abend der gemeinsame Besuch des Musicals „König der Löwen". Eine stimmungsvolle Hafenrundfahrt, umrahmt von Liedern aus dem reichhaltigen Repertoire des Polizeichors, bescherte am zweiten Tag einen genussreichen Nachmittag bei strahlend blauem Himmel. Ein Kommers im Fischerhaus Hamburg, zusammen mit der Vorstandschaft des Hamburger Chors, rundete den sonnendurchfluteten Tag ab. Auch eine kurzweilige Stadtrundfahrt gehörte zum Aufenthalt in der Hansestadt.

Collage GertrudkircheHöhepunkt der Chorreise war das gemeinsame Chorkonzert mit dem Hamburger Polizeichor in der historischen Kirche St. Gertrud in Hamburg-Altenwerder. In der voll besetzten Kirche kamen Zuhörerinnen und Zuhörer in den Genuss eines abwechslungsreichen Programms.

Der Edenkobener Gastchor präsentierte unter der Leitung von Chorleiter Michael Hilschmann und unterstützt durch Barbara Hofmann am Piano eine bunte Auswahl an traditionellen Liedern und modernen Songs. Der Chor der Hamburger Gastgeber unter der Leitung von Kazuo Kanemaki mit Eiko Okuno-Jürgensen am Piano bot mit seiner Auswahl an Liedern einen eindrucksvollen Einblick in sein Programm. Die Sopranistin Corinne Schäfer sowie Mari Fukumoto an der Orgel setzten als Solisten weitere Akzente im Konzert. Inspiriert durch die schöne Akustik in der hellen Kirche stimmten die beiden Chöre als gemeinsames Schlusslied die Kantate „Die Ehre Gottes aus der Natur" an.

Dank der sorgfältigen Planung und gründlichen Vorbereitung durch die jeweiligen Vorstände, in Hamburg durch den Vorsitzenden des Polizeichors Hamburg, Gerhard Dammann, und in Edenkoben durch die ehemalige Vorsitzende des Volkschors Edenkoben, Heidelore Keim-Nolzen, wurde die Chorreise ein voller Erfolg. Beiden wurde bei der Verabschiedung auf das Herzlichste gedankt.


Hanna-Reemtsma-Haus                                                                                     19.05. 2017

An diesem sonnigen Frühlingstag war der Polizeichor Hamburg in das Hanna-Reemtsma-Haus in Hamburg-Rissen zu einem Konzert mit einem bunten Melodienreigen geladen. Das Hanna-Reemtsma-Haus ist eine Seniorenwohnanlage der Hanna-Reemtsma-Stiftung, die bereits 1964 gegründet wurde. Wunderschön gelegen im landschaftlich reizvollen Naturschutzgebiet Klövensteen bietet das architektonisch ansprechende Villen-Ensemble für gut betuchte Hanseaten eine standesgemäße Altersresidenz.

Fast 40 Sänger standen um 16:00 Uhr im Seemanns-Outfit auf der Bühne, um die Bewohner zu erfreuen. Mit „Conquest of Paradiese“ begann der Reigen von 15 Liedern, die abwechselnd von Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka dirigiert wurden. Als der letzte Ton verklungen war, trat der Vorsitzende, Gerhard Dammann, ans Mikrofon und begrüßte die Anwesenden mit einem Hinweis auf die folgenden Konzerte des PCH. Weiter ging’s mit „Die Rose“ und nachfolgend flotter mit dem „Chianti-Lied“, „Wochenend und Sonnenschein“, der „Schönen Isabella“ bis zu „Oh, Champs Elysées“. Dann folgte der maritime Teil mit drei Liedern. Hier war wieder Yevgen Kuznetsky am Akkordeon unentbehrlich, um die richtige Stimmung zu erzeugen. Den Schluss bildeten Evergreens wie „Sound of Silence“, „Bridge over troubled water“, „Im Prater blüh’n wieder die Bäume“. Als letztes Lied erklang der „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“. Neben Yevgen Kuznetsky begleitete Eiko Okuno-Jürgensen die Sänger am Flügel. Zwischendurch erfreute Mari Fukumoto an der Orgel mit „Air“ und einer Fuge von Bach das Publikum. Ein schönes Konzert in stilvoller Umgebung.


 Berlin grüßt Hamburg                                                                  06.5. bis 08.05. 2017

„Berlin grüßt Hamburg" - unter diesem Motto hatte der „Gemischte Chor der Polizei Berlin e.V." den Polizeichor Hamburg zu einem Gegenbesuch eingeladen. Denn im Jahr 2016 standen die Berliner als Gastchor mit den Hamburgern zum Frühlingskonzert in der Laeiszhalle in Hamburg auf der Bühne.

Die Hinfahrt begann am ZOB am Hauptbahnhof schon um 07:00 Uhr morgens. Nach reibungsloser Fahrt und einem kurzen Umzieh-Stopp im Hotel Estrel trafen die 40 Sänger pünktlich um 13:00 Uhr wie vorgesehen am Veranstaltungsort ein, der evangelischen Christuskirche in Berlin-Oberschöneweide. Dieses, am 06.November 1908 von Kaiserin Auguste Victoria eingeweihte und im spätgotischen Stil erbaute Kirchengebäude mit seinem 55 m hohen Turm war immer schon ein Mittelpunkt des Bezirkes. Zu DDR-Zeiten und auch heute wird das Kirchenschiff wegen seiner guten Akustik als Tonstudio für Schallplattenaufnahmen genutzt. Nach Abschluss der Umbau- und Sanierungsarbeiten im Jahre 2004 wurde die Kirche als Veranstaltungsort wiedereröffnet.

In einem der Seitenschiffe hatten die Damen und Herren des Berliner Chores zum Empfang ein wirklich reichhaltiges Buffet aufgebaut. Da blieb kein Wunsch offen. Seien es Hähnchenschenkel, Buletten, Eier, Schmalz, Obst und Gemüse, Wurst- und Käse, es blieb keine Geschmacksrichtung ausgenommen, auch nicht bei den Getränken und dem süßen Abschluss. Nach dem Essen begannen die Chor- und Stellproben, wobei sich beide Chöre gut vorbereitet zeigten. Das wünschte sich auch das Publikum, das den ganzen Kirchenraum zur Vorstellung 16:00 Uhr füllte.

Berlin2017Der Gemischte Chor unter Leitung von Heiko Jerke begann mit Berliner Melodien von Walter Kollo und sang dann drei Lieder von Franz Schubert. „Das Jägerlatein“, eine musikalische Parodie, erfreute das Publikum. Der lustige Zottelmarsch und ein Musical-Melodien-Mix aus „M y Fair Lady" beendeten diesen Block. Großer Applaus belohnte die Sängerinnen und Sänger. Elf Lieder standen auf dem Programm des Polizeichors Hamburg. Vom „Schäfers Sonntagslied“ bis zum „Gruß aus Hamburg" spannte sich der musikalische Bogen. Der Chor mit seinen Solisten, die Chorleiter Kazuo Kanemaki und der Akkordeonspieler Yevgen Kuznezky, sie alle trugen dazu bei, dass das Publikum immer besser in Stimmung kam und dem Medley „Gruß aus Hamburg" kräftig mitklatschten. Ein begeistertes Publikum war der Beweis dafür, dass die Hamburger wieder einmal eine tolle, disziplinierte Leistung gezeigt hatten.

Den Schlussteil bestritt nun wieder der Berliner Chor, beginnend mit der Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauß und der „Chorprobe", eine lustige Persiflage auf den „Alltag" der Chorsänger. Mit einem Medley von Udo-Jürgens-Liedern verabschiedete sich der Gemischte Chor der Polizei Berlin von seinen Zuhörern. Alle Sängerinnen und Sänger beider Chöre bedankten sich beim Publikum mit dem musikalischen Polizeigruß.

Anneli Krömke, die Vorsitzende, überbrachte ihren Dank allen Aktiven und belohnte Chorleiter und Instrumentalsolisten mit Blumen und Flüssigem für das gelungene Konzert. Im Seitenschiff wurden die Gastgeschenke ausgetauscht, wobei der Vorsitzende des Polizeichors Hamburg, Gerhard Dammann, sich noch einmal ausdrücklich bei Anneli Krömke für den netten und herzlichen Empfang bedankte. Danach ging es zum Kommers in das „Altberliner Wirtshaus" im Nikolaiviertel. Dort wurde in uriger und gemütlicher Atmosphäre und gutem Essen noch viel über das Konzert gefachsimpelt.

Der Sonntag stand tagsüber zur freien Verfügung. Es bildeten sich verschiedene Grüppchen, die entweder ein Museum besuchten, zu Fuß oder per Boot Berlin erkundeten oder sich auf andere Art und Weise ein paar schöne Stunden machten - und das alles bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen. Am Abend stand der Friedrichstadt-Palas, das weltberühmte Revue-Theater auf dem Programm. Unter dem Motto „THE ONE Grand Show" wurde eine traumwandlerische Zeitreise perfekt auf die Bühne gebracht. Die Kostüme, die Musik des Orchesters und die akrobatischen Höchstleistungen der Artisten und Tänzer trugen ihr übriges zum begeisternden Gesamteindruck bei. Diese tolle Show konnten die Sänger auf guten Plätzen genießen. Der nächste Morgen grüßte mit unfreundlichem Wetter. So fiel es nicht schwer nach dem opulenten Frühstück Berlin ade zu sagen. Es waren gelungene Tage, die noch lange nachklingen werden.


Frühlingskonzert 2017                                                                                       29.04. 2017

Für jedes unserer Frühlings- oder Weihnachtskonzerte beginnen die Vorbereitungen für den Polizeichor Hamburg) schon Wochen und Monate, ja Jahre früher. Nicht nur das Konzertprogramm und die Verpflichtungen der Mitwirkenden müssen organisiert sein, sondern auch das touristische Programm der angereisten Gastchöre. In diesem Jahr waren die Sängerinnen des PolizeiFrauenChor Köln unsere auswärtigen Gäste. Am Freitagmittag trafen die Damen ein und wurden vom Vorstand im Musikpavillon von Planten un Blomen mit Matjes, Sylter Soße und Schwarzbrot sowie Bier, Helbing-Kümmel und wenig Wasser standesgemäß empfangen. Ihr Hotel, das Radisson Blue, am Dammtor-Bahnhof ist ja nur wenige Schritte entfernt. Viel Zeit hatte man nicht, da eine große Alsterrundfahrt gebucht war, die von 15:00 – 17:00 Uhr bis an die Ohlsdorfer Schleuse führte. Zurück am Anleger Jungfernstieg ging es per Bus oder zu Fuß zum „Feuerschiff“ an den „Vorsetzen“, wo ein leckeres kalt-warmes Buffet im maritimen Ambiente wartete. So waren die Kölnerinnen richtig auf den Konzerttag eingestimmt.

Collage FK 2017Der Musikausschuss hatte wieder ein abwechslungsreiches und fröhliches Programm, passend zur Jahreszeit, zusammengestellt. Der „Einzugsmarsch“ aus der Oper „Der Zigeunerbaron“ eröffnete den Melodienreigen, bevor der Vorsitzende, Gerhard Dammann, das Publikum in der Laeiszhalle begrüßte und das Mikrofon an die Moderatorin Anke Harnack übergab, die danach launig und temperamentvoll durch das Programm führte. Im ersten Block kündigte sie den PCH an, der, abwechselnd geleitet von seinen Chorleitern Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka, die Zuhörer mit „Memory“, „Oh, Champs Elysees“ (Solist Hans-Joachim Harms), „Immer raus aus dem Haus“, dem „Sound of Silence“ (Solist Martin Vetter) und zum Schluss dem „Chianti-Lied“ in seinen Bann zog; am Flügel begleitet von Eiko Okuno-Jürgensen. Begleitet von Gabriela Brezoczki-Wedewardt am Flügel begannen die Kölner Damen unter der Leitung von Mariano Galussio besinnlich mit „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, um sich dann temperamentvoll „Caresse sur l’Ocean“ und „El Porompompero“ zu steigern. Mit Mimik, Gestik und schwarzer Brille wurde der „Kriminaltango“ chorographisch zelebriert. Das Publikum war begeistert.

Der nächste Höhepunkt war der Darbietung des Norderstedter Symphonieorchester unter der Leitung von Frank Engelke vorbehalten. Die sogenannte „Jazzsuite Nr. 2“ von Schostakowitsch wurde wirkungsvoll intoniert. Dann trat der Bass-Bariton Jorge Alberto Martinez auf die Bühne und faszinierte das Publikum mit seiner Interpretation der Registerarie aus Mozarts Oper „Don Giovanni“, begleitet von Eiko Okuno-Jürgensen. Sie begleitete auch vor der Pause die beiden Chöre bei den zwei Liebesliedern von Johannes Brahms und beim Lied „Im Prater blüh’n wieder die Bäume“.

Der erste Block nach der Pause gehörte dem Maritimen im entsprechenden Seemanns-Outfit. Zunächst erklang „Kari waits for me“. Dann erlebte Karl Sieg mit „O Shenandoah“ sein Debut als Bass-Solist für den Männerchor. Ein großer Erfolg für ihn, wie der Applaus zeigte. Zum Schluss folgte das Medley „Gruß aus Hamburg“ mit bekannten Hamburger Liedern, in denen als Solisten Walter Wozny, Otto Kadel und Jürgen Wichmann ihr Können bewiesen. Die Akkordeonisten des PCH, Jurij Kandelja und Yevgen Kuznetsky begleiteten nicht nur diese Lieder, sondern gaben als Überraschung anschließend mit einem virtuosen Solostück den vielumjubelten Beweis Ihrer technischen Brillanz. Der Frauenchor betrat nun die Bühne, um wieder fröhliche Akzente zu setzen. „Let’s twist again“ und „What a wonderful World“ waren ihre ersten Beiträge. Mit „Dat Wasser vun Kölle“ von den Bläck Fööss gab es einen Gruß aus ihrer Heimatstadt. Ein weiteres Mal überzeugte das NSO das Publikum mit dem „Trifolien Walzer“ von den Gebrüdern Strauss.

Lauter Jubel ging durch die Reihen, als Jorge Alberto Martinez als Torero selbstbewusst die Bühne betrat, um begleitet von den Chören und dem Orchester das Strophenlied aus der Oper „Carmen“ anzustimmen. Ein Genuss für Augen und Ohren. Ein herzliches Dankeschön sprach der Vorsitzende des PCH den Solisten und allen Aktiven aus und überreichte ihnen einen bunten Frühlingsstrauß. Zunächst ganz behutsam begann das Orchester mit den Trompeten-Soli und dann stimmten alle Sänger gefühlvoll in das „Wiegenlied“ von Brahms ein, das traditionell den Schlusspunkt unter das Frühlingskonzert setzt. Die über 1200 begeisterten Zuhörer bedankten sich für das erfolgreiche Konzertmit einem langen Applaus.


Weihnachtskonzerte 2016                                                      17.12. 2016
Wie sagt es Innensenator, Andy Grote, u.a. in seinem Grußwort zu unseren diesjährigen Weihnachtskonzerten in der Festschrift? „In jedem Jahr freut sich eine große Zahl von Menschen aus Hamburg und Norddeutschland auf die weihnachtlichen Chorkonzerte des Hamburger Polizeichores von 1901 e.V.“ Recht hat er, kann man da nur sagen. Auch in diesem Jahr folgten wieder 2.700 Freunde des Polizeichores (PCH) der Einladung in die Laeiszhalle und kamen zu den Konzerten. Vorweggesagt, sie wurden nicht enttäuscht.

Das Besondere und damit fast ein Alleinstellungsmerkmal ist die Programmgestaltung. Denn der Polizeichor engagiert jedes Jahr zu den Frühlings- und den Weihnachtskonzerten hochrangige Gastchöre, Orchester und Solisten. So gestalteten in diesem Jahr, schon fast traditionell, das Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg (JSOA) unter der Leitung von Michael Klaue, der Cantemus Kinderchor (CKC) aus Hamburg, geleitet von Corinna und Clemens Bergemann und am Flügel begleitet von Yumi Watanabe, das abwechslungsreiche Programm mit. Dazu kam als Solistin Isabel Delemarre, mit ihrem ausdrucksstarken Sopran eine echte Bereicherung. Am Flügel und an der Orgel begleiteten Eiko Okuno-Jürgensen und Mari Fukomoto, jede eine Könnerin ihres Fachs. Das alles stand unter der Gesamtleitung unseres Ehrenchorleiters Kazuo Kanemaki, unterstützt vom 2. Chorleiter Masanori Hosaka. Seit Anfang September hatten alle Aktiven hart daran gearbeitet, den zahlreichen Gästen einige eindrucksvolle Stunden zu bescheren.

CollageWK2016Alle Beteiligten eröffneten das Konzert mit dem gefühlvollen Weihnachtswiegenlied von John Rutter, bevor der Vorsitzende, Gerhard Dammann, vor die vollbesetzten Ränge trat und das Publikum begrüßte, darunter der Polizeipräsident Ralf Marin Meyer und im Abendkonzert sein Stellvertreter Wolfgang Brand, die beide Grußworte an die Zuschauer richteten. Danach führte die Moderatorin Ilka Groenewold frisch und charmant weiter durch das Programm.

Ruhig begann der Polizeichor seinen Auftritt mit „Heilige Nacht“ und „Näher mein Gott zu dir“, und mit „Maria durch ein Dornwald ging“ und dem munteren „Ding, dong“ endete dieser Block. Die Mädchen und Jungen des Kinderchors erfreuten alle mit ihren frischen Weihnachtsliedern in wirklich beeindruckenden Chorsätzen, bei denen sie teilweise vom JSOA unterstützt wurden. Aus Antonin Dvořák’s Sinfonie Nr. 8 hatte Michael Klaue für das JSOA den anspruchsvollen 3. Satz gewählt, womit er die Zuhörer begeistern konnte. Nur vom Flügel begleitet, sang sich Isabel Delemarre mit dem Liebeslied „Je veux vivre“ aus der Gounod-Oper „Romeo et Juliette“ in die Herzen der Zuschauer. Eine tolle Leistung, wobei sie in dem Folgenden, von allen dargebotenen, „Panis Angelicus“ wieder den solistischen Part übernahm. Ein gelungener Abschluss vor der Pause.

Nach der Pause begeisterten wieder die Sänger des Männerchores mit „Herbei, o ihr Gläubigen“, “Leise rieselt der Schnee“, einem anspruchsvollen Chorsatz von Walter Heyer, und „The little Drummer Boy“. Der Höhepunkt des folgenden Auftritts des CKC war neben den weihnachtlichen Liedern, bei denen die kleinen Solisten das Publikum verzauberten, der vom Orchester unterstützte „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Die Harfe stand beim 2. Satz des Morceau de Concert, op. 154, von Camille Saint-Saëns im Mittelpunkt des Jugend-Sinfonieorchesters Wieder ein weiterer Beweis für die Leistungsfähigkeit und das Engagement von Michael Klaue, „sein“ Jugendorchesters mit ständig wechselnder Besetzung auf diesem hohen Niveau zu halten.

Ihr zweiter Soloauftritt brachte Isabel Delemarre mit dem „Mariä Wiegenlied“, op. 76, von Max Reger wieder großen Applaus ein. Es war die Hinführung auf den letzten Konzertteil, den der Polizeichor mit „Holy Night“ begann. Das Licht auf der Bühne verlosch und der PCH summte die Melodie von „Stille Nacht, heilige Nacht“, bevor er die Strophen hingebungsvollintonierte. Eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit ergriff die Zuschauer. Als dann die Bühne wieder im vollen Glanz erstrahlte, kam es zum Finale mit allen Akteuren. Aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel gab es gleich zwei gewaltige Werke. Zunächst „Denn die Herrlichkeit Gottes“ und dann, noch gewaltiger, das „Halleluja“, das seit Jahren zum festen Bestandteil der Weihnachtskonzerte gehört. Langanhaltender Beifall und frenetischer Jubel bis hin zum „Standing Ovation“ belohnten diese großartige Schlussszene, bei der alle Beteiligten ihr Bestes gegeben hatten.

Dafür bedankte sich Gerhard Dammann dann bei Chören und Orchester und mit Blumensträußen bei den Chorleitern und Solisten für deren hervorragenden Leistungen in den zwei Konzerten. Diese Meinung unterstrichen auch die vielen positiven Reaktionen aus dem Publikum, die uns danach erreichten. Den Schlusspunkt setzten die Weihnachtsmützen. Mit „O du fröhliche“, gesungen vom Publikum und den Mitwirkenden, klangen zwei wunderschöne Konzerte aus. Jetzt kann Weihnachten kommen, wie es ein Zuschauer auf den Punkt brachte.


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Zwei Dinge zugleich …                                                 13.12. 2016
Und erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. So war es an diesem Donnerstagnachmittag. Schon lange stand fest, dass wir zu einem weihnachtlichen Auftritt in die Parkresidenz Greve & Co. in Rahlstedt eingeladen waren. Wenige Tage vorher, nachdem bereits einige Zeit vorher schon Kontakte bestanden, aber meldete sich die bekannte und vielfach prämierte Werbeagentur Grabarz & Partner beim Polizeichor, und bat um die Aufnahme von einem Videoclip, der den Kunden als Weihnachtsgruß übermittelt werden soll. Mit der Melodie von „O Tannenbaum“ und einem Text, jeweils in deutscher, englischer und französischer Sprache, sollten die Leute ermahnt werden, bei den Weihnachtsfeiern nicht zu viel zu trinken, da das böse enden könne. Der Dreh begann im Polizeikommissariat 38 in der Scharbeutzer Straße, wo die Sänger, natürlich in kompletter Uniform mit Mütze, wiederholt aus dem Eingang kommen mussten. Das war’s dann auch schon an diesem Platz. Weiter ging es mit dem Aufnahmeteam zur Parkresidenz. Die Leitung dort hatte freundlicherweise für die folgenden Ton- und Bildaufnahmen das Residenztheater zur Verfügung gestellt. Nach endlos scheinenden Wiederholungen für die verschiedenen Sprachen und Einstellungen war endlich alles „im Kasten“. Nun konnten wir uns auf den eigentlichen Auftritt bei der Weihnachtsfeier vorbereiten.004

Was daraus insgesamt geworden ist, können Sie hier sehen: http://xmas.grabarzundpartner.de/de/index.html

Im vollbesetzten und weihnachtlich dekorierten Speisesaal nahm der Chor Aufstellung, der Vorsitzende begrüßte die Anwesenden und stellte die beiden Chorleiter, Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka, sowie die Pianistin Eiko Okuno-Jürgensen vor. Ohne Pause, weil die Auftrittszeit begrenzt war, begann der Chor stimmungsvoll mit dem Largo und „Wenn ich ein Glöcklein wär“, um dann in den weihnachtlichen Teil mit „Maria durch ein Dornwald ging“ überzuleiten. Dort ging es teils besinnlich und teils flott zu, wie z.B. „Leise rieselt der Schnee“ oder die „Petersburger Schlittenfahrt“. Aber zum Schluss durften natürlich „Stille Nacht“ und „O, du fröhliche“ nicht fehlen. Bei dem letzten Lied sangen die Bewohner, von Kazuo Kanemaki animiert, kräftig mit. Für alle eine gelungene Vorstellung. Der Dank von Herrn Berns, dem Leiter der Parkresidenz, gipfelte darin, dass er den Polizeichor Hamburg spontan für die gleiche Feierstunde im kommenden Jahr einlud. Ein schöneres Kompliment konnte sich der Chor nicht wünschen. 


 Adventsfahrt auf der Elbe                                              28.11. 2016
Alles hat gestimmt, die gemütliche MS „Hafen Hamburg“ von Barkassen-Meyer, das Wetter, klar und voller Sonnenschein, und gutgelaunte fast 80 Sänger mit ihren Frauen und fördernde Mitglieder, die einen stimmungsvollen Nachmittag verlebten.Collage Adventskaffeefahrt 2016

Es begann um 15:00 Uhr mit Kaffee, Nusstorte/Obstkuchen und einem Stück Butterkuchen. Später wurde dann zu anderen Getränken übergegangen. Das Schiff nahm zunächst Kurs auf die Elbphilharmonie; im prachtvollen Sonnenschein ein imposanter Anblick vom Wasser aus. Viele Menschen standen an den Gittern der Plaza, um den Sonnenuntergang zu genießen. Auch von Bord aus hatte man durch die Panoramafenster einen ungetrübten Blick auf diesen fast kitschigen Sonnenuntergang. So schön war er.

Leise klangen durch die Lautsprecher weihnachtliche Melodien, die aber durch die Lautstärke der Unterhaltungen an den Tischen nur auf den Toiletten gut zu hören waren, wie einer der Mitfahrenden treffend bemerkte. Denn das ist ja der Sinn einer solchen Veranstaltung: Das Miteinander aktiver und fördernder Mitglieder zu stärken und allen ein paar schöne Stunden zu bereiten. Das war in diesem Falle 100 %ig gelungen.

Die Fahrt ging in die Dunkelheit elbabwärts bis Blankenese, von wo aus das Schiff sich wieder auf die Rückreise begab. Ein interessanter Abstecher wurde noch in den Waltershofer Hafen unternommen, wo drei zum Teil über 400 m lange und über 17.000 Container fassende Riesenfrachter ent- und beladen wurden. Immer wieder ein beeindruckender Anblick!Pünktlich gegen 18:00 Uhr legte das Schiff an den Landungsbrücken, Brücke 8, an und entließ seine zufriedenen Gäste in den Abend.


Seemänner in der Stadtresidenz Ahrensburg           15.11. 2016
Der 15.11.2016 war ein Jubiläumstag für die Stadtresidenz Ahrensburg. Denn an dem Tag feierte sie ihr 15jähriges Bestehen. Anlass genug, zur Eröffnung dieses Tages den Polizeichor Hamburg einzuladen. Dem Anlass entsprechend, war nur maritimes Liedgut gewünscht, natürlich in Seemannskluft. So standen pünktlich um 10:30 Uhr die 35 Sänger vor den ca. 100 anwesenden Bewohnern in der Empfangshalle, um die Bewohner gut zu unterhalten. Nach dem Auftakt mit „Hallo, hier Hamburg“ begrüßte Claus Heydebreck, der Leiter der Einrichtung, Bewohner und Gäste und freute sich auf ein stimmungsvolles Programm, das der Vorsitzende des PCH, Gerhard Dammann, anschließend vorstellte. Vom „Capitano“ über den „Hamborger Kedelklopper“, „It’s a long time“ und „La Paloma“ bis hin zu „In Hamburg sagt man tschüs“ spannte sich der musikalische Reigen der zwölf Lieder, die abwechselnd von Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka dirigiert wurden. Besonders unsere Solisten, die Sangesfreunde Harms, Kadel, Maerz, Wichmann und Wozny verdienten sich den Applaus des Publikums. Als der letzte Ton des Chores und der Akkordeonspieler, Yevgen Kuznetskyy und Jurij Kandelija, verklungen war, wollte der Beifall nicht enden. Auch „Zugabe“-Rufe wurden gehört. Dem folgte der Polizeichor nach dem Dank des Einrichtungsleiters mit dem frivolen „In Honolulu“ gern. Da es offensichtlich allen sehr gut gefallen hatte, kündigte die Stadtresidenz an, dass man sich schon in Kürze den Polizeichor Hamburg wieder einladen möchte.


 

 Bei „Hopfen & Malz“ im Konzert                              22.10. 2016
Es war nicht das erste Mal, dass der Polizeichor Hamburg als Gast zusammen mit dem Holsten-Chor „Hopfen & Malz“ ein Konzert veranstaltete. Vor wenigen Wochen sang man gemeinsam im Musikpavillon in „Planten un Blomen“ beim Open-Air-Konzert. Die Sängerinnen und Sänger traten in der wunderschönen barocken Altonaer Hauptkirche St. Trinitatis auf, die 1743 im damals noch dänischen Altona eingeweiht wurde.

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Eine Kurzform der „Ode an die Freude“ aus der IX. Symphonie von Ludwig van Beethoven bildete als Überraschung den Auftakt eines abwechslungsreichen Nachmittags, wie der Moderator und Bass, Michael Doumas, ankündigte. Den ersten Teil bestritt der Holsten-Chor und sang für seine Fans etwas Besinnliches wie das Kyrie und Gloria aus der Messe breve No.7 von C. Gounod oder klassische Lieder wie „Erlaube mir, fein‘s Mädchen“ von Johannes Brahms und das „Zigeunerleben“ von Robert Schumann. Dazu war ihnen der Beifall gewiss.

Den zweiten Block füllte zur Freude des Publikums der Polizeichor mit seinen 32 Sängern aus. Es war, wie auch die anderen Blöcke in diesem Konzert, jeweils ein Parforceritt durch die Musikstile. Von der Klassik bis hin zur Moderne spannte sich der Bogen der Musikbeiträge, die von den Chorleitern Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka einfühlsam präsentiert wurden. Es begann mit dem klassischen „Schäfers Sonntagslied“, danach wechselte der Chor mit „Morning has broken“ und „Bridge over troubled water“ in die Moderne. Dann wieder „Im Wald“, der effektvolle Echochor von Carl Maria von Weber, gedacht als Übergang zur italienischen Oper, „Die Macht des Schicksals“ von G. Verdi. Beim „La Vergine degl‘ Angeli“ glänzten, neben dem Chor, Aya Toikawa mit ihrer kraftvollen Sopranstimme und Eiko Okuno-Jürgensen am Klavier. Der Applaus bewies die Stärke dieser Leistung.

Rüdiger Funke bildete einen wirklichen Kontrast, denn er holte seine kleine Mundharmonika aus der Tasche und verzauberte die Zuhörer mit einer Zug-Imitation und dem Dr.-Ross-Boogie. Seine Fähigkeiten als Bass zeigte danach Michael Doumas mit einem überzeugenden „Man müsste Klavierspielen können“, wobei ihn der musikalische Leiter des Holsten-Chores und des Nachmittags, Carsten Creutzburg, gekonnt am Klavier begleitete.

Nach der Pause erfreute der Polizeichor das Publikum mit „Die Rose“, „“Oh, Champs Elysées“, dem kroatischen „Mala moja“ und dem weltbekannten „New York, New York“. Ein weiteres Mal begeisterten der Chor und Aya Toikawa mit ihrem schönen Sopran mit dem „Vilja-Lied“ und „Oh happy day“ die Zuhörer; ein weiterer Höhepunkt des Konzerts. Donnernder Applaus war der Lohn, zumal die Sängerin an diesem Tag ihren 29. Geburtstag feierte, was das Publikum mit einem herzlichen gesungenen „Happy Birthday“ quittierte.

Das Solo von Rüdiger Funke mit Tommy Dorseys Boogie-Woogie und „Blue Moon“ von Richard Rogers, gefühlvoll von Michael Doumas gesungen, bildeten wieder einen schönen Kontrast zu dem davor Gehörten.

Im letzten Block sollte der Holsten-Chor noch einmal sein Können zeigen. Mit „Moon River“, „Ein Schiff wird kommen“, „Schwer mit den Schätzen“ ließ er das Publikum ein wenig durchatmen, bevor er mit der schwungvollen „Hail Holy Queen“ aus dem Film „Sister Act“ den Schlusspunkt seines Auftrittes setzte. Alle Beteiligten fanden sich zur Verabschiedung noch einmal zusammen und erfreuten die vielen Zuschauer mit dem „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“ von Guiseppe Verdi.


Tag der Deutschen Einheit in Frankfurt/Main       01. bis 04.10. 2016
Frankfurt am Main hat zwei Polizeichöre, einen Frauen- und einen Männerchor. Zum gemeinsamen Konzert zum Tag der Deutschen Einheit im St. Bartholomäus Dom hatte uns der Vorsitzende, Eike Schütte, eingeladen. Aber wer eine lange Reise unternimmt, möchte auch etwas erleben.

Daher hatten die „Frankfurter“ für die 35 Sänger aus Hamburg ein interessantes Rahmenprogramm zusammengestellt. Es begann an der Raststätte „Taunusblick“, wo uns bereits ein Streifenwagen erwartete, der uns bis ins Polizeipräsidium eskortierte. Dort wurden wir Hungrigen und Durstigen mit einem leckeren Buffet aus hessischen Spezialitäten überrascht. Gulaschsuppe, Wurscht und Handkäs‘ mit Musik waren die Zutaten. Die korrespondierenden Getränke dazu durften natürlich nicht fehlen. Als der erste Hunger gestillt und die Begrüßungsreden gehalten waren, bedankte sich der PCH mit dem Sängergruß, mit „Mala Moja“ und zum Schluss mit dem „Abendfreden“. Der Applaus der anwesenden Frankfurter Sängerinnen und Sänger wollte nicht enden, daher legte der Chor mit „Aus der Traube“ noch einen nach. Im IBIS-Hotel traf man sich dann am Abend an der Bar …

Frankfurter Dom 2016Der nächste Tag war der Erkundung der Umgebung gewidmet. Zunächst ging es nach Oestrich-Winkel, wo wir im Jahre 2010 gegründeten, Weingut „Meine Freiheit“ schon erwartet wurden. Der Gründer des Weingutes, Sascha Magsamen, ein früherer Banker, erklärte uns anschaulich die Weinherstellung und präsentierte dazu acht ausgewählte Weine aus seinem Keller. Dazu gab es Leckeres zum Knabbern. Szenenwechsel per Bus zum Kloster Eibingen. Die Benediktinerinnenabtei St. Hildegard wurde erst Anfang des 20. Jh. erbaut, versteht sich aber als Nachfolgerin des Klosters Rupertsberg, das von Hildegard von Bingen 1150 gegründet wurde, und von wo aus sie 1165 das Augustiner-Doppelkloster Eibingen übernahm. Im Vortragssaal erlebten die Sänger mit der Benediktinerin, Schwester Scholastica, eine Stunde voller Überraschungen. Sowohl ihre frische Art vom Kloster, dem Leben dort und der Geschichte zu berichten, als auch ihre besonders unkonventionelle Ausdrucksweise, zeigten, dass sie als „Finanzministerin“ des Klosters mit beiden Beinen im Hier und Jetzt steht. Eindrucksvoll war aber nicht nur der Vortrag, sondern auch der anschließende Besuch in der Abteikirche St. Hildegard. Hervorzuheben sind die Wandmalereien von P. Paulus Krebs, die die Geschichte Hildegard von Bingens zeigen. Dort, vor dem Altar, nahm der Chor Aufstellung und erfreute die anwesenden Besucher mit „Am kühlenden Morgen“ und „Im Abendrot“. Eine Zeit zum Innehalten.

Der Bus brachte uns in wenigen Minuten zurück nach Rüdesheim und dort in die Drosselgasse, in der sich die Menschen schoben, wovon im übrigen Ort weniger zu spüren war. Viele Sänger wagten die Fahrt mit der Seilbahn hinauf zum Niederwalddenkmal, leider bei regnerischem Wetter. Die anderen spazierten am Rheinufer entlang oder genossen Kaffee und Kuchen in einem der vielen gastronomischen Betriebe. Das Abendessen wurde gemeinsam im Traditionswirtshaus „Bei Hannelore“ eingenommen.

Der 3. Oktober begann mit einer 2-stündigen Stadtrundfahrt, Ob es die gewaltigen Hochhäuser sind, oder die Neubauten rund um das Messegelände. Es ist schon beeindruckend in welch extremer Form hier Alt und Neu oft aufeinandertreffen. Mit einem Fußweg über den Römerberg, der übrigens seinen Namen von einem Architekten und nicht von den Römern hat, ging es über die Mainbrücke zum Bus. Denn nun begann der „Dienst“. Einsingen im Hotel, Umziehen, dann in den Bus und die Fahrt zum Auftrittsort, dem Kaiserdom St. Bartholomäus, der in der Innenstadt steht. Als wir eintrafen lag organisatorisch noch einiges im Argen. Aber als dann die drei Chöre die Bühne betraten und mit „Tollite Hostias“ von Saint-Saëns das Konzert eröffneten, waren diese Dinge vergessen. Karl Klinke an der Orgel spielte die Überleitung zum Auftritt der Frankfurter Männer unter der Leitung von Steffen Bücher. Hauptbestandteil ihres Vortrages waren fünf Teile aus der Deutschen Messe von F. Schubert und das „Sancta Maria“ von J. Schweitzer. Der Frauenchor mit ihrem Chordirektor Damian H. Sigmund präsentierten getragene Stücke von F. Mendelssohn-Bartholdy, Rheinberger, Emmerson, Cohan und zum Schluss das „Gloria“ von Peterson. Der Beifall belohnte die Sängerinnen für ihre Leistung. Wieder gestaltete Karl Klinke den Übergang an der Orgel. Zunächst standen nicht alle Männer des PCH auf der Bühne, denn das „Echo“ des „Echochores“ stand sehr zur Überraschung des Publikums seitlich daneben. Weiter ging es stimmungsvoll unter der Leitung von Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka am Keyboard mit „Schäfers Sonntagslied“, „Wenn ich ein Glöcklein wär“, über das „Largo“ (Reich mir deine Hand) bis hin zum „Im Abendrot“. Mit diesen fünf Liedern bewies der Polizeichor wieder einmal, wie nuancenreich er seine Lieder vorzutragen weiß. Der begeisterte Applaus bewies, dass diese Mischung hundertprozentig beim Publikum angekommen war. Zum Schluss waren zunächst die Männer aus Frankfurt und Hamburg mit „Die Himmel rühmen“ auf der Bühne. Alle beteiligten Chöre, begleitet von der Orgel, beendeten das Konzert, mit Carl Orffs „O Fortuna“ aus dem Singstück „Carmina Burana“. Solisten und Chorleiter wurden geehrt, der Dank ging an die Chöre und mit dem Gemeindelied „Großer Gott wir loben dich“ klang dieses eindrucksvolle Nachmittagskonzert im Kaiserdom aus.Nun blieb nach dem Erfolg noch das Feiern in einem zünftigen Äbbelwoi-Traditionslokal. Ein Abschluss, wie er sein sollte. 


„Herbstklänge“ vor großer Kulisse                17.09. 2016
Zum Glück ändert sich das Wetter. Wer sich noch an den Frühlingsauftritt am 25.06.16 erinnert, der mit heftigen Regenschauern und Sturm auch dem härtesten Fan viel abverlangte, der konnte sich zu den „Herbstklängen“ gemächlich in den Stühlen niederlassen und Musik und Sonne genießen. An die 500 Zuschauer erlebten an diesem Nachmittag ein buntes Programm, zu dem der Polizeichor Hamburg (PCH) den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh (MH) und den gemischten Chor „Hopfen & Malz“ (HM) eingeladen hatte.
Pünktlich um 15:00 Uhr erhob der Chorleiter des PCH, Kazuo Kanemaki, den Taktstock zum gemeinsamen Auftakt. „Volldampf voraus“ hieß die Devise, die als Überschrift für das ganze Konzert gelten konnte, bei dem sich dann alle Aktiven nacheinander präsentierten. Nach der Begrüßung des Publikums durch den Vorsitzenden, Gerhard Dammann, legt der PCH mit schmissigen „Hits“ los. Das „Chianti-Lied“, die Udo-Jürgens-Lieder „Mit 66 Jahren“ und „Griechischer Wein“ sowie ein Stimmungs-Potpourri aus dem „Weißen Rössl“ bildeten den ersten Block, der begeistert aufgenommen wurde. Dann zeigten die Damen und Herren des Musikzugs Hasloh ihr Können. Mit vier Stücken vom „Fliegermarsch“ bis zu Liedern von Gilbert O’Sullivan, unter dem temperamentvollen Leiter, Matthias Jerschnek, erfreuten sie die Zuhörer. Zum Ende des ersten Teils präsentierte sich der gemischte Chor „Hopfen und Malz“. Unter der Leitung von Carsten Creutzburg erklangen neben Shantys auch besinnlichere Melodien wie „Erlaube mir fein‘s Mädchen“ und das „Morgenrot“. Bernd Heldt hatte die Moderation übernommen und hatte auch als Solist seinen Auftritt.

Herbstklaenge 2016Der PCH widmete sich im zweiten Block mehr dem Maritimen, was rein äußerlich durch das Tragen des Elbseglers zur Kombination ausgedrückt wurde. „Frei wie der Wind“ von der Gruppe Santiano stand am Beginn. Bei den drei folgenden Liedern glänzten wieder unsere Solisten, Jürgen Wichmann, Martin Vetter, Otto Kadel und Walter Wozny. Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka dirigierten abwechselnd den PCH bei den Stücken „Hamburger Kedelklopper“, „My Bonnie is over the Ocean“ und dem Medley „Gruß aus Hamburg“. Masanoris Geigensolo bei „Frei wie der Wind“ bekam viel Applaus. Natürlich wurde auch der PCH mit Beifall belohnt. Nicht vergessen dürfen wir unsere professionellen Akkordeonisten, Yevgen Kuznezkyy und Jurij Kandelija, der erst seiteinigen Tagen den PCH unterstützt. Das Feuerwehrorchester hatte auch für seinen Part wieder schwungvolle Melodien eingeübt. „Highland Cathedral“ oder „Sweet Caroline“ und Westernhagen-Hits brachten das Publikum zum Jubeln. Dem stand der Holsten-Chor mit seinen alten Schlagern in nichts nach, ob es die „Roten Lippen“, die „Neue Liebe“, der „Wahnsinn“ oder die „Schöne Isabella“ waren. Alle Lieder kamen gut an. Mit „Conquest of Paradise“ wurde sich vom Publikum verabschiedet. Sonne und Musik machen die Open-Air-Auftritte des PCH mit seinen Gästen immer wieder zu gelungenen Veranstaltungen.


Berlin bleibt doch Berlin                                                     12. und 13.09. 2016
Auch wenn man meint Berlin zu kennen, dann ist es doch jedes Mal wieder ein Erlebnis, die Hauptstadt zu besuchen. Der Vorstand hatte eingeladen, um Danke zu sagen für den Einsatz der Sänger und das Verständnis der Frauen für deren Hobby, das hin und wieder schon mal in Arbeit ausarten und viel Zeit kosten kann.

So traten also 67 aktive und fördernde Mitglieder frühmorgens am Berliner Tor die zweitägige Reise an. Die Busse waren bequem, die Sonne strahlte vom Himmel und so konnten die Mitreisenden nur guter Laune sein. Und die hielt bis zum Ende der Reise an, das sei hier bereits verraten. Gegen 13:00 Uhr erreichten wir unser Ziel, das Estrel-Hotel, das direkt am Neuköllner Schifffahrtskanal liegt. Dort erwarteten uns bereits die Stadtführer, um uns Berlin in zwei Stunden aus ihrer Sicht zu zeigen. Viel Neues erfuhr man dabei. Zurück am Hotel wurde eingecheckt. Zum Hotel muss man einfach ein paar Worte verlieren: Mit 1.125 Zimmern ist dieses Vier-Sterne-Plus Haus das größte Hotel Deutschlands, angeschlossen sind ein Kongress-Centrum mit 25.000 m², sowie ein Festival-Center, das Entertainment auf hohem Niveau bietet. Verschiedene Restaurants und Bars runden das Angebot ab. Nachdem die Zimmer bezogen waren, fanden sich viele Teilnehmer im Estrel-Biergarten am Kanal ein, um die Zeit bis zum Abendbuffet in frischer Luft zu genießen. Auch nach dem leckeren Buffet war es für viele wieder ein beliebter Platz.Der PCH in Berlin 2016

Am nächsten Tag sollten wir viel über das Leben und die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten erfahren. Eingeladen hatte der SPD-Abgeordnete vom Wahlkreis 23, Bergedorf und Harburg, Metin Hakverdi. Seine Ausführungen über die Vorbereitung von Gesetzen, den Ablauf einer Woche in der Fraktion, die Arbeit in den Ausschüssen und im Parlament beeindruckten. Das Abstimmungsverhalten oder auch Fragen zum heutigen Parlamentarismus, der sehr stark von den Erfahrungen aus der Weimarer Republik geprägt ist, waren Themen seiner Führung durch das Abgeordnetenhaus und den Reichstag, wo wir auch den Fraktionssaal der SPD kennenlernten. Es waren zwei interessante und aufschlussreiche Stunden im Zentrum von Berlin.

Die Pause bis zur Spreerundfahrt nutzte jeder auf seine Weise. Mit dem Schiff ging des durch das Regierungsviertel bis zum Bahnhof Friedrichstraße und wieder zurück bis ins Hansaviertel, wo uns bereits die Busse zur Heimfahrt erwarteten.Diese zwei Tage haben wieder einmal bewiesen, wie wichtig solche Ausflüge sind, um das Gemeinschaftsgefühl zu festigen, Freundschaften zu schließen oder einfach mal nicht nur über Musik, Konzerte und ähnliches zu reden. 


Zum Sommerfest in die Seniorenresidenz                       14.07. 2016
Statt einer Chorprobe fand der letzte Termin vor der Sommerpause in diesem Jahr in der Seniorenresidenz Alsterpark im Hamburger Stadtteil Alsterdorf statt. Nach einem bejubelten Auftritt des Polizeichores Hamburg (PCH) im Dezember 2015 hatte sich die Heimleitung für das Sommerfest wieder für den PCH entschieden. Das freute Vorstand und Sänger gleichermaßen, zeigt es doch, dass Qualität ankommt.

Gut gerüstet traf man sich in der Rathenaustraße. Das flotte „Play a simple melody“ war der Auftakt, bevor Gerhard Dammann, unser Vorsitzender, das Publikum begrüßte und sich für die erneute Einladung bedankte, die so selbstverständlich nicht sei. Sommerlich leicht war das Programm des ersten Teils, in dem Lieder wie „Bridge over troubled water“, „Die Rose“, aber auch echte Oldies wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ und die „Schöne Isabella“ erklangen. Besonders gefielen dem Publikum, die bei Kaffee und Kuchen an den Tischen saßen, der „Verführertango“ und die Variationen über Schuberts Lied „Die launige Forelle“ von Franz Schöggl. Den Schlusspunkt dieses Blocks setzte der PCH mit dem Trinklied aus der Oper „Ernani“.

Das Publikum war begeistert, kann man ohne Übertreibung sagen. Was wäre ein Konzert in Hamburg ohne Shantys und Seemannslieder? Von „Hallo, hier Hamburg“ über „Capitano“, „My Bonnie“, „La Paloma“ und „Rolling home“ zog sich der Bogen bis dann zum Schluss „In Hamburg sagt man tschüs“ erklang. Da war es kein Wunder, dass aus den Reihen der Gäste neben dem donnernden Applaus auch „Zugabe“-Rufe zu hören waren. Besser könnte ein Start in die Chorferien nicht gelingen …


Wagnis „open air“ mit neuer Besetzung                                           25.06. 2016

Zweimal im Jahr heißt es für den Polizeichor Hamburg von 1901 e.V. mit musikalischen Gästen ein Open- Air- Konzert im Hamburger Hausgarten „Planten un Blomen“ zu organisieren. Am vergangenen Sonnabend bestand das Wagnis wie auch in den vergangenen Jahren in der Frage: „Wird ist uns der Wettergott gesonnen sein?“ DSCN2772aDie Prognosen für den 25. Juni 2016 lauteten wie die EU-Politik – düster! An Besuchern hatte es sonst nie gefehlt, denn der Polizeichor verfügt über eine ansehnliche Zahl von Fans.  Jedoch heute harrten nur knapp hundert Unverwüstliche unter Schirmen und den Bäumen aus, denn „Thor“ unterbrach die Stellproben mit einem gewaltigen Blitz und Kanonenschlag, wonach er die Schleusen öffnete...

Für dieses Sommerkonzert hatte der Chor ein besonders frisches, schwungvolles Programm zusammengestellt, das von den „flotten 20ern“ über moderne Popkultur bis zu beliebten Opernchören reichte. Trotz des Wetters ließen sich die Sänger und das begleitende Akkordeon-Orchester aus Hürth bei Köln nicht abschrecken und unterhielten die Zuhörer mit einem zweistündigen Programm.
Ein Highlight mit allen Beteiligten bildete schließlich „Conquest of Paradiese“, bei dem sich nicht nur das Wetter langsam besserte, nein erstmals erschien hier in der Musikmuschel der Schirmherr des Polizeichores Hamburg, Polizeipräsident Ralf Martin Meyer persönlich, um aktiv mitzusingen und den Chor mit einer schönen Stimme zu unterstützen.
                                                                                                                                                                                                            Otto Kadel


Event außer Konkurrenz                                                                 27.05. 2016
Der Polizeichor Hamburg von 1901 e.V. hat in seiner 115jährigen Geschichte schon bei unzähligen Veranstaltungen (heute „Events“) für Weltfirmen und Verbände aller Couleur mitgewirkt.IMG 20160530 WA0001
Eine große Sporthalle hatte man mit schwarzen Tüchern gedrittelt, die Sitzränge in rotes Licht getaucht und eine kleine Bühne aufgebaut. Die Tontechnik total auf Bass getrimmt und ganze zwei Mikros fürs Akkordeon und die Solisten standen zur Verfügung. Einsingen der 31 unverwüstlichen Polizeisänger vor dem Eingang „Open Air“! Die Vorhut aus den Vorstandsmitgliedern Gerhard Dammann, Helmut Peters und Martin Gottschalck sowie beider Chorleiter Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka, harrte zwischen 18:30 und 21:00 Uhr der Dinge, die da kommen sollten. Nach „mein Hamburg“ war das Eis gebrochen. Man drehte die Sitzgelegenheiten um, bejubelte jauchzend jedes Lied von „de Waterkant“, schunkelte und sang teils mit oder klatschte begeistert mehr oder weniger im Rhythmus! Ich spreche bewusst nicht von Stühlen, denn es handelte sich um die betriebsinterne Abschlussfeier der Abteilung für Paraplegie (Querschnittsgelähmte) des berühmten Unfallkrankenhauses Boberg. Das ganze praktisch im Nachklang des internationalen Ärztekongresses 2016 in Hamburg. Man sah also etwa 400 Ärzte, Therapeuten, Psychologen, Pfleger und Patienten aus ganz Deutschland (sogar Dirndl und Lederhosen waren zu sehen!) an langen Tischen bei erlesenen Speisen und Getränken (!), die schon sichtlich Stimmung produziert hatten.
 

Im Gegensatz zu so mancher Feier ähnlicher Art in ähnlichen Hallen übertrug man diese Bombenstimmung sofort auf den Polizeichor, der im Laufe des Konzerts aus 9 maritimen Songs und Shantys regelrecht vereinnahmt wurde. Dann noch „Honolulu“ und der Saal forderte Zugaben! Wir hätten noch Stunden weiter singen können!
Das Programm war notenfrei gestrickt vom Chorleiter und dem Musikausschuss und reichlich mit Solisten garniert. So wurde der erwähnte Kontakt zur fröhlichen Gesellschaft mühelos hergestellt. Alle Sänger wurden nicht nur durch den spürbaren Erfolg belohnt, sondern auch durch ein gutes Honorar für die Chorkasse. Es war also ein gelungenes Event. Gern mal wieder...
Otto Kadel


Frühlingskonzert 2016                                              08.05. 2016
Welch‘ ein Tag! – kann man sagen, denn an diesem sonnigen Frühlingssonntag stimmte alles. Der Polizeichor Hamburg (PCH) hatte zu seinem Frühlingskonzert eingeladen und mehr als 1.250 erwartungsfrohe Gäste waren seiner Einladung gefolgt.
Für die Sänger des PCH hatte der Countdown schon etwas früher begonnen. Der Gastchor, der gemischte Chor der Polizei Berlin (GCPB), traf bereits zu seinem Hamburg-Besuch am Freitagmittag ein und wurde vom Vorstand im Hof des Hotels mit Matjes, Sylter Soße, Schwarzbrot und Getränken begrüßt. Kurz darauf gab es dann Gelegenheit zu einer gemeinsamen Probe im Polizeipräsidium. Somit waren am Sonntagmittag alle gut vorbereitet. Mit dem inzwischen eingetroffenen Bundespolizeiorchester aus Hannover (BPOH) konnten die Stell- und gemeinschaftlichen Chorproben auf der Bühne der Laeiszhalle beginnen.Collage FK 2016
Alle Mitwirkenden unter dem Dirigat des musikalischen Gesamtleiters, Kazuo Kanemaki, begannen mit dem sinfonischen „Chor des Landvolkes“ „Komm holder Lenz“ aus dem Oratorium „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn. Als der Beifall abgeebbt war, trat der Vorsitzende des PCH, Gerhard Dammann, auf die Bühne und begrüßte die vielen Zuschauer, um dann das Mikrofon an den Moderator des Nachmittags, Carlo von Tiedemann, zu übergeben, der in seiner humorvollen Art durch das Programm führen sollte. Der PCH blieb, in sommerlich leichter Polizeiuniform, auf der Bühne und präsentierte moderne Klassiker, nämlich „Only you“ und „California Dreaming“, dirigiert von dem 2. Chorleiter des PCH, Masanori Hosaka, mit Eiko Okuno-Jürgensen gefühlvoll am Flügel. Zum Ende dieses Blocks erfreute der „Verführertango“ mit seinem humorvollen Text.
Schwarz gewandet, die Damen mit einem grünen Tuch und die Herren mit entsprechender Fliege, zeigten die Sängerinnen und Sänger des GPCB ihr Können. „Hört zu, hört zu“ hieß es in der „Chorprobe“, in der absichtlich schräg gesungen wurde. Da kam Stimmung auf bevor der Chor mit dem lyrischen „Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht“ aus „My fair Lady“ fortfuhr. Am Flügel begleitet von Irina Franz, leitete Heiko Jerke sicher seinen Chor.
„Unter Donner und Blitz“ im wahrsten Sinne des Wortes eröffnete das BPOH seinen musikalischen Reigen und mit dem folgenden Beatles-Medley riss es das Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin, wozu auch ihr Leiter, Matthias Höfert, mit seinem temperamentvollen Dirigat wesentlich beitrug. In den nächsten Programmpunkten waren die Solisten gefordert. Aya Toikawa überzeugte mit ihrem klanghellen und kräftigen Sopran. Sie begeisterte die Zuschauer mit dem „Vilja-Lied“ von Franz Lehar, unterstützt vom BPOH und dem PCH. Das war die Überleitung zum Operettenteil. Zusammen mit dem armenischen Tenor, Karo Chatschaturyan, lud der PCH mit einem stimmungsvollen Medley ins „Weiße Rössl am Wolfgangsee“ ein. Nach langanhaltendem Applaus gingen Akteure und Publikum in die Pause.

Gut gestärkt wurde es dann folkloristisch. Der PCH gab sich maritim und besinnlich. „Es gibt nur Wasser“ von Santiano bildete den Auftakt. In „Away Susanna“ besang unser Solist, Hans-Joachim Harms, was einem in der Fremde widerfahren kann. „Mien Jehann“ berichtete von der Einsamkeit nach dem Verlust eines Freundes. Aber dann wurde es mit dem Medley „Frische Brise“ wieder lustiger und der PCH ging musikalisch auf große Fahrt. Bei diesem Teil kann der Chor nie auf die Mitwirkung seiner beiden Akkordeonspieler, Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy verzichten. Einen besseren Kontrast konnte den Zuschauern nicht geboten werden, als die Berliner Sängerinnen und Sänger auf die Bühne traten. Alle Berliner Typen, angefangen beim Hauptmann von Köpenick bis hin zur „Berliner Pflanze“, bildeten sie ein buntes Bild sehr zur Freude der Zuschauer. Entsprechend waren auch die Berliner Lieder, die das Hamburger Publikum durch rhythmisches Klatschen lautstark begleitete. „Sehr am Strauch die Knospen springen“ aus der „Verkauften Braut“ und ein Udo-Jürgens-Medley“ rundeten diesen schwungvollen Auftritt ab.
Die Charles-Chaplin-Filmmusik „Selection“, dargeboten vom Orchester, wurde mit stürmischem Beifall und Bravo-Rufen quittiert. Karo Chatschaturyan begeisterte als nächstes seine Zuhörer mit dem Lied „Granada“. Der Polizeichor Hamburg und das Bundespolizeiorchester, sangen und spielten zum Schluss das „Trinklied“ aus der Oper „La Traviata“ von Guiseppe Verdi, wo mit steigendem Tempo der Chor, das Orchester und die Solisten ein wirklich bravouröses Finale dieses Konzertnachmittags darboten. Der jubelnde Applaus bewies, dass es der PCH immer wieder versteht, mit seinen musikalischen Gästen und seinem Programm seine Zuhörer zu begeistern und auf das Beste zu unterhalten. Die steigenden Zuschauzahlen sind der schönste Beweis dafür. Die Dirigenten, die Solisten und der Moderator erhielten zum Dank und als Anerkennung für die gezeigten Leistungen vom Vorsitzenden bunte Frühlingssträuße überreicht.
Still wurde es nun als das Licht auf der Bühne erlosch. Zwei Trompeten im Wechsel aus verschiedenen Winkeln des Saales gaben den Ton für das „Wiegenlied“ von J. Brahms an, das einen besinnlichen Schlusspunkt bildete.
Alle Mitwirkenden vereinte das Gefühl, dem Publikum und auch sich selbst eine große Freude bereitet zu haben.


Hafengeburtstag Hamburg                                           05. bis 08.05. 2016
Der Polizeichor Hamburg (PCH) hatte sich sehr gefreut, als vor einigen Wochen die Anfrage der Hamburg Messe und Congress GmbH kam, ob man nicht am 5. Mai zur Eröffnung des Hafengeburtstages auf der „Rickmer Rickmers“ singen könne. Dem stimmten die Sänger sofort zu.

Rechtzeitig fand sich der Chor vor der 97 m langen Dreimastbark mit dem grünen Rumpf ein. Gegen 14:00 Uhr betrat er dann die Planken, um sich unter der Leitung von Kazuo Kanemaki mit Aufstellung und Soundcheck auf den großen Auftritt vorzubereiten. An den Akkordeons glänzten, wie immer, Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy. Collage 050516
Die Moderatorin, Anke Harnack von NDR 90,3, stellte den Polizeichor Hamburg vor, der die inzwischen eingetroffenen Gäste mit maritimen Liedern unterhalten hatte. Dann hieß sie die 400 geladenen Gäste, darunter den Ersten Bürgermeister, Olaf Scholz, den Botschafter der Republik Ungarn, Dr. Peter Györkös, sowie Frank Horch, den Senator für Wirtschaft und Verkehr, an Bord herzlich willkommen. Voraus gegangen war ein ökumenischer Eröffnungsgottesdienst in der Hauptkirche St. Michaelis. Die Moderatorin erinnerte daran, dass man im Jahr vorher mit Regen und Wind zu kämpfen hatte, an diesem Tage jedoch und auch an den folgenden vom Wetter verwöhnt werde.

Während die geladenen Gäste mit Getränken und Fingerfood bewirtet wurden und das herrliche Wetter genossen, unterhielt der PCH sie bis zum Höhepunkt der Veranstaltung, der offiziellen Eröffnung des Hafengeburtstages, weiter mit Liedern von der Waterkant. Gegen 16:00 Uhr hielt der Erste Bürgermeister die Eröffnungsansprache, gefolgt von einem Grußwort des ungarischen Botschafters, bevor beide gemeinsam die Schiffsglocke läuteten. Nach dem Glasen schoss die „Rickmer Rickmers“ je dreimal Salut, der von der Fregatte „Brandenburg“ ebenso beantwortet wurde. Im Anschluss daran sangen der PCH und die Gäste „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“, Hamburgs Nationalhymne. Damit konnten die vier tollen Tage auf der Hafenmeile und in der Hafencity beginnen, die jedes Jahr über eine Million Menschen begeistern 


 

Seniorenresidenz Wiesenkamp                                                            16.01. 2016

In Volksdorf liegt inmitten einer parkartigen Umgebung die Seniorenresidenz Wiesenkamp. Hierher war der Polizeichor Hamburg eingeladen, um ein nachmittägliches Konzert im Restaurant zu geben. Alles war perfekt vorbereitet, als die 40 Sänger mit ihrem Ehrenchorleiter Kazuo Kanemaki, dem 2. Chorleiter Masanori Hosaka und den Instrumentalisten Eiko Okuno-Jürgensen am Flügel und Yevgen Kuznetskyy mit dem Akkordeon im vollbesetzten Restaurant Aufstellung nahmen. Der Chor wurde von der Heimleitung willkommen geheißen. Unser Geschäftsführer, Helmut Peters, in Vertretung für den erkrankten Vorsitzenden, bedankte sich für die Einladung und begrüßte die Besucher ganz herzlich, bevor er durch das Programm führte.
Der erste Gesangsblock war der Klassik gewidmet, Schon hier zeigte der Chor, worin sein Können besteht. Gefühlvoll vorgetragen wurden das Händelsche „Reich mir deine Hand“ und die „Serenade“, komponiert von Wengert. Auch Mozarts „Chor der Priester“ aus der „Zauberflöte“ und „Die Nacht“ von Franz Schubert durften in diesem eher ruhigen Teil nicht fehlen.
Der nächste Block war mit „Volkslieder und Schlager“ überschrieben. Dem wurde der Polizeichor gerecht, indem er mit dem flotten „Mala Moja “startete. Es folgten die Hits von Udo Jürgens „Griechischer Wein“ und „Mit 66 Jahren“. An die gute alte Zeit erinnerten „Wochenend und Sonnenschein“ sowie „Schöne Isabella“, wie immer mit dem Solisten aus dem 1. Tenor, Otto Kadel.
Was wäre ein Konzert des Polizeichors Hamburg ohne einen maritimen Teil. Hier waren die Gäste vollends begeistert und sangen zum Teil mit, als bekannte Melodien wie „La Paloma“, „A long time“, „Frei wie der Wind“, „What shall we do“ und das Medley „Gruß aus Hamburg“ erklangen. Bei diesen Liedern zeichneten sich wieder einmal unsere Solisten Hans-Joachim Harms, Otto Kadel, Rainer Maerz, Jürgen Wichmann und Walter Wozny aus. Der Applaus war überwältigend, und so beendete der Polizeichor mit dem „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“ als Zugabe ein erfolgreiches Konzert.


 Jahresabschlussfeier 2015 bei Lackemann                   09.01. 2016

Im Vorfeld dieser Jahresabschlussfeier gab es einige Irritationen. Ursprünglich war geplant, das Essen im Panorama-Hotel stattfinden zu lassen. Aufgrund frühere negativer Erfahrungen hatte sich der Vorstand im November entschlossen, die Küche vor Ort zu testen. Leider mit einem sehr schlechten Ergebnis. Nun war guter Rat teuer, denn es galt, kurzfristig Ersatz zu dem vorgegebenen Termin zu finden. Mit dem Traditionshaus Lackemann, gleich neben dem Wandsbeker Quarre, fand man einen zentral gelegenen Veranstaltungsort. Wie sich später herausstellen sollte, war es eine gute Wahl.Aktive und passive Sänger mit ihren Frauen und viele fördernde Mitglieder fanden sich bis 18:00 Uhr in dem Saal ein. Mit 107 teilnehmenden Personen war die Kapazität des Saales erschöpft. Das tat der guten Laune aber keinen Abbruch, denn es wurde sich gegenseitig herzlich begrüßt, ein gutes neues Jahr gewünscht und Neuigkeiten untereinander ausgetauscht. Als die erste Runde Getränke auf allen Tischen stand, griff der Vorsitzende, Gerhard Dammann, zum Mikrofon, begrüßte die Anwesenden auf das Herzlichste, wünschte einen frohen Abend mit guten Gesprächen – und bat die Sänger Aufstellung zu nehmen. Mit Masanori Hosaka als Dirigent und Yevgen Kuznetskyy am Akkordeon stimmten sie mit der „Frischen Brise“, einem Potpourri von Seemannsliedern, die Gäste ein. Die Unterhaltungen mussten unterbrochen werden, denn nun wurde aufgetischt. Zunächst einmal Grünkohl mit Kassler, Kohlwurst und leckeren Kartoffeln für die große Mehrheit, die dieses Gericht traditionell gewählt hatte. Aber auch die Alternativen, Lachsfilet mit Tagliatelle bzw. Putenbrustfilet mit Bohnen im Speckmantel, ließen nicht lange auf sich warten, so dass alle vor gut gefüllten Tellern saßen und es sich schmecken ließen. An dieser Stelle ist ein dickes Lob auf die Küche und das Bedienungspersonal angebracht. Das Grünkohlessen war so wie man es in Hamburg kennt. Die Schweinebacke war nicht separat, wie die Kassler und die Kohlwurst, sondern in kleinen Stücken im schmackhaften Grünkohl untergebracht. Auch die beiden Alternativgerichte fanden volle Zustimmung. Die freundliche Bedienung zeichnete sich durch flotten Service aus. Auch wenn es teilweise ein wenig eng an den Tischen war, das gute Essen hat das alles wettgemacht. Der ‚Absacker‘ zwischendurch und der Nachtisch, Rote Grütze oder Mousse au Chocolate, rundeten den ersten genussreichen Teil des Abends ab. 

In der Zwischenzeit war Kazuo Kanemaki mit seiner Gattin Seiko eingetroffen und musste gleich „ran“. Denn vor den Ehrungen gab es ein Ständchen. Bei „Only you“ standen die Sänger etwas neben sich, aber dann mit dem „Chianti-Lied“ eroberte der Chor wieder einmal die Herzen der Gäste. Der Vorsitzende gab jedem der Jubilare, die auf der nachfolgenden Ehrentafel aufgeführt sind, Glückwünsche und gute Worte mit auf den Weg und zeichnete sie mit Urkunden und Ehrennadeln aus. Aber damit nicht genug. Auch die Damen der Sänger, die sich um Kartenverkauf und - versand kümmern, Heidi Rathmann, Jutta Harms und Christa Nolte, erhielten als Dank für ihren lobenswerten Einsatz wunderschöne Blumengebinde ebenso wie Waltraud Wichmann für ihre unermüdliche Betreuung der fördernden Mitglieder. Das sollte aber noch nicht alles sein. 70 Proben und Auftritte gab es für die Sänger im Jahr 2015 zu absolvieren. Davon war Jürgen Wichmann 68mal dabei, auf Platz 2 und 3 landeten mit je 67 Teilnahmen Uwe Karies, Bernd Heldt und Walter Wozny. Dieser Einsatz wurde mit einer guten Flasche Wein belohnt. Zum Abschluss dieses Teils erklang nicht nur zur Freude des Ehrenmitgliedes Hellmuth Klotzsche der „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“.
Nun aber genug der offiziellen Darbietungen! Es schlug die Stunde des DJ Bernd Riedesser, der bisher nur im Hintergrund tätig sein durfte. Zögerlich zuerst, aber dann bevölkerten immer mehr Tanzfreudige die knapp bemessene Tanzfläche. An den Tischen wurde weiter lebhaft geplaudert. So vergingen die restlichen Stunden, bis auch die letzten gegen Mitternacht das Traditionshaus Lackemann verließen. Sie alle vereinte das Gefühl, bei einem schönen Abend in einer netten Gemeinschaft dabei gewesen zu sein.


Weihnachtskonzerte am 19. Dezember 2015 in der Laeiszhalle                                

Die erste Chorprobe nach der Sommerpause fand Ende August statt. Seitdem waren die Weihnachtskonzerte in der Laeiszhalle, Hamburgs guter Stube, was die Musik betrifft, das Thema Nummer Eins bei Sängern und Vorstand. Vieles war vorzubereiten, um den über 2.800 zahlenden Zuschauern einen unvergesslichen Nachmittag oder Abend zu bereiten. Diese traditionelle Veranstaltung lebt von der Vielseitigkeit des Dargebotenen. Ob es die Programmauswahl ist oder neben dem Polizeichor Hamburg von 1901 die Gäste auf der Bühne, die in jedem Jahr neue Akzente setzen, obwohl viel Vertrautes im Programm zu finden ist. Denn das Ziel aller Überlegungen und Anstrengungen ist es, ein aufgeschlossenes Publikum gut zu unterhalten und damit auf Weihnachten einzustimmen. Das ist dem Chor auch in diesem Jahr wieder gelungen.
 32 Weihnachten Laeiszhalle
Zum Auftakt betraten alle Aktiven die große Bühne und begrüßten die Gäste mit dem „Gloria in Excelsis Deo“ von Antonio Vivaldi, dirigiert vom Ehrenchorleiter, Kazuo Kanemaki. Der Vorsitzende, Gerhard Dammann, hieß die Zuschauer herzlich willkommen, unter ihnen zahlreiche Ehrengäste, wie der Polizeipräsident und Schirmherr des Polizeichores, Ralf Martin Meyer, der Polizeiseelsorger Patrick Klein sowie der Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke.  Dann trat die Moderatorin der Konzerte, Theresa von Tiedemann hinzu, gekleidet in einem eleganten, in einem weinroten Abendkleid. In ihrer bekannt lockeren Art führte sie das Publikum durch das Programm. Sie kündigte eine Welturaufführung an, das „Wiegenlied“ von L. Belograsow. Mit „Swing low Sweet Chariot“ schwungvoll fortgesetzt. Rainer Maerz mit seiner sonoren Stimme übernahm den solistischen Teil. Der Polizeichor Das „Ave Maria“ von F. Biebl beendete den ersten Block, dirigiert von Masanori Hosaka, dem 2. Chorleiter. Das Programm wurde vom Cantus-Mädchenchor aus Kuldiga, Lettland, unter der bewährten Leitung von Maruta Rozite und Maruta Grigale fortgesetzt. Die Mädchen brannten ein Feuerwerk beschwingter, weihnachtlicher Lieder ab, unterstrichen von einer passenden Choreographie.
 
Imani Mchunu, die schon einmal kurz bei „Hark! The Herald Angels Sing“ zu hören war, sang die Arie der Lauretta „O, mio Babbino caro“ aus der Oper „Gianni Schicci“ von G. Puccini, begleitet von Naomi Shamban am Flügel.  Ihr kräftiger Sopran und ihre Ausstrahlung begeisterten das Publikum. Die Begeisterung setzte sich fort, als das dem Publikum vertraute Jugend-Sinfonieorchesters Ahrensburg die Bühne betrat. Professionell geleitet von Michael Klaue erfreute es die Zuhörer mit dem 2. Satz, dem Adagio, aus dem Klarinettenkonzert in A-Dur KV 622, von W.A. Mozart. Als Solistin an der Klarinette überzeugte wieder einmal Jessica Turnbull.
 
Gemeinsam vorgetragene Lieder haben ihren besonderen Reiz. „For the Beauty of the Earth“ von John Rutter und das “Ave verum corpus” von W.A. Mozart waren Beispiele für ein gelungenes Zusammenspiel von Chören und Orchester. Der langanhaltende Beifall bewies es. Die nachfolgende Pause brachte die nötige Erholung für das Publikum und die Aktiven. Als erste standen wieder die Sänger des Männerchores auf der Bühne, um im zweiten Teil Weihnachtliches zu singen. „Señora Donna Maria“ und „In Dulci Jubilo“ waren gelungene Beiträge zur Weihnachtszeit. „O Happy Day“, gemeinsam interpretiert vom Chor und der Sopranistin, Imani Mchunu, war ein Hörgenuss. Über 15 Minuten zeigten nun die Cantus-Mädchen mit „Do, Re, Mi“ oder „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ ihr Können. Der Jubel wollte kein Ende nehmen, als zwei kleine Sängerinnen am Bühnenrand das Publikum mit ihrem Gesang verzauberten.
 
Aya Toikawa, die Sopranistin aus Japan studiert z.Zt. in Hamburg und freute sich sichtlich, vor einem so großen Publikum singen zu können. Sie überzeugte mit dem „Exultate Jubilate“ von W.A. Mozart am Nachmittag und am Abend mit dem „Ave Maria“ aus der Oper „Cavalleria Rusticana“ von P. Mascagni, begleitet von Naomi Shamban am Flügel. Das Jugend-Symphonieorchester brillierte mit der Ouvertüre aus der Oper „Macht des Schicksals“ von G. Verdi. Alle waren begeistert.
 
Abwechslung ist ein Geheimnis des Erfolges der Weihnachtskonzerte des Polizeichores Hamburg. Es wurde es wieder still im Saal als „Süßer die Glocken …“ stimmungsvoll erklang.  Als dann noch die erste Strophe von „Stille Nacht“ bei gedämpfter Bühnenbeleuchtung gesummt wurde, war Weihnachten zum Greifen nahe. Als der Applaus verebbt war, sammelten sich alle Mitwirkenden zum Schlussbild und überraschten das Publikum mit „Laudate Dominum“ von W.A. Mozart. Das anschließende „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel darf in keinem Weihnachtskonzert fehlen. Beifall und Jubel genossen die Aktiven, als der Vorsitzende des Polizeichores den Solisten, den Chor- und Orchesterleitern sowie der Moderatorin dankte und ihnen einen winterlichen Blumenstrauß überreichte. Er wünschte allen im Saal ein frohes Fest und ein glückliches neues Jahr. Auch wies er noch auf die Konzerte im kommenden Jahr hin und lud Interessierte zu einem offenen Singen ins Polizeipräsidium ein. Mit Weihnachtsmannmützen auf dem Kopf sangen alle gemeinsam mit dem Publikum „O, du fröhliche, o, du selige“.
 
Es ist schon ein beglückendes Erlebnis, so vielen Menschen in der Vorweihnachtszeit Freude zu bereiten. Dafür hat sich alle vorausgegangene Mühe gelohnt.


Ein Konzert in der Alsterpark-Residenz        16.12. 2015 

Eine mit einem goldenen Bändchen zusammengebundenes Festprogramm lud die Bewohner der Seniorenresidenz Alsterpark in der Rathenaustraße zur Weihnachtsfeier ein. Zum Konzert hatte die Leitung den Polizeichor Hamburg eingeladen, so wie schon einmal vor drei Jahren. 

Die Bewohner hatten das festliche Kaffeetrinken im vollbesetzten Restaurant bereits hinter sich, als sich die Sänger des PCH gegen 16:00 Uhr dort aufstellten. Der Vorsitzende des PCH, Gerhard Dammann, begrüßte die Bewohner und stellte kurz die Mitwirkenden vor, bevor der Chor mit vier getragenen Liedern das Programm eröffnete. Von „Reich mir deine Hand“ bis zu „Die Nacht“ reichte der musikalische Bogen, geleitet von Masanori Hosaka, dem 2. Chorleiter, und am Flügel begleitet von Eiko Okuno-Jürgensen. Nach diesem ersten Block waren die Solisten gefragt. Am Flügel bezauberte Eiko-Okuno-Jürgensen mit dem „Walzer Op. 64 Nr. 2“ von Friedrich Chopin und sie begleitete anschließend Aya Toikawa bei dem „Intermezzo“ aus der Oper „Cavalleria Rusticana“. Beide Beiträge wurden mit lautem Applaus belohnt, zumal die frische Art des Vortrags von Aya Toikawa den Bewohnern besonders gut gefiel. Klassisch ging es mit dem PCH unter der Leitung von Kazuo Kanemaki weiter. Bei „O, happy day“ zeigte Aya Toikawa einmal mehr ihre große Stimmfülle. Es folgten „Die Rose“, „Ich bete an die Macht der Liebe“ und vor der Pause La Vergine deg l’Angeli aus der Oper „La Forza del Destino“, ebenfalls mit der Gesangssolistin. 

Im zweiten Teil des Konzertes ging es weihnachtlicher zu. „Señora Donna Maria“, „Süßer die Glocken nie klingen“, „Hark! The Herold Angels sing“ waren die Titel, bevor mit „The little Drummer Boy“ das Publikum endgültig begeistert war. Die Begeisterung sollte sich fortsetzen, als Eiko Okuno-Jürgensen den „Hummelflug“ von Rimski-Korsakow brillant und virtuos zu Gehör brachte, aber auch das ruhigere „Alleluja“ von W.A. Mozart mit Aya Toikawa traf genau den Geschmack des Publikums, das sich nun auf den Abschlussteil freuen konnte, der mit dem „Ave Maria“ von F. Biebl begann. „Stille Nacht“, das „Schifferlied zur Weihnacht“ und „Weihnachtsglocken“ erklangen im festlich geschmückten Saal und die „Petersburger Schlittenfahrt“ setzte den fulminanten Schlusspunkt. Eines fehlte noch an diesem Tage, nämlich das gemeinsam gesungene „O, du fröhliche“. Damit verabschiedete sich der PCH endgültig von den prächtig unterhaltenen und zufriedenen Bewohnern der Alsterresidenz, auf die nun noch ein Tellerbuffet wartete. Die Geschäftsführung bedankte sich für das stimmungsvolle Konzert und der Polizeichor genoss die freundliche Bewirtung mit Kaffee und Kuchen, sowie die Würstchen und den Kartoffelsalat nach dem Konzert.


  Benefizkonzert in Rellingen                     29.11. 2015 
Über unseren Sänger John Harder, war der Wunsch der Ev.-luth. Kirchengemeinde Rellingen an uns herangetragen worden, im Rahmen eines Benefizkonzertes zur Sanierung der Orgel beizutragen. Diesem Wunsch kam der Polizeichor Hamburg gerne nach. So trafen sich 40 Sänger am 1. Advent nachmittags zu einem eindrucksvollen und abwechslungsreichen Konzert in der schönen spätbarocken Kirche, die von 1754 - 1756 von Cai Dose im Auftrag des dänischen Königs, Friedrich V., erbaut wurde. Dank der hervorragenden Akustik finden in der achtseitigen Kirche viele kirchenmusikalische Veranstaltungen statt.

Der Kantor der Gemeinde, Oliver Schmidt, begrüßte den Chor und das Publikum in der ausverkauften Kirche. Er dankte dem Chor für seinen Einsatz und konnte der Gemeinde mitteilen, dass mit den Einnahmen von 7.000,00 Euro aus diesem Konzert die Finanzierung der Orgelsanierung endgültig gesichert sei. Unser Vorsitzender, Gerhard Dammann, übernahm das Mikrofon, begrüßte das Publikum, gab einen kurzen geschichtlichen Abriss der Rellinger Kirche und leitete über zu den ersten vier Liedern, die „a capella“ sehr ruhig von dem 2. Chorleiter, Masanori Hosaka, dargeboten wurden. Vor dem zweiten Block präsentierten sich die Solistinnen des Abends, Eiko Okuno-Jürgensen, am Klavier mit dem Walzer Op. 64 Nr. 2 von Friedrich Chopin und anschließend Aya Toikawa, Sopran, mit dem Lied „Intermezzo“ aus der Oper „Cavalleria Rusticana, welches die Zuhörer begeistert beklatschten. Jetzt zeigten auch die Sänger unter der Leitung von Kazuo Kanemaki, was sie können. Mit „Die Rose“ begannen Sie, um dann zusammen mit den beiden Solistinnen mit „O, Happy Day“ ein Feuerwerk der guten Laune abzubrennen. Ruhiger ging es mit „Ich bete an die Macht der Liebe“ von D.S. Bortnjanski weiter. Mit „La Vergine deg l’Angeli“, aus der Oper „Die Macht des Schicksals“, gesungen vom Chor und Aya Toikawa, wurde Guiseppe Verdi gehuldigt.

Nach der Pause ging es im dritten Block mit weihnachtlichen Liedern weiter, die mit dem „Drummer Boy“ ihren Höhepunkt fanden. Der virtuos vorgetragene „Hummelflug“ von Rimski-Korsakow trug Eiko Okuno-Jürgensen donnernden Applaus ein. Der folgende Vortrag des ruhigeren „Alleluja“ von W.A. Mozart mit Aya Toikawa begeisterte das Publikum ebenso. Besinnlich wurde es im letzten Teil, eingeleitet vom „Ave Maria“ von Franz Biebl. Es folgten das „Schifferlied zur Weihnacht“, „Stille Nacht“ und die „Weihnachtsglocken“. Den furiosen Schlusspunkt setzte die „Petersburger Schlittenfahrt“. Der langanhaltende Applaus bewies, dass der Polizeichor Hamburger wieder einmal genau den Geschmack des Publikums getroffen hatte. Das sagte auch der Kantor, Oliver Schmidt, der sich beim Chor, den Solistinnen und den Chorleitern herzlich bedankte. Dann lief er auf die Empore, setzte sich an die sanierte Orgel und begleitete Chor und Publikum beim „O, du fröhliche“ - ein festlicher Ausklang eines gelungenen Konzerts. 


 

Auftritt bei Pflegen & Wohnen in Hamburg-Jenfeld                                 05.09. 2015 

Der erste offizielle Auftritt fand bereits zwei Wochen nach der Sommerpause statt. Durch die Vermittlung unseres Sangesfreundes Jürgen Wichmann war der Polizeichor Hamburg (PCH) eingeladen, beim großen Sommerfest im Holstenhof mitzuwirken. Unter dem Motto „Weltsprache Musik“ erwartete Bewohner und Gäste von 12:30 Uhr bis 18:00 Uhr ein buntes Programm mit vielen Künstlern, Spaß und Unterhaltung, wie es in der Einladung hieß. Vom Show-Musikkorps „Ahoy“, über Afrikanisches Trommeln, einem Drehorgelspieler, dem Clown Pauli, dem PCH bis hin zu „Ullis Gang“ reichte das vielfältige Programm für Groß und Klein. Hier galt es für den PCH sich mit seinem Können zu beweisen und den Gästen beste Unterhaltung zu bieten. DSCN0654
Wo das stattfinden sollte, war zunächst unklar. Beim Einsingen auf der Terrasse blendete uns strahlender Sonnenschein. Vorgesehen war der Auftritt dann auf dem Freigelände vor dem Holstenhof. Aber widrige Winde und plötzliche Regenschauer ließen einen Auftritt im Festzelt vor dem Café vernünftiger erscheinen. Nach dem Motto „alles zurück“ wurde umgezogen und sich neu aufgestellt. Zelt und Café waren vollbesetzt, als unser zweiter Chorleiter, Masanori Hosaka, mit „Hallo, hier Hamburg“ gegen 16:00 Uhr den Auftritt begann. Mit einem launigen Abriss über die Geschichte des PCH stellte unser Vorsitzender, Gerhard Dammann, den Chor und die beiden Gesangsblöcke vor, der maritimes Liedgut zu Gehör brachte. Der Bogen reichte von „Mein Hamburg“, über das „Friesenlied“ bis „It’s a long time ago“. Im zweiten Block, geleitet vom Chorleiter Kazuo Kanemaki, begeisterten „Rolling home“, der „Hamborger Fährjung“, „What shall we do with the drunken sailor“ und als Schluss der „Gruß aus Hamburg“ das Publikum. Besonderen Beifall bekamen die Solisten Otto Kadel, Jürgen Wichmann, Rainer Maerz und Walter Wozny, sowie unsere Akkordeonspieler Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy.

 
Der dritte Block war neben dem „Conquest of Paradise“ eine Hommage an Udo Jürgens mit seinen bekannten Evergreens „Griechischer Wein“ und „Mit 66 Jahren“ - ist noch lange nicht Schluss, wie es am Ende heißt. Das war aber noch nicht das Ende, denn der PCH wünschte dem Publikum mit „Wochenend und Sonnenschein“ alles Gute und eine Zugabe durfte selbstverständlich nicht fehlen: der „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“ von Guiseppe Verdi, der bei der einen oder anderen Zuhörerin eine Träne der Rührung kam. - Mit anderen Worten: Der PCH hat sich wieder einmal als guter Repräsentant der Hamburger Polizei gezeigt, was an den Reaktionen des Publikums deutlich wurde. Als Dank der Heimleitung wurden die Sänger anschließend mit Grillwürstchen und Getränken verwöhnt.


                      

IPA-Grillfest                        29.08. 2015 
Strahlender Sonnenschein begrüßte in diesem Jahr die zahlreichen Gäste, die der Einladung zum Grillfest der IPA-Sektion Hamburg (IPA = International Police Association) gefolgt waren.

Im Polizeichor Hamburg (PCH) sind die beiden Sangesfreunde Hans-Joachim Schroeter und Wolfgang Schehlmann z.Zt. die treibenden Kräfte dieser langjährigen, freundschaftlichen Verbindung. 
Im Vereinshaus des Kleingartenvereins 142 am Rübenkamp und in den davor aufgestellten Zelten freuten sich alle auf einen unterhaltsamen Nachmittag. Gutes Essen und gute Unterhaltung gehören neben gutem Wetter eben zusammen. Nachdem der Vorsitzende, Wolfgang Hartmann, die Anwesenden begrüßt hatte, wurden die Gäste am Grill verwöhnt. Auch an den passenden Getränken mangelte es nicht. 
Mit „Hallo, hier Hamburg“ eröffnete der PCH unter Leitung von Rainer Maerz den Liederreigen. Der zweite Chorleiter Masanori Hosaka übernahm den weiteren Teil des Programms. Unterstützt wurden die Sänger von Yevgen Kuznetskyy am Akkordeon. Die Beiträge wurden mit viel Beifall bedacht. Bei mehr oder weniger alkoholhaltigen Getränken wurde viel geredet und gelacht, bis sich die Gesellschaft gegen 19:00 Uhr langsam auflöste und mit dem Gefühl nach Hause ging, wieder einmal einen schönen Nachmittag verlebt zu haben.


Von der Elbe an die Kieler Förde                                                      06.06. 2015 

40 Jahre, das ist ein stolzes Jubiläum. Seit 1975 singen die Männer des Polizeichores Kiel (PCK) nun schon erfolgreich in ihrer Stadt und im ganzen Land. Ganz bescheiden fing man damals mit 14 Polizeibeamten an. Erfolgreiche Jahre folgten, besonders die unter dem Vorsitz von dem langjährigen, ehemaligen Vorsitzenden, Harry Marschke, der im vergangenen Jahr leider verstarb, wie der jetzige 1. Vorsitzende, Hartwig Goldenbaum, betonte. Daher war es für den Polizeichor Hamburg (PCH) eine besondere Ehre, zu diesem Festkonzert eingeladen zu sein.PCH in Kiel 06.06.2015

Am Morgen machten sich daher 50 Sänger, begleitet von ihren Dirigenten Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka, sowie der Pianistin, Eiko Okuno-Jürgensen, mit dem Bus auf den Weg nach Kiel. Welch‘ eine Überraschung, als der PCH in der Forstbaumschule eintraf und uns der 2. Vorsitzende des PCK, Norbert Bujung, zum Mittagessen begrüßte. Ein vollbesetztes Ausflugslokal bei herrlichem Sonnenschein erwartete den PCH. Der Anlass war schnell gefunden: Fans und die Spieler des THW Kiel, die am Abend vorher zum 20. Male die Deutsche-Handball-Meisterschaft gewonnen hatten, feierten ihren Erfolg. Trotzdem klappte es mit dem vorbestellten Essen reibungslos. Gut gelaunt ging es dann an die „Arbeit“ in die Aula der Kieler Gelehrtenschule. Einsingen, Stellprobe und Soundcheck waren gerade beendet, als die ersten Gäste den Saal betraten und ihn nach und nach füllten.

Hartwig Goldenbaum begrüßte das Publikum und stimmte es auf einen fröhlichen Nachmittag ein. Mit Operetten- und Melodien zum Verlieben begann der PCK seinen Vortrag. Als Solistin wusste Marta Justyna Slogsnat, Sopran, mit polnischen und später spanischen Liedern zu überzeugen, am Flügel begleitet vom Dirigenten und Chorleiter des PCK, Imre Sallay, der sein ungarisches Temperament beim Dirigieren nicht leugnen konnte. Vor der Pause riss der PCH das Publikum mit vier exakt vorgetragenen Opernchören mit.

Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete der PCH mit dem Echo-Chor „Im Wald“ von C.M. von Weber. Das Echo, gesungen von acht Sängern des PCH, kam zur Überraschung der Zuschauer vom Rang herab. Ein Effekt, den der PCH jedes Mal wieder genießt. Vier weitere stimmungsvolle Lieder folgten: Von „Bridge over Troubled Water“, „Frei wie der Wind“, „Oh, Champs-Elysees“ bis zum flotten „Zigeuner spiel uns auf“. Das Publikum reagierte mit großer Freude und verlangte eine Zugabe. Der Wunsch wurde mit dem „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“ gerne erfüllt. Nach dem Vortrag der Solistin zeigten auch die Kieler Sänger ihr Temperament mit vier eingängigen Melodien von „La Golondrina“ bis zum Udo Jürgens Hit „Ich war noch niemals in New York“.

Die Sänger beider Chöre versammelten sich zum Schlussbild auf der Bühne. So fand das Konzert mit „Conquest of Paradise“ von Vangelis einen würdigen Abschluss. Das Publikum applaudierte, als der Vorsitzende sich bei den Solisten und Chorleitern mit Blumen und Wein bedankte.

Das sollte aber noch nicht das Ende dieses Tages sein. Mit dem Bus ging es zum Bürgerhaus Kronshagen, wo der Kommers stattfand. Der Geschäftsführer des PCH, Helmut Peters, ehrte als Delegierter des Bundesvorstandes des Chorverbandes der Deutschen Polizei, den Sänger des PCK, Heinz Koran, für seine 40jährige Chorzugehörigkeit mit der goldenen Ehrennadel. Der Vorsitzende des PCK trug noch einen geschichtlichen Rückblick des PCK vor und beide Chöre gaben ihre Visitenkarte mit einem Ständchen ab. Auch die Pianisten Eiko Okuno-Jürgensen und Imre Sallay ließen es sich nicht nehmen, am Flügel ihr virtuoses Können zu demonstrieren. Eine gelungene Veranstaltung ging damit zu Ende.


Mit Volldampf in den Mai                                                      1. und 2. Mai 2015

Das Hamburger Cruise Center lud den Polizeichor Hamburg von 1901 ein, die MSC Splendida am 1. Mai gebührend zu begrüßen, da sie zum ersten Mal in Hamburg festmachte. Das 2012 in Dienst gestellte Schiff der Extraklasse gehört zu den größten Kreuzfahrtschiffen dieser Welt.

Kalt war es an diesem Tag, die Bühne war besetzt durch die Instrumente einer anderen Band, sodass davor Aufstellung genommen werden musste. Der Chor bot viele stimmungsvolle Shantys und Seemannslieder. Leider begann es aber leicht zu regnen. Der Moderator, Marek Erhardt (Enkel von Heinz Erhardt), stellte den Chor in einem Interview mit dem Vorsitzenden des PCH, Gerhard Dammann, vor. Weil viele Sänger eine Erkältung befürchteten, vor allem in Hinblick auf das am nächsten Tag stattfindende Frühlingskonzert, begnügte sich der Chor mit einem halbstündigen Vortrag. Inzwischen hatte sich die Sonne wieder gezeigt und der Chor konnte ohne jede technische Unterstützung vor dem Eingang des Cruise Centers und vor hunderten von Passagieren sein restliches Repertoire zum Besten geben.


Der 2. Mai, welch‘ ein Tag! Ein Frühlingskonzert vom Feinsten, bei dem alles stimmte. Das Programm, die Ausführenden, der Moderator - und ein Publikum, das so zahlreich erschienen war wie noch nie zuvor zu einem Frühlingskonzert. Selbst das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite.

Mit dem Sinfonischen Blasorchester Lüneburg unter der Leitung von Jens Illemann und dem Frauenchor des Polizeichors Nürnberg, gut vorbereitet durch Pius Amberger, standen zeitweise mit dem Polizeichor Hamburg über 150 Aktive auf der Bühne. Ein grandioser Eindruck für das Publikum, sowohl optisch als auch akustisch. Das sollte sich gleich mit dem Eingangsstück zeigen, dem „Jubelchor“ aus der Oper „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti, das gemeinsam vorgetragen wurde. Der neue Vorsitzende des Polizeichores, Gerhard Dammann, begrüßte herzlich das Publikum und leitete dann über zum NDR-Rundfunkmoderator des Nachmittags, Carlo von Tiedemann. Mit seiner launigen Moderation unterhielt und informierte er die Zuhörer auf das Beste.

Unter der Leitung von Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka erklangen frühlingshafte Melodien, überzeugend begleitet von Eiko Okuno-Jürgensen am Flügel. Der Frauenchor aus Nürnberg präsentierte mit Jasmin Neubauer am Flügel und der Sopranistin Lisa Schollp Lieder von Tschaikowsky und Rossini.

Mit drei Stücken zeigte das Sinfonische Blasorchester Lüneburg sein Können. „The Typewriter“ von Leroy Anderson löste dabei den größten Jubel aus, denn der Schlagzeuger bediente dazu im Takt eine alte Schreibmaschine.

Die Konzerte des Polizeichores Hamburg sind besonders wegen ihrer Vielseitigkeit beliebt, was der russische Bass, Anatoly Safiulin, mit seinen Soli eindrucksvoll bewies. Mit „Profetus“ von Rimski-Korsakov und „Der Floh“ von Mussorgski zeigte er seine Klasse. Der Männerchor ließ aus der Oper „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven den „Gefangenenchor“, sowie „Exodus“ aus dem gleichnamigen Film erklingen. Mit dem fröhlichen „Zigeuneurchor“ aus der Verdi-Oper „Der Troubadour“ zeigten beide Chöre und das Orchester wozu sie stimmlich und instrumental in der Lage sind.

Nach der Pause präsentierte der Polizeichor Hamburg Shantys und Seemannslieder. Jedes Lied für sich von „I am sailing“ bis hin zu „Nimm mich mit Kapitän auf die Reise“ war ein voller Erfolg. Das Publikum quittierte die Leistung mit stürmischem Applaus und Bravo-Rufen. Anerkennung und Begeisterung erzielte Anatoly Safiulin solistisch mit „Schwarze Augen“. Ebenso begeisterten er und der Polizeichor Hamburg mit „Die Legende von den 12 Räubern“.

Der Frauenchor des Polizeichors Nürnberg unterhielt weiter mit fröhlichen und swingenden Volksliedern und Operettenmelodien. Das Orchester aus Lüneburg löste mit „Pomp and Circumstance“, dem traditionellen Schlussstück der „Nights of the Proms“ von Edgar Elgar Jubel aus. Beide Chöre und das Sinfonische Blasorchester unter der Leitung von Kazuo Kanemaki und Hasanori Hosaka ließen mit „Ecce gratum“ und „O Fortuna“ von Carl Orff die Laeiszhalle erklingen. Das Publikum war begeistert und dankte allen Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus. Gerhard Dammann bedankte sich bei den Solisten, Orchester- und Chorleitern sowie dem Moderator, Carlo von Tiedemann, mit bunten Frühlingssträußen. Ein schönes Abschlussbild auf der Bühne, dem noch das „Wiegenlied“ von Johannes Brahms folgen sollte. Nach dem Orchestervorspiel und der gesungenen Melodie erklang von den Rängen das Trompeten-Echo und das Licht auf der Bühne erlosch langsam. Stimmungsvoller kann ein solches Konzert nicht zu Ende gehen.

Das erfolgreiche Konzert wurde anschließend im „Fischerhaus“ am St. Pauli Fischmarkt zusammen mit den Damen vom Frauenchor des Polizeichors Nürnberg bei einem Kommers gebührend gefeiert.


Der „Frohsinn“ in Finkenwerder                                                   15.02. 2015

Das erste Konzert-Gastspiel im Neuen Jahr führte den Polizeichor Hamburg (PCH) auf die andere Elbseite, in den Hamburger Stadtteil Finkenwerder. Dort hatte der Frauenchor „Frohsinn von 1950“ (FF) zu seinem Jubiläumskonzert aus Anlass des 65. Bestehens neben dem PCH auch die Band „Soporific Seagulls“ (auf Deutsch wie „müde Möwen“) eingeladen. Konzertort war die helle und freundlich eingerichtete kath. Klosterkirche St. Petrus, Sitz der seit 1999 bestehenden Karmelzelle des Teresianischen Karmel des Ordens der Unbeschuhten Karmelitinnen (OCD). Drei Schwestern leben dort ständig und haben zeitweilig andere Ordensschwestern zu Gast. Sie alle waren bei dem Konzert dabei.

Die langjährige Verbindung des PCH zum FF kommt zustande durch unseren gemeinsamen Chorleiter, Kazuo Kanemaki, der auch die musikalische Gesamtleitung innehatte. Mit dem „Conquest of Paradise“ von Vangelis eröffneten die beiden Chöre das Konzert, bevor Schwester Teresa, sowie ein Delegierter des Kulturkreises Finkenwerder und die Vorsitzende Silke Siemer die ca. 200 Gäste in der ausverkauften Kirche willkommen hieß. Es folgte ein bunter Strauß von Melodien des FF mit Liedern aus Südafrika und Schweden, von G.F. Händel, und auf Plattdeutsch, was natürlich auf Finkenwerder nicht fehlen durfte, „Min Jehann“ von Klaus Groth. Mit ruhigen Akkorden auf ihren Gitarren setzten die drei „müden Möwen“ das Konzert fort. Der bekannte „Liebestraum Nr. 3“ von Franz List wurde von Eiko Okuno-Jürgensen hervorragend auf dem Klavier interpretiert, was der anschließende Applaus bewies. Nun war es Zeit, dass der PCH sich präsentierte. Mit vier stimmungsvollen klassischen Liedern, die nicht nur die Karmelitinnen begeisterten, sang sich der PCH in die Herzen des Auditoriums. Finkenwerder 15.02

Nach der Pause ging es mit dem FF flott weiter. „Lebe, liebe, lache“ war das Motto des nächsten Blocks, wie die Moderatorin, Marlies Loeffler, eine ehemalige Vorsitzende, erwähnte. Danach spielten und sangen die „Soporific Seagulls“ die einschmeichelnden Melodien. Ein weitere Höhepunkt des Programms war der Auftritt der Sopranistin Sae Kitazono, die zwei Arien aus Opern von G. Puccini mit ihrer voluminösen Stimme vortrug. Überraschend für das Publikum erklang von der Orgel-Empore das Echo von sieben PCH-Sängern. „Im Wald“, so beginnt der Echo-Chor aus der Musik „Preciosa“ von C.M. von Weber. Weiter ging es mit „Zigeuner spielt uns auf“ und zwei Udo-Jürgens-Melodien, „Griechischer Wein“ und „Mit 66 Jahren“. Das Publikum war begeistert. Nach Dankesworten an die Akteure und das Publikum wurde der Nachmittag mit dem Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ von G. Verdi abgeschlossen. Als der Applaus nicht nachließ, bedankten sich beide Chöre mit „Reich mir Deine Hand“, dem Largo von G.F. Händel. Über drei Stunden waren inzwischen vergangen, als die Gäste zufrieden nach Hause gingen.


Jahresabschlussfest 2014                                              10.01. 2015

Das neue Jahr fängt gut an, wenn man auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken kann. Das zweite Wochenende ist traditionell der Termin, um sich mit der großen PCH-Familie zu treffen. Insgesamt 120 Gäste, aktive Sänger mit ihren Frauen und viele fördernde Mitglieder, waren der Einladung in das Gasthaus „Offen“ in Hamburg-Lemsahl gefolgt.

Der Vorsitzende Peter Hinsch begrüßte pünktlich um 18:30 Uhr die vielen Gäste im vollbesetzten Saal und zeigte sich erfreut darüber, dass der Chor im vergangenen Jahr so viel erreicht hatte. Dies wäre aber gleichzeitig eine Verpflichtung für die vor uns liegenden Aufgaben. Besonders dankte er den Frauen der Sänger, dass sie die zeitaufwändigen Proben und Auftritte ihrer Männer tolerieren und positiv begleiten. Anders wären die gezeigten Leistungen auch nicht möglich gewesen.Jahresabschlussfeier 10.01.2015

Besonderes Augenmerk wurde bei der Jahresabschlussfeier auf das Essen gelegt. Und damit war der PCH im Restaurant „Offen“ genau an der richtigen Adresse. Grünkohl satt auf norddeutsche Art oder Roastbeef mit Bratkartoffeln standen zur Auswahl. Beides schmeckte hervorragend und wurde von allen reichlich genossen und gelobt. Nach dem Absacker, ein Dank geht hier an den Schatzmeister, war kaum noch Platz für das leckere Dessert, Eistorte mit heißen Kirschen, das als Abschluss ebenso gut mundete.

Die lebhafte Unterhaltung an allen Tischen musste eingestellt werden, denn der Vorsitzende eröffnete nun den offiziellen Teil des Abends. 62 Termine standen 2014 an und zwei Sänger nahmen an allen Terminen teil: Martin Gottschalck und Walter Wozny. Beide erhielten eine Flasche Hochprozentiges als Belohnung für ihren Einsatz. Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Peter Hinsch im Namen des Vorstandes bei Jutta Harms und Christa Nolte für ihren Einsatz beim Kartenverkauf und –versand. Ganz förmlich wurde es bei den Jubiläen für 50- bis 10-jährige Mitgliedschaften. Mit einer Urkunde, der Vereinsnadel und einer Plakette wurden die anwesenden Jubilare geehrt, wobei Manfred Görke für seine 50-jährige Mitgliedschaft besonderen Applaus erhielt. Auf der nachfolgenden Ehrentafel werden sie entsprechend gewürdigt. Mit „Reich mir deine Hand“, dem „Chianti-Lied“ und der „Schönen Isabella“ brachten die Sänger den Jubilaren und den Damen ein Ständchen.

Inzwischen war es 21:30 Uhr geworden, Zeit für den DJ Bernd Riedesser sein Keyboard in Gang zu setzen. Nach dem opulenten Mahl waren die Meisten froh, sich bewegen zu dürfen. Eine ständig volle Tanzfläche zeugte davon. An den Tischen unterhielten sich derweil die „Sitzengebliebenen“ angeregt. Eine quirlige Atmosphäre, die zeigte wie gut der Zusammenhalt des Chores ist. Gegen Mitternacht machten sich dann die die letzten Gäste eines harmonischen Abends auf den Heimweg.


Es weihnachtet sehr …                                                            21.12. 2014

Der 21. Dezember ist ein gutes Datum für ein Weihnachtskonzert. Drei Tage vor dem Heiligen Abend sollte sich zeigen, ob sich die Bemühungen der aktiven Sänger gelohnt hatten. In den vergangenen Monaten haben sie nicht nur mit vielen Proben ihr Können stetig verbessert, sondern auch mit ihren Werbeanstrengungen dafür gesorgt, dass die Laeiszhalle, eines der schönsten Konzerthäuser Europas, an diesem Nachmittag und Abend mehr als gut gefüllt war. Mit insgesamt rekordverdächtigen über 2.900 Gästen konnte der Polizeichor Hamburg (PCH) einen neuen Meilenstein ist seiner über 113-jährigen Geschichte setzen.18 Weihnachtskonzert Laeiszhalle
 
Entsprechend erwartungsfroh war auch das Publikum, als die Mitwirkenden, dirigiert von Kazuo Kanemaki,  mit „Tollite hostias“ von Camille Saint-Saens das Konzert eröffneten. Auf der Bühne waren fast 150 Musizierende, neben dem PCH die Hamburger Alsterspatzen (HA), geleitet von Jürgen Luhn, und das Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg (JSOA) mit seinem Leiter Michael Klaue. Peter Hinsch, der Vorsitzende des PCH, begrüßte das Publikum und die Ehrengäste.
 
Der Polizeipräsident und Schirmherr des PCH, Ralf Martin Meyer, freute sich auf ein schönes Konzert und wies in seiner kurzen Ansprache weiter auf die positive Ausstrahlung des PCH für die gesamte Polizei hin. Der Vorsitzende bat nun die Moderatorin des Abends, Theresa von Tiedemann, auf die Bühne. Elegant gekleidet in einem langen, bronzefarbenen, klassisch geschnittenen und plissierten Abendkleid, übernahm sie souverän ihren Part und kündigte gleich den ersten Block des PCH an. „Die Rose“ und der „Chor der Priester“ aus der Oper „Die Zauberflöte“ rahmten die weihnachtlichen Lieder „White Christmas“ und „Weihnachtsglocken“ förmlich ein. Das Dirigat teilten sich Masanori Hosaka und Kazuo Kanemaki. Am Flügel begleitet wurde der PCH von  Eiko Okuno-Jürgensen. Mit Liedern zur Weihnachtszeit erfreuten die HA im zweiten Block, der mit einem weihnachtlichen Medley endete. Die glockenhellen Stimmen der jungen Mädchen verliehen den Melodien einen zauberhaften Klang. Beide Vorträge quittierte das Publikum mit großem Applaus.
 
Für das JSOA war 2014 ein „skandinavisches Jahr“. Eine Reise nach Finnland hatte es inspiriert, sich auch mit dem norwegischen Komponisten Edvard Grieg auseinanderzusetzen. Eindrucksvoll und mit sehr viel Gefühl vorgetragen bewies Michael Klaue einmal mehr die Klasse seines Orchesters und seines Dirigats. Zwei Stücke aus der „Peer-Gynt-Suite Nr. 1, Op. 46“ begeisterten das Publikum. Ein Soloauftritt folgte: Eiko Okuno-Jürgensen, vielfach prämiert, setzte sich an den Steinway-Flügel und gab mit den „Carmen-Variationen“, die von Vladimir Horowitz arrangiert wurden, ein atemberaubendes Beispiel ihrer Virtuosität. Es zählt zu den schwierigsten Stücken der Klavierliteratur.
 
Langsam endete damit der erste Teil des Konzertes, der seinen Abschluss mit gemeinsamen Liedern  aller Beteiligten fand, wobei das Solo der Sopranistin Shihoko Higashida, gekleidet in eine stilvolle rote Robe, besonderen Beifall verdiente. Verdi und Bach trafen sich hier. Zunächst „La Vergine Degli Angeli“ aus der Oper „Die Macht des Schicksals“ und danach „Herrscher des Himmels“ aus dem „Weihnachtsoratorium“. Gegensätzlicher kann Musik nicht sein und trotzdem zum Genuss werden. Theresa von Tiedemann kündigte dann als nächsten Programmpunkt die Pause an …
 
Gestärkt ging es weiter, abermals mit dem PCH. Der Beginn war ruhig mit „Mary had a baby“, „Freuet euch all‘, schon etwas lebhafter, und bei der flotten „Petersburger Schlittenfahrt“ ließ sich schließlich auch das Publikum nicht mehr von seiner Begeisterung abhalten und applaudierte lautstark, sogar Bravo-Rufe mischten sich darunter. Die HA in ihren weißen Blusen und schwarzen Hosen bzw. Röckchen unterhielten gekonnt mit internationalen und deutschen Titeln, wobei der „Gospel Train“ von Don Besig den Geschmack des Publikums besonders traf.  Es war schon bemerkenswert, wie Jürgen Luhn dabei seine Alsterspatzen vom Flügel her in Aktion setzte.
 
Mit zwei weiteren Stücken aus der „Peer-Gynt-Suite Nr. 2 Op. 55“ setzte das JSOA seine Edvard-Grieg-Serie fort. Wie im ersten Teil war auch hier die Harmonie des Orchesters hervorragend. In „Solvejgs Lied“ glänzte Shihoko Higashida mit ihrer kräftigen Sopran-Stimme zusätzlich. Beide Stücke wurden mit großem Beifall bedacht. 
Laut und kraftvoll, leise und anrührend und dazwischen eine kleine Überraschung. Das war das  Thema dieses Blocks, wie Theresa von Tiedemann geheimnisvoll andeutete. Power pur vom PCH schlug dem Publikum nach dem besinnlichen Beginn bei „Hail Holy Queen“ aus dem Film „Sister Act“ entgegen. Als der Beifall sich endlich gelegt hatte, trat Peter Hinsch mit der kleinen Hanna, der 10jährigen Enkelin eines Sängers, an den Bühnenrand und kündigte von ihr ein plattdeutsches Gedicht an. Er kniete sich neben sie und hielt das Mikrofon, in das sie völlig unaufgeregt ihr Gedicht aufsagte. Eine tolle Leistung und ein Publikum, das begeistert war. Nun wurde das Licht auf der Bühne gedimmt, denn der PCH begann summend „Stille Nacht, heilige Nacht“ zu intonieren, bevor die drei Verse gefühlvoll vorgetragen wurden. Manches Taschentuch wurde dabei hervorgeholt. Das wäre einem Finale würdig gewesen, aber es sollte noch besser kommen.
 
Alle Mitwirkenden hatten sich wieder auf der Bühne versammelt, jetzt auch die Organistin Makiko Eguchi, als Masanori Hosaka mit „Pie Jesu“ von Andrew Lloyd Webber zum Finale den Taktstock hob, wobei Shihoko Higashida und Maxime Müller von den Alsterspatzen  den Solopart übernahmen. Was wären die Weihnachtskonzerte des PCH ohne seinen krönenden Abschluss mit dem „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von G.F. Händel, wie immer professionell geleitet von Kazuo Kanemaki. Der Beifall wollte anschließend kein Ende finden.
 
Mit Blumensträußen bedankte sich Peter Hinsch bei den Solisten. Den Aktiven und dem Publikum wünschte er mit warmen Worten ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr. Es wurde Rot-weiß auf der Bühne, als alle sich die Weihnachtsmütze aufsetzten und mit dem Publikum gemeinsam „O du fröhliche, o du selige“ sangen. Als die letzten Töne verklangen waren sich alle einig, einem herausragenden Konzert beigewohnt zu haben, das in allen noch lange nachklingen wird.


Weihnachtskonzert bei den Senioren der Ernst und Claire Jung Stiftung                           18.12.2014              

Der vorletzte Auftritt im Jahre 2013 war sozusagen vor der Tür, nämlich in der Senioreneinrichtung der Ernst und Claere Jung Stiftung im Hamburg-Othmarschen. Nach einer Tasse Kaffee und dem Einsingen betraten die Sänger des Polizeichores Hamburg (PCH) den vollbesetzten Veranstaltungssaal. Der Leiter der Einrichtung, Udo Wunderlich, hieß Publikum und Chor zu dieser Veranstaltung willkommen, die für die Bewohner nach dem Konzert mit einem Festessen fortgesetzt würde.

Peter Hinsch, unser Vorsitzender, begrüßte im Namen des PCH die Bewohner und wies darauf hin, dass es nicht nur Weihnachtliches zu hören gäbe, sondern ein abwechslungsreiches Programm, das mit „Reich mir deine Hand“ begann. Nach sieben Liedern und dem „Ave Maria“ von Bach/Gounod las eine Bewohnerin aus dem Lukas-Evangelium die Weihnachtsgeschichte vor. Mit dem Lied „Im Abendrot“ in gemischter Aufstellung setzte der PCH einen weiteren Akzent an diesem Nachmittag. Nun aber ging es beschwingt weiter. Mit „Jingle Bells“ und der „Petersburger Schlittenfahrt“ wurden die Bewohner zu anhaltendem Applaus animiert. Der „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“ stand vor dem Schlusslied „Stille Nacht“ auf dem Programm. Dankesworte für den Auftritt des PCH vom Leiter und dem Stiftungsvorsitzenden, Pastor Martin Hofmann, schlossen ein gelungenes Konzert ab. Die Sänger verteilten sich nun im Saal und sangen gemeinsam mit allen Konzertbesuchern „O, du fröhliche“. Während sich die Bewohner in den Speisesaal zum weihnachtlichen Festmahl begaben, dachten die meisten Sänger schon wieder an ihren nächsten Auftritt, drei Tage später in Nürnberg.


„Mer wolle noh Kölle jon …“                                                05. bis 07.12. 2014

Das war unser Wunsch am 2. Adventswochenende - Köln und der Gegenbesuch beim dortigen PolizeiFrauenChor (PFCK). Gegen Mittag war das Ziel erreicht und der Polizeichor Hamburg (PCH) wurde von einem Großteil der Damen des PFCK im Kölner Polizeipräsidium herzlich empfangen. Kein Wunder, denn den Meisten war der Besuch des PFCK zu den Weihnachtskonzerten in Hamburg im Jahre 2011 noch in bester Erinnerung. Dies brachte auch die Vorsitzende, Susanne Kemper, in Ihrer Begrüßung deutlich zum Ausdruck. Ein leckeres Buffet mit belegten Brötchen und Frikadellen war für uns aufgebaut und dazu natürlich Kölsch, die einzige Sprache, die man auch trinken kann, wie wir später erfahren sollten. Der Polizeipräsident, Wolfgang Albers, ließ es sich nicht nehmen, uns in seinem Hause ebenfalls willkommen zu heißen. Unser Vorsitzender, Peter Hinsch, überreichte als Gastgeschenk ein Buddelschiff. Im Vortragssaal wurde nicht nur geschlemmt, sondern auch gearbeitet, d.h. wir probten zwischendurch mit der ungarischen Pianistin Gabriella Brezóczki-Wedewardt die Lieder, die sie im Konzert für uns am Flügel begleiten sollte.Koeln3
 
Den Abend verbrachten wir zusammen im historischen „Weinhaus Brungs“ mit den PFCK-Damen, die dort schon auf uns warteten. Sie hatten sich so platziert, dass wir gut gemischt zum Sitzen kamen, was für die Stimmung dieses Abends sehr förderlich war. Dort wurden wir mit rheinischen Spezialitäten und  guten Weinen bestens verwöhnt. Lebhaft wurde miteinander geredet, zwischendurch erklangen Lieder und die Zeit verrann wie im Fluge. Aber allzu spät sollte es nicht werden, denn am nächsten Tag beim Konzert wollten alle ihr Bestes geben.

 
Gestärkt durch das reichhaltige Frühstück im „motel one“, unserem Quartier, machten wir uns auf den Weg zum Kölner Dom. Johannes Holl von der IPA erwartete uns mit seinem großen Schnurrbart zur Stadtführung auf der Domplatte. Launig und kenntnisreich erläuterte er uns 2000 Jahre Kölner Geschichte an den verschiedenen Orten in der Innenstadt. Die alte Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf („Über Köln lacht die Sonne, über Düsseldorf die ganze Welt“ usw.) klang bei ihm immer wieder durch. Aber auch die vielen Anekdoten, wie die Kölner „ticken“, machten diesen Rundgang zu einem Erlebnis. Die vergnügliche Führung endete am Willi-Ostermann-Brunnen, der dem Mundart-Komponisten gewidmet ist.
 
Jetzt wurde es ernst. Mit dem Bus ging es zur Basilika St. Gereon. Sie ist ein beeindruckendes Zeugnis spätantiker und hochmittelalterlicher Baukunst, dessen Zentralbau in der Form eines Dekagons (Zehnecks) errichtet wurde und als größter Kuppelbau seiner Zeit nördlich der Alpen bezeichnet wird. An diesem historischen, leider etwas kühlen Ort sollte das Weihnachtskonzert des PFCK mit dem PCH als Gastchor stattfinden. Im Gemeindehaus gab es noch eine kleine Stärkung, bevor es zum Auftritt ging. Vollbesetzt waren die Stuhlreihen und Bänke, als sich alle Aktiven auf den Treppen und verschiedenen Ebenen zum Langchor aufstellten. Mariano Julián Galussio, der temperamentvolle, argentinische Chorleiter, bestieg das Dirigenten-Podium und es erklang zum Auftakt das gemeinsam gesungene „Weihnachtswiegenlied“ von John Rutter. Susanne Kemper begrüßte die vielen Gäste und betonte, dass der Erlös aus dem Konzert der Caritas Wohnungslosenhilfe zugutekommt. Der nächste Block gehörte dann ganz allein den Damen des PFCK, die mit ihren temperierten Stimmen die gute Akustik der Basilika zum Klingen brachten. Aber auch die Männer des PCH begeisterten die Zuhörer u.a. mit dem Largo von Händel und Melodien wie „Mary had a Baby“, dem „Drummer Boy“ und „Hail Holy Queen“ aus „Sister Act“, gekonnt geleitet von Kazuo Kanemaki.
 
In den Zeiten zwischen einzelnen Liedblöcken bot Gabriella Brezóczki-Wedewardt am Flügel Beispiele ihres virtuosen Könnens. Internationale Kirchen- und Weihnachtslieder erklangen dann von den Damen des PFCK. Sehr ruhig und ausdrucksstark begann der PCH mit dem „Abendrot“ von Franz Schubert und schloss den letzten Block mit der schmissigen „Petersburger Schlittenfahrt“ ab. Begeisterter Applaus war dem PCH, wie vorher schon dem PFCK bei ihren Liedern, sicher. Noch einmal versammelten sich alle Aktiven, um gemeinsam mit dem gewaltigen „Halleluja“ aus dem Oratorium  „Der Messias“ von G.F. Händel, dirigiert von Kazuo Kanemaki, das Kirchenschiff erbeben zu lassen. Ein beeindruckender Schlusspunkt des Konzertes, das nach der Verabschiedung durch die Vorsitzende mit „O, du fröhliche“ sein endgültiges Ende fand.
 
Nach getaner Arbeit ging es zum wohlverdienten Kommers in das „Brauhaus Reissdorf“, ebenfalls ein historisches Restaurant, in dem wir alle den Abend fröhlich ausklingen ließen. Die mitgebrachten Gastgeschenke in flüssiger und fester Form fanden den ungeteilten Beifall der dort anwesenden Chorsängerinnen.
 
Ausschlafen war am Sonntagmorgen angesagt, aber dann wurde es vor der Heimfahrt noch einmal interessant und lehrreich. Das Severinsviertel, gleich neben dem Hotel, war das Ziel. Die beiden Stadtführer brachten uns fachkundig die Besonderheiten dieses Viertels nahe. Hinter dem Waidmarkt befindet sich die tiefe Baustelle des durch den U-Bahn-Bau zusammengestürzten Historischen Archivs. Weiter ging es zum Narrenschiff-Brunnen, wo wir viel über die Entstehung des Karnevals und seine Bräuche erfuhren. Auch der „Kölsche Klüngel“ war ein Thema dieser Führung. Am Stadttor, dem Startpunkt des jährlichen Karnevalsumzuges, endete die Führung. Gleich daneben konnten wir uns in der Severinstraße  im „Alten Brauhaus“ für die Rückreise stärken, in dem uns wieder zahlreiche Sängerinnen des PFCK erwarteten, um uns alles Gute für die Heimreise zu wünschen.
 
Die Herzlichkeit und Fröhlichkeit unserer Gastgeberinnen war, neben einem erfolgreichen Konzert, das Schönste was wir mit nach Hause nehmen konnten. Dafür sagen wir allen, die dazu beigetragen haben, unseren herzlichen Dank und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen im Jahre 2017 zum Frühlingskonzert in Hamburg.


 Für einen guten Zweck …                                                       30.11. 2014

In der Folge eines Auftrittes zum 50-jährigen Bestehen des Heimatvereins Hummelsbüttel im Juni 2013 wurde eine Einladung zu einem erneuten Konzert in der Christophorus-Kirche in Hamburg-Hummelsbüttel ausgesprochen. In den Verhandlungen zwischen unserem Vorsitzenden, Peter Hinsch, und Pastor Paul wurde mit dem 1. Advent ein passender Termin für ein Benefizkonzert gefunden. Der Reinerlös aus dem Konzert soll je zur Hälfte der Kirchengemeinde und dem Polizeichor zufließen.
 
Dank guter Werbung fanden 161 zahlende Gäste in der vollbesetzten Kirche Platz. Draußen war es frostig kalt, so dass das Wetter sein Übriges tat, um vorweihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen. Das sollte sich auch in dem Nachmittags-Programm widerspiegeln.
 
Die Sänger nahmen in der Apsis vor dem Altar Aufstellung, als unser Geschäftsführer, Helmut Peters, die vielen Gäste herzlich willkommen hieß und Ihnen den ersten Programmteil vorstellte. Ruhig und besinnlich folgten im allgemeinen klassischen Block acht gefühlvoll vorgetragene Lieder vom „Largo“ und weiter dann die „Serenade“, „Die Nacht“, der „Abendfreden“ bis hin zum kräftigen und eindrucksvollen „Schäfers Sonntagslied“. Der Applaus zeigte, dass die Programmauswahl gut war und die Leistung vom Chor und der beiden Chorleiter, Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka, ebenso gefiel.
 
Eine Pause für das Publikum war wegen Umbauarbeiten am Gemeindehaus leider nicht möglich, aber die Sänger sollten Gelegenheit bekommen, etwas zu verschnaufen. Diese Zeit füllten Ruri Utsuki an der Violine und Masanori Hosaka am Keyboard zunächst mit dem „Ave Maria“ von Giulio Caccini aus. Holger Dörin aus dem Polizeichor trug danach eine adventliche Geschichte vor, in der es um die wenige Zeit ging, die der Vater der kleinen Alexandra für die Familie erübrigte. Als zweites Zwischenspiel spielten die beiden Solisten eine von ihnen selbst bearbeitete Version des „Nussknacker“ von Tschaikowski. Der reichliche Applaus des Publikums belohnte diese Leistungen.
 
Nach dieser Einstimmung sollte es im zweiten Block nun wirklich weihnachtlich zugehen, wie Helmut Peters ansagte. Mit dem bekannten „Ave Maria“ von Bach-Gounod begann es, „Freuet euch all‘“ hieß es dann fröhlich, das „Schifferlied zur Weihnacht“ war besinnlicher und der „Drummer Boy“ begeisterte das Publikum. „Weihnachtsglocken“ erklangen, „Die Rose“ mit ihrem aussagekräftigen Text folgte, bevor „Mary had a Baby“ erklang. Den flotten Schlusspunkt setzte der Polizeichor mit der „Petersburger Schlittenfahrt“, die auch das Publikum mitriss. Nach langem Applaus gab es mit der Kurzwiederholung der „Petersburger Schlittenfahrt“ eine Zugabe, bevor das Publikum mit dem gemeinsam gesungenen „O, du fröhliche“ in den Abend des 1. Advent „entlassen“ wurde.


Besuch im Polizeimuseum                                                       23.10. 2014 
Im Februar dieses Jahres wurde es für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht: das Polizeimuseum. Es ist im historischen Wirtschaftsgebäude der Akademie der Polizei in Hamburg-Alsterdorf untergebracht. Bereits 1893 wurde das erste Polizeimuseum im Stadthaus am Neuen Wall zu Ausbildungszwecken als Lehrmittelsammlung und Kriminalmuseum gegründet. Insofern hat eine solche Institution, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist, in den vergangenen Jahrzehnten in Hamburg gefehlt.Polizeimuseum HH
 
Auf einer Grundfläche von 1.400 m², verteilt über vier Etagen, werden  die Geschichte und die Arbeitsweise der Polizei anschaulich gezeigt. Im Jahr 2014 feierte die Hamburger Polizei ihr 200jähriges Jubiläum. Diese Zeitspanne wird mit zahllosen Dokumenten und Grafiken im Erdgeschoß präsentiert. Das erste Stockwerk ist der Ermittlung und der kriminaltechnischen Untersuchung vorbehalten. Im Dachgeschoß schließlich sind einige spektakuläre Fälle der Hamburger Kriminalgeschichte dargestellt. Ob es der Frauenmörder Honka, der „Lord von Barmbek“ oder der Erpresser Dagobert ist, sie und noch andere Fälle werden dort mit Original-Tatwerkzeugen demonstriert. Im Keller befindet sich eine Lehrmittelsammlung für die Aus- und Weiterbildung des Polizeinachwuchses, die nicht der Öffentlichkeit zugänglich ist.
 
Zu einer geführten Besichtigung hatte der Vorstand die Sänger vor der Donnerstagsprobe eingeladen. Alle waren beeindruckt von dem Gesehenen und viele äußerten den Wunsch, sich die Sammlung noch einmal alleine und in Ruhe anzuschauen, da auch viele interaktive Beiträge zum Mitmachen und Ausprobieren einladen. Und dazu benötigt man etwas mehr Zeit als die, die den Sängern an diesem Tag  zur Verfügung stand.


Lohn der Erfolge - Bleckede und die Elbe                             08.10. 2014

Kaum waren die Sänger mit ihren Frauen nach erfolgreicher Chorreise nach Edenkoben heimgekehrt, stand neben der Vereidigung im Hamburger Rathaus ein weiterer angenehmerer Termin auf dem Plan:  Ein Tagesausflug für die aktiven Sänger und ihre Frauen. Nachdem der Schatzmeister die Finanzen geprüft und verschiedene Vorschläge diskutiert wurden, einigte sich der Vorstand auf einen Tagesausflug nach Bleckede. Dieser sollte ein Dankeschön an die Sänger und ihre Frauen sein, die durch ihren Zeitaufwand und ihr Engagement für den PCH dazu beigetragen haben, dass die Chorkasse so gut gefüllt war.
Mit zwei Bussen starteten wir von der Glacischaussee aus in Richtung Oberelbe und erreichten den malerischen Ort Bleckede ohne große Staus. Der größte Teil der Reisegesellschaft hatte sich für eine Führung durch das Biosphaerium Elbtalaue entschieden, während die Übrigen einen Bummel durch Bleckede vorzogen. Seit Mai 2002 ist in dem barocken Elb-Schloss Bleckede das Informationszentrum für das UNESCO-Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ untergebracht. Zwei kompetente Damen informierten die beiden Gruppen fachkundig und kurzweilig über die Bedeutung und die Besonderheiten der Elbtalauen, die ein bedeutender Lebensraum für alle möglichen Tier- und Pflanzenarten sind. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Blick über die Elbtalauen während der Jahreszeiten. Sicherlich wäre diese interessante Ausstellung einen zweiten individuellen Besuch wert. In einem Nebengebäude sind Aquarien mit den Fischen zu sehen, die in den verschiedenen Abschnitten der Elbe heimisch sind. Über Stör und Hecht bis zum Stint waren darin über 100 Arten vertreten. Im Freigelände konnten sich dann die Biber „austoben“, was leider nicht zu beobachten war, da diese nachtaktiv sind und nur schlafend zu bestaunen waren. Es war erstaunlich zu hören, dass ausgewachsene Exemplare bis zu 135 cm lang und über 30 kg schwer werden können. Wer hätte das gewusst?Tagesausflug nach Bleckede 8.10a

Nach so viel Wissenswertem war es an der Zeit an das leibliche Wohl zu denken. Dazu lud das „Bleckeder Brauhaus“ ein, das erst 2011 nach umfangreichen Umbauten eröffnet wurde. Über den Hof der Gaststätte ging es in das Brauhaus mit seinen fünf stählernen Braukesseln. Auf dem Boden darüber erwartete uns eine rustikale Einrichtung mit massiven Tischen und Bänken. Die feschen Bedienungen im Dirndl und der Wirt in der Krachledernen zeigten uns, dass wir auch im Norden in der Oktoberfestzeit angekommen waren. Das Buffet mit Krustenbraten, Hähnchenbrust in Sahnesoße, dazu Bohnen, Erbsen, Wurzeln sowie Spätzle und Rosmarinkartoffeln, und zum Abschluss noch ein Wackelpudding mit Vanillesoße ließ keine kulinarischen Wünsche offen und wurde einhellig über den Klee gelobt. Das im Hause gebraute dunkle oder helle Bier war eine vorzügliche Ergänzung.

Leider drängte die Zeit, denn am Elbufer wartete der nächste Höhepunkt des Tages auf uns. Kapitän Jürgen Wilcke und sein Team begrüßte uns mit einem Glas Sekt auf dem komfortablen Fahrgastschiff MS „Lüneburger Heide“, das sich schon bald auf den langen Weg nach Hamburg machte. In den nun folgenden fünf Stunden Fahrt erlebten wir mit sachkundigen Erläuterungen durch den Kapitän die Elbe und ihre Ufer. Es blieb viel Zeit um zu klönen oder sich näher kennenzulernen. Zwischendurch wurde Kaffee und leckere Kirschtorte serviert. Dazu gab Klaus Grzybowski am Akkordeon sein Bestes und die Sänger gesellten sich in größeren oder kleineren Gruppen von Zeit zu Zeit um ihn, um die Gesellschaft hauptsächlich mit Seemannsliedern zu unterhalten. So stellt man sich einen gelungenen Tagesausflug vor, zumal das Wetter in jeder Beziehung mitspielte. Leider war die Teilnehmerzahl durch kurzfristige, gesundheitsbedingte Absagen etwas reduziert, aber die verbliebenen 68 Teilnehmer gingen zufrieden an den St.-Pauli-Landungsbrücken, Brücke 10, gegen 19:30 Uhr von Bord.


 

Der POLIZEICHOR zu Gast an der südlichen Weinstraße        25.09. bis 02.10. 2014

„Lange nicht dort gewesen“, das war das Motto des Polizeichors Hamburg von 1901, um erneut eine Konzertreise nach Edenkoben in Angriff zu nehmen. Nach 1986, 1999 und 2009 sollte es die vierte Tour in diese wunderschöne Landschaft mit den leckeren Weinen werden. Untergebracht waren wir 84 Reisenden wie schon bei dem letzten Besuch in der Sportschule des Südwestdeutschen Fußballverbandes. Daniela Eble, die Leiterin, und Didi, der gute Geist des Hauses, ebenso eine Abordnung des Volkschores Edenkoben 1871 e.V., dessen Gäste wir waren, erwarteten uns nach langer Fahrt bereits ungeduldig, denn das Abendessen stand bereit – und natürlich danach auch das eine oder andere Glas leckeren Edenkobener Weins. Es war für die Meisten, als ob sie in ihr zweites Zuhause kämen, so vertraut war vieles.
Gleich am nächsten Morgen begann das Besichtigungsprogramm mit einer Fahrt durch die malerischen Weinorte, über das Deutsche Weintor nach Wissembourg in Frankreich. Eine reizvolle Stadt, deren Schönheit  wir bei herrlichem Sonnenschein genießen konnten. Von dort aus war es nicht weit nach Hauenstein, dem Mekka für SchuhliebhaberInnen.  Für viele Frauen ein Paradies, denn dort gibt es in den diversen Läden für jede den richtigen Schuh, und dazu passend die Handtasche.Edenkoben 2014 001a
An die südliche Weinstraße schloss sich am Sonnabend eine Tour durch das Elsass an. Auch hier die kleinen, beschaulichen Weindörfer mit ihren engen Gassen und hübschen Häusern. Der bekannteste Ort ist wohl Riquewihr, das wir nach endlos erscheinender Fahrt erreichten. Eine gute Stunde blieb uns, um die mittelalterlichen Gebäude mit ihrer Blumenpracht  zu bewundern. Denn auch ein Kurzbesuch in Strasbourg stand noch auf dem Programm, der mit einem Schnelldurchlauf durch die Stadt und das weltberühmte Münster „abgearbeitet“ wurde. Geschafft kamen wir in die Sportschule zurück, in der  nach dem Abendessen für jeden das passende Getränk bereit stand, das von Didi großzügig eingeschenkt wurde.

Für Sonntag war vorgesehen, dass der PCH ab 11:00 Uhr auf der Festbühne den Frühschoppen  des Weinfestes mit einem Open-Air-Konzert eröffnen sollte. Als wir gerade das Keyboard in Stellung brachten, später abwechselnd bedient von unseren Chorleitern, Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka, und das Akkordeon abstellten, das Monika Brutscher virtuos zum Klingen bringt, kamen die Musikanten von der KAB Blaskapelle St. Martin und  wollten ebenfalls um 11:00 Uhr beginnen. Freundlicherweise durften wir zuerst „ran“ und erfreuten das Publikum mit einem Mix aus stimmungsvollen und maritimen Liedern. Ähnlich wie die Sonne, stieg auch die Stimmung der zahlreihen Zuhörer mit jedem Lied, so dass der Rahmen für ein gelungenes Weinfest gegeben war. 
Die Stunden nach dem Fest endeten am Abend in der Sportschule, wo eine Delegation des Volkschores Edenkoben zum gemütlichen Abend erschien. Mitgebracht hatten sie ein Trio allererster Güte mit Gitarre, Mandoline und Gesang, das uns die Pfälzer Mundart und deren Lieder nahe brachten. Auch wir ließen uns nicht lumpen und gaben mit „Aus der Traube in die Tonne“ und „In Honolulu“ unser Bestes. Dazu der frische Wein, ein wunderbarer Ausklang des Tages.

Gleich neben der Sportschule liegt das ehemalige, Mitte des 19. Jh. von König Ludwig I. erbaute, bayerische Königsschloss „Villa Ludwigshöhe“ und wenige Gehminuten weiter die Talstation der 1954 erbauten Rietbergbahn, einem Sessellift, der den Höhenunterschied von 220 m zur Rietburg in 550 m Höhe bequem überwindet. An diesem Montag ging der Blick weit von der Terrasse der um 1200 erbauten Burgruine über die Rheinebene bis nach Ludwigshafen und Heidelberg. Je nach Gusto machte  sich unsere Reisegruppe entweder zu Fuß oder per Bus auf zum „Naturfreundehaus“. Dort wartete mitten im Wald ein köstliches Mittagsmahl mit erfrischenden Getränken auf uns, das wir im Freien bei herrlichem Sonnenschein genießen konnten. Auch hier war die Zeit begrenzt, weil der Chorleiter um 16:00 Uhr eine letzte Chorprobe für das Konzert am Mittwoch angesetzt hatte. Konzentriert gingen die Sänger zur Sache, während sich die Frauen bei einer Weinprobe die Zeit vertrieben. Letztere trug dazu bei, dass die gute Laune bei dem anschließenden Bummel über das Weinfest noch weiter gesteigert werden konnte. Mit einem Feuerwerk über der Stadt beendeten die Edenkobener gegen 22:00 Uhr ihr diesjähriges Weinfest Unsere Busse standen wenig später pünktlich zur Rückfahrt bereit.Edenkoben 2014 003a

Denn der Dienstag sollte viele Überraschungen für uns bereithalten, wie unser Vorsitzender, Peter Hinsch, bei seiner täglichen morgendlichen Ansprache betonte. Bei leichtem Regen starteten wir in Richtung Heidelberg, wo wir nach einer Irrfahrt durch die Fußgängerzone mit dem Bus die Talstation der Heidelberger Bergbahnen erreichten. 1890 wurde die Standseilbahn eröffnet und 2003 wegen sicherheitstechnischer Mängel stillgelegt und bis zum Jahre 2005 umgebaut. Sie befördert heute bis zu 1 Millionen Fahrgäste im Jahr. Der Blick vom  Schloss auf die Stadt und den Neckar und gegenüber auf den Philosophenweg ist atemberaubend. Als sich schließlich auch die letzten Mitfahrer am Bus eingefunden hatten, ging es nur wenige Meter weiter. Und dort, zwischen Bahngleisen, einer Bundesstraße und dem Neckar, hatten die Vorsitzende des Volkschores Edenkoben, Heidelore Keim-Nolzen, und ihre Mitstreiterinnen eine Pfälzer Brotzeit vom Feinsten mit verschiedenen Sorten Leberkäs‘ im Brötchen und leckerem Riesling aufgebaut, das sich alle bestens schmecken ließen. Auf der Straße ging es weiter zum nahen Bootsanlegeplatz, wo uns von der Weißen Flotte Heidelberg das MS „Europa“ bereits erwartete. Auf dem vollbesetzten Oberdeck fanden die Meisten ihren Platz in der Sonne und bei Wein und Bier unterhielt der PCH die übrigen Fahrgäste auf der Fahrt zwischen Heidelberg und Neckarsteinach und zurück mit Seemannsliedern, die nicht nur an Bord, sondern auch vom Ufer aus beklatscht wurden.

Mittwoch, unser letzter Tag in der Pfalz, führte uns noch einmal nach Strasbourg. Dieses Mal war unser Ziel das Europäische Parlament, wobei wir zunächst fälschlicherweise den Europäischen Rat ansteuerten. Nach der zeitaufwendigen Sicherheitskontrolle wurden wir bei einer Führung und einem Filmvortrag fachkundig und umfassend über die Arbeit, die Kosten, die Mitarbeiter und die Organisation des Europäischen Parlamentes informiert. Am Ende der Führung bedankten wir uns bei den Mitarbeitern mit dem „Chor der Zigeuner (Echochor)“ und dem Gefangenenchor aus „Nabucco“ im nach oben offenen Innenhof des Abgeordnetenhauses „Louise Weiss“. Die Sonne schien von oben hinein und die Akustik  war phantastisch – ein emotionales Erlebnis erster Güte mit Gänsehautfeeling. Auf der Rückfahrt regnete es zeitweise, was im Bus natürlich nicht störte, denn das Besichtigungsprogramm war beendet und wir bewegten uns auf das abendliche Konzert in Edenkoben zu. 
Nach einer Ruhepause in der Sportschule legten wir unsere Chor-Kombination an und fuhren rechtzeitig zum „Kurpfalzsaal“. Dachten wir, denn ehe die Instrumente ihren richtigen Platz auf der Bühne gefunden hatten, die Sänger wissen sollten, wo sie zu stehen und zu sitzen haben und die einzelnen Stücke noch einmal angesungen wurden, verrann ohne Ruhepause die Zeit. Als schließlich das Publikum in den ausverkauften Saal strömte und der Volkschor Edenkoben mit seinem Chorleiter Michael Hilschmann die Bühne betrat, machten es sich die Sänger in den hinteren Reihen bequem und lauschten den ersten Liedern des Volkschores. Heidelore Keim-Nolzen begrüßte die Ehrengäste, das Publikum und den PCH mit warmen Worten, bevor der PCH mit fünf klassischen Liedern sein Programm eröffnete. Der Ortsbürgermeister, Werner Kastner, und die Weinkönigin Nina I. begrüßten ebenfalls das Publikum und betonten die Freundschaft zwischen den beiden Chören. Der zweite Teil des PCH wurde flotter, denn Lieder wie „Conquest of Paradise“, der „Jägerchor“, „Zigeuner spiel uns auf“ oder auch der Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ rissen die Zuschauer mit; sie schickten die Sänger mit  donnernden Applaus in die Pause. Zum Beginn des zweiten Teils schaffte der Volkschor mit „Zwei kleine Italiener“ und „Rote Rosen, rote Lippen“ sofort eine prachtvolle Stimmung. Von „ßolan bushi“ aus Japan, dessen Inhalt  unser  Chorleiter Kazuo Kanemaki dem amüsierten Publikum erklärte, bis hin zum „Junggesellen“ und  Schlagern von Udo Jürgens spannte sich der Bogen dieses Blocks. Wieder wechselten die Chöre auf der Bühne und der Volkschor sang zur Freude des Publikums „Seemann, lass das Weinen“ und „Tulpen aus Amsterdam“. Zum letzten Auftritt setzten die Sänger des PCH ihre Seemannsmützen auf und begeisterten das Publikum mit Liedern, die Hamburg und zahlreiche ferne Länder besangen. Dabei glänzten als Solisten Jochen Harms, Otto Kadel, Friedrich Wendtorff, Jürgen Wichmann und Walter Wozny. Als „In Hamburg sagt man Tschüss“ verklang, und Gastgeschenke übergeben wurden, forderte das Publikum mit langem Applaus noch eine Zugabe, die der PCH mit „In Honolulu“ gerne gab. Beim anschließenden Beisammensein wurde viel über das Konzert und die Chorfreundschaft gesprochen, die mit einer Einladung an den Volkschor Edenkoben nach Hamburg zu kommen, gekrönt wurde.

In dieser Woche ließen es sich die Sänger Friedrich (Fiete) Wendtroff (25.09.), Jürgen Heeßel (28.09.), Horst Helf (29.09.) und das fördernde Mitglied Renate Harder (01.10.) trotz ihrer Geburtstage nicht nehmen, an der Reise teilzunehmen. Für sie gab es an ihrem jeweiligen Ehrentag zum Dank dafür jeweils ein musikalisches Ständchen.

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von einer Woche voller Eindrücke und Erlebnisse, von denen wir noch oft sprechen werden.
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Sommer Open-Air in Planten un Blomen                              06.09. 2014

Unter diesem Motto hatte der Polizeichor Hamburg (PCH) zu seinem zweiten Konzert in diesem Jahr nach „Planten un Blomen“, dem großen Freizeitpark mitten in Hamburg, eingeladen. Unter dem Dach des Musikpavillons versammelten sich die Sänger des Chores und als Gäste die Musiker das Sinfonischen Blasorchesters Lüneburg e.V. (SBL). Das Dach sollte im Laufe des Konzertes noch eine wichtige Rolle spielen.

Zunächst aber begann man gemeinsam vor gut gefüllten Zuschauerrängen mit Hamburgs Hymne „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“ unter der Leitung unseres Chorleiters, Kazuo Kanemaki. Der auch den dann folgenden musikalischen  Block mit fröhlichen klassischen Liedern wie „Der Junggeselle“ oder „Vom Naschen“ von Wolfgang A. Mozart dirigierte, und mit dem „Schifferlied“ sowie den Udo-Jürgens-Klassikern „Griechischer Wein“ und „Mit 66 Jahren“ das Publikum begeisterte. Dieses Udo-Jürgens-Medley wurde von unserem Pianisten Lev Beloglaslov gekonnt begleitet.13 Planten un Blomen 6.09.14

Aber auch Jens Illemann, der erst seit zwei Monaten dort als Orchesterleiter im Amt ist, wusste mit seinem SBL gut zu gefallen. Mit Melodien aus der Oper „Carmen“, dem Musical „Phantom der Oper“ und dem „Second Waltz“ von Tschostakovich erhielten Sie reichlich Applaus. Ja und dann sollte die „Frische Brise“ aus den Kehlen der Sänger erklingen. Damit jedoch war Petrus nicht einverstanden und schickte einen Regenschauer über das Gelände. Improvisieren muss man können, und so wurde entschieden das Orchester sofort den zweiten Teil ihres Programms spielen zu lassen. Die Zuschauer hatten sich unter die breiten Kronen der Bäume zurückgezogen und konnten nun bei „Birdland“, „Copacabana“, „Sir Duke“ und „Pomp and Circumstance“ von trockeneren Zeiten träumen.

Was schnell kommt zieht auch schnell vorüber und so waren die Sänger nach dem Schauer in der Lage ihren Part nachzuholen. Maritimes erklang, von der „Frischen Brise“ bis hin zum „Drunken Sailor“. Hier hatten auch unsere Solisten sowie die beiden Akkordeonspieler, Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy, Gelegenheit, ihr Können zu demonstrieren, was dem inzwischen wieder „zugewanderten“ Publikum gut gefiel. 
Zum Schluss begeisterte der schwungvolle „Zigeunerchor“ die Zuschauer so, dass der Ruf nach einer Zugabe mit dem „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“, ebenfalls von G. Verdi, gern vom Polizeichor erfüllt wurde. 


IPA-Grillfest                                                                             23.08. 2014

Das Vereinshaus des KGV 412 am Rübenkamp war einmal mehr der Treffpunkt für das Grillfest der IPA (International Police Association) Sektion Hamburg. Der Himmel versprach nichts Gutes, als die zahlreichen Teilnehmer im Vereinshaus oder in den davor aufgestellten Zelten gegen 16:00 Uhr Platz genommen hatten. Wie befürchtet, goss es zunächst  in Strömen. Als die ersten Schnitzel und Würstchen eine appetitliche Farbe angenommen hatten, begrüßte der Vorsitzende, Wolfgang Hartmann, die Anwesenden und dabei besonders den PCH, der für den musikalischen Rahmen des Nachmittages sorgen sollte, und eröffnete das Grill-Buffet.

Nachdem der größte Hunger gestillt war, traten die Mannen des PCH in Aktion. Rainer Maerz, der dirigierte, und Klaus Grzybowski am Akkordeon gaben ihr Bestes, um den Sängern den richtigen Takt vorzugeben. In zwei Gesangsblöcken erklang Maritimes wie „La Paloma“ und Bekanntes wie „Wochenend und Sonnenschein“, der sich dann auch prompt zeigte. Als die „Arbeit“ getan war saß man zusammen und ließ es sich bei Wein und Bier gut gehen. Solche Anlässe sind immer bestens geeignet, dass sich auch die Frauen oder Partnerinnen der Sänger treffen, besser kennenlernen und mit ihren Männern zusammen eine gute Zeit haben. Denn Geselligkeit ist ein wichtiger Bestandteil des Vereinsleben, der manches Mal, so scheint es mir, hin und wieder zu kurz kommt.


Debüt am Hansaplatz                                                              17.08. 2014
Wie ein Damoklesschwert hingen dunkle Wolken über dem Hansaplatz, einem zentralen Platz in der Nähe des Hauptbahnhofes, im Hamburger Stadtteil St. Georg. Das Polizeikommissariat 11 hatte den Polizeichor Hamburg (PCH) zu seinem Tag der offenen Tür aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums der Hamburger Polizei eingeladen. Die Polizei präsentierte sich mit Beamten in historischen Uniformen, der Hunde- und Reiterstaffel sowie Infoständen und einem Glücksrad. Außerdem informierte das Rote Kreuz über Erste Hilfe-Maßnahmen. Die beiden Auftritte des PCH um 13:00 Uhr und um 14:00 Uhr sollten ein Highlight der Veranstaltung darstellen.P1110634

Der 17 m hohe Hansabrunnen in der Mitte des Platzes wurde von dem Bildhauer Engelbert Peiffer 1878 fertiggestellt. Die vier Figuren sind historische Persönlichkeiten, die die Stadt Hamburg geprägt haben: Kaiser Konstantin der Große, Karl der Große, der hl. Erzbischof Ansgar und Graf Adolf III. von Schauenburg und Holstein. Darüber die Wappen der Hansestädte Lübeck, Hamburg, Bremen und des Deutschen Reiches. Ganz oben, als krönender Abschluss, ist die Hansa dargestellt, also keine Göttin, auch nicht, wie oft angenommen wird, Hamburgs Schutzpatronin Hammonia, sondern eine Allegorie auf die Stärke und Macht des ehemaligen Hansebundes. Soviel zur Geschichte des Brunnens, an dessen Fuß der Chor später sein Konzert präsentieren sollte.

Schon früh waren die „Akustik-Experten“ aus der Sängerschaft, Joachim Raabe und Martin  Gottschalck,  vor Ort, um die nagelneue Verstärkeranlage aufzubauen und einzurichten, bis unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, zufriedengestellt war. Pünktlich nahmen die 40 Sänger auf den Stufen des Hansabrunnens Aufstellung und begannen ihr Konzert mit dem kräftig gesungenen „Hallo, hier Hamburg“. Unser Geschäftsführer, Helmut Peters, begrüßte die aufgrund der Witterungslage leider etwas spärlich erschienenen Zuschauer und stimmte sie auf die weiteren Programmpunkte ein. Windböen fegten hin und wieder über den Platz und versprühten das Wasser der Fontänen des Brunnens auf die Sänger – aber die dunklen Wolken hielten dicht, so dass sich die Feuchtigkeit in Grenzen hielt. So konnte das Konzert fortgesetzt werden mit stimmungsvollen Liedern wie z.B. „Wochenend und Sonnenschein“, „Mit 66 Jahren“ oder der „Schönen Isabella“. Mit dem Dirigat und am Keyboard wechselten sich Kazuo Kanemaki und der 2. Chorleiter, Masanori Hosaka, ab. P1110629aDie beiden Akkordeons bedienten wie immer virtuos Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy, besonders beim „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“ kam das zur Geltung. In der Pause zwischen den beiden Auftrittsblöcken  machten es sich viele der Sänger bei einer Tasse Kaffee in den umliegenden Lokalitäten bequem.
Der zweite Block versprach maritimes Liedgut, bei dem die Solisten Peter Jonsson, Rainer Maerz, Otto Kadel und Jürgen Wichmann ihr Können zeigten. Dem lauschte auch der inzwischen anwesende Polizeipräsident, Ralf Martin Meyer. „Volldampf voraus“, „La Paloma“, das Gorch-Fock-Lied und „A long time a go“ waren einige der Titel, die das Publikum mitschunkeln ließen. Mit dem „Gruß aus Hamburg“ verabschiedete sich der PCH vom Hansaplatz, aber noch nicht ganz, denn eine Zugabe wurde gefordert, die der Chor gerne mit „In Honolulu“ zur Freude der Zuhörer erfüllte.
Auch hier war es dem PCH wieder einmal gelungen, mit seinen musikalischen Beiträgen für eine gute Atmosphäre in diesem Stadtteil zu sorgen, der nach seinem Umbau 2011 inzwischen wieder zu einem beliebten Treffpunkt von Touristen und Einheimischen der unterschiedlichsten Milieus geworden ist.


Open Air-Konzert „Polizei singt und spielt“                          14.06. 2014

Es ist wundervoll, wenn alles zusammen passt. Die große Parkanlage „Planten un Blomen“ und dort der Musikpavillon waren  einmal mehr der Schauplatz für einen gemeinsamen  Auftritt der gesamten „Hamburger Polizei-Musikszene“, die aus dem Polizeiorchester Hamburg (POH) unter der Leitung von Dr. Kristine Kresge, aus dem Polizeichor „Blaue Jungs“ Hamburg-Harburg (PCBJ), geleitet von Krysztof Skladanowski, und last not least unter der Leitung von Kazuo Kanemaki aus dem Polizeichor Hamburg von 1901 e.V. (PCH) besteht.
 
Als sich ein paar dunkle Wolken an diesem herrlichen Vorsommertag verzogen hatten, gaben sich diese drei Klangkörper nacheinander musikalische die „Klinke“ in die Hand. Die etwa 600 Zuhörer genossen das Open Air-Konzert, das, wie unser Vorsitzender, Peter Hinsch“, bei der Begrüßung sagte, speziell zum 200-jährigen Jubiläum der Hamburger Polizei arrangiert wurde. Er kündigte ein abwechslungsreiches Konzertprogramm an, das durch die unterschiedlichsten Musikrichtungen führen würde. Dass sich alle an diesem Tag ins Zeug legen wollten, bewiesen sie mit dem gemeinsamen Auftaktlied „Volldampf voraus“!10 Musikpavillon Planten un Blomen
Anschließend waren Volkslieder durch den PCH angesagt. Mit „Der Lindenbaum“ und dem „Heidenröslein“ wurden nostalgische Träume beim Publikum geweckt, das teilweise alle Strophen mitsingen konnte. „Die launige Forelle“ zeigte, wie der Fischfang bei verschiedenen klassischen Komponisten geklungen hat. Das Publikum genoss diese Darbietungen sichtlich.
 
Der „Frühlingsstimmenwalzer“ von J. Strauss animierte die Zuhörer zu leichtem Schunkeln, während das „Conzierto Aranjuez“ von Rodrigo ganz andere Töne zum Klingen brachte, was dem Publikum offensichtlich sehr gut gefiel. Hier war das Trompetensolo von Josef Hufnagel besonders eindrucksvoll. Der Applaus für ihn und das POH bewies es.
 
Dr. Peter Broschk, der Vorsitzende des PCBJ, stellte nun das Programm seiner „Blauen Jungs“ vor. Mit der „Rose“ begann es sinnig, dann die Klassiker von Karat bzw. Peter Maffay: „Über sieben Brücken musst Du geh’n“ und „Rot sind die Rosen“ von Frank Michael brachten das Publikum weiter in Stimmung. Eine Volkslieder Hitparade setzte den Schlusspunkt ihres gelungenen musikalischen Vortrages, der zum Mitsingen einlud. 
Maritim ging es mit dem PCH weiter. „Gruß aus Hamburg“ und fünf weitere Shanties und Seemannslieder folgten, die Sonne schien und das Publikum applaudierte begeistert, besonders zu der Leistung der Akkordeonisten Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy sowie der Solisten Walter Wozny, Jürgen Wichmann, Otto Kadel, Hans-Joachim Harms und Rainer Maerz.
 
Mit Filmmelodien wie „Pink Panther“, als Solist an der Posaune Rainer Sell, fuhr das POH fort. „Musik liegt in der Luft“ war dieser Programmpunkt überschrieben, in dem das Können der Polizeiinstrumentalisten eindrucksvoll demonstriert wurde. Herausragend hierbei das virtuose Solo auf dem Vibraphon von Michael Beil. 
„Hallo, hier Hamburg“, „Lieder so schön wie der Norden“, dann ganz populär „Santiano“ und zum Schluss „Hamburg bei Tag und Nacht“ bildete den seemännischen Schlussteil des PCBJ. Auch hierbei war Ihnen der Applaus sicher. 
Peter Hinsch verabschiedete sich vom und bedankte sich beim Publikum für diese tolle Kulisse, ohne zu vergessen auf die großen Weihnachtskonzerte des PCH in der Laeiszhalle am 21.Dezember hinzuweisen. 
Gemeinsam mit POH und PCH erklang nun ganz ruhig „Conquest of Paradise“ von Vangelis. Ein Ohrenschmaus, der das Publikum zu Jubel und Zugabe-Rufen animierte. Dem kamen POH und PCH mit dem „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“ gerne nach. Ein stimmungsvoller Nachmittag ging damit zu Ende und Akteure und Zuschauer waren sehr zufrieden mit der Leistung


 

Öffentliche Vereidigung mit „nasser Taufe“                   23.05. 2014          

Auch für langjährige Mitglieder des Polizeichores Hamburg von 1901 (PCH) ist es immer wieder ein beindruckendes Erlebnis, bei den Vereidigungsfeiern für junge Polizeibeamte mitzuwirken. Obwohl der PCH seit vielen Jahren zusammen mit dem Polizeiorchester (POH) den musikalischen Rahmen gestaltet, war die Zeremonie an diesem Freitag doch etwas Besonderes, denn sie fand nicht wie üblich im Großen Festsaal des Rathauses statt, sondern unter freiem Himmel im Herzen der Stadt, auf dem Rathausmarkt. Vor dem Eingang des Gebäudes hatten die Organisatoren eine große, festlich geschmückte Bühne aufgebaut. Davor standen links und rechts je ein Zelt für die Ehrengäste und für das Orchester und den PCH. Dazwischen eine große freie Fläche, auf der die zu Vereidigenden Aufstellung nehmen sollten.
 
Mit einem Fanfarenstoß vom Rathausbalkon und dem sich anschließenden „Gruß aus Kiel“ des POH begann um 14:30 Uhr der Einmarsch der Nachwuchskräfte er Polizei. 158 Wachtmeister und Studierende der Akademie der Polizei aus allen Teilen Deutschlands bekamen einen Eindruck davon, was „Hamburger Wetter“ heißt. Mit dem Beginn der Veranstaltung begann es anfangs leicht, im Verlauf der Feier jedoch stark zu regnen. Schon an dieser Stelle sei erwähnt, dass sie trotz „sommerlicher“ Bekleidung, völlig durchnässt, dem widrigen Wetter gelassen und diszipliniert  trotzten.Vereidigung Polizeichor org
 
Bei noch leichtem Nieselregen begrüßte der neue Polizeipräsident Ralf Martin Meyer die  vielen Ehrengästen aus dem öffentlichen Leben der Hansestadt und die über 1100 interessierten Zuschauer. Seit über 40 Jahren gab es zum ersten Mal wieder eine öffentliche Vereidigung. Anlass dafür, war das Jubiläum der „Polizey“, die am 26. Mai 1814 nach einem Senatsbeschluss gegründet worden war. Den jungen Polizisten bestätigte er, dass sie einen Beruf gewählt hätten, der in seiner Vielfalt kaum zu überbieten wäre. In einer wachsenden Stadt ist sei es wichtig, flexibel zu sein und allen Gruppen gegenüber eine neutrale Position einzunehmen. Mit Stolz und Freude könnten sie in die weitere Ausbildungszeit gehen.
 
PCH und POH bildeten mit „Conquest of Paradise“ den Übergang zum nächsten Programmpunkt. Meltem Isgören für die Studiengruppe und Jakob Benedikt Ehmler für die Lehrgruppe brachten ihre Gedanken zum Polizeiberuf zum Ausdruck. Dieser besondere Tag bezieht sich nicht nur auf die 200 Jahre Polizei, die seitdem viele Veränderungen erfahren hat. Heute ist auch der Verfassungstag (23.05.1949), an dem das Grundgesetz vor 65 Jahren  in Kraft trat. Es ist der ideale Tag, um auf die Verantwortung hinzuweisen, die mit der Ablegung des Eides übernommen wird. Die Beweggründe, den Polizeiberuf zu ergreifen, waren vielschichtig, aber alle arbeiten ehrgeizig an dem Ziel, bis Mitte 2016 ihren Abschluss zu bestehen. Sie freuen sich auf die weiteren spannenden Ausbildungsschritte, danken den Ausbildern und sind stolz, der Hamburger Polizei anzugehören.
 
Der Regen nahm zu, aber keiner der Zuschauer verließ die Feierstunde, als „Volldampf voraus“ erklang und der Erste Bürgermeister, Olaf Scholz, das Rednerpult betrat. Auch er erinnerte an die Jubiläen und die Geschichte der Polizei in Hamburg, die heute 10.000 Menschen beschäftigt. Die Polizei schützt die öffentliche Ordnung und Sicherheit. Wo immer sie ihren abwechslungsreichen Dienst tut, soll sie objektiv und vorurteilsfrei handeln. Das ist nicht immer leicht bei den vielen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und der Herkunft aus 180 Nationen. Im Verlauf seiner Rede wies er auch auf die soziale Komponente hin, denn viele Verbesserungen im Laufbahnverlaufsmodell und der Heilfürsorge seien auf den Weg gebracht, die den Polizeiberuf zu einem „sicheren“  Beruf machten. Zum Schluss seiner Rede rief er ihnen zu, dass sich die Polizeikollegen nach der Ausbildung auf die Neuen freuen.
 
Direkt danach nahm er dem polizeilichen Nachwuchs den Diensteid auf das Grundgesetz und die Hamburgische Verfassung ab. Vereidigt wurden 93 Männer und 65 Frauen im Alter von 16 bis 34 Jahren, die in Deutschland leben, ihre Wurzeln aber auch in Russland, Polen oder Ghana haben. Anschließend beglückwünschten der Erste Bürgermeister, Innensenator Michael Neumann und der Polizeipräsident die Beamten per Handschlag. Zum Schluss erklangen das Hamburg Lied „Hammonia“ und die Nationalhymne, die auch von den vielen Zuschauern mitgesungen wurden. Völlig durchnässt aber glücklich marschierten die neuen Beamten unter lautem Beifall vom Rathausmarkt.
 
An dieser Stelle sei noch vermerkt, dass unser Vorsitzen bei den Vorbereitungen darauf gedrungen hatte, dass Chor und Orchester überdacht  sitzen müssten, was ursprünglich nicht geplant war. Glücklicherweise konnte man bei den herrschenden Witterungsbedingungen nur sagen.


.„Freudig begrüßen wir die edle Halle“ - Frühlingskonzert    03.05. 2014

Seit der Jahreswende gab es bei den Chorproben nur ein großes Ziel: das Frühlingskonzert in  Hamburgs „Musiktempel“, der Laeiszhalle. In der Stadt liefen am Konzerttag die letzten Vorbereitungen zum Hanse-Marathon und ebenso kamen sich die Sänger des Polizeichores vor – hochmotiviert und kurz vor dem Ziel der Anstrengungen und der Belohnung.
Mit weit über 1.300 Gästen war die Laeiszhalle mehr als gut gefüllt, als die Akteure des Nachmittags die Bühne betraten und mit freundlichem Beifall bedacht wurden: das Bundespolizeiorchester Hannover (BPOH), die Damen des Frauenchores der Polizei Bremen (FCPB) und die Männer vom Polizeichor Hamburg (PCH).
 
„Freudig begrüßen wir die Halle“ aus der Oper „Tannhäuser“ von Richard Wagner eröffnete klanggewaltig das Konzert, souverän geleitet vom Chorleiter des PCH, Kazuo Kanemaki. Als der Applaus verklungen war, begrüßte der Vorsitzende, Peter Hinsch, die vielen Ehrengäste, darunter auch den vor wenigen Tagen neu ernannten Polizeipräsidenten, Ralf Martin Meyer. Peter Hinsch dankte dem Publikum für ihr Erscheinen,  wünschte einen unterhaltsamen Nachmittag und übergab das Mikrofon an die frühlingshaft gekleidete Moderatorin, Barbara Bärbock. Sie freute sich, in dieser traditionsreichen Musikhalle zu sein und die Beiträge ankündigen zu dürfen. Das waren zunächst die Sänger vom PCH, die das Publikum mit „New York, New York“, dem „Kleinen grünen Kaktus“ und den Udo-Jürgens-Hits „Griechischer Wein“ und „Mit 66 Jahren“ begeisterten. Nun erhob der Leiter des BPOH, Matthias Höfert, den Taktstock, um sein Orchester zu präsentieren. Es gelang ihm bravourös mit der „Champagne Polka“ und „The Hounds of Spring“. Mit den Damen des FCPB zog nun endgültig der Frühling ein, auch wenn sie schwarz gekleidet mit einem langen metallic-blauen Schal die Bühne betraten. Stimmungsvoll waren ihre Beiträge mit Bezug zum Frühling und zur Liebe, gefühlvoll geleitet von Cornelia Grundhoff und am Piano begleitet von Jürgen Desczka.  Das Publikum dankte es mit lautem Applaus.03 Fruehlingskonzert Laeiszhalle
 
Das BPOH unterstützte jetzt die „Christel von der Post“, die besser nicht interpretiert werden konnte als von der Sopranistin, Linda Joan Berg. Temperamentvoll erzählte sie in ihrem bronzefarbenen Abendkleid ihre Geschichte und das Publikum jubelte ihr nach ihrem überragenden Vortrag und der gelungenen Choreografie zu. Danach betrat der 2. Chorleiter, Masanori Hosaka, der an diesem Tag seinen 35. Geburtstag feierte und mit einem „Happy Birthday“ aus 1.500 Kehlen beglückwünscht wurde, das Dirigentenpult. Mit dem „Chor der Landleute“ aus der Oper „Die verkaufte Braut“ entließ er den PCH und die Gäste in die Pause.
 
Diese wurde vom PCH genutzt, um sich nach dem dunkelblauen Zweireiher in eine zweite Bekleidungsvariante“, der Seemannskluft, umzuziehen. Als Kazuo Kanemaki in der Uniform Seeoffiziers die Bühne betrat, empfing ihn tosender Jubel.  Ein „Gruß aus Hamburg“ war es,  der mit bekannten und schwungvollen Melodien von der See und der Sehnsucht, das Publikum immer wieder lautstark applaudieren ließ und das damit auch das Können der Solisten, Walter Wozny, Otto Kadel und Jürgen Wichmann, sowie der Akkordeonisten, Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy würdigte.08 Fruehlingskonzert Laeiszhalle
 
Ein virtuoses Highlight auf höchstem technischem Niveau sollte nun mit dem „Bumble Boogie“ folgen. Eiko Okuno-Jürgensen am Flügel interpretierte den „Hummelflug“ von Rimski-Korsakow mit einem ganz neuen Rhythmus. Faszinierend! Es ist schwer, nach einer solchen Darbietung noch einen drauf zu setzen. Das gelang den Damen des FCPB mühelos mit ihren Liedern aus Film und Musical, die sie mit dem „Andalusischen Abendlied“ abschlossen.
 
Das BPOH hatte sich mitreißende Melodien von Dallas bis Glenn Miller ausgesucht, um sie gekonnt vorzutragen Sicher lag das auch am lebhaften Dirigat von Matthias Höfert. Das Finale leitete der PCH zusammen mit dem BPO mit dem Trinklied (Erhebet das Glas) aus der Oper „Ernani“ ein. Nun traten  noch die Damen des FCPB hinzu, um mit dem gemeinsam gesungenen Trinklied aus der Oper „La Traviata“ das Schlussbild zu bilden, in dem Linda Joan Berg zum zweiten Male Akzente setzte. Barbara Bärbock würdigte noch einmal die Solisten, die vom Vorsitzenden mit einem Blumenstrauß belohnt wurden. Als der Applaus sich so langsam legte, erklang „Guten Abend, gut Nacht“ von Johannes Brahms, am Anfang und am Ende von den Trompeten gefühlvoll und ruhig begleitet. Während die Chöre eine Strophe summten, verabschiedete sich der Vorsitzende vom Publikum und konnte zusammen mit allen Aktiven auf ein gelungenes und erfolgreiches Konzert zurückblicken.


„Stille Nacht“ und Lebkuchen in Nürnberg                                       20.-22.12.2013

Der 66. Termin des Jahres 2013 sollte den Polizeichor Hamburg (PCH) nach Nürnberg führen. Gern folgte er damit einer Einladung des Frauenchores des Polizeichores Nürnberg zu einem Benefiz-Konzert zugunsten der Aktion des Bayerischen Rundfunks „Sternstunden – Wir helfen Kindern“ in der Gustav-Adolf Gedächtniskirche in der Nürnberger Südstadt. Dieser gewaltige viereckige Bau mit dem Doppelturm wurde in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts im Stile einer romanischen Basilika des 12. Jh. errichtet. Bei seiner Weihe 1930 war er mit 2.500 Sitzplätzen die größte Evangelische Kirche Bayerns. Die Größe zwang später zum Umdenken und so wurde vor ca. 25 Jahren in die Kirche ein viergeschossiges Gemeindehaus integriert. Eine weise Entscheidung.

Dank unserer Busfahrer verlief die Anreise reibungslos, da sie gekonnt einen 24-km-Stau umfuhren, in dem der für uns zum Empfang entgegengesandte Streifenwagen der Polizei Nürnberg steckte. Nicht viel Zeit blieb zum Einchecken, denn es sollte zum mit Spannung erwarteten Christkindlesmarkt gehen. Wunderschön in der Mitte der Altstadt gelegen bot er mit vielen Buden aber ein relativ einseitiges Angebot mit weihnachtlicher Dekoration, den Zwetschgenmännle und natürlich den Nürnberger Bratwurst- und Glühweinständen. Nach und nach fanden sich später die Meisten zum Ausklang in der gemütlichen Hotelbar wieder.

Der zweite Tag begann mit einer zwar kurzen, aber sehr informativen Stadtbesichtigung, die an der über der Stadt gelegenen Kaiserburg begann. Unsere Stadtführerin, Luise Leonhardt, brachte gekonnt mit ihrem unüberhörbaren fränkischen Rrrrrr die Geschichte und Geschichtchen der Reichsstadt Nürnberg an ihr dankbares Publikum, das trotz des kalten Windes ausharrte. Bald sollte es wärmer werden, nämlich in der Kirche, wo gegen 13:00 Uhr die Proben für das Konzert angesetzt waren, das um 15:30 Uhr begann und fast ausverkauft war. Der Chorleiter, Pius Amberger, ein ehemaliger Regensburger Domspatz, und die Vorsitzende des einzigen Polizei-Frauenchores in Bayern, Angelika Weiser, hatten ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Neben dem Frauenchor des Polizeichores Nürnberg (FPN) und dem Polizeichor Hamburg (PCH) sorgten der Posaunenchor Schniegling unter der Leitung von Leonhard Meisinger für weihnachtliche Stimmung. Ergänzt wurde das Programm zwischen den musikalischen Beiträgen mit Gedanken zur Weihnachtszeit, vorgetragen von Rainer Kretschmann, der seit 1984 die Nürnberger Polizeichöre moderierend begleitet.Der PCH in Nuernberg

Im mittleren Teil des Konzertes hatte der PCH seinen Auftritt unter der Leitung seiner beiden Chorleiter Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka. Von „Reich mir deine Hand“ und der „Serenade“ bis zu „Maria durch ein Dornwald ging“ und dem „Ave Maria“ von Charles Gounod erklangen mehr ruhige Melodien. Lag es daran, dass das Publikum nicht applaudierte? Ratlose Gesichter bei den Sängern und zwischen den Zähnen abgegebene Kommentare begleiteten diese „Geisterstunde“. Auch die weiteren Beiträge wurden so „quittiert“. Nur als am Ende des PCH-Zyklus mit „Jingle Bells“ und der „Petersburger Schlittenfahrt“ wirklich Flottes geboten wurde, konnte das Publikum nicht anders, als befreit zu applaudieren. Mit „Stille Nacht“ bildeten zum Ende des Konzertes alle Beteiligten das Schlussbild und wurden vom begeisterten Publikum gefeiert. Später stellte sich heraus, dass die „Stille“ vom Nürnberger Chorleiter am Beginn des Konzertes vom Publikum - warum auch immer - gefordert worden war.

Dies brachte unser Vorsitzender, Peter Hinsch, beim anschließenden Kommers im Restaurant „Gutmann am Duzendteich“ bei der Übergabe der Gastgeschenke sehr deutlich zum Ausdruck. Bei fränkischen Spezialitäten und Wein und Bier wurde viel erzählt und gelacht. Beide Chöre brachten ein Ständchen und zum Schluss überraschte noch der Weihnachtsmann die Gäste mit Süßigkeiten.

Süßes war es auch, was den PCH am nächsten Morgen vor der Abreise nach Hamburg erwartete. Ein Besuch bei Lebkuchen-Schmidt, der über 85jährigen Traditionsbäckerei. Bei Kaffee oder Glühwein wurden wir Reisenden mit einem interessanten Film über die Geheimnisse der Lebkuchen-Produktion aufgeklärt, um dann im angrenzenden Verkaufsraum die letzten Weihnachtspräsente auszusuchen. Die Rückfahrt verlief wie die Hinfahrt störungsfrei, was selbst den Busfahrer erstaunte. So schnell hatte er noch nie diese Strecke zurückgelegt, sagte er. Es war ja auch kein Wunder, denn Weihnachten steht vor der Tür und bis dahin gibt es noch einiges zu tun.                           

 


Eine musikalische Reise durch Europa und mehr in Bleckede                 11.12.2013

Gut gelaunt bestiegen über 40 Sänger den Bus nach Bleckede an der Elbe, denn es erwartete sie dort nicht nur ein Konzertauftritt, sondern auch die Aussicht auf kulinarische Genüsse. Diese erreichten die Sänger bereits vor getaner Arbeit. Im Restaurant „Kavala“ hatte unser Sponsor, Herr Richard Wagner, für die Sängerschar nach dem Einsingen im Saal ein griechisches Buffet aufbauen lassen, was allen hervorragend mundete.

Im aufwändig renovierten Saal im „Haus der Künste“ fand an diesem Abend das Benefizkonzert zugunsten der renovierten Orgel in der Bleckeder St.-Jacobi-Kirche statt. Dafür zu spenden lohnt sich, denn diese Orgel mit ihrem hübschen blau-weißen Orgelprospekt, den zwei Manualen, Pedal und knapp 2.000 Pfeifen aus Holz und Orgelmetall wurde 1715 zuerst urkundlich erwähnt. Die Zungenpfeifen hatten sich im Laufe der Zeit verformt und müssen ersetzt werden, was bei der Neuintonation zutage trat.

Der Saal war gut besetzt, als Herr Wagner die Gäste und den Polizeichor Hamburg (PCH) herzlich begrüßte und er seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass es ihm gelungen sei, den PCH für diesen Abend zu verpflichten. Den Dank gab unser Vorsitzender, Peter Hinsch, an den Gastgeber zurück, indem er erwähnte, dass Herr Wagner vor einigen Jahren den PCH mit einem Flügel bedacht hatte, der heute bei jeder Probe fleißig genutzt wird. Er leitete weiter über zum Konzert, das in seinem ersten Teil eine gesangliche Reise durch Europa bot. „Play a simple melody“ führte die Zuhörer über Paris, Kroatien, Spanien, Südtirol und Italien quer durch das südliche Europa. Dann wurde es besinnlicher, aber noch nicht weihnachtlich. Ausgehend von der „Legende von den zwölf Räubern“ über den „Abendfreden“ und „Die Nacht“, den Echochor „Im Wald“ bis hin zum „Jägerchor“ und der klanggewaltigen „Landerkennung“ von Edvard Grieg reichte der Bogen, der das Publikum zu Bravo-Rufen und lautem Beifall anregte.

Nach einer Stärkung in der Pause begann der zweite Teil mit einem musikalischen Erlebnis. Eiko Okuno-Jürgensen brachte auf dem Flügel in einer modernen, fast rockigen von Jack Fina bearbeiteten Interpretation des „Hummelfluges“ von Nikolai Rimski-Korsakow ihr hervorragendes Können zum Ausdruck und riss die Zuhörer damit zu Begeisterungsstürmen hin. Ein gelungener Einstand für den zweiten Teil, der zielsicher auf weihnachtliche Klänge hinführte. Von diesen gefielen dem Publikum besonders gut das „Ave Maria“, „The little drummer boy“, „Freuet euch all“ und die „Petersburger Schlittenfahrt“. Aber auch alle anderen Lieder, die Kazuo Kanemaki, unser Chorleiter, gekonnt dirigierte, trugen zum Gelingen bei,. Nach „Stille Nacht“ folgte der „Gefangenenchor“ und zum Mitsingen „O, du fröhliche“. Standing Ovations waren der Dank für über zwei Stunden Programm. Der Beifall wollte nicht enden, so dass noch eine Zugabe erforderlich wurde. Ganz still und ruhig erklang „Im Abendrot“, aber auch das konnte das Publikum nicht beruhigen, als Herr Kühl aus dem Publikum an das Mikrofon trat und dem PCH auf seine humorvolle Art dankte. Das spornte den Jubel weiter an, so dass sich Chorleiter und Vorsitzender zum absoluten Kontrast entschlossen: „In Honolulu“, was zwar nicht in die Zeit, aber absolut zur Stimmung passte. Manches Mal muss man eben über den Tellerrand blicken


Weihnachtliche Konzerte                                                        01.12.2013

Der 1. Advent war in diesem Jahr das Datum der traditionellen Weihnachtskonzerte in der Laeiszhalle Musikhalle Hamburg. Seit dem Sommer wurde eifrig geprobt, um die 2.500 Gäste in den beiden Konzerten auf die Vorweihnachtszeit einzustimmen. Und das kann man schon vorweg nehmen, es ist gelungen!

Erwartungsfroher Beifall empfing die Sänger des Polizeichores Hamburg (PCH), die Chorknaben Uetersen (CU) und Annerose Witt an der Orgel, als sie die Bühne betraten. Mit „Gloria in exelsis Deo“, in dem Hans-Joachim Harms und Rainer Maerz die Solopartien sangen, wurde der bunte Reigen weihnachtlicher Melodien eröffnet. Der Vorsitzende, Peter Hinsch, nahm das Mikrofon und begrüßte das Publikum und die vielen Ehrengäste, darunter auch der Polizeipräsident und sein Stellvertreter, die „ihrem“ Polizeichor in ihren kurzen Ansprachen für sein Engagement im Dienste der „Ordnungshüter“ dankten. Ja, und dann erschien sie, die Moderatorin des Abends, Theresa von Tiedemann, mit neuer Frisur. Ihre elegante Erscheinung unterstrich das schulterfreie, silbergraue Abendkleid. Sie sagte nun den nächsten Teil an, den der PCH bestritt. Unter der Leitung von Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka begann der Chor mit dem ruhigen „Ave Maria“, der „Serenade“ und „Friede auf Erden“, um mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ einen flotten Abschluss hinzulegen, der vom Publikum bejubelt wurde. Das war der richtige Übergang zu den Chorknaben Uetersen unter der Leitung von Hans-Joachim Lustig, der seine 55 Knaben und jungen Männer im Alter von 9 bis 20 Jahren zeigen ließ. was sie konnten. Von „Alle Welt springe“ bis zu „In dulci jubilo“ reichte die Palette der sechs Lieder, die sehr gefühlvoll vorgetragen wurden, was das Publikum eifrig beklatschte.

Das Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg (JSOA), ständiger Gast bei unseren Weihnachts- konzerten, nahm nun auf der Bühne Platz. Aber nicht der Leiter des JSOA, Michael Klaue, dirigierte die Ouvertüre aus „Die schöne Galathée“, sondern Maximilian Gillmeister, ein 26-jähriger Nachwuchsdirigent, der alle in Erstaunen versetzen sollte. Wenn das Zitat „Der Dirigent soll das Stück dem Orchester ‚vorleben‘.“ stimmt, dann konnte man hier seine Umsetzung erleben. Mit einem gewaltigen Paukenschlag begann die Ouvertüre. Im weiteren Verlauf wechselten sich ruhige und dynamische Passagen ab, die er immer wieder gekonnt in Szene setzte. Ein Augen- und Ohrenschmaus, der zu recht laut bejubelt wurde.

Klassisch ging es weiter vom PCH mit „Es ist ein Ros‘ entsprungen“, „Näher, mein Gott zu Dir“ und „Jingle Bells“ mit deutschem Text. Der Schlussteil vor der Pause wurde von allen Aktiven mit „Panis angelicus“ effektvoll vorgetragen.

Was hielt der zweite Teil des Konzertes noch bereit? Zunächst begeisterte der PCH mit seinen 54 Sängern mit dem Spiritual „Go, tell it on the mountain“ und dem sich ständig steigernden „The little drummer boy“, um mit dem „Schifferlied zur Weihnacht“ auch den Seeleuten seine Referenz zu erweisen. Annerose Witt, seit vielen Jahren virtuose Begleiterin des PCH auf Flügel und Orgel, präsentierte nun ihr Solo mit dem Schlusschor aus der Kantate „Ich hatte viel Bekümmernis“ von J.S. Bach. Hier konnte sie ihr eindrucksvolles Können an der Orgel zeigen. Das Publikum dankte ihr mit lautem Applaus. Sechs internationale Weihnachtslieder waren der nächste Beitrag der CU, der das Publikum anrührte. Es war ein schönes Bild, wie die „Kleinen“ mit Weste und roter Fliege und die „Größeren“ im dunklem Anzug mit roter Fliege sich auf der Bühne präsentierten.

Der zweite Auftritt des JSOA war ein ganz anderer. Ein Weihnachtsliedermedley von Hans-J. Rogoll, eine Weltpremiere! Geleitet von Michael Klaue spielte das JSOA gefühlvoll dieses Medley, in dem die verschiedenen Weihnachtslieder kunstvoll miteinander verwoben wurden. Ein gelungenes Werk, das sicher seinen Weg machen wird.

Ganz still wurde es im Saal, als sich die fünf jüngsten Sänger der CU vorn am Bühnenrand aufstellten und mit ihren glockenklaren Stimmen „Maria durch ein Dornwald ging“ sangen. Dem Publikum ging dieser Beitrag ans Herz und es wollte nicht aufhören zu applaudieren. Die Fünf erhielten als Belohnung für ihren Auftritt eine vollgepackte Adventstüte mit Leckereien.

Ganz langsam, wie Theresa von Tiedemann betonte, neigte sich das Konzert dem Ende zu. Zeit für besinnliche Stücke und einen furiosen Schluss. Der PCH mit Martin Vetter als Solist begann mit „De Klocken, de lüt“ diesen ruhigen Teil, um mit „Stille Nacht“, zunächst gesummt und dann ganz leise gesungen, die Zuhörer endgültig in ihren Bann zu ziehen.

Das Finale war wie immer gewaltig, als die über 150 Aktiven aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel unter der gekonnten Leitung von Kazuo Kanemaki „Denn es ist uns ein Kind geboren“ und das „Halleluja“ darboten und zu Stimme und Instrument griffen. Das musste man erlebt haben, denn diese gewaltigen Stücke sprechen ihre eigene Sprache. Stehende Ovationen zeigten die Begeisterung des Publikums und große Blumensträuße für die Leiter und die Moderatorin waren der Dank für die gezeigten Leistungen. Alle sangen mit, als „O, du fröhliche“ angestimmt wurde. Damit ging wieder ein erfolgreiches Konzert zu Ende, das bei allen bis in die Weihnachtstage nachhallen wird.

 

Ereignisreiche Tage in Duisburg                                                           11.-13.10.2013

Einer Einladung zu einem Jubiläumskonzert folgt man gern, besonders wenn es um ein 30-jähriges Jubiläum, in diesem Fall das des „Frauenchor der Polizei Duisburg 1983 e.V.“ (FPCD), geht. So machten sich 45 Sänger vom Polizeichor Hamburg (PCH) am Freitagmorgen per Bus auf den Weg ins Ruhrgebiet. Schon der Empfang war beeindruckend, denn am Ende der Autobahn wurden wir von einem Streifenwagen empfangen und bis zum Polizeipräsidium eskortiert. Dort erwartete uns die Delegation unserer Gastgeberinnen, die uns mit einer leckeren Gemüsesuppe, Würstchen und Brötchen verwöhnten. Lisa Fuß, die 1. Vorsitzende, begrüßte uns herzlich und brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass sie den PCH als Gastchor gewinnen konnte. Vom ibis-Hotel, direkt am Hauptbahnhof gelegen, holte uns der Bus am Nachmittag ab, um uns zum „Bunten Abend“ in das Heim des „Polizei-Sportvereins Duisburg“ zu bringen. Dort erwartete uns neben dem vollständig erschienenen FPCD warmer Braten und ein üppiges und vielfältiges Kaltes Buffet, das die Damen selbst zusammengestellt hatten. Wirklich lecker! Bei Wein und Bier ging der Abend schnell vorüber, denn es gab untereinander und miteinander viel zu bereden. Auch das Singen durfte nicht fehlen, bei dem der PCH mit Maritimen und der FPCD mit Folksongs ihr Können zeigten. Beide Chöre leitete Kazuo Kanemaki, unser Chorleiter, der beim „Rock my soul“ vom FPCD zur Hochform auflief und in Ermangelung eines Dirigentenstabes als Ersatz zur Salzstange griff. Später an der Hotelbar wurde der ganze Abend noch einmal „aufgearbeitet“.Der PCH in Duisburg 11. 13.10.2013

Der Konzerttag sollte mit einer eindrucksvollen Besichtigung der ThyssenKrupp-Hütte beginnen. Bei Sonnenschein nahm uns der Schichtleiter der Roheisenhütte in Empfang. Bei einem Rundgang erklärte er uns Funktion und Betrieb der beiden Hochöfen, wovon der eine gerade renoviert worden war und sich in der Anlaufphase befand. Beeindruckend waren die Zahlen über Produktion und Materialverbrauch und der Besuch in der Steuerungszentrale, wo wir die Anwesenden mit „Am kühlenden Morgen“ erfreuten. Der Blick ins flüssige fließende Eisen erstaunte uns, das aus dem Abstichkanal schoss und von dort in sogenannten Torpedos zur Stahlhütte verbracht wird, die als nächstes Ziel auf unserem Besuchsplan stand. War der Hochofen schon groß und gewaltig, so waren hier die Dimensionen noch überwältigender. Wie die großen Behälter gefüllt mit 100 Tonnen flüssigem Eisen und an dicken Stahlseilen hängend zum Konverter, auch als Thomas-Birne bekannt, verbracht werden. Zunächst wird die Schlacke abgegossen und dann das flüssige Eisen zusammen mit Schrott in den Konverter gefüllt. Sauerstoff wird eingeblasen, um die Kohlenstoff- und Phosphoranteile zu verringern. Um diese Vorgänge noch besser zu verstehen, empfehle ich einen Blick auf die Website: http://www.dillinger.de/cdstahlherstellung/cd/screens/htmlstand/menue.html Bei deftiger Erbsensuppe in der Werkskantine „Schifferheim“ wurden die vielen Eindrücke verarbeitet.Duisburg 11.10.2013 90

Denn nun hieß es, sich auf das Konzert im Kultur- und Bürgerzentrum „Steinhof“ in Duisburg-Huckingen vorzubereiten. Der große Festsaal war mit über 600 Plätzen restlos ausverkauft. Neben dem FPCD, geleitet von Chordirektor Axel Quast, und dem Polizeichor Hamburg, der abwechselnd von Kazuo Kanemaki und dem 2. Chorleiter, Masanori Hosaka, dirigiert wurde, traten als weitere Gäste das Jazz-Rock-Pop-Ensemble des Landespolizeiorchesters NRW unter der Leitung von Scott Lawton und der (Männer-)Polizeichor Duisburg auf, bei dem ebenfalls Axel Quast den Dirigentenstab schwingt. Einer gelungenen Mischung aus traditionellem, klassischem Liedgut folgten vom Jazz-Rock-Pop-Ensemble vorgetragene Melodien von Stevie Wonder, James Brown und Duke Ellington, und im Anschluss, von den Polizeichören aus Duisburg gesungen, ein Medley von Udo Jürgens und Songs aus Musicals. Das Publikum war begeistert. Nach der Pause begann der FPCD mit modernen Rhythmen. Das folgende Solo von Klaus Herrmann „Auch ein Bassist“, am Flügel begleitet von Martin Franz, war ein klanglicher Leckerbissen. Nach dem Jazz-Pop-Rock-Ensemble trat nun wieder die PCH, seemännisch gekleidet, auf die Bühne. Begleitet von Yevgen Kuznetskyy auf dem Akkordeon und den Solisten Otto Kadel und Hans-Joachim Harms erklangen Melodien von Küste und Meer, die das Publikum zu Bravo-Rufen hinriss. Zum Schluss trat noch einmal der FPCD mit Highlights aus dem Musical „Mamma Mia“ vor das Publikum und wurde frenetisch gefeiert. Den Dirigenten und Solisten wurde mit prachtvollen Blumensträußen durch Lisa Fuß gedankt, die ihre Freude über ein gelungenes Konzert kaum zurückhalten konnte. Den Abschluss mit allen Aktiven bildete, geleitet von Axel Quast, „Conquest of Paradise“. Ein gelungener Schluss, wie der nicht enden wollende Beifall bewies. Den Rufen nach einer Zugabe trug Axel Quast damit Rechnung, indem er mit den auf der Bühne verbliebenen Sängerinnen und Sängern „Wo froh Musik erklingt“ – den Sängergruß der Polizei – anstimmte. Als der Festsaal sich leerte, trafen sich die Sängerinnen und Sänger im Raum „Biegerhof“ zu einem abschließenden Imbiss mit Currywurst und belegten Broten, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, denn das Konzert hatte insgesamt 210 Minuten gedauert. Für Getränke war natürlich auch in ausreichender Menge und Vielfalt gesorgt, um die trockene Kehle zu befeuchten.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen wurden wir herzlich von den Vorstandsdamen des FPCD verabschiedet, bevor es gen Hamburg ging. Ein Wochenende voller Eindrücke lag nun leider schon wieder hinter uns.


Herbstklänge“ – Open-Air mit dem Brummens Mannenkoor     25.-29.09.2013

Umfangreiche Vorbereitungen standen auf der Agenda, nachdem sich der Brummens Mannenkoor (BMK) aus den Niederlanden zu einem Besuch in Hamburg anmeldete. Denn neben dem gemeinsamen Open-Air-Konzert in der Musikmuschel des Parkgeländes „Planten un Blomen“ wollten die Sänger auch noch an anderer Stelle ihr musikalisches Können demonstrieren und viel von Hamburg und seiner schönen Umgebung sehen. Das erfordert einiges an organisatorischen Vorbereitungen. Die Sfr. Schehlmann und Dörin legten sich ins Zeug und besprachen bei einem Vorbesuch des ORGA-Leiters, JanWillem Brummelkamp, im Mai die Programmpunkte.

Dann war es endlich soweit und der PCH konnte die 45 Sänger und ihren zahlreichen Anhang am 25.09., nachmittags, mit großem Hallo bei Kümmel und Bier begrüßen. Am nächsten Tag machten die Gäste, kundig betreut durch IPA-Kollegen, Besichtigungstouren durch Hamburg und nach Lüneburg. Am Freitag dann wurde es für die Männer „ernst“. Nach einem Ständchen im „Michel“, der St.-Michaelis-Kirche, und der Rathaus-Besichtigung sowie etwas Freizeit ging es ins Hotel zum Einsingen und Umziehen. An diesem Abend stand ein Konzert in der Christuskirche im nahen Norderstedt auf dem Programm. Ein Querschnitt von der Klassik über traditionelle afrikanische und international bekannte Melodien erfreute dort das Publikum.Der PCH Herbstklaenge 28.09.2013

Der Sonnabend war dann der Tag des gemeinsamen Konzertes in der Musikmuschel. Der BMK absolvierte noch eine zweistündige Hafenrundfahrt bevor er rechtzeitig bei strahlendem Sonnenschein in „Planten un Blomen“ eintraf. Während der Vorbereitungen füllten sich die Zuschauerränge zusehends und als pünktlich um 15:00 Uhr unser Geschäftsführer, Helmut Peters, die Zuschauer und den Gastchor herzlich willkommen hieß, konnten die Sänger auf ca. 600 erwartungsfrohe Gäste schauen. „Hallo, hier Hamburg“, damit begrüßte der PCH unter der Leitung von Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka das Publikum, unterstützt von den beiden Akkordeonisten, Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy. Mit beschwingten Melodien wie „Play a simple melody“ oder dem „Chianti-Lied“ bis hin zur „Schönen Isabella“ wurden die vielen Zuhörer bestens unterhalten.

Es folgten die 45 Männer vom BMK, unter der Leitung von Marga Roelofs und am Keyboard begleitet von Gerard Guerts, im Smoking mit indigoroter Fliege und gleichfarbigem Kummerbund, ein prachtvoller Anblick. Wie schon am Abend vorher war in diesem Teil von „Die Forelle 1-7“ bis zu den „Songs of Freedom“ alles zu hören, was das Publikum schließlich mit lautem Applaus bedachte.

Im etwas veränderten Outfit stand der PCH auf der Bühne, um Maritimes erklingen zu lassen. „Wir sind auf dem richtigen Dampfer“ konnten die Konzertgäste wortwörtlich nehmen, denn es folgten das „Friesenlied“, „Auf der Reeperbahn“, „La Paloma“ und andere bekannte Melodien bis hin zu „Anchors away“ die zum Mitklatschen, Schunkeln und Jubeln animierten.

Nun war wieder der BMK an der Reihe. Es waren zunächst afrikanische Klänge, die dem Publikum gefielen. Etwas gemäßigter fuhren sie mit dem „Exodus Song“ und „La Montanara“ fort, um sich mit zwei zackigen Märschen beim in Stimmung befindlichen Publikum zu verabschieden und sangen dann als Zugabe den bekannten „Zottelmarsch“, der anhaltend beklatscht wurde.

Im Schlussteil des Konzertes erfreute der PCH das Publikum mit dem „Jägerchor“, dem „Echochor“ „Im Wald“ und als Zugabe mit dem Dauerbrenner „Gefangenchor“ aus der Oper „Nabucco“.

Da das Publikum mit Sprechchören weitere Zugaben forderte, wurde spontan von beiden Chören unter der Leitung von Frau Marga Roelofs der „Zottelmarsch“ noch einmal angestimmt. Das Publikum erhob sich und klatschte begeistert zu diesem Vortrag.

Nach gut zwei Stunden ging ein tolles und sehr gut besuchtes Konzert zu Ende, das der BMK mit einem üppigen Buffet im Hotel „Zum Zeppelin“ ausklingen ließ. Bei der Gelegenheit wurden Gastgeschenke ausgetauscht und die Sänger des PCH erhielten im Nachhinein noch einen Käse aus Holland als Dank für die erlebte Gastfreundschaft.

Ein letztes Ausrufezeichen hinter ihren Aufenthalt setzte der BMK am Sonntagmorgen im Gottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche in Norderstedt. Pastor Plümer begrüßte die Sänger und ihre Begleitungen und freute sich über ihren Besuch. Kraftvoll und melodiös kamen von der Empore von Viotta das „Kyrie“, das „Gloria“ und nach der Lesung des Evangeliums das „Credo“. Nach der Predigt traten die Sänger vor den Altar und sangen „Otche Nash“, das russische Vaterunser, sowie nach dem Segen zum Abschluss „Gesegnet sei der Herr, oh meine Seele“. In dem tosenden Beifall bedankte sich Pastor Plümer mit einem Blumenstrauß bei Marga Roelofs für diese herausragende Darbietung ihres Chores.

Bei einem Kaffee und frisch belegten Brötchen ließ man diesen Auftritt noch einmal Revue passieren, bevor es gegen Mittag dann auf die Reise nach Brummen ging. Als Fazit kann man sagen, dass uns liebenswerte Gäste aus Brummen besuchten – und wir schon einen Besuch dort im Auge haben. Warten wir’s ab.


„Sommerlüfte“ in „Planten un Blomen“                                                      15.06.2013

Das erste diesjährige Konzert des Polizeichores Hamburg (PCH) im Parkgelände „Planten un Blomen“ stand unter dem Motto „Sommerlüfte“. Diesem Anspruch sollte das Open-Air-Konzert in seinem Verlauf mehr als gerecht werden. Vor dem offiziellen Beginn präsentierte sich das Nachwuchsorchester des Blasorchesters aus Duvenstedt mit zwei beschwingten Melodien und erntete dafür lautstarken Beifall.

Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte unser Vorsitzender, Peter Hinsch, dann die sehr zahlreich erschienenen Zuschauer und die angereisten Gäste, das Blasorchester Duvenstedt (BD) sowie den Gemischten Chor Minden-Hahlen (GCMH). Er betonte, dass in Absprache mit Petrus bei uns immer gutes Konzertwetter angesagt sei, was sich später leider als Trugschluss erweisen sollte. Bei dieser Gelegenheit wies er darauf hin, dass sich das BD mit der Unterstützung vom PCH und dem GCMH spontan entschlossen hatte, aus Anlass des heutigen Tages für die Hochwasserhilfe der „Aktion Deutschland Hilft e.V.“ bei Akteuren und Publikum zu sammeln. Im Laufe des Konzertes kam die sehr erfreuliche Summe von € 637,00         zusammen, wofür allen, die dazu beigetragen haben, herzlich gedankt sei.Der PCH Sommerluefte 15.06.2013

Aber nun trat endlich der PCH in Aktion und begann mit „Wochenend‘ und Sonnenschein“, was zu diesem Zeitpunkt noch den Tatsachen entsprach. Kazuo Kanemaki und Masanori

Hosaka leiteten gekonnt auch die folgenden Lieder, die mit dem „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“ diesen Teil abschlossen. Unsere Akkordeonisten, Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy, unterstützten die Sänger dabei professionell. Lauter Beifall und Bravo-Rufe waren der Lohn für die Akteure.

Unter der Leitung von Klaus Schuen zeigte das BD, bekleidet mit schwarzer Hose, weißem Hemd und roter Weste, was es konnte. „A Tribute to Edith Piaf“, “Children of Sanchez” und “Adele in Concert” waren ihre Beiträge für diesen Programmpunkt. In der Folge sollten sich die Worte des Vorsitzenden zum Wetter in Makulatur verwandeln. Mit kräftigen Böen aus Südwest kündigte sich plötzlich ein Unwetter an. Starker Regen folgte, so dass es selbst die hartgesottensten Fans trotz Regenschirm und Umhang nicht auf ihren Stühlen hielt, sondern unter die dichtbelaubten Bäume trieb. Da die Musikmuschelbühne nur teilweise überdacht ist, das Blasorchester auf ihren Stühlen aber den hinteren Teil besetzten, hätten die Sängerinnen und Sänger aus Minden-Hahlen im Regen stehen und singen müssen. Und so entschloss man sich nach dem Motto „Wo ein Wille ist, spielt Regen keine Rolle.“, dass das Blasorchester gleich ihren zweiten Teil anfügte. Dieser enthielt u.a. ein Medley von Udo-Lindenberg-Melodien, was sehr gut ankam. Und siehe da, Musik vertreibt auch die dunkelsten Wolken, so dass unsere Gäste aus Minden-Hahlen ihren Auftritt mit vier Liedern von aktuell bis hin zu Gospel und Irischer Folklore unter der vitalen Leitung von Benjamin Sazewa zu Gehör bringen konnten. Benjamin Sazewa vom GCMH bedankte sich beim PCH für die Einladung und die gute Organisation während ihres Aufenthaltes in Hamburg und bezog nun das Publikum mit in das Geschehen ein, indem er das im Original vorher Erlebte akustisch nachmachen ließ. Händereiben, Fingerschnipsen und dann Klopfen auf den Oberschenkeln ließen den „Parkplatzregen“ zur Freude der Zuschauer bei Sonnenschein prächtig gelingen. Jamaica und Griechenland waren die weiteren Stationen, bevor man sich mit „Thank you for the Music“ von ABBA verabschiedete. Dabei füllten sich langsam aber stetig wieder die Zuschauerplätze.

Als der PCH Aufstellung nahm unterstützte ihn dabei das BD mit stimmungsvollen bayrischen Jodler- und Schuhplattlermelodien, wobei eifrig mitgeklatscht wurde. „Mein Hamburg“ und die Seefahrt waren im Gegensatz dazu das Motto des PCH für den nächsten Auftritt, der bei einem fast makellos blauem Himmel und wieder strahlendem Sonnenschein stattfand. Kazuo Kanemaki und Masanori Hosaka leiteten mit sichtlicher Freude diesen mitreißenden Programmpunkt. Teilweise wurden die Sänger durch eine Gruppe junger Frauen mit schwarzen Kleidern und roten Hüten abgelenkt, die für ihre Freundin in vorne kurzem und hinten langem weißen Kleid und weißem Hut ihren Junggesellinnenabschied feierten und dabei offensichtlich viel Spaß hatten. War das vielleicht ein Äquivalent für die Damen, die in der Vergangenheit häufig während der Chormusik tanzten und für einen hohen Unterhaltungswert sorgten und die wir in diesem Jahr vermissten?

Alle Beteiligten gaben dann noch einmal gemeinsam mit „Conquest of Paradise“ ihre musikalische Visitenkarte ab und entließen damit die begeisterten Zuschauer in ein nunmehr sonnigeres Wochenende.


Konzert beim Heimatverein Hamburg-Hummelsbüttel                         07.06.2013

Auftritte bei Jubiläumsfeiern sind ein fester Bestandteil des Chorlebens. Zum 50-jährigen Bestehen des Heimatvereins Hummelsbüttel, diesem beschaulichen Stadtteil im Norden Hamburgs, war der Polizeichor Hamburg zu einem Chorkonzert in der Christophorus-Kirche eingeladen.

Aus diesem Grund konnte durch Vermittlung unseres Ehrenmitglieds Wolfgang Widera und seiner Hilde, an diesem Freitagabend ein abwechslungsreiches Konzert geboten werden. Mit 45 Sängern war der Altarraum gut gefüllt und die vielen Zuhörer in den vollbesetzten Kirchenbänken warteten gespannt auf unsere Darbietungen. Pastor Paul, der Hausherr, begrüßte die Anwesenden und wies in seiner kurzen Rede auch auf das 60-jährige Bestehen der Kirche hin. Unser Vorsitzender, Peter Hinsch, stellte die Programmteile vor. Besinnliche Lieder zum Abend eröffneten den bunten Reigen von schön klingenden Melodien, die in der guten Akustik des Kirchenraumes voll zur Geltung kamen. Von „Schäfers Sonntagslied“ über „Im Abendrot“ und „Die Nacht“ bis zu „Reich mir deine Hand“ klangen die ruhigen Töne. „Die Legende von den 12 Räubern“ präsentierte unser Bass Walter Wozny als Solist. Mit den Opernchören „Jägerchor“ aus „Der Freischütz“ und den Gefangenenchor aus „Nabucco“ wurde übergeleitet zu einer Lesung von Herrn P. Baader, der Auszüge aus der „Uhlenbüttler Idylle“ von Hermann Claudius in der Chorpause vortrug.Der PCH in Hummelsbuettel 07.06.2013

Im zweiten Teil des Konzertes war u. a. Maritimes angesagt. Mit Elbsegler und rotem Tuch standen die Sänger jetzt im Altarraum, um das Publikum zu erfreuen. Das gelang auch großartig. „Mein Hamburg“ und „Ein Traum vom Glück“ waren die Lieder zu Beginn. Dann ging die Reise los mit Liedern aus Kroatien und Japan. Mit „Kari waits for me“ und „La Paloma“ wurde das Fernweh lebendig. Bis schließlich mit „What shall we do with the drunken sailor“ der Schlusspunkt gesetzt wurde. In diesem Liederblock glänzten wie schon so oft unsere Solisten Hans-Joachim Harms, Otto Kadel und Martin Vetter. Nicht zu vergessen und zu loben unser spielfreudiges Akkordeon-Team Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy.

Der Beifall wollte nicht enden, so dass sich Chorleiter Kazuo Kanemaki und unser 2. Chorleiter Masanori Hosaka zu zwei Zugaben bewegen ließen: Mit „Vineta“ und „In Hamburg sagt man Tschüss“ verabschiedete sich der Polizeichor Hamburg nach dem Vortrag von insgesamt 22 Liedern endgültig von seinem begeisterten Publikum.


Konzert auf der Internationalen Gartenschau Hamburg     14.05.2013

„In 80 Gärten um die Welt“ – das ist das Motto der igs 2013 (internationale gartenschau hamburg) in Hamburg-Wilhelmsburg, der Elbinsel, die tragisch bekannt wurde durch die Flutkatastrophe 1962 und später durch seine vielschichtige und multikulturelle Bevölkerung. Auf der igs werden die Besucher auf eine Zeit- und Weltreise durch die Kulturen, Klima- und Vegetationszonen unserer Erde mitgenommen. In sieben verschiedenen Themenwelten erzählen die 80 fantasievoll gestalteten Gärten von fernen Ländern und fremden Kulturen. Dort auf der Hauptbühne Süd hatte der Polizeichor Hamburg an einem Dienstagnachmittag von 16:00 – 18:00 Uhr seinen Auftritt. 50 Sänger hatten sich versammelt, um bei trockenem aber kaltem Wetter ihre Visitenkarte auf dieser sehenswerten Gartenschau abzugeben.Der PCH auf der igs 14.05.2013

Ebenso wie das Motto der Gartenschau ging auch die musikalische Reise des PCH um die Welt. „Wochenend und Sonnenschein“ entsprach nicht ganz der Wirklichkeit, aber damit begann der bunte Reigen aus neun fröhlichen und launigen Liedern und bekannten Opernchören. Ob das „Fräulein Helen“ und die „Schöne Isabella“ von Otto Kadel als Solist vorgestellt wurden, oder Walter Wozny „seine“ 12 Räuber präsentierte, das Publikum quittierte spätestens die Ankündigungen durch den Vorsitzenden, Peter Hinsch, mit Ah und Oh, als es an die Opernchöre ging. Das Lied der Matrosen aus dem „Fliegenden Holländer“, der Jägerchor aus „Der Freischütz“ und als Abschluss der Gefangenenchor aus „Nabucco“ ließ das Publikum die niedrigen Temperaturen vergessen und sich mit lautem Beifall für die Leistungen des Polizeichores bedanken.

Der zweite Block war dem Maritimen gewidmet, was sich auch in der Kleidung mit Elbsegler und rotem Tuch ausdrückte. Gekonnt begleitet von den Akkordeonisten Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy und abwechselnd, wie schon im ersten Block, einfühlsam dirigiert vom Ehrenchorleiter, Kazuo Kanemaki, und unserem zweiten Chorleiter, Masanori Hosaka, stieg die Stimmung im Publikum. Zwischen Hamburger Platt und englischen Shanties ging es Hin und Her. Höhepunkte waren Lieder wie „La Paloma“ mit Hans-Joachim Harms oder „Uns Smutje“ mit Jürgen Wichmann als Solisten. Auch Rainer Maerz, Martin Vetter und Otto Kadel glänzten mit Ihren Soli in diesem Seemannsteil aus 14 Liedern. Als zum Schluss „What shall we do with the drunken sailor“ verklungen war, wurden Zugabe-Rufe laut. Und so verabschiedete sich der PCH dann mit einem musikalischen Trip nach Hawaii und dem Lied „In Honolulu“ und „In Hamburg sagt man tschüs“ endgültig von seinen Zuhörern. Ein Konzert in dieser eindrucksvollen Kulisse zu geben, ist schon etwas Besonders und stellt einen weiteren Höhepunkt im Konzertgeschehen dieses Jahres dar.


Frühlingskonzert „Komm holder Lenz…“                               27.04.2013

Schlechte Nachrichten hatte der Wettergott für den Ankunftstag unserer Gäste vom Polizeichor Hameln angekündigt, der sich mit 76 Sängerinnen und Sängern sowie begleitenden 38 “Fans“ auf ein interessantes Wochenende in Hamburg freute. Der Vorsitzende des Polizeichores Hamburg, Peter Hinsch, stellte bei der Begrüßung am Hotel „Zeppelin“ fest, dass nicht nur für Staatsgäste sondern auch für liebe Freunde das berühmte Hamburger Schmuddelwetter „angeordnet“ wird. Aber zum Glück war es nicht von langer Dauer. Bei Schwarzbrot, Matjesfilets und köstlicher Sylter Soße, dazu ein Bier – oder mehrere – und einem traditionsreichen Hamburger Helbing-Kümmel wurden viele Kontakte intensiviert, die bei der erfolgreichen Reise des Polizeichores Hamburg zum Konzert nach Hameln vor fünf Monaten entstanden waren. So eingestimmt und mit einer Hamburg-Tasche ausgerüstet, stiegen die Hamelner in die bereitstehenden Busse, um Hamburg von seinen schönsten Seiten kennenzulernen. Ein Abendessen im Hotel rundete diese ersten Stunden in Hamburg ab.Laizhalle 27.04.2013 a

Am nächsten Tag, dem 27.04.2013, sollte das Frühlingskonzert das Highlight des Besuches werden. Gut 1.200 Zuschauer erwarteten die Polizeichöre aus Hameln und Hamburg, sowie das Jugend-Sinfonieorchester aus Ahrensburg, die gemeinsam die Bühne der altehrwürdigen über 100 Jahre alten Laeiszhalle • Musikhalle Hamburg füllten. Was konnte es als Auftakt passenderes geben als Joseph Haydns „Komm, holder Lenz“, geleitet vom Ehrenchorleiter des Polizeichores Hamburg, Kazuo Kanemaki. Es folgten stimmungsvolle Lieder wie „Now is the month of Maying“, „Ein Traum vom Glück“, „Erlaube mir fein‘s Mädchen“. Dieses Stück dirigierte der 2. Chorleiter, Masanori Hosaka. Zum Schluss erklang kräftig „Wer hat dich, du schöner Wald“.

Jetzt wurde es Zeit, dass sich das Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg (JSOA) in Szene setzte. Ihr Leiter Michael Klaue und sein Orchester hatten das sanfte „Concierto Madrigal“ von Joaquin Rodrigo einstudiert. Aus den zehn Sätzen wurden sechs Sätze mit den hervorragenden Sologitarristen Michael Bentzien und Dirk Martin präsentiert. Zeitweise sehr verhalten, aber im dritten und sechsten Satz feurig, klangen die Gitarren zu den meist gezupften Geigen. Ein außergewöhnliches Klangerlebnis der besonderen Art.

Der Polizeichor Hameln mit seinem Dirigenten, Andranik Simonyan, präsentierte sich zunächst mit dem Weserland-Heimatlied, um dann mit Wolfgang A. Mozarts „Ah grazie si rendano“ aus der Oper „La clemenza di Tito“ klassisch zu werden. Hierbei wurde er am Klavier spielend von Geige und Klarinette begleitet. Es folgte „Der Mondaufgang“ aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nicolai. Zum Schluss dieses Blocks gefiel der Polizeichor Hameln mit der sehr gefühlvoll vorgetragenen „Elisabeth-Serenade“ von Ronald Binge besonders. Ein kräftiger Applaus war der Lohn für diese Darbietungen.

Gefühlvoll sollte es weiter gehen. Die „Barcarole“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ von Jaques Offenbach stand im Programm. Was hier das JSOA und die beiden hervorragenden Sängerinnen, die Sopranistin Shihoko Higashida und Mezzosopranistin Tomomi Ikkaku, zu Gehör brachten, war eine Delikatesse. Der langanhaltende Beifall bewies es deutlich.Laizhalle 27.04.2013 b

Was konnte der Polizeichor Hamburg dem entgegensetzen? Das Programm der Konzerte, ob im Frühling oder zu Weihnachten, lebt von Kontrasten und seiner Vielseitigkeit. Daher hatte der Musikausschuss als Schlusspunkt vor der Pause „Das Lied der Matrosen“ aus der Oper „Der fliegende Holländer“ bestimmt. Hier konnte der reine Männerchor wieder einmal seine kräftigen Stimmen ausleben, begleitet von einem durch Masanori Hosaka sehr gut geführtes JSOA. Als der Applaus abgeebbt war, bat die kurzweilig moderierende Jutta Mackeprang zur Pause.

Gespannt wartete das Publikum auf den zweiten Konzertteil. Was darf in keinem Frühlingskonzert des Polizeichores Hamburg fehlen? Der Seemannslieder-Teil. Chor und Chorleiter erschienen sehr zur Freude der Konzertgäste maritim gekleidet auf der Bühne. Auch die Moderatorin hatte sich in der Pause ein entsprechendes Outfit zugelegt. Flott und später begleitet von unseren beiden Akkordeonisten, Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy, ging es los. „Hamborger Janmoot“, „Kari waits for me“, „Adios Muchachos“, „Ein Gruß an Hamburg“ und zum Schluss „Hamburger Kedelklopper“ mit Jürgen Wichmann als Solist ließ die Stimmung von Lied zu Lied höher schwappen bis hin zu Standing Ovations. Alle hatten ihre Freude an diesem gelungenen Programmteil.

Mit der zunächst ruhigen und im Mittelteil quirligeren Ouvertüre zu „Martha“ von Friedrich von Flotow setzte das JSOA bejubelt vom Publikum das Programm fort.

Der Polizeichor Hameln, die Damen links und rechts mit roten Jacken und schwarzen Hosen, die Herren in der Mitte im schwarzen Anzug mit roter Fliege, hatten sich für ihren zweiten Auftritt für moderneres Liedgut aus den Musicals „Chess“, „Sister Act“ und einem Medley bekannter Musical-Melodien von Andrew Lloyd Webber entschieden, die sie sehr gekonnt vortrugen. Die Zuhörer dankten mit lauten Bravo-Rufen.

Jutta Mackeprang stimmte mit launigen Worten nun das Publikum auf die nächsten drei Darbietungen ein. Das Thema hieß „Carmen“ von Georges Bizet. Zunächst erklang, umjubelt vom Publikum, das „Habanera“ (Die Liebe von Zigeunern stammt). Als Carmen brillierte mit ihrem kräftigen Mezzosopran Tomomi Ikkaku, die die Männerherzen zum Schmelzen brachte. Das ließ sich Micaëla nicht nehmen und so sang sich Shihoko Higashida mit ihrer Arie in die Herzen aller. Nun aber wurde, alle Konzertteilnehmer waren inzwischen auf der fast überfüllten Bühne erschienen, die Bühne zur Stierkampfarena. Laute Jubelrufe ertönten und Tücher wurden geschwenkt als Kei Kondo als Escamillo erschien und mit seiner Bariton-Stimme „Auf in den Kampf, Torero“ anstimmte. Das JSOA und die beiden Chöre begleiteten ihn stimmgewaltig. Ein Finale nach Maß! Der Jubel kannte keine Grenzen, so dass es Peter Hinsch schwer hatte sich durchzusetzen, um allen Beteiligten mit einem Blumenstrauß für dieses abwechslungsreiche Konzert zu danken. Zum Herunterfahren der Emotionen erklang nun „Guten Abend, gute Nacht“, wobei die jungen Trompeten-Solisten einen besonderen Akzent für dieses Lied abgaben. Ein Konzert, das noch bei vielen nachhallen wird.

Eine halbe Stunde länger hatte das Konzert gedauert als geplant. Vorbereitet war ein gemeinsames Abendessen im „Überseebrücken-Restaurant“, einem Platz mit einem phantastischen Ausblick über die Elbe und den Hafen. So hieß es, sich sputen. Küche und Bedienung hatten sich auf die verspätete Ankunft eingestellt, so dass bei Fisch oder Fleisch und Hamburger Rote Grütze als Dessert das vergangene Konzert noch einmal lebhaft diskutiert wurde. Alle waren rundherum zufrieden mit den gezeigten Leistungen. Das war aber noch nicht alles, denn an der Brücke lag ein Schiff und lud die Teilnehmer zu einer 1 ½-stündigen Rundfahrt durch den Hamburger Hafen ein. In die untergehende Sonne fuhren sie und wurden zwischendurch unterhalten von einer Shanty-Abordnung des Polizeichores Hamburg. Ein schöner Abschluss eines ereignisreichen Tages. Am nächsten Morgen fuhren dann die Hamelner, verabschiedet von einer Abordnung des Vorstandes, mit vielen positiven Eindrücken zurück in ihre Heimat.


Mit dem PCH auf Mallorca                                                                       ab 21.02.2013

Der Sängerbund der Deutschen Polizei e.V. (SBdDP) hatte zum 84. Delegiertentag auf die schöne Insel Mallorca geladen. Das war der Anlass für den Vorstand, die Sänger einzuladen, indirekt an diesem Delegiertentag teilzunehmen, zumal die Aussicht bestand, dort bei einem Konzert mitzuwirken. Insgesamt 78 Teilnehmer zählte unsere Reisegruppe, die zu unterschiedlichen Terminen an- bzw. abreiste. Aber in der „Kernzeit“ vom 21.-25.02.2013 waren alle zusammen und verbrachten ein paar erlebnisreiche Tage in der Chorgemeinschaft im Hotel „Europe Playa Marina“ in Illetas, nahe Palma de Mallorca.

Der Veranstalter hatte einiges aufgeboten, um uns viele Eindrücke von Mallorca zu vermitteln. Während unsere Delegierten Peter Hinsch, Helmut Peters, Hans-Joachim Harms und Peter Linska am 22.02. auf dem Delegiertentag „schwitzten“, nahmen viele an einer Stadtbesichtigung von Palma de Mallorca teil. Zwei Tage später, nach unserem Konzert in der Rundkirche, war eine längere Inselrundfahrt angeboten, die ebenfalls zahlreichen Zuspruch fand. Und als Abschluss des touristischen Programms folgte am nächsten Tag ein vierstündiger Ausflug nach Valldemossa mit seinen malerischen Gassen.

Im Rahmen des „Kulturprogramm im Winter“ hatte die ELAN-Touristik, der Ausrichter des Delegiertentages, für den PC Dresden (PCD) und den PC Hamburg (PCH) ein gemeinsames Konzert in der wunderschönen Rundkirche „La Porciuncula“ in Platja de Palma arrangiert.

Mit den Bussen ging es von den Hotels in Illetas bei kühlem, regnerischem Wetter nach Platja de Palma in die architektonisch außergewöhnliche Klosterkirche. Der kreisförmige Flachbau besteht in der oberen Hälfte rundherum aus modernen Glasfenstern, die den Sonnengang des Franz von Assisi, dem Heiligen Franziskus, darstellen. In dieser feierlichen Atmosphäre sollten die beiden Chöre vor vollbesetzten Kirchenbänken ihren Auftritt erleben.

Mit dem Präludium in C-Dur von J.S. Bach eröffnete Hans-Dieter Schöne aus Dresden auf der Orgel das Konzert. Johannes Hoja begrüßte die Gäste auf das Herzlichste. Sein Chor brachte in seinem Teil frühlingshafte Melodien zum Erklingen und schloss mit „The Lord bless you und keep you“ von J. Rutter. Das Publikum war sichtlich erfreut und applaudierte dankbar.

Peter Hinsch vom PCH stellte die Beiträge seines Chores vor, die mit dem stimmgewaltigen „Schäfers Sonntagslied“ begannen und bis hin zur „Schönen Isabella von Kastilien“ und seinem Solisten Jürgen Wichmann einen weiten Bogen musikalischer Vielfalt spannten. Nach dem letzten „Olé“ des Chores waren neben dem Beifall viele Bravo-Rufe zu hören.

Der PCD hatte sich inzwischen etwas legerer gekleidet und sein Outfit den nun folgenden Stücken angepasst. Mit einem Roland-Kaiser-Medley, „Was wär’n die Männer ohne uns“, „Wir sind die alten Säcke“ und zum Schluss „Über den Wolken“ hatte der PCD die Lacher und den Applaus auf seiner Seite.

Der PCH hatte sich herkunftsgemäß für den zweiten Teil etwas Maritimes vorgenommen und begrüßte das Publikum mit „Mein Hamburg“. Bei „It’s a long time a go“, „La Paloma“, „Rolling home“ und „What shall we do“ mit den Solisten Hans-Joachim Harms und Walter Wozny kamen die Zuhörer voll auf ihre Kosten, so dass im donnernden Applaus viele Zugabe-Rufe zu hören waren, dem der PCH leider nicht entsprechen konnte.

Denn den Abschluss des Konzertes sollte das eingängige „Dankeschön und auf Wiedersehn“ bilden, das von beiden Chören gemeinsam gesungen wurde. Während des gesummten Teils verabschiedete Peter Hinsch vom PCH die Chöre und bedankte sich beim Publikum für den Besuch und den freundlichen Applaus.

Der Bustransfer erwies sich bei nasskaltem Wetter als etwas hindernisreich. Da die wenigen Busse nur im Pendelverkehr die Fahrgäste zum nächsten Veranstaltungsort bringen konnten, entstanden für die Zurückgebliebenen Wartezeiten von über 90 Minuten, was nicht unbedingt zur ansonsten guten Stimmung beitrug. Teilweise war unnötige Hektik angesagt.

Aber schließlich waren alle im „Galdent“, der Höhle, wie es auch genannt wird, in Llucmajor eingetroffen. Diese einmaligen Lokalität in einem ehemaligen Sandstein-Steinbruch, wurde in ihrer natürlichen Form belassen und zu einer der schönsten Veranstaltungsräumlichkeiten der Welt ausgebaut. Spätestens da war aller Frust, sofern er noch vorhanden war, wie weggeblasen.

An langen Tischen konnte Platz genommen werden und die anregenden und lautstarken Gespräche wurden nur von den musikalischen Beiträgen unterbrochen, die die mitgereisten Chöre auf der Bühne zum Besten gaben. Auch der PCH konnte sich kurz nach seiner Ankunft präsentieren, während sich der PCD noch eine kurze Verschnaufpause erbat. „Mala Moja“ sangen die 34 Sänger vor den ca. 800 Gästen des Abschlussabends des SBdDP, gefolgt von „Aus der Traube in die Tonne“, was genau die Stimmung des Abends traf. Auch hier wieder Bravo-Rufe für diesen schwungvollen Vortrag. Später zeigte dann der PCD mit „Wir sind die alten Säcke“ sein Können, was die eingestimmten Gäste mit lautstarkem Applaus bedachten.

Gutes Essen, reichlich Wein und andere Getränke ließen den Abend zu einem vollen Erfolg werden und wird den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben. Nach diesem, für den Chor erfolgreichen Tag, konnten die anderen Tage individuell gestaltet werden. Doch am Abend trafen sich die Meisten in der Hotelbar wieder. Anfangs standen da noch die Sänger vom Doppelquartett des Steirischen Jägerchores & Singkreis Heiligenkreuz am Wassen – welch ein Name! – die mit ihren Stimmen wunderschöne Lieder an der Bar zum Klingen brachten. Das hielt die übrigen Gäste aber nicht davon ab, sich über alles Mögliche zu unterhalten und auszutauschen. Stimmungsvolle Abende!

Gekrönt wurde das Ganze mit dem sogenannten Abschlussabend am 25.02., da am nächsten Tag für die erste Gruppe die Heimreise angesagt war. Voll war die Hotelbar und für uns reserviert. Und das war gut so, denn es sollte ein abwechslungsreicher Abend werden. Zunächst mussten sich die Sänger vor Kazuo Kanemaki, der das Keyboard spielte, und Yevgen Kuznetskyy am geliehenen Akkordeon aufbauen. Mit ein paar gängigen Liedern, die immer wieder mit Jubel bedacht wurden, gab der Chor noch einmal auf Mallorca seine Visitenkarte ab. Das war’s, dachten alle, als man sich wieder gesetzt hatte. Aber kurz darauf betrat Heinz Nengel die „Bühne“ und outete sich als Regisseur, der für seine „Volksoper von Hieronymus Ganghofer“ Darsteller benötigte. Teilweise zögerlich aber dann doch hatte er sein Ensemble zusammen und begann mit den Proben. Diese erwiesen sich teilweise als problematisch. Vorhang und Wald entsprachen seinen Vorstellungen, aber Sonne und Mond konnten, sehr zur Freude der Zuschauer, leider keinen Gleichklang finden.

Dies ließ natürlich Waltraud Wichmann nicht ruhen und sie forderte die Anwesenden auf, sich im Kreis um sie zu gruppieren. Und dann machte sie vor und alle sollten es nachmachen wie „Mein Hut, der hat drei Ecken“ nach und nach von der phonetischen auf die pantomimische Darstellungsweise umgestellt werden kann. Ein großer Lacher, vor allem als es dem Ende zuging. Die Stimmung war prächtig und alle haben sich an diesem Abend köstlich amüsiert.

Am nächsten Mittag mussten die Ersten leider das Hotel in Richtung Heimat verlassen. Die übrigen Reisenden nutzten die ihnen noch verbleibenden Tage, um die Insel auf individuelle Art und Weise weiter zu erkunden. Als Fazit kann gesagt werden, dass diese Tage auf Mallorca allen Mitgereisten wunderschöne Stunden beschert haben und man sich bereits auf weitere gemeinsame Reisen freut.


Mitgliederversammlung 2013                                                                       07.02.2013

Nach dem Jahresabschlussfest Anfang Januar ist die Mitgliederversammlung (MV) die zweite offizielle PCH-Veranstaltung des Jahres.

Zu Beginn der MV gedachten die 59 stimmberechtigten Mitglieder und die übrigen Gäste in einer Schweigeminute den 2012 verstorbenen Sangesfreunden Rolf Sievert, Hans-Joachim Meyer sowie dem ehemaligen Mitglied Georg Russek.

Nach dem gemeinsamen Singen des „Bundesliedes“ legte der Vorsitzende, Peter Hinsch, seinen Jahresbericht vor, in dem er einen umfassenden Rück- und Ausblick auf das Chorleben im PCH gab. Zunächst schilderte er die zahlreichen Auftritte, sowohl die eigenen Konzerte in der Laeiszhalle und in „Planten un Blomen“, als auch die Veranstaltungen, an denen wir als Gäste teilnahmen. Die Weihnachtskonzerte, die aus Termingründen an zwei Tagen abends durchgeführt werden mussten, waren mit einem großen finanzielles Risiko behaftet, da keineswegs sicher war, dass sie von unseren älteren Gästen besucht werden. Glücklicherweise hatten sich die Befürchtungen des Vorstandes jedoch nicht bewahrheitet. Um die Kosten gering zu halten, war das Chorwochenende mit der Intensivprobe nicht wie sonst außerhalb veranstaltet, sondern an zwei Tagen kostengünstiger im Polizeipräsidium durchgeführt worden.

Für die zukünftigen Konzerte in der Laeiszhalle musste eine Preisanpassung erfolgen. Ausnahmen wie Rabatte o.ä. können nicht gewährt werden. .

Wien, das Ziel unserer Chorreise, wurde von den Teilnehmern als ein voller Erfolg bewertet, wenn auch das Hotel nicht in allen Punkten den Erwartungen entsprach.

Leider haben nur wenige fördernde Mitglieder am Adventskaffee 2011 teilgenommen. 2012 musste diese Veranstaltung aus Termingründen ausfallen. Der Vorstand überlegt, ob dieses Zusammentreffen noch eine Zukunft hat.

Bei der HASPA hat sich der PCH um Mittel aus dem „Lotterietopf 2012“ von € 3.500,00 beworben, die auch bewilligt wurden. Angeschafft werden davon Vliesjacken für Auftritte bei schlechterem Wetter.

Herausgestellt wurde das Wirken vom Sangesfreund Hans-Jürgen Grübner, der zum „Bevollmächtigten für Sonderaufgaben“ ernannt wurde. Durch seine Tätigkeit für alles was mit Druckarbeiten zu tun hat, spart der PCH Jahr für Jahr viel Geld. Ebenso verdient macht sich immer wieder unser Noten- und Sachwart, Heinz Armbruster, der durch seine guten Beziehungen zur Druckabteilung manchen Vorteil wahrnehmen kann.

Weniger positiv waren die Aussagen zur Mitgliederentwicklung. Stolz können wir auf das Geleistete zurückblicken, aber für die Zukunft sieht es düster aus, da es trotz aller Bemühungen nicht gelingt, neue Mitglieder zu gewinnen, die den Chor verjüngen würden.

In den Dank an alle Sangesfreunde, die durch Rat und Tat und freundschaftliche Gesten zu einem erfolgreichen und funktionierenden Chorleben beigetragen haben, mischte sich aber auch die Mahnung an diejenigen, die durch gedankenloses Verhalten die Chorgemeinschaft nicht unbedingt gefördert haben. Gut gerüstet werden wir das Chorjahr 2013 angehen.

Als der Applaus für diese Ausführungen verebbt war, trat der Geschäftsführer, Helmut Peters, an das Rednerpult. Er nahm mit vielen Zahlen Stellung zur gegenwärtigen Situation des PCH. Mit den Proben gab es für die Sänger insgesamt 67 Termine zu absolvieren, bei denen Heinz Nengel mit 66 und Edgar Denecke mit 64 Teilnahmen am häufigsten anwesend waren. Der Vorstand tagte 10mal. Sorgen macht der Altersschnitt von jetzt über 70 Jahren bei gemeldeten 80 aktiven Sängern, von denen ca. 70 bei den Konzerten mitwirken.

Als sehr positiv ist zu registrieren, dass der PCH 126 fördernden Mitglieder hat.

Fest rechnen können wir in Zukunft mit den Akkordeonspielern Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy. Masanori Hosaka, der 2. Chorleiter, hat sich weiterhin gut eingearbeitet und bei Auftritten bereits Teilaufgaben im Bereich Dirigat übernommen sowie unterstützend bei den Proben mitgewirkt. Er wird uns bis mindestens zum Frühjahr 2015 zur Verfügung stehen. – Mit Jutta Harms haben wir für die Abwicklung des Kartenverkaufs eine fähige Nachfolgerin von Reinhold Kratzsch gewinnen können.

In seinem Schlusswort sagte er, dass er in den bisherigen drei Jahren als Geschäftsführer viele Höhen und auch Tiefen mitgemacht habe, aber seine Freude am Chor und seiner Tätigkeit für den PCH sei ungebrochen. Für diese Aussage ließ der Beifall nicht auf sich warten.

Der Schatzmeister, Hans-Joachim Harms, legte aus seiner Sicht die Situation des PCH dar. Bei einem Gesamtumsatz von weit über einhunderttausend Euro hat der PCH ein ausgegliche-nes Ergebnis zwischen Einnahmen und Ausgaben erzielt. Auf der Einnahmeseite stehen die Mitgliedsbeiträge, Spenden, Erlöse aus dem CD-Verkauf und vor allem die Überschüsse aus den Großkonzerten. Denn nur mit diesen Überschüssen können wir den Jahresbeitrag niedrig halten und unsere Unternehmungen finanzieren. Hier gilt sein besonderer Dank den vielen Helfern, die dieses positive Ergebnis mit zustande gebracht haben.

Dass der Vorstand und der Schatzmeister für den PCH vorteilhaft gewirtschaftet haben und an der Buchführung nichts zu beanstanden war, bestätigte der Kassenprüfer, Hans Hagemann, in seinem Bericht und empfahl die Entlastung des Vorstandes.

Bei der Aussprache zu den Berichten meldete sich Jens Lüders zu Wort und dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit und stellte den Antrag auf Entlastung, die auch einstimmig angenommen wurde.

Bei den anschließenden Neuwahlen gab es folgende Ergebnisse: Vorsitzender: Peter Hinsch, Leiter ORGA: Peter Linska, ORGA-Mitarbeiter: John Harder – zum erweiterten Vorstand der Noten- und Sachwart: Heinz Armbruster. Als Kassenprüfer fungieren zukünftig Walter Wozny und Jens Lüders. Der Musikausschuss setzt sich wie folgt zusammen: Rainer Maerz, Helmut Peters und Siegfried Harder. Ebenfalls in geheimer, schriftliche Wahl wurde der Ehrenrat bestimmt: Joachim Raabe, Karl-Heinz Zinke, Jens Lüders, Hans Hagemann und Winfried Schull wurden gewählt.

Einige Anträge aus der Sängerschaft waren eingegangen und wurden vom Vorsitzenden beantwortet. Es ging um Themen wie „Vermehrtes Auftreten bei polizeinahen Veranstaltungen“, das deutsche Liedgut, das bei den Konzerten mehr im Vordergrund stehen sollte, sowie das einheitliche Tragen der Weihnachtsmützen im Schlussteil der Weihnachtskonzerte. Es folgten Hinweise auf die bevorstehenden Chorreisen und eine Verlängerung der Proben bis zum Frühlingskonzert. Damit war die Tagesordnung abgearbeitet und der Versammlungsleiter, Gerd Dammann, konnte sich für den zügigen und konzentrierten Ablauf bedanken.


Jahresabschlussfeier 2012                                                        12.01.2013

Zwei Tage nach der ersten Chorprobe im neuen Jahr traf sich die „PCH-Familie“ im Hotel-restaurant „Zeppelin“ zur Jahresabschlussfeier. Es sah wirklich aus wie ein Familientreffen, als sich Sänger, Ehefrauen und Partnerinnen sowie fördernde Mitglieder herzlich begrüßten und sich nachträglich ein frohes neues Jahr wünschten. Die Tische waren festlich gedeckt und durch die Vorarbeit des Sfr. Linska hatte auch jeder Gast seinen Platz rasch gefunden. Nach einem Tusch durch den DJ Riedesser begrüßte der Vorsitzende, Peter Hinsch, die 125 Gäste an diesem Abend und freute sich, dass so viele der Einladung gefolgt waren. Vom Jahr vorher war den Gästen noch das gute Essen in bester Erinnerung. Bis auf wenige Ausnahmen hatten fast alle traditionell Grünkohl mit Kassler, Kohlwurst, Schweinebacke und Bratkartoffeln bestellt. Als nach dem „Absacker“ auch noch der leckere Nachtisch serviert wurde, waren alle sehr zufrieden und gespannt darauf, was der weitere Abend bringen würde.Jahresabschlussfest 2013 11.01

Wieder ergriff der Vorsitzende das Mikrofon und bat um Aufmerksamkeit. Es sollten einige Personen, die sich um den PCH verdient gemacht haben, geehrt werden. Um die Abendkasse bei den Konzerten kümmerten sich Brigitte Möller und Heidi Rathmann, die buchhalterische Betreuung der Konzerte übernahm Jutta Harms und Christa Nolte war mit dem Kartenversand beschäftigt. Sie alle erhielten als Dank einen wunderschönen Blumenstrauß. Mit einer Flasche Hochprozentigem wurde Hans-Jürgen Grübner für seine vielfältigen Einsätze beim Entwerfen, Drucken und Versenden der vielen Drucksachen belohnt, ebenso wie Heinz Nengel, der keinen der 66 Termine des PCH im vergangenen Jahr versäumt hatte. Damit nicht genug der Ehrungen: Jetzt waren die Jubilare an der Reihe, die aufgrund ihrer langjährigen Mitgliedschaft den PCH geprägt sowie in vielfältiger Weise unterstützt hatten und auf der nachfolgenden Ehrentafel aufgeführt sind.

Jetzt nahm der PCH Aufstellung, um diesen Teil würdig zu beschließen. Mit „Mala moja“ und „New York, New York“ unter der Leitung von Masanori Hosaka und Kazuo Kanemaki, den beiden Chorleitern, brachte der Chor die aufmerksam lauschenden Gäste zum Jubeln. Wer dachte, es gäbe eine Pause, der sah sich getäuscht. DJ Riedesser drehte die Verstärker auf und bat zum Tanz. Dieser Einladung wurde so zahlreich nachgekommen, dass es richtig eng wurde auf der Tanzfläche. Da wurde wieder einmal deutlich, welche Kondition die Sängerschar und ihre Partnerinnen mitgebracht hatten. Zwischen den Tänzen wurde viel geredet und gelacht, so dass sich gegen Mitternacht alle einig waren, dass es wieder mal ein stimmungsvoller Jahresabschluss war.


„Jauchzet, frohlocket“ - Weihnachtskonzerte am 15. und 16.12.2012

Als vor zwei Jahren die Termine für die Weihnachtskonzerte vergeben wurden, musste der Polizeichor Hamburg von 1901 e.V. (PCH) „schweren Herzens“ zwei Abendveranstaltungen an aufeinanderfolgenden Tagen akzeptieren.   Da sich ein Großteil unserer Gäste, meist aus Altersgründen scheut, zu später Stunde öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, war der Vorstand im Zweifel, ob zwei Konzerte geplant werden sollten. Im Nachhinein kann man sagen, das Risiko hat sich gelohnt. Mit nur wenigen Abstrichen konnten die Zuschauerzahlen der vergangenen Jahre erreicht werden. Dafür gebührt den treuen Freunden des PCH ein herzliches Dankeschön, was auch der Vorsitzende in seinen Begrüßungsworten zum Ausdruck brachte.

Der Polizeipräsident und Schirmherr des PCH, Wolfgang Kopitzsch, betonte in seinem Grußwort, dass die stimmungsvollen Konzerte „seines“ Chores für viele ein Muss in der Vorweihnachtszeit seien. Nach diesem Auftakt stellte Peter Hinsch die Moderatorin vor, Theresa von Tiedemann, die für die verhinderte Tina Busch spontan eingesprungen war. In einem eleganten langen schwarzen Kleid mit einer Chiffonstola übernahm sie gut vorbereitet und in einem erfrischenden Stil die Moderation an diesem Abend.Laeiszhalle Weihnachten 2012

An der Orgel und später auch am Flügel saß bereits Eiko Okuno, als der musikalische Leiter des Konzertes und Chorleiter des PCH, Kazuo Kanemaki, das Dirigentenpult betrat. Mit dem eindrucksvollen „Die Ehre Gottes aus der Natur“ von L. v. Beethoven gaben wir unseren Einstand. Besinnlichere Lieder folgten und wurden mit viel Applaus bedacht. Danach betraten die Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters Ahrensburg (JOA) mit ihrem hervorragenden Leiter Michael Klaue das Podium. Mit dem Blumenwalzer aus dem Ballett „Der Nussknacker“ von P.I. Tschaikowski gaben sie ein vielumjubeltes Beispiel ihres beachtlichen Könnens ab, wobei das Harfenspiel besonders beeindruckte.

Nun sollten die Gäste einen absoluten Konzerthöhepunkt erleben: Der CANTUS-Mädchenchor aus Kuldiga/Lettland betrat in seinen traditionellen Volkstrachten die Bühne. Die vierzig Mädchen und ihre Leiterinnen, Maruta Rozite und Maruta Grigale, standen noch eine halbe Stunde vorher in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis vor ebenfalls einem großen Publikum und hatten in der Laeiszhalle nun ihre nächste „Bewährungsprobe“. Sie sind Garanten für hochklassiges Singen! Und so klangen auch ihre Vorträge mit internationalen und lettischen weihnachtlichen Liedern, die das Publikum mit Bravo-Rufen quittierte.

Als letzter Programmpunkt vor der Pause gesellte sich zu dem PCH und dem JOA Christin Kullmann mit ihrem glockenreinen Sopran, den sie im Zusammenspiel mit Chor und Orchester sehr zur Freude der Zuhörer in „La Vergine Degli Angeli“ aus der Oper „Die Macht des Schicksals“ von G. Verdi erklingen ließ.

In der Pause fragten sich die Konzertgäste, ob das bis dahin Gehörte noch zu übertreffen sei. Sie hätten beruhigt sein können, es war. Denn gleich zu Beginn überraschte der PCH, dieses Mal dirigiert von seinem zweiten Chorleiter Masanori Hosaka, mit einem chilenischen Weihnachtslied „Señora Dona Maria“, das einfühlsam Marias Situation im Stall zu Bethlehem beschreibt. „Weihnacht“ besinnlich und „Fröhliche Weihnacht“ sehr munter stimmten weiter auf die bevorstehenden Feiertage ein. Ebenso das JOA mit der Sopranistin Kristin Kullmann mit ihrem „Alleluja“ aus der Motette „Exsultate, Jubilate“ von W.A. Mozart. Auch hier wieder donnernder Applaus. Das sollte aber nicht alles vom JOA sein, denn mit dem „Walzer“ aus dem Ballett „Schwanensee“ von P.I. Tschaikowski zeigten sie ein weiteres Mal, was in diesem Klangköper steckt und mit welcher Perfektion alle Klangregister gezogen werden. Ein sehr zufriedener Michael Klaue dankte sichtlich berührt seinen Instrumentalisten für diese großartige Leistung.

Der zweite Auftritt des CANTUS-Mädchenchores wurde zu einer sich ständig steigernden Galavorstellung. Mit dem „Weihnachtszug“ und den folgenden Liedern, die alle von der Pianistin des Chores, Marta Ozolina, am Flügel begleitet wurden, verzauberten sie das Publikum. Die 8- bis 18-jährigen Mädchen sangen nicht nur, sondern gaben jedem Lied mit ihren tanzartigen Bewegungen jenen zusätzlichen Impuls, der das Publikum zum Jubeln brachte. Aber auch der PCH musste sich hinter dieser Leistung nicht verstecken, denn mit dem Lied „Hail Holy Queen“ aus dem Film „Sister Act“ begeisterte er ein weiteres Mal seine Konzertgäste.

Nach diesem dynamischen Teil wurde es besinnlich. Die beiden jüngsten Cantus-Mädchen traten an die Bühne und sangen auf ihre bezaubernde Art mehrsprachig „Still, still wenn‘s Christkind schlafen will“, ein Ohrenschmaus und manch einer verdrückte vor Rührung eine Träne. Mit zwei Tüten, voll mit Süßigkeiten, wurden sie für diesen Auftritt extra belohnt. Eine ganz „Stille Nacht“, gefühlvoll vorgetragen vom PCH, gab diesen Minuten ihr besonderes Flair.

Auf leise folgt laut, aber nicht im unangenehmen Sinne, sondern in der Klangfülle von Chören und Orchester. Aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach erklang „Jauchzet, frohlocket“, ein Erlebnis für alle Sinne. Was konnte darauf noch folgen? Natürlich, könnte man sagen, das „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von G.F. Händel, seit vielen Jahren ein Muss zum Schluss eines jeden Weihnachtskonzertes des PCH. Umjubelt vom Publikum und zufrieden mit den gezeigten Leistungen bedankte sich der Vorsitzende beim begeisterten Publikum und dankte den Akteuren für ihre Beiträge mit süßen Präsenten bzw. einem Blumenstrauß. Nach dem verdienten Applaus wurden die Weihnachtsmützen aufgesetzt und es erklang das schöne Weihnachtslied „O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Weihnachtszeit“, wobei die zweite Strophe allein vom Publikum inbrünstig gesungen wurde.

Es gibt wohl kaum ein Weihnachtskonzert in Hamburg und Umgebung, in dem auf so vielfältige musikalische Weise vorweihnachtliche Stimmung verbreitet wird. Eine Stimme aus dem Publikum brachte es auf den Punkt: „Wenn ich jedes Jahr vom Weihnachtskonzert des PCH komme, dann sage ich mir immer: Jetzt kann Weihnachten kommen!“ Dem ist, glaube ich, nichts hinzuzufügen.


Konzertreise in die „Rattenfängerstadt“ Hameln     30.11.-02.12.2012

Vor drei Jahren begannen die Vorgespräche zu diesem Konzertwochenende in Hameln. Es sollten drei Tage werden, in denen die Sänger des Polizeichores Hamburg die vorbildliche Gastfreundschaft des PC Hameln genießen durften. Erwartungsfroh bestiegen 50 Sänger den Bus und fuhren bei herrlichem Wetter der „Rattenfängerstadt“ Hameln entgegen. Natürlich wohnte der Chor dann auch im Rattenfängerhotel „Berkeler Warte“ vor den Toren der Stadt.

Freudig begrüßt wurde unsere Ankunft vom Vorsitzenden Thomas Schrell und seiner Frau Elke sowie von Klaus Bandowski, der uns in den kommenden Tagen ein treuer und kundiger Wegbegleiter sein würde. Ein gut gekühlter Schluck stand für die Sänger bereit, damit wir den ersten Programmpunkt noch besser genießen konnten: die Stadtführung. Mit unseren Stadtführern ging es durch die Altstadt. Sie begann beim Rattenfängerhaus in der Osterstraße mit seinen vielen historischen Gebäuden. Vorbei an dem alten und dem neuen Rattenfängerbrunnen, dem Hochzeitshaus und durch viele enge Gassen bis zur Marktkirche St. Nicolai.

An den einzelnen Punkten erfuhren wir viel über die Geschichte Hamelns und das zentrale Thema, den Rattenfänger. Der Sage nach soll er 1284 angeboten haben, die Stadt gegen gutes Geld von Ratten und Mäusen zu befreien. Nach erfolgreicher Arbeit verweigerte ihm der Rat der Stadt den wohlverdienten Lohn. So zog er verbittert von dannen, kehrte aber am 26.06.1284 zurück als die Hamelner in der Kirche saßen. Mit seinem Pfeifchen, das zuvor die Ratten und Mäuse anzog, lockte er jetzt 130 Kinder zu sich hin und zog mit ihnen auf Nimmerwiedersehen aus der Stadt.

Besonders eindrucksvoll war das Rattenfänger-Figuren- und Glockenspiel, das sich am Hochzeitshaus hinter einer großen Kupfertür versteckt. Drei Mal am Tag öffnet sie sich, damit sich die Figuren drehen können und das Rattenfängerlied erklingt. Am Markt und in den angrenzenden Straßen ließen es sich die Sänger auf dem Weihnachtsmarkt bei Glühwein, Schmalzgebäck und anderen Leckereien gut gehen.

So eingestimmt fuhren wir mit dem Bus zum „Sportkrug“, dem Vereins- und Probenlokal des PC Hameln. Ein wenig mussten wir vor der Tür warten, da die Hamelner noch zusammen mit dem Gastorchester, der Neuen Philharmonie Hamburg, probten. Als wir eintraten, gaben wir mit „Hallo, hier Hamburg“ unsere gesangliche Visitenkarte ab. Im Saal wartete nicht nur ein köstliches warmes Buffet auf uns, sondern später auch noch manche Überraschung. Denn

plötzlich öffnete sich die Tür und der Rattenfänger sprang mit seiner Pfeife in den Raum. Er erzählte kurzweilig von seinem Missgeschick und wie er sich am Rat der Stadt rächte. Aber herauslocken ließen sich die vielen Gäste nicht, denn es erschien die „merkwürdige“ Mutter Oberin mit ihren noch merkwürdigeren Ordensschwestern, die alle ihre guten Gründe vorbrachten, warum sie nicht länger im Kloster bleiben wollten. Ein großer Lacher und toller Erfolg für die sechs Protagonistinnen. So vergingen die Stunden bei lebhaften Gesprächen. Vor der Abfahrt ins Hotel gab es vom PC Hamburg noch ein gesangliches Dankeschön an die großartigen Gastgeber. Im Hotel fanden sich dann einige Unentwegte zu einem kleinen Umtrunk an der Hotelbar ein.

Am nächsten Morgen stand Klaus Bandowski mit seiner roten Jacke pünktlich bereit, den Sängern die Teile der Stadt zu zeigen, die bei der Stadtführung nicht berührt wurden. Die Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern ist schon eine Reise wert. Aber nun wurde es langsam ernst, denn in wenigen Stunden sollten die Konzerte beginnen. Ein wenig Zeit blieb zum Ausruhen, aber dann stand der Bus abfahrbereit mit dem Ziel „Theater Hameln“ vor der Tür. Das Theater Hameln mit seinen 700 Sitzplätzen war für die zwei Konzerte fast restlos ausverkauft. Ein Beweis, dass diese Art der Öffentlichkeit im weitesten Sinne ein Sympathieträger für die Polizei ist.

Zwischen Einsingen, Stellprobe, den zwei Konzerten und den einzelnen Auftritten hatten die Damen des PC Hameln leckere Kleinigkeiten und Getränke bereitgestellt, die die Wartezeiten auf die angenehmste Art überbrückten. Ein großes Lob an die fleißigen Damen! Aber das Wichtigste waren natürlich die beiden Konzerte, in denen der PC Hameln zusammen mit der Neuen Philharmonie Hamburg unter der musikalischen Gesamtleitung von Andranik Simonyan sein Können zeigte. Später stieß auch der PC Hamburg dazu, der mit seinen Beiträgen ebenfalls Akzente setzte, geleitet von Kazuo Kanemaki und auf dem Flügel begleitet vom Chorleiter-Assistenten, Masanori Hosaka. Auch im zweiten Teil dominierten wieder der PC Hameln und das Orchester. Der PC Hamburg erfreute das Publikum mit klassischen Liedern zur Weihnacht. Zum Schluss seines Teil wurde stimmgewaltig und temperamentvoll das „Hail Holy Queen“ aus dem Film „Sister Act“ vorgetragen, was das Publikum zu lauten Beifallsäußerungen hinriss. Zum Schluss sangen erstmals alle Beteiligten zusammen auf der Bühne mit dem Publikum das unvergängliche Weihnachtslied „O du fröhliche, o du selige …“ Ein würdevoller Schlussakkord unter einen beeindruckenden Konzerttag. Das Glas Sekt oder das kühle Bier nach dem Konzertende hatten sich alle redlich verdient. Mit dem „Abendfreden“ und „Aus der Traube in die Tonne“ verabschiedete sich der PC Hamburg von seinen Gastgebern und Peter Hinsch, der 1. Vorsitzende des PC Hamburg, brachte seine Vorfreude auf den Gegenbesuch des PC Hameln im kommenden Jahr zum Ausdruck.


Männerchor- Festival 2012 in Glückstadt             11.11.2012

Die ehrwürdige Stadtkirche in Glückstadt war kalt, aber besitzt eine hallfreie, tragende Akustik. Das und gut besetzte Kirchenbänke bewirkte eine schnelle „innere Erwärmung“ der zahlreichen Sänger und des erwartungsvollen Publikums.

Das „Erste Männerchor-Festival Glückstadt“ wurde gestaltet von vier Traditionschören:

Federführend „Lied Hoch Glückstadt“, Leitung: Kazuo Kanemaki,

„Kremper Liedertafel Lied-Hoch e.V.“, Leitung: Wolf Andre Sturm,

„Kreutzer-Chor Hamburg“, Leitung: Peter Hechfellner,

„Polizeichor Hamburg von 1901 e.V.“ Leitung: Kazuo Kanemaki.

Der Hausherr, Pastor Schröder, fand einladende Worte an die Sänger und die zahlreichen Glückstädter – und keinesfalls nur Rentner. Er ist schon oft Gastgeber für den Glückstädter Chor und dessen Gastchöre gewesen und freut sich natürlich immer über ein volles Haus und anspruchsvolle Livemusik.

Heute, am 11.11.2012, war das Liedgut besonders vielschichtig von populär/leicht bis klassisch - und ebenso populär. Echte Chorgemeinschaft und Verbundenheit zeigte sich, als

der gemeinsame Chorleiter der Glückstädter und des PCH (Polizeichor Hamburg) spontan den zurzeit in „Personalnöten“ befindlichen Chor „Lied Hoch“ mit ein paar Stimmen aus dem PCH „auffüllte“. Wie praktisch doch, wenn das Liedgut bei identischem Chormeister sofort adaptierbar ist! Schnell wurde das passende „Outfit“ getauscht und dem aufmerksamen Publikum ein bunter Strauß harmonischer Männerchorwerke von Franz Schubert, O. Fischer, C. M. von Weber, Ludwig van Beethoven, Conradin Kreutzer, Franz Abt und W. A. Mozart serviert. Dankbarer Applaus war der Preis für die aktiven Sänger im „Glückstädter Blau“, im hanseatischen Dunkelblau oder im „Gospelschwarz mit Fliege“. Neben den Werken großer Komponisten gab es aber auch Kompositionen von nicht so bekannten Tondichtern wie J. Heim („Vineta“), J. Dürrner („Sturmbeschwörung in der Originalfassung), Mundartliches von Ursula Barthel oder Helmut Wormsbächer und Heinrich Paulsen, aber auch Udo Jürgens wurde bemüht, nicht persönlich, doch mit seinem Hit „Ihr von morgen...“ Ferner hörte das mehr und mehr begeisterte Publikum Spirituals, maritimes und sogar ein japanisches Fischerlied „ßolan bushi“ wurde in Originalsprache dargeboten. Der PCH überraschte die Zuhörer mit dem „Chor der Zigeuner“ oder „Echochor“ aus Preciosa von C. M. von Weber, indem ein Doppelquartett nicht zum Auftrittsplatz ging, sondern in die Gegenrichtung abzweigte – eben als „Echochor“. Auch C. Kreutzers „Schäfers Sonntagslied“ wurde mit diesem Doppelquartett dargeboten.

Dies alles ist nur eine ungefähre Übersicht zwecks Darstellung der Vielschichtigkeit dieses ersten „Männerchor- Festivals“ in Glückstadt. Nach den ersten 17 Darbietungen gab es eine Pause von 20 Min. und es folgten weitere 16 Werke, abschließend mit dem immer wieder verlangten Verdi-Chor aus „Nabucco“: Dem gewaltigen „Gefangenenchor“, hier gesungen von drei Männerchören.

Am elektrischen Klavier überzeugten Hitomi Shiraishi und der zweite Chorleiter des PCH Masanori Hosaka. Allen dankte der Vorsitzende und damit Festival-Ausrichter Rolf Nedebock mit bunten Blumengebinden.

Lobend hervorheben muss man sicher wieder die fleißigen Glückstädter Frauen. Nicht nur, dass sie liebevoll den Saal im Gemeindehaus gegenüber der Stadtkirche hergerichtet hatten, nein, auch das Kuchenangebot aus den Heimküchen, die herzhaften Schnitten und zuletzt die gute Erbsensuppe mit reichlich Würstchen fanden überall Anklang. Sicher haben die Frauen damit einen guten Beitrag zum Gelingen der ganzen Veranstaltung geliefert, denn man zahlte gerne einen kleinen Obolus für Speisen und Getränke. Wir Hamburger sagen: „Herzlichen Dank“! Dem Männerchor „Lied Hoch“ kann man nur wünschen, dass es eine Wiederholung mit frischen Sängern gibt, denn so klein muss sich Glückstadt gegen Hamburg nicht machen, obwohl man hier ja bei Gründung der Stadt Hamburg das Wasser abgraben wollte. Nun gut, heute graben wir hoffentlich bald zügig die ganze Elbe einen Meter tiefer!

   Otto Kadel


„Herbstklänge“ - Open-Air in „Planten un Blomen“         22.09.2012

Grau und regnerisch begann dieser Sonnabendmorgen. Kein gutes Omen für ein Open-Air-Konzert. Als sich aber gegen 13:00 Uhr die Sänger des Polizeichores Hamburg (PCH) und die Instrumentalisten des Musikzuges der FF Hoisdorf, einem Vorort in Hamburgs Nordosten, der Musikmuschel in Hamburgs großer Parkanlage „Planten un Blomen, näherten, lockerte die Bewölkung mehr und mehr auf.

Zwei Stunden blieben für die Vorbereitung. Die waren auch nötig, um Instrumente, Technik und Sitzgelegenheiten zu platzieren. Besonders die richtige Aufstellung der Mikrofone stellte vor allem Jochen Raabe vor große Herausforderungen, die er aber bravourös meisterte. Das veranlasste unseren Chorleiter, Kazuo Kanemaki, zu der Aussage, dass die Aufstellung und die Aussteuerung der Mikrofone selten so perfekt gelungen waren.

Die gemeinsamen Proben zeigten, dass die Damen und Herren des Musikzuges ihr Metier beherrschten und sich als musikalische Begleitung des Chores verstanden und nicht, wie schon oft erlebt, versuchten den Chor zu übertönen. Da sei dem Leiter des Musikzuges, Jürgen Stache, Dank gesagt.

Langsam füllte sich die „Arena“ als sich der PCH und der Musikzug Hoisdorf mit den gemeinsam gespielten „Volldampf voraus“ und „Frei Weg“ vorstellten. Nicht nur die, Konzertbesucher, sondern auch viele Spaziergänger, die das sonnige, aber kühle Wetter nutzten, blieben stehen, um den Klängen zu lauschen. Der zweite Block gehörte dem PCH mit schwungvollen Melodien wie „Play a simple melody“, „Wochenend und Sonnenschein“, „Fuchs und Igel“ bis hin zur „Schönen Isabella“ mit Otto Kadel als Solist, begleitet von Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy am Akkordeon. Und dann folgte das japanische Volkslied „ßolan bushi“ – dessen Text Kazuo Kanemaki mit launischen Worten erklärte. Dazu unterstrich Otto Kadel mit einem japanischen Umhang, den er von unserer Konzertreise nach Japan 2006 mitgebracht hatte, seinen Solopart in diesem Vortrag.

Der nächste Block wurde vom Musikzug Hoisdorf gestaltet. Mit Schleswig-Holstein-Melodien, „Chanson napolitane“„La Mer“ „Mexiko“, und zum Schluss dem „Wild cats blues“ zeigten sie die ganze Bandbreite ihres Könnens, wobei besonders die Solisten, an der Klarinette Lena Schmidt und an der Solotrompete Kjell Faber, zu gefallen wussten. Begeisterter Applaus der inzwischen ca. 300 Zuschauer war ihr verdienter Lohn.

Dann zwang ein heftiger Regenschauer die Zuschauer zwar kurzzeitig unter die weit ausladenden Bäume zu flüchten, als sich die Sonne jedoch wieder blicken ließ, nahmen sie wieder ihre Plätze ein.

Unser Geschäftsführer Helmut Peters, der die Moderation für den PCH übernommen hatte, kündigte nun in den Block mit den Seemanns-Liedern und Shanties an. Ein unverzichtbarer Teil unserer Open-Air-Auftritte. Als die Sänger mit ihren Elbseglern auf dem Kopf aufmarschierten, zeigte der Applaus, wie sehr sich das Publikum auf diesen Teil des Konzertes freute. Hier schlug die Stunde für unseren Chorleiter-Assistenten Masanori Hosaka und die Solisten Martin Vetter bei „My Bonnie“, Jochen Harms mit „Away Susanna“ und „La Paloma“. Dann aber kam er, Jürgen Wichmann, als „Smutje“, der Koch. Mit hoher Kochmütze und Riesen-Kochlöffel und seinen plattdeutschen Versen erfreute er das Publikum. Den „Hamborger Veermaster“ und die „Reeperbahn“ interpretierte Walter Wozny gewohnt gekonnt. Zum Schluss dieses Teils erklangen begleitet von unsren beiden Akkordeonisten „Mein Hamburg“ und „The drunken sailor“, in dem Otto Kadel und Jochen Harms ihre nahezu zungenbrecherische Stimmakrobatik zeigen konnten.

Wechselnd vom Maritimen präsentierte der Musikzug Hoisdorf jetzt Stücke aus dem „Starlight Express“ und die unvergänglichen Melodien des Komponisten Heymann, der in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts viele unvergessene Film- und Bühnenmusiken geschrieben hat, wie der Orchesterleiter Jürgen Stache erklärte.

Gemeinsam und sehr voluminös erklangen der „Fliegermarsch“ und „Anchors away“ zum Abschluss eines gelungenen Open-Air-Konzertes. Mit lautem Applaus und Zugabe-Rufen forderte das Publikum mehr. Das ließen sich der PCH und der Musikzug Hoisdorf nicht zwei Mal sagen und verabschiedeten sich endgültig mit dem „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“.

Während des gesamten Konzertes wurden die musikalischen Darbietungen von einer „Tänzerin“ auf der Nebenbühne begleitet, die schon fast zum „festen Inventar“ unserer Auftritte gehört.


Wien, Wien, nicht nur Du allein …                               08.-14.09.2012

Für eine Woche hatten sich Sänger, fördernde Mitglieder und deren Begleitungen viel vorgenommen. Morgens früh ging die Reise mit zwei Bussen vom ehemaligen Polizeipräsi-dium los in Richtung Süden bis nach Deggendorf, wo die Busse gegen 18:45 Uhr eintrafen. Leider hatte der kleinere Bus auf der Fahrt Probleme mit der Klimaanlage, so dass die dort Mitfahrenden eine „heiße“ Phase bei den hohen Temperaturen aussitzen mussten. Im gut eingerichteten Hotel „Donauhof“ mit seiner sehr aufmerksamen Bedienung fühlten sich alle wohl als zum Abendessen „Tafelspitz“ serviert wurde. Ein kleiner Stadtrundgang schloss diesen Tag ab.

Nach einem erholsamen Schlaf ging es früh weiter in Richtung Passau. Dort erwartete uns das MS „Passau“ mit dem wir einige herrliche Stunden in der Sonne verleben konnten. Wir ahnten nicht, dass die Grenze kurz nach Passau direkt in der Strommitte bis nach Engelharts-

zell verläuft und sich das Schiff erst dann ganz in Österreich befindet. Landschaftlich ein grandioser Anblick, besonders die Schlögener Donauschlinge, dazu links und rechts die vielen Schlösser, Burgen und kleinen Städtchen eingebettet in dichte Mischwälder. Drei Schleusen mussten wir passieren, ehe wir gegen 15:00 Uhr die Landeshauptstadt Linz mit seinem Pöstlingberg erreichten. Die Busse warteten schon, um uns auf der Autobahn bis nach Wien zu bringen. Vorbei am Benediktiner-Stift Melk und St. Pölten ging es durch den Wienerwald nach Wien hinein. Aus dem Bus konnten wir die Ausdehnung Wiens mit seinen vielen Hochhäusern und großen Industriegebieten gut erkennen. Trotz des Feierabendverkehrs trafen wir gerade rechtzeitig aber müde im Hotel „Sachsengang“ ein. Das Abendessen stand schon bereit, so dass es keine Zeit zum Ausruhen gab. Nach einem guten Abendessen, bei dem nur die hohen Getränkepreise störten, gingen die meisten auf ihre Zimmer. Dort mussten sie, entweder noch am gleichen Abend oder aber spätestens am frühen Morgen, feststellen, dass das warme Wasser nicht für alle reichte und wenn dann nur ganz spärlich aus dem Hahn tröpfelte. So mancher „Kaltduscher“ bewies dabei fast heldenhaften Mut.

Das war das Thema beim Frühstück. Unser Vorsitzender, Peter Hinsch, nahm sofort Kontakt zur Hotelleitung auf, um diesen Missstand zu beenden. So einfach war es nicht, wie sich herausstellte. Ungeachtet dieser Misere bestiegen wir nach dem reichhaltigen Frühstück die Busse und starteten Richtung Schloss Schönbrunn, dem größten Schloss Österreichs mit seinen 1.441 Zimmern. Ab 1743 wurde es in der jetzigen Form von Kaiserin Maria Theresia um- und ausgebaut. Von der Mitte des 18. Jh. bis zum Ende des 2. Weltkrieges diente es dem österreichischen Kaiserhaus als Sommerresidenz. Eine Fülle von Eindrücken nahmen wir aus den vielen Prunksälen und repräsentativen Räumen mit. Die gewaltige Parkanlage von 160 ha beeindruckte ebenfalls; einige besuchten die Wagenburg mit seiner bedeutenden Sammlung höfischer Prunk- und Gebrauchskutschen. Nach so viel Geschichte war allen nach einer Abwechslung zumute. So fuhren wir in die Innenstadt, wo uns der Bus an einer zentralen Stelle absetzte und alle selbst auf Erkundungstour gehen konnten, um den Stephansdom, den Steffl, zu besuchen oder andere Entdeckungen zu machen. Von dort ging es direkt zum Heurigen in Grinzing. Ein herrlich milder Abend und Schrammelmusik begleitete den Chor beim deftigen Essen und kühlem Wein. Wenn einem so viel Gutes widerfährt, dann muss der Chor singen. Norddeutsche Lieder erklangen im Gastgarten. Das begeisterte neben den übrigen Gästen ganz besonders eine Gruppe von Franzosen, die sich später näher über unseren Chor informierten. Eine Chorreise nach Frankreich wäre auch nicht übel …

Die Wiener Hofburg und alles was dazu gehört, sollte am nächsten Tag unser Ziel sein. Am Eingang wurden wir bereits von der Verwaltungsdirektorin des österreichischen Präsidenten,

Susanne Schreiner, und dem Vorsitzenden des Polizeichores Wien, Andreas Schreiner, empfangen, die uns dann durch die offiziellen Räume führten. Vorgesehen war ursprünglich, dass wir dem Präsidenten ein Ständchen bringen sollten. Das musste jedoch aus Termingründen abgesagt werden. So aber konnten wir Teile der Hofburg sehen, die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. So einfach lässt sich der PCH aber nicht am Singen hindern. Die Sänger nahmen Aufstellung unter der hohen Kuppel der Eingangshalle zur Hofburg und zur Hofreitschule. Als „Am kühlenden Morgen“ erklang, blieben die vielen vorbeigehenden Touristen spontan stehen, um unserem Gesang zu lauschen. Es folgten „Das Glöcklein“ und die „12 Räuber“. Donnernder Applaus ließ uns als Zugabe noch „Aus der Traube in die Tonne“ singen. Die Akustik dieses Ortes war phänomenal und für alle ein Erlebnis.

Dann brachte uns die Stadtführerin zum Schloss Belvedere und zum Hundertwasser-Haus, ein Muss bei einem Wien-Besuch, obwohl man über die architektonischen Einfälle streiten kann. Schlusspunkt war ein Besuch im Prater, der voll war mit weiß-rot gekleideten Österreich-Fans, denn an diesem Abend wurde das Länderspiel Österreich-Deutschland im Ernst-Happel-Stadion ausgetragen, das Deutschland „leider“ für Österreich mit 2:1 für sich entscheiden konnte.

Während des Tages war unser Vorsitzender damit beschäftigt, eine „Wasser-Lösung“ zu finden. In vielen Telefonaten und Beratungen einigte man sich darauf, nicht in ein anderes Hotel umzuziehen, was vom Veranstalter angeboten wurde, sondern auch die nächsten drei Nächte mit diesen Unzulänglichkeiten zu leben. Ein großes Lob gebührt der gesamten Reisegruppe, denn nach dieser nicht leichten Entscheidung des Vorstandes gab es kaum noch Nörgeleien oder Beschwerden. Man hatte sich arrangiert!

Wien war genügend erkundet, jetzt ging es in die schöne Umgebung. Über Laxenburg mit der Franzenburg fuhren wir nach Eisenstadt, der Heimat der Esterházys, die hier seit Mitte des 17. Jahrhunderts ununterbrochen in ihrem Schloss residieren. Überall stieß man auf Erinnerungen an Joseph Haydn, der dort über 30 Jahre als Hofkapellmeister gewirkt hat. Der Innenhof und die im Schloss gelegenen Roter Salon und der Haydnsaal zeigten die Pracht vergangener Zeiten.

In Eisenstadt, der Landeshauptstadt des Burgenlandes, vertraten wir uns bei herrlichem Sonnenschein ein wenig die Füße. Obwohl das Schloss direkt im Ort gelegen ist, gehörte Eisenstadt als Freistadt, ähnlich wie Hamburg als Freie und Hansestadt, nie zum Esterházy Besitz. Der Bus nahm uns wieder auf und brachte uns nach Mörbisch mit seiner bekannten Seebühne (6300 Plätze), wo wir an Bord eines Ausflugdampfers eine Rundfahrt auf dem Neusiedler See direkt an der ungarischen Grenze unternahmen. Rust begrüßte uns mit seinem hübschen Marktplatz, den denkmalgeschützten Bürgerhäusern und der aus Feldsteinen errichteten Fischerkirche mit Fresken aus dem 12. Jh., die erst im 20. Jh. freigelegt und restauriert wurden. Dann ging es in den Weinkeller zur Weinprobe. Obwohl sich die Köpfe nicht vernebelt hatten, zogen dunkle Wolken auf und auf der Rückfahrt begann es, nach bisher nur sonnigen und sehr warmen Tagen, heftig zu regnen und abzukühlen. Am Abend saßen wir im Hotel zusammen und gaben den Mitgereisten ein Ständchen – von „Fräul’n Helen“ bis zu „La Paloma“ spannte sich er Liederreigen, der von Kazuo Kanemaki am Keyboard und Klaus Grzybowski am Akkordeon stimmungsvoll begleitet wurde.

Ein Tag blieb uns noch für den Wienerwald. Durch die Kreisstadt Mödling fuhren wir zur Seegrotte, einem ehemaligen Gipsbergwerk, in dem während der Nazi-Zeit Flugzeugteile gebaut wurden. Dort an der Gedenktafel für die Opfer unter den Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern sangen wir noch einmal „Am kühlenden Morgen“, was in vielen von uns lange nachhallte. Die anschließende Bootsfahrt auf dem größten unterirdischen See Europas (6.200 m²) war besonders beeindruckend. Die nächste Station war Stift Heiligenkreuz mit seinem Zisterzienser-Kloster. Während der Besichtigung sangen wir in der Stiftskirche spontan den „Abendfreden“, der wunderbar in diese weihevolle Umgebung passte. Baden in Niederösterreich war die letzte Etappe dieses Tages. Die Stadt mit ihren Schwefelquellen, die seit der Römerzeit bekannt und beliebt sind. Kaiser Franz I. machte sie zu seiner Sommerresidenz. Leider konnten wir den Stadtrundgang nur bei leichtem Regen absolvieren.

So viel Geschichte und Daten, Fakten und noch mehr haben alle Mitgereisten stark beeindruckt. So gab es auf der Rückfahrt über Brünn, Prag und Berlin noch viel zu erzählen von den schönen Tagen in Wien.


„Freudig begrüßen wir die edle Halle…“                                  06.05.2012

Am 06.05.2012 stand das Frühlingskonzert des Polizeichors Hamburg (PCH) in der Laeiszhalle Hamburg auf unserem Terminkalender. Seit Januar waren wir mit vier Sonderproben und einer Intensivprobe neben den „normalen“ Proben am Donnerstag von unserem Chorleiter, Kazuo Kanemaki und seinem Assistenten, Masanori Hosaka, bestens auf dieses Konzert vorbereitet worden. Im Vorfeld gab es viele organisatorische Probleme, da uns die Laeiszhalle einen ganz engen Zeitrahmen vorgegeben hatte. Hier war Improvisationsvermögen gefragt, um Chor, Gastchor, Gastorchester, Akkordeonspieler und Solisten, die Bühnendekoration, die Beschallung und die Bestuhlung in sehr kurzer Zeitspanne aufeinander ab- und einzustimmen, bevor um 15:00 Uhr die ersten Takte gespielt werden sollten. Das Wichtigste: Es hat geklappt!

Bereits einen Tag zuvor konnten wir die 50 Damen des Polizei Frauenchors Frankfurt/Main (PFCF) gegen 13:45 Uhr am Hotel mit einem Imbiss willkommen heißen. Abends gab es dann einen Kommers im Überseebrücken-Restaurant mit einem traumhaften Ausblick über den Hafen, der mit einer Lichterfahrt durch den Hamburger Hafen, bei der einige Sangesfreunde mit Klaus Grzybowski am Akkordeon für maritime Stimmung sorgten. Einige wagten abschließend noch einen kurzen Abstecher auf die Reeperbahn.

Am nächsten Morgen hieß es dann früh aufstehen, denn aufgrund des engen Zeitrahmens trafen wir uns schon am frühen Vormittag im Polizeipräsidium, um dort die gemeinsamen Lieder aufeinander abzustimmen. Hinzu gesellte sich etwas später das Bundespolizei Orchester aus Hannover (BPO). Als die Abstimmung für die Chor- und Orchesterleiter zufriedenstellend verlaufen war, konnten wir nach einer „Stärkung“ mit leckeren belegten Brötchen pünktlich zur Laeiszhalle abfahren.

Alle Aktiven waren auf der Bühne versammelt, als der Vorsitzende, Peter Hinsch, die über 1.200 Gäste und Ehrengäste begrüßte und die weitere Moderation an Jutta Mackeprang übergab. Aus der Oper „Tannhäuser“ von Richard Wagner wurde das Publikum mit „Freudig begrüßen wir die Halle“ stimm- und orchestergewaltig eingestimmt. Schwungvoll ging es weiter mit dem PC Hamburg und dem „Echo-Chor“, mit „Veronika“ und dem Scherzlied „Vom Naschen“ von W. A. Mozart. Die gefühlvolle Trompete, gespielt von Harald Frey, durfte bei „Die Post im Walde“ nicht fehlen. Großer Beifall war der Dank.

Ein besonderer Ohren- aber auch Augenschmaus waren der „Frühlingsstimmenwalzer“ und „Ohne Sorgen“, beides von Johann Strauss, die das BPO unter der Leitung von Matthias Höfert gekonnt präsentierte. Für Mattias Höfert war das Dirigieren auch eine beachtenswerte körperliche Leistung, was das Publikum entsprechend lautstark honorierte.

Nun betraten die Damen des PFCF, geleitet und am Flügel begleitet von Musikdirektor Damian H. Siegmund, wieder die Bühne. Auch sie brachten einen bunten Lieder-Strauß mit, der das Publikum bestens unterhielt, besonders der kurze „Hochzeitskuchen“ von Johann Strauss und ganz besonders das Grisetten-Lied von Franz Lehár ernteten großen Applaus.

Noch größer war die Begeisterung, als die junge begnadete Shihoko Higashida, die sich nach Ihrem Auftritt bei uns im letzten Jahr beachtlich weiter entwickelt hat, mit dem Vilja-Lied aus der Operette „Die lustige Witwe“ Akzente setzte. Das Publikum war hingerissen.

Vor der Pause waren wieder alle Akteure auf der Bühne, denn mit „Conquest of Paradise“ waren Chöre und Orchester gefordert. Aber als dann plötzlich Geschrei, Pfiffe und „Ole-Rufe“ lautstark aus den Chören erklangen und als das Orchester einsetzte, war mancher im Publikum verwundert. Das klärte sich schnell auf, als der Bariton Kei Kondo mit entsprechender Pose auf die Bühne trat und sein rotes Tuch schwenkte. Er war der Torero aus „Carmen“ und spielte diese Rolle gekonnt am Bühnenrand. Mit der Unterstützung beider Chöre und des BPO gelang ihm ein gesanglicher und gestenreicher furioser Auftritt.

Die Pause nutzte der PCH um sich maritim zu kleiden. In dem neuen Seemanns-Outfit und mit Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy am Akkordeon, holte der PCH die weite Welt und die Sehnsucht in die Laeiszhalle. Leider musste „La Paloma“ in diesem Block wegen der Erkrankung unseres Solisten gestrichen werden.

Moderne Stücke brachte jetzt das BPO und mit „Puttin‘ on the Ritz“, „Malaguena“ und dem „Hawaii Five-O“- Thema zeigte es sein ganzes Können. Auch der PFCF spannte von „Jesus Christ Superstar“ bis hin zu „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ einen weiten Bogen schwungvoller Lieder.

Zum Ende eines Konzertes soll es immer besonders eindrucksvoll sein. Hier schien dem Musikausschuss die „Carmina Burana“ von Carl Orff genau ins Programm zu passen. Daraus erklangen das „Ecce gratum“ von beiden Chören, von Sopran und Bariton „Omnia Sol Imperat“ und „In Trutina“ sowie „O Fortuna“ wieder von allen gemeinsam gesungen. Das Blasorchester begleitete furios, wobei die großen Kesselpauken unüberhörbare Akzente setzten.

Als der letzte Ton verklungen war, wollte der Beifall nicht enden und die Sängerinnen, Sänger und die Orchestermusiker wurden mit stehenden Ovationen bedacht. Ein gelungener Nachmittag. Das meinte auch der Vorsitzende, Peter Hinsch, als er sich bei den Akteuren mit Blumensträußen für ihre großartigen Leistungen bedankte.

Die Ersten wollten schon zur Garderobe eilen, als doch noch Töne erklangen. Mit einer orchestralen Fassung des Wiegenliedes von Johannes Brahms, bei dem Trompeten und Gesang harmonisch ineinander übergingen, entließ der PCH sein Publikum in den Sommer.


Unsere Chorreise nach Leipzig im Freistaat Sachsen      28.-30.04.2012

In aller Herrgottsfrühe (07:30) starteten wir zu unserer ersten Konzertreise in diesem Jahr.

Der Bus war mit 58 Teilnehmern voll besetzt, alle waren pünktlich und so konnte die Reise

beginnen. Kurz nach der Abfahrt stellte sich der Busfahrer, Bernd Poster, vor und wünschte

sich und uns eine gute Reise. Von ihm sollten wir in den nächsten Tagen noch viel zu hören bekommen. Auf dem Weg nach Leipzig nahmen wir noch unsere zwei „Auswärtigen“, Sigfrid Breiting in Lüneburg und Uwe Plath kurz vor Braunschweig, mit an Bord. Bis auf einen Stau

kurz vor Halle bei der Saale-Brücke verlief die Reise mit zwei Pausen reibungslos. Unterwegs

informierte uns der Busfahrer ständig über die Highlights links und rechts der Strecke, ob es Zuckerfabriken oder der Flughafen Leipzig war, er hatte zu allem etwas zu sagen – und das noch fundiert und sehr detailreich. Aber das war nicht alles, denn sein scheinbar nicht enden wollender Vorrat an Witzen unterhielt uns zwischendurch auf das Beste. So bogen wir schließlich mit 40minütiger Verspätung auf den Parkplatz vor dem Völkerschlacht-Denkmal ein, wo wir schon von einer Abordnung unserer Gastgeber, des PC Leipzig, ungeduldig erwartet wurden.

Alles war bei herrlichem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen für uns vorbereitet: Würstchen mit selbstgemachten, verschiedenen sehr schmackhaften Kartoffelsalaten und natürlich ausreichend Getränken, die nach der langen Fahrt besonders gut den Durst der Sänger löschten. Nach einem gut gekühlten Allasch und einer Kurzbesichtigung des Völkerschlacht-Denkmals begrüßte der PCH seine Gastgeber offiziell und bedankte sich mit einem Ständchen. Und schon saßen wir wieder im Bus, um einen kurzen, aber umfassenden Eindruck von Leipzig bei einer Stadtrundfahrt zu bekommen, die wir zu einer Besichtigung der Thomaskirche und des Marktes unterbrachen. Das machte Appetit auf mehr. Die Stadtrundfahrt endete schließlich vor dem Balance-Hotel, wo wir uns gegen 19:00 Uhr zum 3-gängigen sehr schmackhaften Abendessen trafen. Mit dem Hotel hatte uns der PC Leipzig eine sehr gute Empfehlung gegeben.

Einige machten sich nach dem Essen und der Gewissheit des Klassenerhaltes des HSV auf den Weg, Leipzig auf eigene Faust zu erkunden. Die einen zog es zu einer Vorbesichtigung des Ortes unseres Kommers am nächsten Tag, andere zogen in die Innenstadt, wo besonders das Barfußgässchen beeindruckte, eine Gasse, in der sich eine Lokalität an die andere reihte.

Alles saß draußen an diesem lauen Frühlings-Sommerabend und genossen die fröhliche Stimmung. Im Hotel trafen sich die „Heimkehrer“ dann noch zu einem Abschlussbierchen mit den „Daheimgebliebenen“.

Nach einem späten Frühstück blieb Zeit, bevor es ernst wurde. Diese nutzten einige, um einen weiteren Abstecher in die Innenstadt zu wagen. Sie wurden belohnt, denn am 30. Welttanztag hatte man vor der Oper auf dem Augustusplatz einen wohl 2500 qm großen Tanzboden aufgebaut, auf dem im 15 Minuten-Takt die unterschiedlichsten Tanzgruppen ihr Können bei sommerlicher Hitze zeigten. Eine wirklich eindrucksvolle Darbietung aller Akteure, die wir leider nur für kurze Zeit genießen konnten.

Um 12:30 Uhr fanden sich alle Sänger, korrekt gekleidet, zur Abfahrt zur Versöhnungskirche in Leipzig-Gohlis-Nord ein. Eine imposante Kirche in diesem Vorort, die 1932 eingeweiht wurde und eines der wenigen Kirchenbauwerke der klassischen Moderne in Deutschland ist und im Bauhausstil erbaut wurde. Beeindruckend die Eingangsfront auf der Südseite mit seinem monumentalen Kreuzfenster, gekrönt von einem 43 m hohen Kirchturm. Dort sollten wir das Frühlingskonzert zusammen mit dem PC Leipzig und einem Holzbläserquintett des Polizeiorchesters Sachsen, dem auch ein Horn angehörte, bestreiten. Zwischen den Proben hatten die fleißigen Helfer ein leckeres Buffet mit Brötchen und Kuchen aufgebaut, was sehr gut gelungen war. Einige befürchteten angesichts des herrlichen Wetters ein Ausbleiben von Konzertbesuchern. Aber als fünf Minuten vor 16:00 Uhr die Glocken läuteten und die Akteure in die Kirche einzogen, konnten sie sich über eine fast vollständig gefüllte Kirche freuen. Nach einem Grußwort des Gemeindepastors und dem Sängergruß der Polizei, stimmte der Vorsitzende, Manfred Karich, die Zuhörer auf das Kommende ein. Der junge, 24-jährige Chorleiter, Marcus Herlt, der den PC Leipzig erst seit gut einem Jahr leitet, griff zur Stimmgabel und los ging es mit einem Block sechs klassischer Lieder, gefolgt von zwei Sätzen aus dem Divertimento von Joseph Haydn, das von dem Holzbläserquintett gekonnt vorgetragen wurde. Ohne Pause ging es wieder weiter mit dem PC Leipzig. Die Damen und Herren hatten sich jetzt Schwungvolles vorgenommen, wo hier besonders „Die Forelle“ in der Bearbeitung von Franz Schöggl Heiterkeit im Publikum verbreitete. Die „Barkarole“ bildetet den Abschluss dieses Liederreigens, den das Publikum mit großem Beifall bedachte. Nachdem die beiden letzten Sätze des Divertimentos verklungen waren, nahm der PC Hamburg vor dem Altar Aufstellung, Kazuo Kanemaki ließ die Notenmappen aufschlagen, stimmte an und dann begannen die Männer des PC Hamburg mit viel Schwung das Trinklied aus der Oper „Ernani“ zu singen. Das war der Beginn eines Non-Stopp-Programms von zehn Liedern unterschiedlichster Prägung. Schnell und besinnlich wechselten sich ab und das Publikum war sichtlich begeistert. Drei Seemannslieder beendeten unseren Part, aber das Publikum wollte noch mehr, wie unser Vorsitzender, Peter Hinsch, aus dem Beifall mit Standing Ovations feststellte. Mit „Mein Hamburg“ verabschiedeten sich die Sänger. Aber auch das sollte noch nicht reichen. So setzte sich Kazuo Kanemaki ans Klavier und zusammen mit unseren zwei hervorragenden Akkordeonisten, Monika Brutscher und Yevgen Kuznetskyy, die auch schon die Seemannslieder gekonnt begleitet hatten, erklang der Gefangenenchor aus „Nabucco“. Zum Schlussbild fanden sich alle Akteure noch einmal zusammen, um sich mit „Abend wird es wieder“ vom begeisterten Publikum zu verabschieden.

Die nächste Station sollte der „Hopfen-Speicher“ sein. Wie der Namen vermuten ließ, wird dort nicht nur gegessen, sondern auch reichlich getrunken, was die Defizite aus der Sangesarbeit ausgleichen soll. Nachdem der erste Durst gelöscht war, schritt man zum kalt-warmen Buffet. Eine wirklich leckere Aneinanderreihung von Köstlichkeiten, ob Suppe, Braten oder Fisch, kalte Platten und süße Verführungen zum Nachtisch, alles war gut. Es folgte ein gemütliches Beisammensein drinnen oder draußen im großen Biergarten, wo man wollte. Wer nach 22:00 Uhr noch Durst hatte, der konnte sich dann an der Hotelbar weiter bedienen lassen.

Am nächsten Morgen hatte der Chor eine freudige Pflicht zu erfüllen. Unser Sangesfreund, Jürgen Wichmann, feierte seinen 75. Geburtstag. Mit „Am kühlenden Morgen“ brachten wir ihm vor unserer Abfahrt sein Ständchen. Im Bus bedankte er sich später mit Hochprozentigem und Wurst für eine nicht ganz 100 %ig gelungene Darbietung. Zum Abschied erhielt jeder Sänger zur Erinnerung eine „Leipziger Lerche“, eine Gebäckspezialität mit historischem Hintergrund, wie uns der Vorsitzende, Manfred Karich, erklärte.

Die Rückfahrt verlief reibungslos, unser Fahrer Bernd war in Hochform und brachte einen

Kalauer nach dem anderen, so dass wir unser Ziel Hamburg schon gegen 15:30 Uhr gutge-launt erreichten. Damit endete eine harmonische Chorreise, an der alles gestimmt hat und die uns Allen noch lange gegenwärtig bleiben wird.


Mitgliederversammlung (MV) 2012                                           02.02.2012

Wie es die Satzung vorschreibt, hatte der Geschäftsführer rechtzeitig zur MV 2012 eingeladen.

Der Einladung folgten 66 aktive und 8 fördernde Mitglieder. Die ORGA hatte wieder alles bestens vorbereitet, damit ab 18:00 Uhr die MV ihren Gang gehen konnte. Der Vorsitzende, Peter Hinsch, begrüßte die Anwesenden und bat die Versammlung den 2011 verstorbenen Mitgliedern zu gedenken. Mit dem Singen des „Bundesliedes“ und der Wahl des Versammlungsleiters, Gerd Dammann, konnte man in die weitere Tagesordnung einsteigen.

Der Bericht des Vorsitzenden wird immer mit Spannung erwartet, da er die Gelegenheit nutzt, das vergangene Chorjahr auch kritisch Revue passieren zu lassen. Mit Stolz und Zufriedenheit kann der PCH zurückblicken, denn die Auftritte des PCH begeisterten das jeweilige Publikum und der damit verbundene finanzielle Erfolg durch unsere Frühlings- und Weihnachtskonzerte ist auch nicht zu vernachlässigen. Aber – und das folgte prompt – dürfe nicht dazu führen, dass wir nicht an einer weiteren Steigerung unserer sängerischen und organisatorischen Leistung arbeiten. Denn sehr bedenklich ist die Altersstruktur unseres Chores und damit verbunden die Zahl der aktiven Sänger. Trotz vieler Bemühungen ist es dem Vorstand leider nicht gelungen, auf diesem Feld erfolgreich zu sein.

Es folgte ein Rückblick auf das Chorgeschehen und Peter Hinsch nahm Stellung zu den Themen

Adventskaffe, Satzung, Homepage, Videotext, CD-Mitschnitte, Weihnachts-CD und dem neuen

Seemanns-Outfit. Nach diesem positiven Resümee folgten noch einige kritische Anmerkungen.

Noch einmal der Appell an alle Mitglieder, Interessierte anzusprechen und für den Chor zu gewinnen. Weiter spannte er den Bogen über das ausgewählte Liedgut, das äußere Erscheinungsbild des Chores und das Sich-Einbringen in den Chor, auch wenn man offiziell kein Amt innehat. Dafür dankte er den Sangesfreunden, die mit ihren Aktivitäten zu einem funktionierenden und kameradschaftlichen Chor beigetragen haben. Dank auch dem Chorleiter, dem es immer wieder gelingt, uns so zu den Konzerten einzustellen, dass wir uns positiv präsentieren können. Insofern können wir das Jahr 2012 mit Selbstvertrauen in Angriff nehmen.

Der Geschäftsführer, Helmut Peters, folgte mit seinem Rechenschaftsbericht. Zunächst einmal gab es viele Zahlen, die nicht uninteressant waren. Hiervon einige: 16 Auftritte und 47 Proben, der Vorstand tagte 13 Mal und der Musikausschuss 3 Mal. Noch ist die Anzahl der 82 aktiven Sänger gleich geblieben, obwohl einige davon nicht mehr am aktiven Konzertgeschehen teilnehmen. Bei den fördernden Mitgliedern hat es, trotz einiger altersbedingter Austritte, eine positive Entwicklung gegeben, es sind jetzt aktuell 127 hauptsächlich dank der unermüdlichen Mitgliedergewinnung durch Waltraud Wichmann. Als Akkordeonspielerin neu hinzugekommen war Stefanie Perl, die uns aber leider wieder aus persönlichen Gründen verlassen musste. Zur Unterstützung von Kazuo Kanemaki wurde Masanori Hosaka, kurz „Massa“ genannt, verpflichtet. Ein besonderer Dank gilt John Harder, der seit der Sommerpause wieder den Getränkeverkauf in der Pause übernommen hat. Auch bei der Annahme der Kartenbestellungen gab es eine Veränderung. Auch hier hat sich John Harder bereit erklärt, die Hauptlast dabei zu tragen.

Dann stellte Helmut Peters den Arbeitsplan 2012 vor, um abschließend zu sagen, dass er der Meinung ist, dass der PCH sich weiter entwickelt hat, die Großkonzerte von den Zuschauern und vom Inhalt her positiv beurteilt werden können und die Atmosphäre im Chor gut ist. Aber auch er wünscht sich mehr Unterstützung durch die Sangesfreunde, wenn es um die Übernahme von Aufgaben im Chor geht.

Schließlich ergriff der Schatzmeister, Hans-Joachim Harms, das Wort und erläuterte den Kassenbericht, der mit Einnahmen und Ausgabe von knapp über € 100.000,00 abschloss und einen Überschuss von € 2.372,00 auswies. Um die vielfältigen Aus- und Aufgaben zu bewältigen, sind es neben Beiträgen, Spenden und CD-Verkauf vor allem die Einnahmen aus den Frühlings- und Weihnachtskonzerten, die den Chor „am Leben“ erhalten. Hierfür bedankte er sich ausdrücklich bei den Mitgliedern, die sehr fleißig Karten verkauft haben. Denn nur mit den Überschüssen aus den Großkonzerten können wir den derzeitigen Beitragssatz halten und unsere Unternehmungen finanzieren. Der Vorstand habe immer wirtschaftlich gehandelt und die Kosten niedrig gehalten. Dies konnte auch der Kassenprüfer, Reinhold Kratzsch, bestätigen, der empfahl, den Schatzmeister zu entlasten. Das galt anschließend auch für den gesamten Vorstand.

Die Wiederwahl von Waltraud Wichmann als Betreuerin der fördernden Mitglieder wurde danach noch zu einer sehr emotionalen Angelegenheit. Der Vorsitzende ernannte sie auf Grund ihres nimmermüden Einsatzes für die Belange „ihrer“ fördernden Mitglieder zum Ehrenmitglied. -

Gerd Rathke wurde für seine 10jährige Mitgliedschaft mit der bronzenen Vereinsnadel nachträglich geehrt.

Die Neuwahlen brachten nichts Neues: Der geschäftsführende Vorstand blieb auch nach den Neuwahlen auf allen Positionen in seiner Zusammensetzung gleich. Die turnusmäßige Neuwahl des 2. Kassenprüfers, Walter Wozny, und die Wahl des Stimmführers im 2. Bass, Heinz Nengel, brachten die einzigen Veränderungen.

Anträge lagen nicht vor und die Wortmeldungen betrafen das Chorgeschehen im Allgemeinen.

So konnte der Versammlungsleiter eine sachlich verlaufene Mitgliederversammlung, schon um 21:50 Uhr schließen.


Jahresabschlussfest 2011                                                          14.01.2012

Wer nicht dabei gewesen ist, ist selber schuld! So könnte der Tenor (nicht der des Sängers!) lauten, wenn über einen gelungenen Abend im Hotel-Restaurant „Zeppelin“ gesprochen wird. Denn die 125 angemeldeten Gäste waren rundum zufrieden mit dem, was der Vorstand auf die Beine gestellt hatte. Die ORGA unter der Leitung von Peter Linska hatte die Tischordnung vorbereitet, so dass keiner einen Platz suchen musste. Pünktlich kamen die dampfenden Schüsseln und Platten mit Grünkohl, Kassler, Kohlwurst, Schweinebacke, Brat- und Salzkartoffeln auf den Tisch. Einige wenige hatten als Alternative Maispoularde oder Vegetarisches gewählt. Es blieb also kein Wunsch offen – und das Wichtigste: Es hat allen an den geschmackvoll gedeckten Tischen ausgezeichnet gemundet. Der Nachtisch setzte dann mit Beerengrütze, Vanilleeis und Sahne das I-Tüpfelchen auf das Menu. Das Ganze wurde schließlich mit einem Helbing Kümmel abgerundet.

Kurz nach dem Essen bat der Vorsitzende, Peter Hinsch, die Sänger in Chorformation auf die Tanzfläche. Vor dem nun folgenden Ständchen trug Holger Dörin zur Erheiterung noch das Gedicht von Heinz Erhardt „Die Polizei im Wandel der Zeiten“ vor, um dann zum „Sängergruß der Polizei“ überzuleiten. Nach dieser kurzen Eröffnung beeindruckte der Chor wieder einmal die anwesenden Damen mit dem „Abendfreden“ und dem „Bajazzo“. Als Dirigent stand erstmals unser Zweiter Chorleiter, Masanori Hosaka kurz Massa genannt, bei einem Auftritt vor dem Chor, denn unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, musste kurzfristig wegen eines Trauerfalls in der Familie nach Japan reisen. Massa hat seine Sache sehr gut gemacht, so hörte man danach überall.

Der offizielle Anlass des Abends ist die Ehrung verdienter Sangesfreunde. Peter Hinsch sprach in seiner kurzen Laudation an, wie wichtig es sei, in der Gemeinschaft aufgehoben zu sein, aber auch für die Gemeinschaft da zu sein. Das dokumentiert sich in der langjährigen Mitgliedschaft, für die die nachfolgenden Sänger geehrt wurden.


Vorweihnachtliche Festkonzerte                                             03.12.2011

Wenn von Vorfreude die Rede ist, dann betrifft es für diese beiden Konzerte besonders den PolizeiFrauenChor Köln e.V. (PFCK). Das beweisen die vielen E-Mails, die zwischen der Vorsitzenden, Susanne Kemper, und unserem ORGA-Leiter, Peter Linska, im Vorfeld hin und her wechselten. Endlich war es dann soweit und der Polizeichor Hamburg (PCH) konnte die 60 Damen aus Köln auf traditionelle, hanseatische Weise auf dem Hotelparkplatz empfangen: Schwarzbrot, Matjes-Doppelfilets und Sylter Sauce wurden gegen den Hunger und gegen den Durst wurden Bier, Helbings Kümmel und Mineralwasser gereicht, wobei von Letzterem am wenigsten getrunken wurde. Respekt! So eingestimmt ging es fast ohne Pause weiter mit einer Stadtrundfahrt, die unser Sfr. Wolfgang Schehlmann begleitete. Sie endete, wo wohl? Natürlich am Hafen. Dort auf einer Barkasse wartete schon das zünftig gekleidete Team von Sängern, die mit unserem Akkordeonisten Klaus Grzybowski die Damen blendend bei der beeindruckenden Lichterfahrt durch Hamburgs Hafen unterhielten. Kein Wunder, denn dort waren u.a. auch Ladys zu bewundern: die „Queen Mary 2“ und das 350 m lange Containerschiff „Amerigo Vespucci“. Mit einem phantastischen Blick über Elbe und Hafen aus dem und einem guten Essen in dem Überseebrücken-Restaurant ging ein eindrucksvoller Tag gemütlich zu Ende. Einige wagten sich dann noch auf den Kiez, aber am nächsten Tag standen schwere Aufgaben bevor, nämlich die beiden Vorweihnachtlichen Festkonzerte zum 110jährigen Jubiläum des PCH. Am 2. Advent um 15:00 Uhr und 19:30 Uhr sollten dann alle Beteiligten vor insgesamt 2.700 Zuschauern ihr Bestes geben.img 5555 neuh

Neben dem PFCK, geleitet von Hermannjosef Roosen, hatte der PCH, wie schon in den Vorjahren, wieder das Jugendsinfonie-Orchester Ahrensburg (JOA) unter der Leitung von Michael Klaue sowie die bewährte Annerose Witt am Flügel und der Orgel verpflichten können. Als Solistin glänzte Christin Kullmann mit ihrem glockenreinen Sopran. Eine Hiobsbotschaft erreichte unseren Geschäftsführer jedoch zwei Tage vor Konzertbeginn. Die Moderatorin Christin Kullmann meldete sich durch eine Virusinfektion krank! Was tun? Beim Frühlingskonzert hatte Tina Busch, die Moderatorin bei NDR 90,3 ist, gekonnt durch das Programm geführt. Sie erklärte sich spontan bereit für Christin Kullmann einzuspringen, konnte glücklicherweise andere Termine verschieben, um uns dann ihr Ja-Wort zu geben. Dafür einen ganz herzlichen Dank, auch wenn sie sich zu Beginn ihrer Moderation dafür entschuldigte, dass, falls doch etwas schief läuft, man ihr dies wegen der Kürze der Vorbereitungszeit nachsehen möge.

Nach dem Auftakt, dem „Weihnachts-Wiegenlied“ von John Rutter, gesungen von PFCK und PCH, geleitet von Kazuo Kanemaki, der nun schon seit 21 Jahren den Chor führt, und begleitet von Annerose Witt an der Orgel, begrüßte unser Vorsitzender, Peter Hinsch, die Gäste und vor allem die vielen hochrangigen Ehrengäste, angefangen beim Innensenator, Michael Neumann, und gefolgt von Polizeipräsident und –vizepräsident, die beide freundliche Grußworte an das Publikum richteten und betonten wie wichtig ihnen der PCH ist.

Mit drei besinnlichen Liedern setzte der PCH das Programm fort. Der „Chor der Priester“ aus der „Zauberflöte“ beendete diesen Teil, um dem JOA Raum zu geben, ihre „Hornisse“ aus der Suite Op. 97a von Dimitri Shostakovich anzustimmen. Mit Harfe und einem sehr gefühlvoll spielenden, jungen Bratschisten zeigten das JOA und Michael Klaue wieder ihre Klasse, was der Beifall ganz deutlich ausdrückte. Tina Busch sagte nun den PFCK an, der damit seinen ersten Solo-Auftritt auf der Bühne der Laeiszhalle hatte. Mit verschieden-sprachigen Liedern unterhielt der PFCK das Publikum aufs Beste. Das „Laudate Dominum“ von W.A. Mozart, vorgetragen von allen Beteiligten, beendete den ersten Teil der Konzerte, der vom Publikum mit lautem Beifall belohnt wurde.

Nach der langen Pause, in der fleißige Sänger die brandneue Weihnachts-CD verkauften, fand sich der PCH wieder auf der Bühne ein, um schwungvoll den zweiten Teil zu beginnen. „Freuet Euch all‘“ hieß es und „Süßer die Glocken nie klingen“ und zum Schluss „“Gott sei Dank durch alle Welt“. Hierbei trug Christin Kullmann langsam über die Bühne schreitend die letzte Strophe vor. Dies schien beim Publikum sehr gut anzukommen, was uns der Applaus bewies. Für den Solo-Auftritt des JOA hatte Michael Klaue das Klarinettenkonzert in A-Dur KV 622 vorbereitet, bei dem Jessica Turnbull-Thieme als Solistin an der Klarinette ihre Virtuosität voll ausspielen konnte. Ein gelungener Auftritt. Aber es sollte noch besser kommen, denn die Damen vom PFCK unterhielten das Publikum mit fünf stimmungsvollen Liedern. Beginnend mit „The Rose“ bis hin zum „Ave Maria der Berge“ spannten sie den Bogen, den Hermannjosef Roosen am Flügel begleitete. Sehr gefühlvoll trug nun Christin Kullmann ihr „Mariä Wiegenlied“ von Max Reger vor und wurde von Annerose Witt dabei gekonnt begleitet. Auch hier zeigte der lautstarke Applaus der jungen Sopranistin, wie zufrieden das Publikum mit ihrer Leistung war.

Richtige Weihnachtsstimmung kam auf, als der PCH mit „O Tannenbaum“ und „Tochter Zion“ das Publikum einstimmte auf eine Überraschung, die leider nur die Gäste des Abendkonzertes miterleben duften. Peter Hinsch führte die 6-jährige Hanna Heeßel, die Enkelin eines Sängers, an der Hand auf die Bühne. Im Saal war es mucksmäuschenstill als die Kleine ihr plattdeutsches Gedicht ohne erkennbare Nervosität souverän vortrug. Der Beifall war großartig, aber die Tüte mit Süßigkeiten als Lohn schien ihr wichtiger zu sein. Ganz ruhig wurde es wieder, denn zunächst summte der PCH die Melodie von „Stille Nacht“, ehe er die Verse behutsam erklingen ließ. Ein eindrucksvolles Erlebnis für alle.

Eindrucksvoll soll der Schlussbeitrag sein, der in diesem Jahr zwei Stücke umfasste, bei dem Solisten, Chöre und Orchester zusammenwirken. „Pie Jesu“ von Andrew Lloyd Webber und das „Halleluja“ von G.F. Händel. Das eine moderat, das andere gewaltig in seiner Klangfülle. Bravo-Rufe und donnernder Beifall vom begeisterten Publikum, das war der Lohn für alle Beteiligten. Blumensträuße gab es für die Chor- und Orchesterleiter, die Solisten und die Moderatorin als Dank für die geleistete Arbeit. Mit Weihnachtsmannmütze dirigierte ein sichtlich zufriedener Kazuo Kanemaki „O du fröhliche“ und animierte das Publikum zum Mitsingen, was es auch hingebungsvoll tat – um nun beschwingt in die Vorweihnachtszeit zu gehen.

Die beiden Chöre trafen sich am nächsten Vormittag zu einem lebhaften Kommers im Hotel, der zeigte, wie gut die beiden Chöre auch außerhalb der Bühne harmonieren.


Auftritt bei den „Blauen Jungs“ in Hamburg-Harburg          29.10.2011

Zum 50. Mal fand in diesem Jahr das traditionelle Herbstkonzert des Polizeichores „Blaue Jungs“ Hamburg-Harburg von 1949 e.V. (BJ) statt. Als Gäste hatte der Vorsitzende, Wolfgang Schulz, das Polizeimusikkorps Karlsruhe (PMK) und uns als Nachbarn, den Polizeichor Hamburg (PCH), eingeladen. Trotz vieler anderer Termine hatten wir uns in den Wochen davor konzentriert auf diesen Auftritt vorbereitet, denn gerade bei unseren Nachbarn wollten wir glänzen.

Vollbesetzt, so wie es die „Blauen Jungs“ gewohnt sind, war die Friedrich-Ebert-Halle auch an diesem sonnigen Nachmittag. Mit dem „Sängergruß der Polizei“ wurde das Festkonzert lautstark und mit allen Beteiligten auf der Bühne um 16:00 Uhr eröffnet. Leider war damit schon unser erster Auftritt beendet, denn es folgten zunächst die BJ unter der Leitung ihres neuen Chorleiters, Krzysztof Skladanowski, und das PMK unter dem Dirigat von Heinz Bierling. Aber dann machte der PCH Stimmung im Saal mit „Wochenend und Sonnenschein“, „Oh, Champs Elyseés“ (Solist: Jochen Harms), „Mala Moja“, „La Montanara“ (Solist: Otto Kadel) und beendeten unseren Auftritt im ersten Teil mit dem „Jägerchor“ aus dem „Freischütz“. Das Publikum war begeistert und Kazuo Kanemaki signalisierte Zufriedenheit.

Im zweiten Teil präsentierte sich der PCH in seinem neuen Seemanns-Outfit. Auch hier waren wieder unsere Solisten Wolfgang Funck, Rainer Maerz, Jochen Harms und Otto Kadel vor dem Mikrofon Garanten für einen stimmungsvollen Block maritimer Lieder und Shanties, den der PCH dem Publikum sehr effektvoll nahebrachte. Das Publikum dankte mit langanhaltendem Applaus. Nach den Auftritten des PMK und der BJ versammelten sich alle Mitwirkenden auf der Bühne, um mit dem „Fliegermarsch“ aus der Operette „Der fliegende Rittmeister“ das Konzert zu beenden, was aber nicht gelang, sondern als Zugabe noch einmal gebracht wurde. Das Publikum war zufrieden und zufrieden waren auch Solisten und Chorleiter, als ihnen der Vorsitzende, Wolfgang Schulz, als Dankeschön Präsente überreichte.

Aber damit nicht genug. Mit einem Kommers im Anschluss an das Konzert wurde das Zusammensein fortgesetzt. In der Lounge hatte man Tisch und Bänke aufgebaut, so dass sich die Aktiven bei Würstchen, belegten Broten, Salaten und reichlich Getränken stärken konnten. Zu den Dankesworten unseres Vorsitzenden, Peter Hinsch, sang der PCH den „Gefangenenchor“ und „Aus der Traube in die Tonne“, so wie es schon lange Tradition im PCH ist. Gegen 21:00 Uhr verließen dann die letzten Gäste die Friedrich-Ebert-Halle.


„Stars and Stripes“ in der Handelskammer Hamburg           08.10.2011

Der Deutsch-Amerikanische Frauen-Club Hamburg e.V. feiert im Oktober dieses Jahres sein 60jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass fand der Deutsch-Amerikanische Tag des Verbandes der Deutsch-Amerikanischen Clubs, der traditionell am 6. Oktober begangen wird, in diesem Jahr in Hamburg statt. Als Örtlichkeit für die Festveranstaltung hatte die Hamburger Präsidentin, Ruth Naundorf, den Albert-Schäfer-Saal in der altehrwürdigen Handelskammer Hamburg gewählt. Rund 250 Ehrengäste waren ihrer Einladung gefolgt. Zwei Anlässe gab es, die diesen Tag für viele so wichtig machten: Die Verleihung der „General Lucius D. Clay Medaille“ und die Übergabe der Urkunden an die Stipendiaten des deutsch-amerikanischen Studentenaustausches.

Zur musikalischen Begleitung der Festakte wurde die Combo des Polizeichorchesters Hamburg und der Polizeichor Hamburg, beide unter der Leitung von Dr. Kristine Kresge, eingeladen. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Verbandes, Gary Bautell, erhoben sich die Gäste für die Nationalhymnen. In den nun folgenden Reden des Präses der Handelskammer, Fritz Horst Meisheimer, des Staatsrates, Wolfgang Schmidt, und von Ruth Naundorf wurde immer wieder die enge Vernetzung beider Staaten sowohl politisch als auch wirtschaftlich hervorgehoben. Und dabei helfen die Verbände mit, indem sie z.B. den Studentenaustausch mit finanzieren. Nach diesen Reden war Entspannung und damit Musik angesagt. Begleitet von unseren beiden Akkordeonistinnen sang der Polizeichor zwei Hamburger Lieder und zwei Shanties, bei denen Rainer Maerz, Otto Kadel und Jochen Harms mit ihren Solopartien glänzen konnten.

Mit der Verleihung der „General Lucius D. Clay Medaille“ wird geehrt, wer sich besonders um die kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern verdient gemacht hat. In diesem Jahr war es Fred B. Irwin, der Präsident der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland. Einleitende Worte hierzu sprach die Hamburger Generalkonsulin, Inmi K. Patterson; die Laudatio hielt Hans-Ulrich Klose, MdB und früherer Hamburger Bürgermeister. Diesen Teil der Festveranstaltung beschloss die Combo mit einem Medley aus amerikanischen Musicals.

Im zweiten Teil wurden die Urkunden an die Austauschstudenten überreicht, wobei auffiel, dass wesentlich mehr Studentinnen als Studenten amerikanische Universitäten besucht hatten. Mit der Hamburg Hymne „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“ beendeten Chor und Combo diesen Nachmittag.

Bei dem anschließenden Empfang bedankte sich der Preisträger, Fred B. Irwin, ausdrücklich für den Beitrag des Polizeichores, der ihm sehr gut gefallen hatte. Adressat seines Dankes an den Chor war unser Sangesfreund Gerhard Dammann, der an der Gestaltung der Tagung als Mitglied des Deutsch-Amerikanischen Clubs wesentlich beteiligt war.


„Herbstklänge“ open Air in Planten un Blomen     24.09.2011

Oft hatte sich der Wettergott in den Jahren zuvor bei Konzerten des Polizeichores nicht von seiner besten Seite gezeigt. An diesem Tag jedoch war er voll auf unserer Seite. Strahlender Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen hatte dazu beigetragen, die vielen Sitzreihen vor der Musikmuschel in Hamburgs schönster Parkanlage mit über 600 Zuhörern fast vollständig zu füllen. Nach vielen Proben bis kurz vor Beginn des Konzertes ergriff Peter Hinsch, der Vorsitzende des PCH, das Mikrofon und begrüßte die „Fans“ des PCH und der übrigen Mitwirkenden, sowie die zufällig vorbeigekommenen Parkbesucher. Um das Ergebnis vorwegzunehmen, das Kommen und Verweilen sollte sich gelohnt haben.

Neben dem PCH warteten „Viva la Musica“, das Akkordeonorchester aus Wedel, sowie der Holsten-Chor „Hopfen und Malz“ aus Hamburg auf ihre Auftritte, die mit einem gemeinsamen Lied begannen: „Hallo, hier Hamburg“ lautete die Begrüßung der Akteure an das Publikum.der pch in planten un blomen 25

Mit launigen Worten sagte unser Sangesfreund Peter Horn die Lieder an, die der PCH für diesen Nachmittag einstudiert hatte. „Play a simple melody“, so begann der PCH seinen Block mit Liedern aus aller Welt, der mit dem Jägerchor aus der Oper „Der Freischütz“ endete. Der Applaus zeigte, dass diese Auswahl, die von Kazuo Kanemaki, dem Chorleiter des PCH und musikalischen Gesamtleiter des Nachmittags, präsentiert wurde, den Geschmack des Publikums getroffen hatte. Aber auch „Viva la Musica“, unter der Leitung von Kristoffer Appell, überzeugte mit einer gelungenen Darbietung flotter Melodien aus Musical und Pop. Hierbei wurden manche Damen inspiriert, das Tanzbein auf der Nebenbühne zu schwingen. Ein Paar zeigt sein Können sogar vor der großen Bühne. Der Holsten-Chor, ebenfalls unter der Leitung von Kazuo Kanemaki, hatte sich traditionelle Weisen ausgesucht, wie „Wochenend und Sonnenschein“, was natürlich haargenau zum Wetter passte.

Die Pause wurde nicht nur genutzt, um Werbung für die Jubiläumsveranstaltungen des PCH „110 Jahre Polizeichor - Vorweihnachtliche Festkonzerte“ zu machen, sondern auch, um sich auf den zweiten Teil des Konzertes vorzubereiten, der schon fast traditionell von unserem Chor mit Seemannsliedern und Shanties eröffnet wurde. „Volldampf voraus“ das war die Devise auch für die folgenden fünf Lieder. Begeisterter Beifall war der Lohn. Diesen bekamen auch die Damen und Herren von „Viva la Musica“ zu hören, die mit flottem Akkordeonspiel einen Bogen von „Erinnerungen an Zirkus Renz“ bis hin zu „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ schlugen. Der Holsten-Chor sang sein Motto „Lebe, liebe, lache“. War es „Das Bier“, das folgte oder „Min Jehann“? Zum Schluss „loderte“ aus ihren Kehlen jedenfalls das „Balkanfeuer“.

Unser Vorsitzender, Peter Hinsch, freute sich bei der Verabschiedung sehr darüber, dass dies wieder ein gelungenes Freiluft-Konzert gewesen war. Alle Mitwirkenden versammelten sich auf der Bühne, um mit dem „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“ tschüs zu sagen bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder auf der Bühne der Musikmuschel in Planten un Blomen heißt, der „Polizeichor singt und spielt“.


Auf einen Tag zur Mecklenburgischen Seenplatte       08.09.2011      

In Anbetracht eines kolossal überfrachteten Terminkalenders bis zu unseren Vorweihnachtlichen Festkonzerten am 03.12.2011 und eines positiven Kontostandes, sah sich der Vorstand in der Lage und nahezu aufgefordert, den Sängern und deren Ehefrauen und Partnerinnen einen schönen Ausflug zu bescheren. . Dieser Einladung folgten 88 Personen, die um 08:30 Uhr am Berliner Tor erwartungsfroh und gut gelaunt in die Busse stiegen.

Wie immer bei solchen gemeinschaftlichen Ausfahrten war der Geräuschpegel im Bus schon überdurchschnittlich hoch, was auf eine ausgeprägte Kommunikation untereinander zurückzuführen war. Gegen 11:30 Uhr erreichten wir unser Ziel: Mirow, die Kleinstadt mitten in der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Bus hielt direkt vor der Johanniter-Kirche und der Schlossinsel, wo uns schon „de Utroper“ in seiner Tracht herzlich willkommen hieß und uns einiges aus der wechselvollen Geschichte Mirows erzählte. Mit ihm erkundeten wir zunächst die Johanniterkirche mit seiner Fürstengruft, in der die Herzöge von Mecklenburg-Strelitz beigesetzt sind. Dann bewunderten wir die Schlossinsel mit der vorgelagerten Liebesinsel. Hübsch angelegt ist das kleine Schloss mit dem gegenüber liegenden Kavaliershaus. Hier wuchs auch Sophie Charlotte auf, deren 250jähriges Krönungsjubiläum zur englischen Königin in diesem Jahr gefeiert wird.

Nach langer Busfahrt und so viel Geschichte stand der Sinn nach etwas Deftigem. Nach kurzem Weg erreichten wir bei einem Regenschauer das „Hotel an der Seepromenade“, wo uns vor der Tür das Personal mit einem Mecklenburger Korn empfing. Dazu spielte der Hausmusikant Wolfgang auf seinem Akkordeon vertraute Weisen. Für jeden war etwas dabei bei dieser üppigen Mittagstafel und alle ließen sich es gut schmecken. Für die gute Stimmung sorgte auch das freundliche Personal, das immer wieder für Nachschub sorgte.

Um 14:00 Uhr war die Abfahrt der „Königin Sophie Charlotte“ angesagt, einem Dampfer, der uns vom Mirower See aus über den Granzower Möschen, den Kleinen und Großen Kotzower See bis zum Leppinsee und zurück durch eine wunderschöne Naturlandschaft brachte. Dabei durchquerten wir auch das Seerosen-Paradies. Leider war die Blütezeit schon vorbei, aber man konnte erahnen, welche Pracht sich zum Frühling/Sommer hier zeigt. Während der Fahrt griff unser Vorsitzender, Peter Hinsch, zum Mikrofon und stellte die nächste Chorreise vor, die uns nach Wien führen wird. Sofort wurden Anmeldelisten herumgereicht, da, wie er es ausdrückte, die „Entscheider“ (die Frauen und Partnerinnen der Sänger) mit an Bord waren. 50 erste Anmeldungen für 2012 waren das erfreuliche Resultat dieser spontanen Umfrage. (Näheres dazu steht auf Seite 6.)

Bei reichlich Kaffee und Kuchen und mit einem Ständchen bedankte sich der Chor bei den Wirtsleuten und dem Personal für einen herrlichen Tag, bei dem uns auch die ständigen Regenschauer nicht die gute Laune verderben konnten.


Konzertnachmittag in der Seniorenresidenz Alsterpark          16.06.2011

Gute Musik und Unterhaltung sind Stichworte, wenn es darum geht, älteren Menschen eine Freude zu bereiten. Hierzu hatte der Leiter der Seniorenresidenz Alsterpark, Herr Lutz Richter, den PCH eingeladen, um seinen Bewohnern einen abwechslungsreichen und beschwingten Nachmittag zu bieten. Die 45 angereisten Sänger sammelten sich im Souterrain, um sich auf den Auftritt vorzubereiten. Zum Glück hatte der Veranstalter logistische Maßnahmen getroffen, denn es standen Kaffee und gekühlte Getränke in dem schwülwarmen Raum “Hanseat“ bereit.

Da auch unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, trotz einer gesundheitlichen Beeinträchtigung zur Stelle war, waren die Voraussetzungen für ein gutes Gelingen des Konzertes gegeben.

Herr Richter begrüßte den PCH auf das Herzlichste und stimmte das Publikum im sehr gut besetzten Restaurant auf das Kommende ein, das unser Geschäftsführer Helmut Peters im Einzelnen erläuterte. Der Chor begann mit dem klassischen Teil, der aber keineswegs langsam und getragen dargeboten wurde. Zunächst „La Montanara“, diesem weltberühmten Lied aus den Trentiner Bergen, mit Otto Kadel im Soloteil, folgte der „Jägerchor“ aus der Oper „ Der Freischütz“. Mit „Oh Champs Elysées“ wechselten wir die Richtung, um mit „Wochenend und Sonnenschein“ und der „Schönen Isabella aus Kastilien“, wieder mit Otto Kadel als Solist, flotte Evergreens durch den Raum schallen zu lassen. Robert Stolz‘ „Im Prater blüh’n wieder die Bäume“ schloss diesen Teil des Programms ab. Die vielen Damen und wenigen Herren waren sichtlich begeistert, was sich in deren Applaus deutlich widerspiegelte.

„Hallo, hier Hamburg“ - der zweite Programmteil gehörte den maritimen Liedern, in denen als Solisten Wolfgang Funck beim „Friesenlied“, Rainer Maerz mit „Roll the Cotton“, Otto Kadel bei „What shall we do ...“ und Walter Wozny auf der „Reeperbahn“ glänzten und sich ihren Sonderapplaus redlich verdienten; auch Monika Brutscher am Akkordeon und Kazuo Kanemaki am Flügel, die sich die „Last“ der Begleitung teilten, wurden vom Publikum gefeiert. Begeisterung brachte auch Herr Richter in seinem Schlusswort zum Ausdruck und fragte die Anwesenden, ob sie den PCH zu einem späteren Zeitpunkt wieder einmal begrüßen wollten. Das wurde mit großem Applaus gefordert und animierte den PCH zu zwei Zugaben, zunächst den „Gefangenenchor“ aus der Oper „Nabucco“ und zum Abschied „In Hamburg sagt man tschüüs“.

Inzwischen hatte sich der Himmel bezogen und ein Gewitter mit starkem Regen zog über uns hinweg. Das aber macht Sängern nichts aus, wenn beim Warten auf besseres Wetter Bier und andere Getränke bereit stehen.


Wenn der Frühling kommt...                                    17.04.2011

 Wenn der Frühling kommt, dann singen wir. Auch in diesem Jahr lud der Polizeichor Hamburg (PCH) am 17. April 2011 zum Frühlingskonzert in die Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg ein. Über 1.200 Freunde des PCH folgten der Einladung und sorgten damit für ein gut gefülltes Haus.

Ein rundes Frühlingskonzert kommt natürlich nicht ohne Gäste aus. Dazu hatten wir den gemischten Polizeichor Leipzig (PCL) eingeladen. Die Sängerinnen und Sänger wurden bereits am Sonnabend an BAB-Raststätte Stillhorn zünftig mit Matjes, Sylter Soße, Schwarzbrot, Köm und Bier empfangen und mit einer anschließenden Stadtrundfahrt sowie einem Besuch der Reeperbahn und der weltbekannten Davidwache auf ihren Hamburg Aufenthalt eingestimmt. Des Weiteren konnten wir beim Konzert das Polizeiorchester Hamburg (POH) unter der Leitung von Dr. Kristine Kresge begrüßen. Über die Solisten soll später berichtet werden.

Den festlichen und lautstarken Beginn bildete die Sängergrußfanfare der Polizei, bei der sich alle Aktiven auf der Bühne versammelten. Der Vorsitzende des PCH, Peter Hinsch, begrüßte das Publikum. Unter den vielen Ehrengästen befand sich auch Werner Jantosch, der Polizeipräsident und Schirmherr des PCH, der in einem launigen Grußwort die Gäste auf die Veranstaltung einstimmte. Peter Hinsch übergab dann das Mikrofon an die blonde Moderatorin, Tina Busch, die vielen vom Radiosender NDR 90,3 bekannt ist. Sie sagte den ersten Programmteil an, den der PCH mit europäisch frühlingshaften Liedern bestritt. Im Prater blühten wieder die Bäume, die Tulpen aus Amsterdam leuchteten in vielen Farben, sehnsuchtsvoll klang La Montanara aus den Bergen und schließlich wandelte man auf dem Champs Elysees.

Mit „Auf der Heide blüh’n die letzten Rosen“ mit einem glänzenden Trompetensolo von Josef Hufnagel und dem sehr langen „Polowetzer Tanz“ aus der Oper „Fürst Igor“ setzte das POH Akzente.

Thematisch ähnlich präsentierte sich der PCL unter der Leitung des erst 23-jährigen Marcus Helft, der den PCL nach der plötzlichen Erkrankung des bisherigen Chorleiters Jörg Burghardt erst Anfang Februar übernommen hatte. Wie er in seiner begeisternden Art seinem Chor in dieser kurzen Vorbereitungszeit einen glanzvollen Auftritt mit stimmungsvollen Liedern bereitete, war schon bewundernswert. Am Flügel begleitete gekonnt die Pianistin Anna Rumler.

Der PCH schloss sich mit der „Launigen Forelle“ an, in der Franz Schögl dieses Stück durch die verschiedensten Komponisten interpretieren lässt, seien es Schubert, Mozart, Beethoven, Weber, Wagner oder Liszt. Der Beifall belohnte diese Leistung.

Jungen Künstlern ein Forum zu bieten, ist auch Anliegen des PCH. Beim Frühlingskonzert war es ein japanisches Trio, das unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, empfohlen hatte. Shihoko Higashida (Sopran) und Kei Kondo (Bariton) sangen, am Flügel begleitet von Eiko Okuno, das Duett aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“. Ihr gesangliches Können und die mimisch choreographische Leistung brachten das Publikum zu lautstarken Beifallskundgebungen und Bravo-Rufen.

Der letzte Beitrag vor der Pause gehörte wieder dem PCH. Mit einem Potpourri aus Melodien der Operette „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“ sang sich der PCH ein weiteres Mal in die Herzen der Zuschauer.

Maritim begann der zweite Teil. In ihrem neuen Seemannsoutfit, am Akkordeon begleitet von Monika Brutscher, Astrid Loyal, Stefanie Perl und Gunda Teschner, sang der PCH, unter der Leitung von seinem „Kapitän“ Kazuo Kanemaki von der Reeperbahn, den Friesen, der Signorina, -rina, -rina, der Baumwollernte und endete schließlich mit Anchors Away, dessen letzten Vers auf Deutsch unser Sangesfreund Karl-Heinz Zinke beigetragen hat. Bei diesem Bild glänzten unsere Solisten Walter Wozny, Jochen Harms, Martin Vetter und Rainer Maerz mit ihren Beiträgen.

Ganz anders als im ersten Teil zeigte sich das POH mit „I love you“ und Bert-Kaempfert- Melodien. Hierbei konnte man hören, dass auch ein Blasorchestern sanftere Töne anstimmen kann.

Der zweite Auftritt der Solisten war mit dem Duett der Papagena und des Papageno aus der Oper „Die Zauberflöte“ ein weiterer Glanz- und Höhepunkt ihres Repertoires und für den ganzen Nachmittag.

Bei einem so umfangreichen Programm dürfen auch Gospelklänge nicht fehlen. Diese präsentierte der PCL mit „My Lord, what a morning“, „Have a nice day“ und “Hail Holy Queen“um zum Schluss „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“ zu bringen. Der folgende Beifall gehörte aber ganz allein dem PCL, mit der Pianistin und dem engagierten Chorleiter Marcus Herlt.

Schließlich das Finale nach gut drei Stunden voller abwechslungsreicher Beiträge. Mit dem POH und allen Mitwirkenden hörte das Publikum zunächst den Zigeunerchor aus der Oper „Der Troubadour“ und dann die festliche Hymne „Finlandia“ von Jean Sibelius, wobei sich Kazuo Kanemaki ein weiteres Mal durch sein hervorragendes Dirigat auszeichnete. Der langanhaltende Applaus zeigte, wie zufrieden das Publikum mit dem dargebotenen Programm war.

Blumensträuße wurden an die Solisten und die Moderatorin überreicht und während die Chöre das Wiegenlied von Brahms anstimmten, bedankte sich der Vorsitzende beim Publikum und den Mitwirkenden für einen noch langen nachhallenden Konzertnachmittag in der Laeiszhalle.

Bei dem unmittelbar folgenden Kommers im „Hofbräuhaus an der Alster“, bei dem auch der Bundesvorsitzende des SBdDP, Rolf Holz, zu Gast war, hatten sich die Sängerinnen und Sänger aus dem Osten und Norden Deutschlands bei einer kräftigen Haxe und einem frischen Bier viel zu erzählen.


Mitgliederversammlung 2011                            03.02.2011

 Der Geschäftsführer hatte alle Mitglieder, ob aktive oder fördernde, zur Mitgliederversammlung in das Polizeipräsidium eingeladen. 66 aktive Sangesfreunde und 7 fördernde Mitglieder füllten

füllten das Personalrestaurant, als der Vorsitzende, Peter Hinsch, die Anwesenden begrüßte. Er erinnerte an die Verstorbenen, Edith Gerstenberg, eine verdiente Freundin des Chores, und an Henning Claassen, unseren Akkordeonspieler. Die Mitglieder ehrten beide mit einer Schweigeminute.

Nach der Wahl der Versammlungsleitung trat der Vorsitzende an das Mikrofon. In seinem Bericht wollte er nicht nur auf das vergangene Jahr zurückblicken, sondern auch einen Ausblick auf die Anforderungen der kommenden Jahre geben. Mit Zufriedenheit und Stolz kann der PCH auf 2010 sowohl in Bezug auf das Konzertgeschehen und den finanziellen Erfolg zurückschauen, darf dabei aber nicht außer Acht lassen, dass wir uns auf diesen Erfolgen nicht ausruhen dürfen. Denn wie ein Damoklesschwert hängt die Altersstruktur über dem PCH und dessen Anhang. Der Vorstand hat verschiedentlich versucht, hier aktiv zu werden, aber leider ohne messbaren Erfolg. Dann ließ er die vielen Auftritte Revue passieren, die das Chorjahr ausgemacht haben. Höhepunkte waren wie immer die Frühjahrs- und Weihnachtskonzerte in der Laeiszhalle, aber auch Auftritte bei der Grand-Prix-Sendung, der Innenministerkonferenz, beim PC Mülheim, der Sail Bremerhaven und zwei Mal in der Musikmuschel in Planten und Blomen. Auch an das Weihnachtskonzert beim PC Bremen brachte er in Erinnerung. Bei allen Veranstaltungen konnte sich der PCH mit guten Leistungen beweisen, was von vielen Seiten bestätigt wurde.

Der Adventskaffe hatte im vergangenen Jahr wegen Terminschwierigkeiten ausfallen müssen, da den Sängern wenigstens ein freies Adventswochenende bleiben sollte. In diesem Jahr hat sich die Situation gebessert, so dass voraussichtlich am 11.12.2011 diese Tradition fortgesetzt werden kann.

Die Arbeitsgruppe „Satzung“ hat nach langer, mühevoller Arbeit dieses Kapitel abschließen können. Der Vorsitzende dankte allen daran Beteiligten.

Die neuen Medien sind für den PCH inzwischen unverzichtbar geworden, wie die Reaktionen auf unsere Homepage zeigen. Auch unsere Präsentation beim TV-Sender Hamburg 1 (Videotext S. 865 ff) ist ein weiteres Beispiel für diese Entwicklung.

In seiner Rede kamen aber auch die Schattenseiten im Chorleben zur Sprache. Wie schon gesagt, betrifft es die Überalterung des Chores, aber auch das Engagement vieler Sänger, wenn deren Mithilfe eingefordert wird. Ein Beispiel: Wenn der Sach- und Notenwart darum bittet, die fehlenden Noten bei ihm abzufordern, gibt es einige, die dann erst bei der Probe bemerken, dass ihnen etwas fehlt. Das kann und darf nicht so bleiben!

Abschließend bedankte sich Peter Hinsch bei den Sangesfreunden und dem Chorleiter dafür, dass sie mit ihren Aktivitäten zu einem positiven, kameradschaftlichen und funktionierendem Chor beigetragen haben und an die Vorstandskollegen für deren engagierte Zusammenarbeit.

Der Versammlungsleiter, Gerd Dammann, rief nun den Geschäftsführer, Helmut Peters, an das Mikrofon, der sein erstes Amtsjahr Revue passieren ließ. Zunächst die Statistik. Mitglieder: Sänger 83 (-2), fördernde Mitglieder 121 (+1), wobei sich leider auch hier bei einem Durchschnittsalter der Sänger von 70,7 Jahren ein rückläufiger Trend abzeichnet. Der PCH trat bei 16 Veranstaltungen auf und mit Proben und Sonderproben kommen wir auf die stolze Zahl von 59 Terminen. Bernd Heldt war derjenige, der an allen Terminen anwesend war, gefolgt von Gerd Ratke und Helmut Peters. Ein lobenswertes Engagement. Der Vorstand tagte neun und der Musikausschuss vier Mal.

Durch den Tod von Henning Claassen wurde eine Neubesetzung für das Akkordeon notwendig. Neben den uns bekannten Gunda Teschner und Monika Brutscher, stehen jetzt auch Astrid Loyal und Frau Perl zur Verfügung, die von Klaus Grzybowski vorbereitet werden. Die Solistenliste wurde neu überarbeitet und steht jetzt. Der Arbeitsplan 2011 ist mit den Wahlunterlagen verteilt worden.

Zum Schluss bedankte sich der Geschäftsführer für die Unterstützung in seinem ersten Jahr, das für ihn wie im Fluge vergangen ist. Ihm war es sehr wichtig, die Atmosphäre im Chor positiv zu beeinflussen, was ihm auch gelungen ist.

Der Schatzmeister, Hans-Joachim Harms, konnte nur positive Zahlen auf den Tisch legen. Trotz der hohen Kosten für Auftritte in der Musikhalle, Chorleiter Honorare, Bekleidungszuschüsse, Busfahrten usw. war die Kassenlage stets ausgeglichen. Dies bestätigten auch die Kassenprüfer.

In einer launigen Ansprache mit ernstem Hintergrund berichtete die Sprecherin der passiven und fördernden Mitglieder darüber, wie es gelingen könnte, die noch Unentschlossenen zu bewegen, förderndes Mitglied im PCH zu werden. Sie dankte auch den Sängern und dem Chorleiter für die vielen schönen Stunden, die sie ihr mit ihrem gesanglichen Können geschenkt haben.

Bei der Aussprache zu den Beiträgen schlug Heinz Armbruster vor, daran zu denken, zusätzlich einen Frauenchor zu etablieren. Diese Thematik wurde bereits früher behandelt und für den PCH als nicht durchführbar bezeichnet. – Werbung für den PCH würden nach Meinung von Bernd Heldt auch Glückwünsche über NDR 90,3 machen, wobei wir Lieder des PCH wünschen sollten. – Die Leistung der Moderatorin bei den Weihnachtskonzerten war ein weiteres Thema ebenso wie die „ewige“ Weihnachtsbaumfrage.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und man konnte zu den Neuwahlen schreiten. Aber

vorher gab es eine Pause, in der man sich bei Würstchen, Kartoffelsalat und Getränken stärken konnte.

Durch die Satzung ist das neue Wahlverfahren aufwändiger geworden, weil jede Abstimmung geheim zu erfolgen hat. Aber schließlich waren alle Stimmen ausgezählt und der aktuelle Vorstand setzt sich nun wie folgt zusammen:

Vorsitzender:                 Peter Hinsch                            Geschäftsführer: Helmut Peters

Schatzmeister:              Hans-Joachim Harms              Schriftführer:                 Holger Dörin

ORGA 1 (Sprecher):      Peter Linska                            ORGA 2:                      Wolfgang Schehlmann

ORGA 3:                     Jürgen Heeßel             ORGA 4:                      John Harder

Musikausschuss:           Rainer Maerz (Sprecher), Siegfried Harder, Helmut Peters

Sach- und Notenwart: Heinz Armbruster

Kassenprüfer:                Reinhold Kratzsch, Hans Hagemann

Vertreterin der fördernden Mitglieder:             Waltraud Wichmann  

Ehrenrat:                       H.-J. Möller, K.-H. Zinke, D. Dorn, J. Raabe, J. Lüders

Peter Hinsch - als einstimmig wiedergewählter Vorsitzender – dankte für das Vertrauen, dem er

auch in seiner dritten Amtszeit gerecht werden wolle. Dann erläuterte er den Arbeitsplan 2011. Er enthält bisher weniger Termine als 2010, aber erfahrungsgemäß kämen noch weitere hinzu. Bei der anschließenden Diskussion gab es Kritik an den oft verlegten Probenterminen. Der Chorleiter bedauerte dies, begründete es mit seinen anderen Verpflichtungen und versprach, die Verlegungen auf ein Minimum zu beschränken.

Hans-Jürgen Lipski lobte den PCH, vor allem das Konzert mit dem Schwarzmeer Kosaken-Chor am Vortag. – Heinz Nengel, als Neusänger, wies darauf hin, dass die Sänger nach der Pause sofort ihre Plätze einnehmen sollten und die übrigen Sänger bei der Probe mit einer Stimme bitte ruhig sein mögen. – Auch der Chorleiter war von dem Schwarzmeer-Kosaken Konzert begeistert; so gut hat der PCH lange nicht gesungen, besonders die leisen Passagen. Bis zum Frühlingskonzert ist nicht mehr viel Zeit; daher ist bis dahin erst 21:30 Uhr Probenende. – Auf die USA-Reise, die Gerd Dammann organisiert, machte er noch einmal aufmerksam, da er ab Anfang März in die USA reist und dort die Termine fixieren will.

Und dann wurde Hans-Jürgen Grübner geehrt. In vielen Jahren war er im Vorstand zuständig für den gesamten Kartenverkauf, d.h. Karten drucken, Einladungen und Karten verschicken, Poster,

Plakate und Flyer erstellen und vieles mehr. Damit haben seine Christa und er sich fast nicht einschätzbare Verdienste im PCH erworben. Als kleinen Dank übergab ihm Peter Hinsch eine Plakette mit Widmung. Mit dieser Auszeichnung endete ein langer Abend um 22:35 Uhr.


Jubiläumskonzert des Schwarzmeer Kosaken-Chor mit dem PCH       02.02.2011                                             

Nicht einmal 18 Monate waren vergangen und schon wieder hatten der PCH und nicht zuletzt die vielen Zuhörer das Vergnügen, am 02.02. ein abendliches Konzert mit dem Schwarzmeer Kosaken-Chor (SMK) unter der Leitung von Peter Orloff zu erleben. Wieder fand es in der ev.-luth. Hauptkirche St. Trinitatis Hamburg-Altona statt, die auch „Die Kirche am Fischmarkt“ genannt wird.

Nach den gelungenen Weihnachtskonzerten blieben dem PCH nur vier Wochen bzw. Proben für die Vorbereitung auf dieses Konzert. Aber unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, schaffte es erneut, uns in dieser kurzen Zeitspanne auf unseren Auftritt hervorragend einzustellen.

Die Zuhörer in der voll besetzten Hauptkirche warteten gespannt auf das Kommende. Und das war zunächst der PCH, der von freundlichem Applaus begleitet auf der Orgelgalerie Platz nahm. Mit dem stimmgewaltigen und orgelbegleiteten „Schäfers Sonntagslied“ eröffneten wir einen Abend, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Mit „Die Nacht“, „Serenade“ und „Reich mir deine Hand“ folgten ruhigere Lieder.

Dann aber marschierten die elf Schwarzmeer Kosaken ein, an ihrer Spitze Peter Orloff. Mit schwarzen Kittelröcken, weiten Hosen und Stiefeln stellten sie sich auf und begannen mit „Ich bete an die Macht der Liebe“. Schon beim ersten Lied wurde klar, wo die Stärke dieser elf Sänger liegt: Neben der Fähigkeit, sich im Chor unterzuordnen, glänzen sie als hervorragende Solisten. Fast jedes der vorgetragenen Lieder enthielt einen Soloteil, in dem sich die unterschiedlichen Stimmen präsentieren konnten. Das ging unter die Haut und der Jubel des Publikums unterstrich dies deutlich. Ein bisschen Show gehört natürlich auch dazu, als der hünenhafte Bass, Stefan Arininsky, mit weitausholenden Gesten singend durch die Reihen marschierte. Nach diesen begeisternden fünf Liedern hatte sich das Publikum eine Pause verdient.

Die 54 Sänger des PCH nahmen wieder Aufstellung und erfreuten die Zuhörer mit dem nuanciert vorgetragenen „Wenn ich ein Glöcklein wär“, den „Abendfreden“ auf Plattdeutsch, von Schubert „Im Abendrot“ und zum Schluss den Chor der Priester aus der „Zauberflöte“. Welche Wonne, das signalisierte auch der Chorleiter. Nun gesellten sich die elf Schwarzmeer Kosaken dazu, um in italienischer Sprache den Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ gemeinsam zu singen, am Klavier begleitet von Annerose Witt. Ein Erlebnis für alle Beteiligten, ob Sänger oder Publikum.

Der zweite Teil der SMK war noch eindrucksvoller als der erste. Die wesentlich temperamentvolleren Beiträge aus traditionellen russischen Volksliedern wurden mehr und mehr bejubelt bis hin zu Standing Ovations, als der Tenor, Georgi Serbezov, mit einem nicht enden wollenden, gleichmäßigen Ton sein Können zeigte. Vor dem letzten Lied wurde Peter Orloff von seinem Hamburger Fanklub für sein 50jähriges Bühnenjubiläum mit einer Tafel geehrt, die er sichtlich gerührt in Empfang nahm.

Stimmen so schön und groß wie Russland. Gerade in diesen krisengeplagten Zeiten gewinnen Dinge an Bedeutung, die von zeitlosem bleibendem Wert sind – sie sind etwas Schönes für die Seele!


 Jahresabschlussfest 2010                              09.01.2011

Zu Beginn eines neuen Jahres bietet es sich an, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen. So hält es auch der Polizeichor Hamburg von 1901 e. V. In den Banketträumen des Panorama-Hotels in Hamburg-Billstedt fanden sich insgesamt 104 aktive und fördernde Mitglieder sowie deren Angehörige zum Jahresabschlussfest ein. In seiner Begrüßungsrede stellte der Vorsitzende, Peter Hinsch, fest, dass der PCH stolz auf ein sehr erfolgreiches Konzertjahr 2010 zurückblicken könne. Das liege vor allem an den hochengagierten Sängern mit ihrem ausgeprägtem „Trainingsfleiß“ und auch an dem Verständnis der Angehörigen, die den Sängern den Freiraum ermöglichen, den sie zur Ausübung ihres Hobbys, dem Chorsingen, benötigen. An insgesamt 59 Terminen waren die Aktiven des Chores zusammen gekommen, um die Konzertauftritte vorzubereiten und zu proben. Wobei das Frühjahrskonzert und die beiden Weihnachtskonzerte in der Laeiszhalle-Musikhalle Hamburg die Höhepunkte eines Chorjahres darstellen.

Ein Chor lebt aber nicht nur vom Engagement der langjährigen Mitglieder, sondern auch von deren Erfahrung. In seiner Laudatio hielt der Vorsitzende dazu einen Rückblick, beginnend mit 1948. In diesem Jahr traten die zwei ältesten noch aktiven Sänger in den PCH ein. Welch eine Zeitspanne, in der sie, oft an verantwortlicher Stelle, den PCH mit geprägt haben. Aber damit nicht genug, denn die Eintrittsdaten folgten wie Perlen an einer Schnur: 1956, 1960, 1963, 1965, 1967 und 1968. Diese neun Sänger sollten alle für ihre über 40jährige Mitgliedschaft die neu geschaffene Vereinsnadel in Platin erhalten. Kein Wunder, dass diese Treue mit lang anhaltendem Beifall belohnt und geehrt wurde. Mit passenden Worten bat der Vorsitzende dann zum Buffet.

Bei Grünkohl, Kassler, Kochwurst und Schweinebacke oder Geschnetzeltem mit Reis ließ man es sich gut gehen. Nach dem Nachtisch und einem Köm (= Kümmel) wurden die Ehrungen der Jubilare vorgenommen, denn außer den Erwähnten gab es noch zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften, die in der nachfolgenden Ehrentafel aufgeführt sind. Zum Auftakt versammelten sich die Sänger und der Chorleiter, Kazuo Kanemaki, auf der Tanzfläche, um den anwesenden Damen ein Ständchen zu bringe. Mit „Vineta“ und dem „Bajazzo (Warum bist Du gekommen)“, den Klaus Grzybowski am Akkordeon begleitete, traf man genau den Geschmack der „Sitzengebliebenen“, was deren Beifall bewies.

Nach der Übergabe der Auszeichnungen und einiger Präsente und Blumensträuße war der offizielle Teil beendet und DJ Bernd Riedesser, der sich bisher zurückhalten musste, trat nun in den Mittelpunkt. Langsam zunächst, aber dann immer mehr füllte sich die große Tanzfläche. Bei Tanz und angeregten Gesprächen klang ein stimmungsvoller Abend aus.

Bei den vielen Gesprächen wurde wieder einmal deutlich, wie wertvoll die Gemeinschaft im PCH ist, wenn man gemeinsame Erlebnisse Revue passieren lässt oder private Dinge bespricht.


Zwei konzertante Weihnachtsmärchen ...          19.12.2010

Weiße Weihnacht, davon haben wir schon lange geträumt. In diesem Jahr hat uns Frau Holle diesen Traum mit reichlich viel Schnee erfüllt. Von der Kälte draußen kamen die Zuhörer der beiden Weihnachtskonzerte am vierten Advent, um 15:00 und um 19:30 Uhr, in die wohlig temperierte Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg. Dort, wo alle berühmten Künstler dieser Welt schon aufgetreten sind, warteten insgesamt fast 2.700 treue Gäste des Polizeichors Hamburg von 1901 gespannt auf die Konzerte. Weitere Mitwirkende waren in diesem Jahr das Jugendsinfonieorchester Ahrensburg unter der bewährten Leitung von Michael Klaue und der Cantus Mädchenchor aus Lettland, der von den Dirigentinnen Maruta Rozite und Maruta Grigale geleitet wird. Als Solistin hatte unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, die junge Sopranistin, Shihoko Higashida, verpflichtet, die in Hamburg Gesang studiert.

Erster Beifall klang auf, als die Sänger des PCH zusammen mit den Mädchen des Cantus-Chores die Bühne betraten. Kazuo Kanemaki stieg auf das Dirigentenpult und gab Annerose Witt an der Orgel den Einsatz zum „Gloria in excelsis Deo“ von Antonio Vivaldi. Nach diesem stimmgewaltigen Einstand begrüßte der Vorsitzende, Peter Hinsch, das Publikum und besonders die Ehrengäste, unter denen der Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg, Heino Vahldieck, und der stellvertretende Polizeipräsident, Reinhard Fallak, weilten. Er betonte in seiner kurzen Ansprache die Bedeutung des PCH für die Polizei, der bei vielen Gelegenheiten, wie z. B. bei der Vereidigung der jungen Polizeibeamten, diese Feierlichkeiten musikalisch umrahmt.

Nach diesen „Regularien“ übergab unser Vorsitzender das Mikrofon an die bekannte Journalistin und TV-Moderatorin Kerstin Graf, die schon einige Frühlingskonzerte des PCH moderiert hat und sich freute, auch bei einem Weihnachtskonzert mit dabei sein zu dürfen.

Besinnliches kam jetzt vom PCH, der mit der „Serenade“ von J. Wengert und dem „Abendchor“ aus der Oper „Das Nachlager von Granada“ begann. Und auch die folgenden drei Lieder passten in dieses Programmschema. Das Gegenstück folgte mit der vom Jugendsinfonieorchester schwungvoll vorgetragenen Ouvertüre aus der Operette „Die Fledermaus“. Klassisch ging es weiter mit dem Auftritt der mit einer eleganten, türkisfarbigen Abendrobe gekleideten Sopranistin Shihoko Higashida, die die wunderschöne Arie der Lauretta „O mio babbino caro“ aus der Oper „Gianni Schicchi“ von Giacomo Puccini anstimmte. Begleitet von Annerose Witt am Flügel trug sie stimmgewaltig, voller Gefühl und mit Inbrunst diese schwierige Arie vor. Tosender Applaus belohnte die herausragenden Leistung.

Bunt wurde es auf der Bühne, als der Cantus-Chor auftrat. Die 33 Mädchen in ihren langen bunten Röcken, den grünen Westen über der weißen Bluse und den bestickten Kopfkränzen unterhielten das Publikum mit traditionellen deutschen Weihnachtsliedern aufs Beste. Den großen Applaus hatten sich die Mädchen wirklich verdient. Zum Schluss des ersten Teils wurde es wieder ernster. Mitgerissen von zwei Sätzen aus dem „Oratorio de Noel“ von Camille Saint-Saens, vorgetragen von allen Mitwirkenden, wurde das Publikum in die Pause entlassen.

Gab es noch eine Steigerung? Der PCH stimmte nun das Publikum mit bekannten amerikanischen Weihnachtsliedern auf die kommenden Festtage ein, wobei das Highlight „The little drummer boy“ den Beginn und „White Christmas“ den Schluss bildete. So in Stimmung gebracht, lauschten die Zuhörer dem Konzert für zwei Piccolo-Trompeten und Orchester von Antonio Vivaldi. Die beiden Solisten sind aus dem Jugendsinfonieorchester hervorgegangen, haben sich aber nicht ganz der Musik verschrieben, wie so viele andere Mitglieder dieses Klangkörpers, sondern studieren in Hamburg. Aber ihr Können haben sie nicht verlernt., Das konnten sie hier beweisen. Fantastisch die Präzision, mit der sie ihre anspruchsvollen Soli zu Gehör brachten. Donnernder Applaus und laute Bravo-Rufe waren ihr verdienter Lohn, der natürlich auch dem brillanten Orchester galt.

Deutsche und lettische Weihnachtslieder erklangen, vorgetragen von den 9–18 jährigen Mädchen des CMC, die sich mit roten Weihnachtsmützen geschmückt hatten. Die beiden Kleinsten traten zu einem Solo („Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“) nach vorn an den Bühnenrand und bewegten das Publikum mit ihren glockenklaren Stimmen. Zum Lohn erhielt jede von ihnen eine große Tüte gefüllt mit Süßigkeiten. Die folgenden Lieder waren mit choreografischen Elementen gespickt, die das Publikum ein ums andere Mal in Entzücken versetzten.

Der Soloteil des PCH sollte für die Besucher der Nachmittagsvorstellung ein ganz besonderes Erlebnis bereithalten. Nach „Herbei, o ihr Gläubigen“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ trat zur Überraschung des Publikums der Vorsitzende, Peter Hinsch, an den Bühnenrand – an der Hand die kleine 5 1/2 jährige Hanna Heeßel, die Enkelin eines Sängers. Wie er erklärte, wollte die Kleine ein Gedicht aufsagen und als Hamburger Deern natürlich auf Plattdeutsch. „De Wiehnachtsmann“ zog alle in seinen Bann, als Hanna laut und deutlich und ohne Lampenfieber ihr Gedicht aufsagte. Das rührte wohl jeden im Saal und mit großem Applaus und einer großen Tüte mit Süßigkeiten wurde sie von der Bühne verabschiedet. Es war sicherlich nicht ihr letzter Auftritt ...

Mit dem JOA zeigte Shihoko Higashida mit dem „Lied an den Mond“ von Antonin Dvorak ein weiteres Mal ihr Können. Sie überzeugte das Publikum mit ihrem herrlich kräftigen Sopran, den man so einer zierlichen Person nicht zugetraut hätte. Auch hier hielt das Publikum nicht mit Bravo-Rufen für Solistin und Orchester zurück.

Das Finale nahte, Orchester, der Cantus Mädchenchor und der Polizeichor Hamburg füllten die Bühne, Kazuo Kanemaki betrat zum wiederholten Male das Dirigentenpult und leitete mit dem besinnlichen „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck das Finale ein. Was folgte ist fast schon Tradition: Das „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel. Ob Sänger oder Publikum, dieses gewaltige Werk geht wohl jedem unter die Haut und bildete einen würdigen Abschluss dieses abwechslungsreichen Nachmittags bzw. Abends.

Mit Blumensträußen bedankte sich der Vorsitzende bei den Solisten und der Moderatorin. Mit dem gemeinsam von Mitwirkenden und Publikum gesungenen “O du fröhliche, o du selige“ beendete der PCH eine erfolgreiche Konzertsaison – und die meisten Sänger freuten sich auf die Weihnachtspause.


Vorweihnachtliche Auftritte                        01. und 11.12.2010

Traditionen sind etwas Schönes. Und so freute sich der PCH wieder auf seinen Auftritt im „Hermann-Boßdorf-Saal“ des Hamburg-Hauses am Doormannsweg. Hier hatte der RentnerSeniorenkreis der IG B(auen) A(grar) U(mwelt) seine Adventfeier. Rechtzeitig waren alle Sänger eingetroffen, denn es gab vorweg Kaffee und Kuchen. Es blieb jedoch genügend Zeit, um die vorgesehenen Lieder noch einmal zu üben, denn unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, weilte in Japan. Aber der PCH hatte einen sehr guten Ersatz gefunden: Carsten Creutzburg. So gestärkt ging es nach dem Auftritt der Combo des Polizeiorchesters wegen der Akustik vor die Bühne. Peter Hinsch ergriff das Mikrofon, begrüßte die Anwesenden und kündigte ein stimmungsvolles, sehr abwechslungsreiches Programm an, das mit der „Serenade“ von Julius Wengert begann. So zauberte der PCH weihnachtliche Stimmung auf die Gesichter der Gäste, bei der auch mitgesungen wurde, besonders als „O, du fröhliche“ erklang. Eine Zugabe konnte mit dem „Gefangenenchor“ nicht verhindert werden. Und als der Vorsitzende, Herr Schorlemmer, sich herzlich für den Auftritt bedankte, lud er uns gleich für den 07.12.11 zur nächsten Feier ein. Einen Wunsch der stellvertretenden Vorsitzenden soll der PCH dann erfüllen, das Gorch-Fock-Lied „Weiß ist das Schiff, das wir lieben“ zu singen – auch wenn es dann bereits nach dem 2. Advent und damit kurz vor dem nächsten Weihnachtsfest ist ...

Eine andere Tradition ist unser Auftritt bei der Vattenfall-Veranstaltung für behinderte, einsame und hilfsbedürftige Menschen. Eine Veranstaltung, die in diesem Jahr bereits zum 60. Male stattfindet. Und was besonders bemerkenswert ist, sie wurde und wird ausschließlich durch Spenden der Mitarbeiter finanziert, d.h. ohne Zuschuss des Unternehmens. So freuten wir uns, diesen benachteiligten Frauen und den wenigen Männern den Nachmittag im geschmückten Betriebsrestaurant ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten. Mit leisen und stimmungsvollen Liedern zur Weihnachtszeit unterhielten wir die ZuhörerInnen aufs Beste, wie wir aus dem Applaus entnehmen konnten. Mit dem gemeinsam gesungenen „O, du fröhliche“ sollte der Auftritt beendet sein, aber als unser Geschäftsführer, Helmut Peters, fragte, ob das alles gewesen sein soll, verlangte das Publikum nach einer Zugabe. Und was ist in solchen Fällen das Geeignetste? Natürlich der „Gefangenenchor“ aus Nabucco! Die Sänger ließen den Nachmittag bei belegten Brötchen und einem Getränk zufrieden ausklingen. – Im Nachhinein bedankte sich eine Teilnehmerin, die früher unsere Weihnachtskonzerte in der Laeiszhalle besucht hat, jetzt aber im Rollstuhl sitzen muss und nicht mehr teilnehmen kann, ganz herzlich für das wunderbare Erlebnis, das ihr – und damit sicher auch dem übrigen Publikum – der PCH gebracht hat. Über so ein Lob freuen wir uns ganz besonders.


Chorwochenende im Nordkolleg                     27./28.11.2010

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, und damit verbunden ist in jedem Jahr das Chorwochenende zur Vorbereitung auf die Weihnachtskonzerte. Hier sollen die Sänger den letzten Schliff erhalten, oder besser gesagt, in angenehmer Umgebung alle bis dahin einstudierten Konzertbeiträge noch einmal intensiv und ohne Zeitdruck üben. Und diese angenehme Umgebung fanden wir nun bereits zum dritten Mal im Nordkolleg in Rendsburg. Fünfzig Sänger inklusive Chorleiter, Kazuo Kanemaki, hatten sich per Bus oder eigenem PKW auf den Weg zum Nordkolleg gemacht, das zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal gelegen ist.

Das Nordkolleg ist eine Akademie für kulturelle Bildung und ein Tagungshaus mit Hotelbetrieb. Es ist Sitz zahlreicher kultureller Verbände, Vereine und Institutionen. Damit zählt es zu den maßgebenden kulturellen Einrichtungen in Schleswig-Holstein. Das Tagungshaus steht auch für Gastveranstaltungen jeglicher Art zur Verfügung, z.B. für ein Chorwochenende.

Der Bus fuhr pünktlich vor und nachdem die Sänger ihre Zimmer bezogen hatten, nahmen viele die Gelegenheit wahr und nutzten das schöne Wetter zu einem kleinen Gang an den Nord-Ostsee-Kanal. Aber dann ging es los. Mit Gymnastik und Stimmübungen „nordeten“ wir uns ein und mit dem „Gloria“ von Vivaldi stimmten wir uns ein. Bis zum schon bald folgenden Mittagsessen. An dieser Stelle muss der Küche mal ein Lob gesungen werden, die uns wirklich in diesen zwei Tagen verwöhnt hat. Ob es die zwei Mittagsmahlzeiten waren, das Abendessen und am nächsten Morgen das Frühstück – alles war schmackhaft zubereitet und sehr vielfältig. Das Fazit war, dass die Sänger nicht nur die Probenzeiten konzentriert durchstanden, sondern auch eine allgemein gelockerte Atmosphäre herrschte. Denn nicht nur die Liebe geht durch den Magen, sondern auch das Singen! Das hat sich im Nordkolleg gezeigt.

Vom Abendessen ging es für die Einen direkt vor die Fernsehschirme, um die Bundesliga zu verfolgen, die Anderen setzten sich zum Musikausschuss zusammen, um die Lieder für die Veranstaltung mit dem Schwarzmeerkosaken-Chor und das Frühlingskonzert festzulegen. Schließlich, gegen 20:30 Uhr, tauchten alle im adventlich geschmückten Aufenthaltsraum auf, in dem Klaus Grzybowski mit seinem Akkordeon schon die restlichen Aktiven auf einen netten Abend eingestimmt hatte.

Peter Hinsch ergriff das Wort und kündigte an, dass der Vorstand beschlossen habe, für den Seemanslieder-Teil neue Kleidung anzuschaffen und bat unseren Dressman, Willi Albers, auf den „Laufsteg“. Nach Diskussion wurden mit allgemeiner Zustimmung das blaue Matrosenhemd und die weiße Hose begrüßt, die nun zum Frühjahr unserem Chor ein neues Outfit geben sollen. Dann trat Gerd Dammann vor die versammelten Sänger und berichtete über die Planungen für eine Chorreise nach Florida im Frühjahr 2012. Was wir zu hören bekamen, klang interessant und es meldeten sich spontan viele Sänger, die es sich vorstellen konnten, mit ihrer Begleitung an der Reise teilzunehmen. Damit war der offizielle Teil des Abends abgearbeitet und mit Gesang und Gesprächen bei Wein, Bier und anderen Getränken wurde viel geredet und gelacht. Hier wurde wieder einmal deutlich, dass wir eine Chorgemeinschaft sind.

Es hört sich so an, als ob wir nur gegessen und gefeiert hätten. Weit gefehlt, denn an diesen beiden Tagen haben wir insgesamt fast neun Stunden intensiv geprobt. Das brachte auch unser Chorleiter in seinem Schlusswort zum Ausdruck, wo er den Sängern ein großes Lob für die aktive Teilnahme und die gute Zusammenarbeit aussprach. Hinzu kam die sehr gute Akustik des Probensaales, die er als noch besser beurteilte, als die in der Laeiszhalle. So konnte er die Sänger schon etwas früher als geplant in den Restsonntag entlassen, denn der Bus sollte um 15:00 Uhr vorfahren. Doch leider kam der Bus fast eine Stunde später an als geplant – und das bei eisigen Temperaturen. Das aber war der einzige Wermutstropfen an diesem schneereichen Chorwochenende.


„Polizei singt und spielt“                                          25.09.2010

Das war schon im vergangenen Jahr der geplante Titel für den Herbstauftritt der geballten „Polizeimusik“, nämlich des Polizeiorchester Hamburg (POH), des PC „Blaue Jungs“ Hamburg-Harburg (PCBJ) und natürlich des Polizeichor Hamburg von 1901 e.V.. Leider fiel das gemeinsame Konzert dem gleichzeitig stattfindenden alternativen Schanzenfest aus Sicherheitsbedenken zum Opfer, unnötig wie sich später herausstellen sollte. Aber man weiß nie im voraus ...

Nun aber, ein Jahr später, waren an diesem Spätsommertag wieder alle vereint auf der Bühne der Musikmuschel in Planten un Blomen, Hamburgs    schönsten Park. Das Wetter hatte sich an den Tagen zuvor nicht von seiner besten Seite gezeigt, aber an diesem Sonnabend hatte Petrus ein Einsehen mit uns und ließ die Sonne scheinen. Das war ein guter Auftakt für Frau Dr. Kresge, um mit dem Polizeiorchester und einem Paukenschlag die Sängergrußfanfare anzustimmen. Die beiden Chöre stimmten mit ein und damit auch das sehr zahlreich erschienene Publikum auf gute zwei Stunden beste Unterhaltung. Peter Hinsch, der Vorsitzende des PCH, begrüßte die Zuschauer und wies einmal mehr auf die Bedeutung vom Polizeiorchester und der Polizeichöre hin, die immer wieder für Bürgernähe und ein positives Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit sorgen. Der Hinweis, dass das Polizeiorchester Hamburg nach zuvor anderslautenden Meldungen, doch nicht aus Kostengründen aufgelöst wird, wurde mit großem Applaus quittiert.

Nun war es an der Zeit von Peter Horn, das Publikum auf die weiteren Darbietungen des PCH hinzuweisen. Gewürzt mit kleinen, humorvollen Geschichten kündigte er frohe Melodien und Opernchöre an, bei denen die Solisten Otto Kadel, Peter Jonsson, Rainer Maerz und Walter Wozny ihr Können neben der guten Leistung des PCH bis hin zur „Landerkennung“ von E. Grieg zeigen konnten.

Dr. Kresge hatte für das POH mit dem „Gold und Silber“-Walzer sowie „Der Debutante“ zwei Stücke vorbereitet, die aus dem Rahmen des sonst üblichen Repertoires fielen und genau auf das anwesende Publikum zugeschnitten waren. Bei dem zweiten Stück brillierte an der Trompete Josef Hufnagl. Der Applaus bewies das richtige Händchen für den Solisten und die Auswahl.

Auch der Vorsitzende des PCBJ, W. Schulz, hatte mit seiner Chorleiterin, der attraktiven Suely Lauar, einen bunten Strauß von Opernchören und das stimmungsvolle „Conquest of Paradise“ für seinen Chor vorbereitet. Diese „Ohrwürmer“ kamen beim Publikum bestens an und es dankte mit begeistertem Beifall.

Die Sonne schien immer noch, als der zweite Teil mit dem PCH und der Moderation von Peter Horn begann. Dieses Mal war seemännisches angesagt. Vom „Hamburger Kedelklopper mit Peter Jonsson, über „La Paloma“ mit Jochen Harms, „Smutje, de Kook“, den Jürgen Wichmann wieder einmal unnachahmlich präsentierte, bis hin zu der Aufforderung „Komm doch mal nach Hamburg“, wozu Otto Kadel einlud. Die Zugabe-Rufe wurden mit „Honolulu“ erfüllt. Dies alles präsentierte der PCH gekonnt unter der Leitung eines bestens aufgelegten Kazuo Kanemaki, der danach sofort zu einem weiteren Konzert enteilte. Chorleiter zu sein, kann schon stressig sein ...

Mit einem hervorragend von Warren Barker arrangierten Glenn-Miller-Potpourri zeigte das POH, wo es eigentlich zu Hause ist. Schwungvoll von Dr. Kresge geleitet, brachte das POH diesen Teil großartig auf die Bühne.

Diese Melodien waren nicht unbedingt dazu angetan, unsere Tänzerinnen, die auch heute nicht fehlen durften, zum Tanzen zu animieren. Dafür waren sie bei den vorhergehenden Darbietungen und auch später nicht mehr zu bremsen. Bei jedem Planten un Blomen-Konzert sind sie unsere treuesten Fans. Auch wenn es auf das übrige Publikum zunächst etwas befremdlich wirkt, so haben doch alle ihren Spaß daran, wenn sie sich dort auf der Nebenbühne bewegen.

Nun aber kam ein Beitrag des PCBJ, der alle wieder aufhorchen ließ, denn mit „Horch, was kommt von draußen rein“ begann eine Volkslieder-Hitparade im Happy Sound, die bei allen Zuhörern Erinnerungen an die „gute alte Zeit“ wachwerden ließen, als gemeinschaftliches Singen noch allgemein üblich war und nicht nur in den Chören gepflegt wurde. Vom Mitsingen machte das Publikum dann auch reichlich Gebrauch und dankte dem PCBJ mit langanhaltendem Beifall. Auch das anschließende „Hamburg bei Nacht“-Potpourri“ gefiel sehr.

Peter Hinsch verabschiedete sich beim gutgelaunten Publikum und dankte noch einmal Petrus für sein „Entgegenkommen“, denn nun sah der Himmel schon nicht mehr ganz so strahlend aus.

Alle Akteure versammelten sich noch einmal auf der Bühne, um das Publikum mit „Volldampf voraus“ nach Hause zu schicken.

Eine Stunde später regnete es in Strömen ...


Sail Bremerhaven                                                28.08.2010

Die E-Mail vom Organisationsleiter Peter Linska las sich zu Anfang so:

Betreff: Auftritt Bremerhaven, Wichtigkeit: Hoch, Anlagen: Sail Bremerhaven, Plan.

Die „Wichtigkeit“ erschien offensichtlich verschiedenen Sangesfreunden nicht so hoch, denn einige glänzten durch Abwesenheit. Das senkte aber nicht die Qualität des 42 Sänger starken Auftrittschores, wie sich zum Schluss zeigen sollte, zumal die Organisation einen hervorragenden Draht zu Petrus hatte: Der vor uns auftretende Altländer Shanty-Chor sang vor fast leerem Platz, da sich alle unter möglichen Unterständen flüchteten - es regnete Bindfäden. Schon die Hinfahrt ging durch unsicheres Schauerwetter! Punkt 12 Uhr aber, als die „Weißjacken“ aus Hamburg die größte Bühne 1 von Radio Bremen erklommen, riss der Himmel auf, die Sonne strahlte und der Platz füllte sich zunehmend mit gut 800 begeisterten Zuhörern. Darunter etliche pausierende Sänger der vielen anderen Chöre. Da sah und hörte man auf den gut verteilten fünf Bühnen der endlosen Hafenmeile: Aus Holland „de Ijsselmannen“, Kliffkieker aus Herford, Sänger vom „Dreieich Segelclub Langen“, „Besanschot an“ aus Altenburg, die „Bodensee Shantymen, die „Original Fishtown-Singers“, der Maritim-Chor „Luv & Lee“, der Königsbrunner Seemannschor sowie weitere Shantychöre und Gruppen aus Bremerhaven, Wremen und Loxstedt (was ganz in der Nähe liegt und der Wohnort unseres Ehrenvorsitzenden Peter Klein ist). Damit nicht genug: Es kamen Chöre aus Wetzlar, Debstedt, Spaden, Hiesfeld, Grambke Bremen, Bisperode, Rekum, Überlingen (bei Stuttgart?!), Dorum, Wunstorf, Delmenhorst, Gronau, Emden, Rehburg und Nordenham, womit wir wieder an der Wesermündung sind ...

Nicht nur, dass die Sail Bremerhaven 2010 ein herrliches, maritimes Gesamtbild bot, sie war damit wohl eines der größten Shantychor-Treffen des Nordens. Einige unserer Aktiven waren regelrecht hingerissen vom Gesamteindruck der modernen Architektur und vom überaus bunten Hafenleben, hier, wo in der Tat „die hohen Masten in den Schiffen steh´n“ und die großen (und historischen) Dampfer in die Weser geh´n, gab es sehr viel zu sehen, zu hören - und zu essen!

Der Polizeichor Hamburg von 1901 lieferte ein so rundes und stimmiges Konzert ab, dass unser Chorleiter, der sofort nach dem Auftritt zu einem weiteren Konzert weiterreiste, von unterwegs per Handy seine große Zufriedenheit über den Auftritt kundtat. Unser Auftritt musste zwar gekürzt werden, weil die genau bemessene ¾ Stunde nicht überzogen werden durfte, doch kamen alle Facetten unseres maritimen Repertoires gut zum Tragen. „Volldampf voraus“ ging es los und Moderator Peter Horn kündigte gewürzt mit seinen „Berichten aus seinem Dorf und der Welt“ vier Gesangsblocks an. Solistisch waren gefordert Martin Vetter mir „My Bonny is over the ocean“, Jochen Harms mit „Away Susanna“, Wolfgang Funck mit dem „Hamborger Veermaster“, Jürgen Wichmann mit seinem authentischen „Smutje“, Rainer Maerz mit „A long time a go“ und abschließend das Schnellsprechduo Jochen Harms und Otto Kadel mit dem „Drunken Sailor“. Insgesamt sangen wir 13 Titel. Nicht nur die Sonne trug dazu bei, dass die zahlreichen Zuhörer begeistert applaudierten und begeisterte Pfiffe erklangen, die gute chorische Darbietung erzeugte Zugabe-Rufe, die leider nicht erfüllt werden konnten (siehe oben ...). Wie es bei organisierten Großveranstaltungen ist, bleibt kein Platz für Verlängerungen.

Nach dem Auftritt hatten alle Teilnehmer reichlich Zeit, die Hafenmeile zu erkunden, endlich ein frisches Bier zu genießen und danach mit dem Bus auf die andere Hafenseite zu fahren. Dort war das Ziel eines der unzähligen Fischrestaurants in den schier endlosen, heimelig gestalteten alten Packhallen. Bei „Siedler“ gab es Fisch satt! Drei Sorten mit Nachschlag stellten alle Fischwünsche zufrieden. Schließlich waren sich alle einig: Es war ein wunderschöner Tag, nicht nur, weil das Wetter uns dermaßen hold gesonnen war, sondern weil Peter Linska wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet hatte, was der andere Peter, unser Vorsitzender, in passenden Dankesworten zum Ausdruck brachte!

Otto Kadel


Ins „centrO“ der Musik                                      25.-27.06.2010

Besonders gern folgt der PC Hamburg von 1901 (PCH) als Gastchor einer Einladung zu einem Jubiläumskonzert. 2010 feiert der Polizeichor 1920 Mülheim an der Ruhr (PCM) sein 90-jähriges Bestehen. Auf diese Reise haben wir uns schon lange gefreut und rückblickend sei gesagt: Es hat sich gelohnt!

Am Freitag Nachmittag erreichten wir nach einer kleinen Irrfahrt in Oberhausen unser Ziel, das B&B-Hotel direkt am „centr0“ in Oberhausen. Der Vorsitzende des PCM, Franz Gibowski, und seine Mannen hatten ein fürstliches Buffet vor dem Hotel aufgebaut. Bei strahlendem Sonnenschein und kühlen Getränken kam man sich nach langer Fahrt schnell näher. Erinnerungen vom vergangenen Frühjahr wurden ausgetauscht, als der PCM Gastchor bei unserem Open-Air-Konzert in Hamburgs schönster Parkanlage „Planten un Blomen“ war. In seiner Begrüßung wies Franz Gibowski auf die vorteilhafte Lage des Hotels hin - auch wenn es nicht in Mülheim a. d. Ruhr steht - nämlich direkt gegenüber dem „centrO“, dem größten Shopping- und Freizeit-Zentrum Europas mit seinen zahlreichen weiteren Attraktionen. Diese wurden am Abend und am nächsten Tag ausgiebig erkundet; vor allem die mitgereisten Damen haben dieses Einkaufsparadies sofort „angenommen“. Die Sänger konzentrierten sich mehr auf die Promenade, auf der auf gut 500 Metern sich eine Lokalität an die nächste reihte.

Den Sonnabend Vormittag verbrachten wir im und auf dem Industriedenkmal „Gasometer“, der 117,5 m hoch ist und 67,6 m im Durchmesser misst. Am Rhein-Herne-Kanal gelegen, ist er der größte Gasometer Europas. 1929 wurde er in Betrieb genommen und 1988 stillgelegt. Von dem Dach hat man eine wundervolle Rundsicht über große Teile des Ruhrgebietes. Im Innern war eine hochinteressante Ausstellung über die Wunder des Sonnensystems zu besichtigen mit dem „größten Mond auf Erden“, der einen Durchmesser von 25 Metern hat.

Nun aber ging es an die eigentliche Aufgabe, das Konzert in der RWE-Sporthalle in Mülheim. Die trotz des heißen Wetters zahlreich erschienenen Zuschauer erwartete ein abwechslungsreiches und fröhliches Konzert unter dem Motto „Polizei in Concert“, das der PC Mülheim, das Landespolizeiorchester NRW (LPO) und der PCH bestritten. Nach der Begrüßung durch Franz Gibowski und dem Grußwort der Oberbürgermeisterin Mülheims, Frau Dagmar Mühlenfeld, begannen alle Beteiligten gemeinsam und unter dem Dirigat von Fürst Juri Dadiani mit dem Sängergruß und der „Ode an die Freude“. Die Mülheimer erfreuten das Publikum anschließend mit russischen, georgischen und ungarischen Volksweisen, bei denen die beiden Tenöre, Rudolf Brüggemann und Franz Gibowski, eindrucksvoll ihr Können zeigten und bejubelt wurden. Das stark besetzte LPO unter der Leitung von Heinz W. Hilgers folgte mit Melodien von Bedrich Smetana und einer „Selection from Starlight Express“, bevor der PCH wieder auf die Bühne trat. Auch hier war das Volkstümliche prägend. Zigeunermelodien und die „Schöne Isabella aus Kastilien“ mit unserem Tenor Otto Kadel begeisterten das Publikum, und mit dem in japanisch gesungenen „ßolan bushi“, dessen Inhalt unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, dem Publikum launig erklärte, wurde der erste Teil abgeschlossen.

Nach der Pause ging es mit dem PCH weiter, der jetzt in seinem Seemanns-Anzug auftrat. Maritimes erklang, begleitet von unseren Akkordeonistinnen, Monika Brutscher und Gunda Teschner. Als Hamburger Kedelklopper trat Peter „Jonny“ Jonsson wieder einmal mit seinem speziellen Outfit als Original auf. Mit „Komm doch mal nach Hamburg“ und Otto Kadel als Solist luden wir das Publikum ein, einmal in das schöne Hamburg zu kommen.

Das LPO hob wieder ihre Instrumente und intonierte „Bugler’s Holyday“ und von Andrew Lloyd Webber „A Symphonic Portrait“. Ja, und dann wurde es mit dem PCM südländisch. Griechischer Wein erklang, Luciano Usai mit seinem gewaltigen Tenor sang „Funiculi, funicula“. Ein zweites Mal Italien mit dem Chianti-Lied und dann ging es zum Schluss nach Valencia. Die Zuhörer applaudierten lange und begeistert.

Das gemeinsame Finale brachte dem Publikum zwei musikalische Genüsse. Einmal auf italienisch den Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ und als Uraufführung „Amazing Grace“ in der Bearbeitung von Juri Dadiani für zwei Männerchöre, Orchester mit Trompeten-Solo, Klavier und Dudelsack. Ein denkwürdiges Erlebnis.

Mit einem gemeinsamen Kommers aller Beteiligten klang ein stimmungsvolles Jubiläumskonzert aus. Am nächsten Morgen wartete noch die „Weiße Flotte“ auf uns. Um 09:00 Uhr ging es von Mülheim-Wasserbahnhof nach Kettwig-Unterwasser und wieder zurück. Die Wanderer und die Camper am Ufer winkten, als wir Seemannslieder anstimmten. Das war ein schöner Abschied von einem Wochenende, das noch lange in uns nachklingen wird.


Mit dem PC Helsinki in der Musikmuschel               29.05.2010

Frühling und Herbst, das sind die Termine zu denen der Polizeichor Hamburg mit Gästen seinen Open Air Auftritt auf der Bühne der Musikmuschel im Park „Planten un Blomen“ wahrnimmt. Und es ist jedes Mal die Frage: Was macht das Wetter an diesem Tag? Der PC Helsinki mit 23 Sängern und der PC Hamburg mit 42 Sängern hatten sich angesagt, den Besuchern von „Planten un Blomen“ zwei beschwingte Stunden zu bieten. Gutes Wetter ist natürlich vonnöten, um die zahlreichen Sitzgelegen-heiten zu füllen. Und da ließ uns Petrus nicht im Stich, sondern bescherte uns und dem Publikum ein Traumwetter mit Temperaturen um die 20°.

Das Konzert begann pünktlich um 15:00 Uhr mit dem Sängergruß der Polizei in finnischer und in deutscher Sprache, ein Novum. Ein buntes, schwungvolles Programm hatte der PCH zusammenge-stellt, das von Peter Horn mit seiner lustigen Moderation vorgestellt wurde. Der Echochor „Im Wald“ von C.M.v.Weber ließ das Publikum aufhorchen. „Zigeuner, spiel uns auf“, hier ließ Martin Vetter seinen kräftigen Bariton ertönen. Dann der „Einzugsmarsch“ aus dem Zigeunerbaron, oder die ungarische Volksweise „Am Himmel glänzen tausend Sterne“, in denen sich langsame und schnelle Passagen abwechseln, ließen die Zuhörer begeistert applaudieren. International ging es weiter mit der kroatischen Volksweise „Mala moja“, der russischen „Legende von den 12 Räubern“, wo Walter Wozny mit seinem Bass brillierte, bis hin zum japanischen „ßolan bushi“, mit Otto Kadels unverwechselbarem „jahaaaaa“, bevor mit „Wochenend‘ und Sonnenschein“ der erste Teil für den PCH beendet war.

Jetzt kamen in Original-Uniform die Kollegen aus Helsinki auf die Bühne. Da nur sehr wenige im Publikum des Finnischen mächtig waren, kündigte der Chorleiter, Paavo Hyökki, die Lieder auf Englisch an und sein Kollege vom PC Helsinki übersetzte sie ins Deutsche. So konnte sich das Publikum auf die sehr gekonnt vierstimmig vorgetragenen Chorsätze einstellen und applaudierte entsprechend lautstark.

Wieder trat Peter Horn ans Mikrofon und kündigte, untermalt von kleinen Scherzen, den maritimen Teil des PCH an. Auf den Plätzen für die Akkordeons nahmen Klaus Grzybowski und Karl-Heinz Manske Platz, um die Sänger entsprechend zu begleiten. Ein flotter Reigen seemännischer Lieder ließ auch unsere „Tänzerinnen“ nicht kühl. Dieses Mal war die „Lady in Red“ in bunter Frühlingstracht mit einem geschmückten Strohhut erschienen, um den PCH mit ihren Tanzschritten auf der Nebenbühne sehr zum Erstaunen der Zuschauer tänzerisch zu „begleiten“. Mit dem „drunken sailor“ endete dieser Reigen und der PCH machte Platz für den PC Helsinki.

Hier kamen seltsame, aber gekonnt vorgetragene Lieder zu Gehör, die von den Zuhörern begeistert beklatscht wurden. Und so wie wir gemeinsam begonnen hatten, so beendeten beide Chöre mit der festlichen Hymne „Finlandia“ von Jean Sibelius, in finnischer und in deutscher Sprache ihr Programm. Ein gelungener Schlussakkord! Langanhaltender Beifall belohnte die Sänger für zwei Stunden gute Unterhaltung.


Die IMK auf den Süllbergterrassen                             27.05.2010                        

Es gibt sie noch, die Veranstaltungen, bei denen die Politiker und die Spitzenbeamten aus ihren Ministerien unter sich sind. Es sei denn, der PCH und das Polizeiorchester Hamburg – letzteres in kleiner Besetzung - sind mit von der Partie. Wie an jenem schönen Donnerstagabend, als sich die Teilnehmer der Innenminister-Konferenz (IMK) auf den Süllbergterrassen im Hamburger Stadtteil Blankenese zu einem gemütlichen Zusammensein beim abendlichen Empfang einfanden. Kühl war es, aber trocken, als die Veranstaltung mit einer sehr persönlich und freundschaftlich gehaltenen Ansprache des Hamburger Innensenators, Christoph Ahlhaus, begann, der 2010 den Vorsitz der IMK innehat. Er betonte besonders das verständnisvolle Miteinander über alle Partei- und Ideologiegrenzen hinweg, denn die Probleme, die auf diesen Konferenzen beraten werden, betreffen alle Bundesländer gleichermaßen. So ein Abend dient auch dazu, die inzwischen ausgeschiedenen Minister zu ehren und gebührend zu verabschieden. Es waren Dr. Wolfgang Schäuble, der wegen anderer wichtiger Termine leider nicht dabei sein konnte, und Jörg Schönbohm, der von 1996-1998 Innensenator in Berlin und von 1999-2009 Innenminister in Brandenburg war. Mit seiner Laudation bewegte Generalmajor Robert Bergmann, seit zwei Jahren Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr ebenfalls in Hamburg-Blankenese, den ehemaligen Absolventen und Generalleutnant a.D. Jörg Schönbohm sehr, was dieser auch in seiner launigen Antwort deutlich werden ließ. Bevor nun die Gäste in den festlich geschmückten Saal gebeten wurden, intonierten Polizeichor und Polizeiorchester auf der Terrasse hoch über der Elbe die Hamburger Hymne „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“.

Während des Diners und zum Abschluss begeisterten Chor und Orchester zunächst mit dem „Gefangenenchor“ aus Nabucco und letztendlich mit der gewaltigen „Landerkennung“ von Edvard Grieg. Ein sehr stimmungsvoller (langer) Abend und ein kleiner Blick „hinter die Kulissen“ ging damit für uns 51 Akteure zu Ende.


Frühlingskonzert in der Laeiszhalle                        15.05.2010

„Der Mai ist gekommen“ – so begann der Auftritt des Polizeichores Hamburg von 1901 nach dem

festlichen Beginn aller Akteure. Kalendarisch wohl, aber wenn man von draußen kam, dann spürte man noch die Reste des langen, schneereichen Winters in der Luft, die kalt vom Norden her über die Stadt zog. Das aber hatte die über 1.000 Zuhörer nicht davon abgehalten, sich in der Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg auf einen beschwingten und vergnüglichen Konzertnachmittag zu freuen.

Alle Akteure, das waren in diesem Jahr der Frauenchor der Polizei Duisburg 1983 e.V., die Polizei-Bigband des Landes Schleswig-Holstein und der Polizeichor Hamburg, intonierten den Sängergruß der Polizei von Walter Heyer, der bei sehr vielen Veranstaltungen der Polizeichöre zum Auftakt ihrer Konzerte gespielt wird. In seiner Begrüßung stellte der Vorsitzende, Peter Hinsch, die vielen Ehren- gäste vor, darunter dieses Mal auch das Ehrenmitglied, Dagmar Berghoff. Er freue sich, dass jetzt endlich der Frühling beginne und wir ihm mit diesem Konzert den richtigen Schwung geben wollen. Dann fragte er: Haben Sie schon unsere neue Uniform bemerkt? Denn erstmals zeigte sich der Polizeichor öffentlich in seinem neuen Outfit. Mit einem Hinweis auf das Können und ihre vielen Aktivitäten übergab er das Mikrofon an unsere diesjährige Moderatorin, Kerstin Graf, die auch schon das vergangene Frühlingskonzert moderiert hatte. Lag im vergangenen Jahr ein Schwerpunkt auf japanischen Klängen, so stand in diesem Jahr das deutsche Liedgut im Vordergrund. Davon präsentierte der Polizeichor Hamburg in seinem ersten Teil sechs Lieder, bei denen unsere Bariton-Solisten Rainer Maerz im „Lied der Berghirten“ und Martin Vetter in „Zigeuner spiel uns auf“ Akzente setzten. Der Gesangsblock war so aufgebaut, dass er sich vom ruhigen Beginn immer mehr in Tempo und Ausgelassenheit steigerte, so dass auch das Publikum entsprechend mitging und unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, zufrieden das Pult an den Chorleiter aus Duisburg übergeben konnte.

Der Frauenchor aus Duisburg unter der langjährigen Leitung von Bernhard Mehler führte dieses Thema fort und brachte sehr gefühlvoll vorgetragen ein frühbarockes Lied von Daniel Friderici „Wir lieben sehr am Herzen“ und ein venezianisches Tanzlied aus der Renaissance von Giovanni Domenico da Nola. Dann eine Referenz an Norddeutschland mit „Dat du mien Leevsten büst“ und mit „Guten Abend, gut‘ Nacht“ und „La Caritá“ von Gioachino Rossini klang dieser Melodienreigen aus. Die Solopartien wurden von Kornelia Herrmann geprägt und vom Publikum mit starkem Beifall belohnt.

War das Programm bis hierher eher besinnlich, so sorgte jetzt Bruno Wojke mit seiner Polizei-Bigband Schleswig-Holstein mit Bob’s Boogie, dem Bye Bye Blues, bei dem Maxim Kulikov die Möglichkeiten einer Posaune eindrucksvoll demonstrierte, und Soul Bossa Nova von Quincy Jones für Stimmung auf allen Plätzen. Donnernder Applaus war die Antwort des Publikums für diese tolle Leistung.

Wer gedacht hatte, die Bigband hätte nur solche Töne drauf, der wunderte sich, dass die Bigband auch konzertantes optimal begleiten kann. Als die beiden Chöre dazukamen und alle zusammen aus „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn „Komm holder Lenz“ anstimmten, zeigten sie sich von ihrer besten Seite. Das bewiesen sie auch beim Jubelchor aus der sonst so düsteren Oper „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti. Mit seinem glasklaren Tenor debütierte der junge Japaner Yuta Sato im Opernchor als Solist. Mit diesem schwungvollen Chorsatz entließ Kerstin Graf das Publikum in die Pause.

Was wäre ein Frühlingskonzert des Polizeichores ohne seinen Shanty-Teil? „Wir sind auf dem richtigen Dampfer“ so hieß es zu Beginn, als unsere Akkordeon-Spieler Klaus Grzybowski und Karl-Heinz Manske das Heft in die Hand nahmen und Maritimes gekonnt begleiteten. Beim „Hamborger Veermaster“ sang Walter Wozny die Verse im Bass und Peter Jonsson mit seinem Bariton gab „Rolling Home“ seine Note. Mit der Bigband ging der erste Teil nach der Pause „Frei weg“ zu Ende. Der stürmische Beifall nach jedem Lied zeigte, dass das Publikum auf diesen Bestandteil des Frühlingskonzertes wohl nicht verzichten möchte.

Mit „Anchors away“ knüpfte die Bigband thematisch an, um dann mit dem „Night Train“ und „Sing, sing, sing“ wieder ihren unverwechselbaren Sound aufflammen zu lassen. Bravo-Rufe aus dem hingerissenen Publikum zeigten, dass diese Stücke genau dessen Nerv positiv getroffen haben.

Im ersten Teil waren die Damen aus Duisburg mit einem blau-weißen Seidenschal über schwarzer Bluse und langem Rock aufgetreten, jetzt erschienen sie mit einem orange-gelbem Seidenschal auf der Bühne, um das Publikum mit Melodien aus Musical und Film zu begeistern. Mit „Mame“ von Jerry Herman, „Angels“ von Robbie Williams bis hin zu „Can you feel the love tonight“ von Elton John spannte Bernhard Mehler mit seinen Damen den Bogen, den er mit „The lion sleeps tonight“ und „Hail holy Queen“ aus „Sister Act“ bravourös zum Ende brachte. Eine großartige Leistung, auch die der beiden Solistinnen Kornelia Herrmann und Vanessa Thienenkamp. Der kleine Löwe, das Maskottchen des Chores, verließ zusammen mit einem zufriedenen Chorleiter den Saal, der noch lange vom Beifall widerhallte.

„Heimlich aus ihrem Auge“ aus der Donizetti-Oper „Der Liebestrank“ hatte unser Gast-Tenor Yuta Sato für seinen umjubelten Soloauftritt ausgesucht. Er studiert gegenwärtig Gesang am Hamburger Konservatorium bei Jaenette Scovotti und Henning Lucius. Eine Stimme, die Großes erwarten lässt.

Wie zu Beginn versammelten sich alle Akteure zum Schlussbild. Es wurde eingeleitet mit dem Einzugsmarsch aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Joh. Strauß Sohn und als krönender Abschluss der Triumphmarsch aus der Oper „Aida“. Die Begeisterung des Publikums entlud sich in Beifallssstürmen und Standing Ovations. Ein großartiger Dank für ein gelungenes Konzert, zu dem 42 Sängerinnen aus Duisburg, 57 Sänger aus Hamburg und 25 Musiker der Bigband, sowie die Solisten mit Stimme und Instrument beigetragen haben. Mit zwei Zugaben verabschiedeten sich die Akteure und ließen den Nachmittag später beim gemeinsamen Kommers gemütlich ausklingen.


„Dschingis Khan“ im Ersten                        22.03.2010

Anfang Februar fragte der Hessische Rundfunk bei unserem Vorsitzenden Peter Hinsch an, ob es dem Polizeichor Hamburg möglich wäre, bei der vom HR, WDR und NDR gemeinsam produzierten Sendung „Die schönsten Grand-Prix-Hits aller Zeiten“ mitzuwirken. Die Idee war, auf der Reeperbahn in Hamburg-St. Pauli zu drehen, da die Eurovision von dort das Event mit dem deutschen Beitrag der Grand-Prix-Sendung seit etlichen Jahren in die beteiligten Länder überträgt. Ähnliche Aufnahmen sollten auch in anderen Städten (Jerusalem, Kiew, Oslo pp.) mit den jeweiligen Siegertiteln, gesungen von Solisten und Chören, aufgenommen werden.

Und da die weltberühmte „Davidwache“ direkt am üblichen Übertragungsort liegt, ergab es sich fast zwangsläufig, beim Polizeichor Hamburg anzufragen. Mit dieser Nachricht wurden die Sänger bei der nächsten Chorprobe konfrontiert und gaben trotz skeptischer Einzelstimmen („Dschingis Khan mit älteren Männern?“) begeistert ihre Zustimmung.

Der Dreh sollte bereits am 22. März stattfinden, es blieb also wenig Zeit, neben dem einzustudierenden Liedgut auch die übrigen Bedingungen zu erfüllen. Der Produzent stellte sich vor, dass der Polizeichor in Uniform auftritt. Da die „Dienstkleidung“ für den Chor bisher lediglich aus Hose, Hemd, Koppel und Krawatte bestand, musste auch noch die Jacke besorgt werden. Jetzt kam die große Stunde des Leiters der Organisation Peter Linska. In einer Blitzaktion wurden die Jackengrößen abgefragt, die Genehmigung des Polizeipräsidenten Werner Jantosch eingeholt und die Bestellung auf den Weg gebracht.

Parallel dazu begannen die Sänger, sich mit dem Liedgut zu beschäftigen. Die beteiligten Sender hatten bei Ihrem Publikum über die beliebtesten Grand-Prix-Erfolge abstimmen lassen und als „Siegertitel „Dschingis Khan“ und „Ein bisschen Frieden“ festgestellt. Von beiden Liedern sollte der Polizeichor jeweils den zweiten Teil á capella singen. Abstimmende Gespräche zwischen dem Chorleiter, Kazuo Kanemaki, und dem Tonmeister des HR waren nötig, um ihn zu überzeugen, dass der Polizeichor diesen Auftritt mit Akkordeon-Begleitung absolvieren sollte. Weiter ging es um Tempi und andere Kleinigkeiten. Dann, zehn Tage vor Drehbeginn, kam man in Frankfurt auf die Idee, dass es noch besser aussähe, wenn der Polizeichor mit Mütze aufträte. Das ist leichter gesagt als getan. Aber mit einer zweiten Blitzaktion konnte Peter Linska die Mützen in den passenden Größen für 53 Sänger zum Drehtag bereitstellen, ein kleines Wunder!

Pünktlich fanden sich die Sänger am Drehtag mit großem Gepäck im Polizeipräsidium ein. Die neuen Mützen wurden ausgegeben, und dann ging es auf den Hof, um die Lieder unter freiem Himmel aufzunehmen. Zum Glück spielte auch das Wetter an diesem Tage mit. Die Mikrofone waren aufgebaut, der Tonmeister saß in seinem Wagen und die Tonaufnahmen konnten beginnen. Da alles perfekt sein musste, waren natürlich diverse Abstimmungen und Wiederholungen nötig. Aber schließlich war alles im Kasten, der Tonmeister zufrieden und die Sänger konnten sich für die eigentlichen Aufnahmen auf der Reeperbahn umziehen. Mit dem Bus ging es direkt vor die Davidwache, wo schon das gesamte Drehteam am Set auf uns wartete. Der Polizeichor wurde so positioniert, dass im Hintergrund die von Scheinwerfern angestrahlte Davidwache und das daneben befindliche St.-Pauli-Theater ins Bild kamen. Eine Kulisse, die fast jedem Hamburg Besucher bekannt ist. Mit dem Playback der nachmittags gemachten Tonaufzeichnungen begannen die eigentlichen Aufnahmen. Mit zwei Kameras wurde der Polizeichor von allen Seiten beim „Singen“ aufgenommen, eine langwierige Angelegenheit, zumal sie direkt am Rande der Reeperbahn stattfand, auf der zu dieser Zeit ein reger Verkehr in beiden Richtungen herrschte. Außerdem wurden auch viele Zuschauer angelockt, die sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Gegen 21:00 Uhr kam der bekannte Schauspieler Sky du Mont zum Set, der die Abmoderation übernommen hatte. Da konnten die Sänger miterleben, dass sich auch professionelle Moderatoren schwer tun können, sich gewisse Worte zu merken, in diesem Falle „Max Mutzke“. Aber auch dieses Problem wurde von ihm nach mehreren Anläufen gemeistert, sodass der Polizeichor nach über drei Stunden am Set müde, aber zufrieden, und um eine schöne Erfahrung reicher, zurück zum Polizeipräsidium gebracht werden konnte.

Das Ergebnis dieses langen Tages können Sie am 27.05.2010, um 20:15 Uhr, im Ersten Programm miterleben, wenn es heißt „Die schönsten Grand-Prix-Hits aller Zeiten“. Die Sänger des Polizeichor Hamburg können leider an diesem Abend nicht direkt vor dem Fernseher sitzen, da sie einen Auftritt bei einem Empfang der Innenministerkonferenz in Hamburg haben. Aber zum Glück gibt es ja DVDs.


Mitgliederversammlung 2009                               24.02.2010

Ordnungsgemäß eingeladen waren alle aktiven und fördernden Mitglieder zur Mitgliederver- sammlung 2009 im Polizeipräsidium. Es erschienen nur 58 aktive und sieben passive Mitglieder, obwohl die Tagesordnung einige wichtige Entscheidungen bereithielt, wie der Vorsitzende, Peter

Hinsch, in seiner Begrüßung anmerkte, die auch das Gedenken an die verstorbenen Mitglieder einschloss. Die Veranstaltung wurde vom Versammlungsleiter Gerd Dammann eröffnet, der den Vorsitzenden bat, seinen Jahresbericht für 2009 vorzutragen.

In seinem Jahresrückblick für das 108. Jahr des Bestehens des PCH wies er auf den großen zeitlichen Aufwand und die erheblichen Anstrengungen hin, die die Bewältigung des Chorjahres erforderte. In seinen Ausführungen zu den Aktivitäten hob er die Bedeutung der Teilnahme an den Vereidigungsfeierlichkeiten im Großen Festsaal des Rathauses hervor. Nach Auffassung des Vorstandes ist die Teilnahme „für jeden Sänger Pflicht, weil allein durch die Präsenz eines großen Chores die Verbundenheit unserer Gemeinschaft mit den aktiven Polizisten deutlich wird“. Grund für diese Aussage war die Teilnahme von nur 40 Sängern an der Frühjahrs-Vereidigung im Mai. Zur Vereidigung im November erschienen 55 Sänger, eine erfreuliche Quote. Das sollte auch im Jahre 2010 zum Standard werden!

Das Jahr besteht nicht nur aus Veranstaltungen jeglicher Art, auch „hinter den Kulissen“ wurde fleißig gearbeitet. Die Arbeitsgruppe Satzung hat in den letzten zwei Jahren die heute vorliegende Fassung erarbeitet, wofür ihr Dank für die konstruktive Arbeit gebührt. Ebenso erinnerte er an die Herstellung unserer Seemannslieder-CD mit dem Titel „Von Hamburg in die Welt“, wobei er Karin und Kalle Zinke für das stimmungsvolle Titelbild dankte. Für die nahe Zukunft ist eine Weihnachtslieder-CD in Planung. Konkretes gibt es hierzu aber noch nicht zu sagen. Aktuell sind die Vorbereitungen für die TV-Aufnahmen „Die schönsten Grand-Prix-Hits aller Zeiten“ zu erwähnen. Mit Zustimmung des Polizeipräsidenten werden hierzu Jacken und Mützen eingekauft. Dies alles hat Peter Linska zum großen Teil allein organisiert, dafür ein herzliches Dankeschön.

Als Fazit kann gesagt werden, dass wir auf das vergangene Geschäftsjahr mit dem Konzert- geschehen und dem finanziellen Erfolg mit Stolz zurückblicken können. Sorge bereitet aber die Mitgliederentwicklung im Chor. Bedingt durch die Altersstruktur und die Schwierigkeit neue aktive und passive Mitglieder zu gewinnen, wird die Aufrechterhaltung des jetzigen Chorbetriebes in wenigen Jahren wahrscheinlich unmöglich werden. Versuche der Mitgliedergewinnung waren allesamt erfolglos. Daher sei jeder aufgerufen, auch hier aktiv zu werden.

Zum Schluss seiner Ausführungen mahnte er noch mehr gemeinsamen Einsatz bei Proben und anderen Veranstaltungen an, denn wir sind Sangesfreunde, wo jeder mithelfen kann, diese Gemeinschaft zu erhalten und positive Signale zu setzen. Aber auch der Dank an alle, die mitgewirkt haben, den Chor lebendig zu erhalten, fehlte natürlich nicht.

Unser Geschäftsführer, Siegfried Harder, legte seinen Bericht vor. Viele Zahlen waren es, die er uns vortrug. Einige sollen hier erwähnt werden (Vorjahr in Klammern): Es gibt 85 (87) Sänger und 205 (207) fördernde Mitglieder. Die Stimmen sind ziemlich ausgeglichen besetzt. Wir hatten 18 öffentliche und sieben vereinsinterne Auftritte; mit Proben etc. insgesamt 79 Anlässe. Das ist schon eine beeindruckende Zahl, wenn dann noch die Termine hinzugerechnet werden, die viele Mitglieder wahrnehmen, die in einem der vielen Ämter ihr Bestes für den Chor geben.

Siegfried Harder bedankte sich nicht nur bei den engagierten Vereinsmitgliedern für die Unterstützung, sondern gab auch sein Ausscheiden aus dem Amt, nach vielen Jahren an verantwortungsvollen Stellen im Chor, aus gesundheitlichen Gründen bekannt. Seinem Nach- folger wünschte er viel Elan, Freude und Erfolg, und dem Verein eine gute Zukunft.

Der Bericht des Kassenwartes Hans Hagemann, der ja nach der neuen Satzung zukünftig Schatzmeister heißen wird, endete mit dem Ergebnis, dass es eine gesunde Kassenlage gibt und er sein Amt nach 22 Jahren ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen in andere Hände übergeben wird. Diese Einschätzung teilte auch der Bericht der Kassenprüfer, die die Kassenführung lobten und keinerlei Beanstandungen zu berichten hatten.

Waltraud Wichmann bedankte sich im Namen der fördernden Mitglieder für die gute Zusam-menarbeit. Ein persönlicher Dank ging an die ausscheidenden Vorstandsmitglieder, die ihr jederzeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben. Sie bemängelte die geringe Teilnahme von fördernden Mitgliedern und rief dazu auf, auch die Partner der letzten 15 Sangesfreunde zu bewegen, sich als fördernde Mitglieder zum Wohle des Chores einzutragen.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und es schloss sich die Aussprache zur Vereinssatzung an. Hierzu waren einige Anträge eingereicht worden, die vom Vorsitzenden beantwortet wurden. Die Diskussion verlief sehr sachlich, so dass dieser wichtig Punkt in relativ kurzer Zeit abgehandelt und 57 Ja-Stimmen und einer Enthaltung die neue Satzung angenommen wurde.

Einige Vorstandsposten mussten durch die Rücktritte und Ablauf der Wahlperiode neu gewählt werden. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Vorsitzender:                Peter Hinsch                            Geschäftsführer:            Helmut Peters

Schatzmeister:               Hans-Joachim Harms                Schriftführer:                 Holger Dörin

ORGA 1-Leiter: Peter Linska                              ORGA 2:                      Jürgen Heeßel

ORGA 3:                      Hans-Jürgen Grübner                ORGA 4:                      Wolfgang Schehlmann

Außerdem wurden die Mitglieder des Musikausschusses, die Stimmführer, der zweite Kassenprüfer und die Vertreterin der fördernden Mitglieder, Waltraud Wichmann, neu gewählt.

Der Vorsitzende erläuterte den Arbeitsplan 2010 und bat um Akzeptanz. Unter „Sonstiges“ fragte Waltraud Wichmann, ob der Adventskaffee 2010 stattfindet. Leider musste Peter Hinsch sie enttäuschen, denn der Vorstand hatte beschlossen, wegen der vielen Termine im Nov./Dez. den Sängern wenigstens ein freies Wochenende im Advent zu gönnen. Dem ist der Adventkaffe zum Opfer gefallen, zumal Anfang des kommenden Jahres die Jahresabschlussfeier ansteht. Es könnte auch ein anderer Termin im Laufe des Jahres angedacht werden.

Heinz Armbruster als Noten- und Sachwart beklagte sich, dass viele Sänger Noten nicht zeitnah anforderten. Auch das Kopieren im PP ist nur den befugten Sängern gestattet, da es sonst zu einem Verbot kommen könne – und das würde teuer für den Chor. – Ende Februar geht die Ära der Getränke- und Frikadellenversorgung bei den Proben zu Ende. Als letzter hatte Bernd Heldt diese Aufgabe übernommen. Es hat sich kein Nachfolger gefunden. Und das ist das wahrhaft Traurige an diesem Beispiel: Bedienen lassen will sich jeder, aber die wenigsten sind bereit, auch nur ein geringes Maß an Verantwortung zu übernehmen und damit einen Beitrag für die Chorgemeinschaft zu leisten. Apelle des Vorsitzenden in diese Richtung blieben bisher leider ungehört – oder vielleicht doch nicht? Es muss ja nicht für immer sein ...

Peter Linska und Bernd Heldt hatten vor der Sitzung und in der Pause gezeigt, wie eine gute Versammlungsbewirtung klappt. Auch dafür gilt ein Dankeschön der Teilnehmer.

In seinem Schlusswort dankte der Vorsitzende Hans Hagemann und Siegfried Harder mit persönlichen Worten. Beide haben in vielen Jahren gezeigt, was es bedeutet für einen Verein da zu sein. Jeder hat auf seine Art den Verein geprägt und voran gebracht. In Anerkennung Ihrer Verdienste erhielten die Beiden das Schild mit unserem Wappen und der Prägung. Das Plenum dankte Hans Hagemann und Siegfried Harder mit langanhaltendem Beifall.

Der Versammlungsleiter schloss nach vierstündiger Dauer die Mitgliederversammlung 2009 und dankte für den harmonischen Verlauf.


Jahresabschlussessen 2009                                                  10.01.2010

Eine erfreuliche Resonanz erhielten wir, als die Einladungen zu unserem Jahresabschlussessen hinausgegangen waren. 133 Meldungen konnten wir verzeichnen, so viele wie noch nie. Dieses Mal hatte der Vorstand in den Ratsweinkeller des Restaurants „Parlament“ geladen, in diesen historischen Raum tief unter dem Rathaus. Er zeigte sich in neuem Ambiente mit roten Säulen und einer roten Deckenverkleidung unter dem Kreuzgewölbe. Im mittleren Teil waren drei lange Tischreihen für die Mitglieder und Freunde des PCH gedeckt. Beginn 18:00 Uhr stand auf der Einladung, aber schon lange vorher füllten sich die Tischreihen. Eine muntere, immer lebhafter werdende Konversation füllte den Raum, so als ob man sich lange nicht gesehen hätte, obwohl der Adventskaffee im Polizeipräsidium erst exakt vier Wochen zurück lag. Das Ganze untermalte der DJ Bernd Riedesser mit eingängiger Musik, bis eine Fanfare erklang und unser Vorsitzender, Peter Hinsch, an das Mikrofon trat, um die Anwesenden zu begrüßen. Er dankte vor allem den Damen für ihre Mitarbeit, Geduld und ihr Verständnis, wenn ihre Männer für den Chor bereit stehen. Das ist nicht selbstverständlich und ein ganz großes Dankeschön wert. Denn ohne sie wäre ein Chorleben, wie wir es praktizieren, nicht machbar. Aber auch an uns Sänger ging der Dank, die sich immer wieder für den Chor einsetzen.

Dann wurde serviert, 116 mal Grünkohl und 17 mal Geschnetzeltes kamen auf die Tische. Das Grünkohlessen ganz traditionell mit Kassler, Kochwurst, Schweinebacke und Kartoffeln, das Geschnetzelte in anderer Geschmacksrichtung, aber ebenso lecker. Als der Nachtisch abgeräumt und eine kleine Verschnaufpause nach diesem üppigen Essen angesagt war, wurden die Sänger zu einem Ständchen aufgefordert. Wir erfreuten unsere Damen und die übrigen Gäste mit „Sailing“, dem „Hamborger Veermaster“, als Solist, nachdem die Probleme mit dem Mikrofon ausgeräumt waren, natürlich wieder Walter Wozny, und das fröhliche „Play a simple melody“ schloss unsere Aktivitäten ab. Die ersten gingen schon auf ihre Plätze zu, als der Applaus dann doch nach einer Zugabe verlangte. Die widmeten wir unseren Damen mit „Denn dich gibt’s nur einmal für mich“. Ob unser Chorleiter mit dieser gesanglichen Leistung voll zufrieden war, bleibt die Frage, oder lag es an der Akustik?

Der nächste Programmpunkt waren die Ehrungen. Der Vorsitzende unterstrich noch einmal den Einsatz der Sänger. Im abgelaufenen Jahr waren 67 Termine „abzuarbeiten“, das bedeutet, abzüglich Chorferien und Weih-nachtswoche, fast 1,5 mal wöchentlich für den Chor da zu sein. Drei sind von diesen 67 Terminen 66 mal dabei gewesen: Jochen Harms, und die beiden „Daueraktivisten“ Bernd Heldt und Walter Wozny. Sie alle wurden mit einer guten Flasche Wein belohnt.

Mit den Ehrennadeln in Bronze und Gold und einer Urkunde für langjährige Mitgliedschaften im PCH bzw. einer Urkunde und der Ehrennadel in Silber des SBdDP wurden die folgenden Mitglieder ausgezeichnet:


Weihnachtskonzerte in der Laeiszhalle                                    20.12.2009

Der Terminkalender hatte uns bis zu diesem Tag fest im Griff. Nun sollten als Höhepunkt des Chorjahres „nur noch“ die beiden Weihnachtskonzerte erfolgreich überstanden werden. Das Ereignis, das uns seit August bei unseren Proben immer vor Augen stand. Werden wir wieder so erfolgreich sein, wie bei den vergangenen Weihnachtkonzerten? Denn diese Veranstaltungen sind kein Selbstgänger, wie unser Vorsitzender, Peter Hinsch, bei seiner Begrüßung betonte. Jedes Jahr müssen wir unser Publikum neu gewinnen, um bei den folgenden Konzerten in vollen Sälen auftreten zu können. Das ist uns auch in diesem Jahr (2700 Besucher) wieder gelungen, so wie es uns die positiven Stimmen nach den Konzerten bestätigten. Nachdem der Polizeichor im Frühlingskonzert mit seinen Beiträgen nach Meinung vieler ein wenig zu kurz gekommen war, hatten wir uns für diese Konzerte viel mehr an Präsenz vorgenommen. Insgesamt 17 Lieder waren einzustudieren, davon 12 im „Alleingang“, der Rest mit den Alsterspatzen, dem Chor der Staatsoper Hamburg und Jugendsinfonieorchester Ahrensburg.

Die Bühne der Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg ist groß, doch wenn insgesamt 160 Mitwirkende auf der Bühne Platz finden sollen, wird es hin und wieder ein wenig eng. Die Organisation hatte jedoch alles getan, um ein stimmiges Bild auf die Bühne zu bekommen und die Mitwirkenden richtig in Szene zu setzen. Geschmückt von zwei riesigen Tannenbäumen mit roten Schleifen und Kugeln und der Tannendekoration am Bühnenrand erstrahle die Bühne in weihnachtlichem Glanz, als der Polizeichor Hamburg zusammen mit den Hamburger Alsterspatzen die Bühne betrat. zum Auftakt erklang aus der Messe bréve No. 7 das Gloria, begleitet auf der Orgel von Annerose Witt. Unser Vorsitzender, Peter Hinsch, begrüßte die Gäste und Ehrengäste im ausverkauften Saal und bat nachmittags den stellvertretenden Polizeipräsidenten, Reinhard Fallak, und abends den Polizeipräsidenten, Werner Jantosch, um ein Grußwort. Beide betonten die angenehme Verbindung und die guten Kontakte zum Polizeichor und freuten sich auf die Einstimmung zur Weihnachtszeit. Als Moderatorin begrüßte Peter Hinsch dann die aus vielen Sendungen des Norddeutschen Fernsehens bekannte Moderatorin und Journalistin Julia Sen. Sie erschien in einem festlichen langen, schwarzen Seidenkleid und sagte den ersten Soloteil des Polizeichores an. Fünf besinnliche Lieder, beginnend mit „Schäfers Sonntagslied“, dann „Wenn ich ein Glöcklein wär“, und aus der Deutschen Messe von Franz Schubert das „Sanctus“ und „Wohin soll ich mich wenden“. Zum Schluss ebenfalls von Franz Schubert, „Die Nacht“, die die Zuhörer in ihren Bann zog. Dies alles a capella und in gemischter Aufstellung, d.h. Bässe und Tenöre standen nicht mehr getrennt nach Stimmen, sondern sollten durch diese „amerikanische Aufstellung“ das Klangbild verbessern, wie unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, im Vorfeld immer wieder betonte – und was sich als richtig herausstellte.

Die Hamburger Alsterspatzen betraten nun für ihren Soloteil die Bühne. Der Chor wird seit 30 Jahren von ihrem Gründer, Jürgen Luhn, geleitet und ist weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannt geworden. Mit fröhlichen Weihnachtsklängen von „O Freude über Freude“ bis hin zu „Jingle Bells“ klangen ihre hellen Stimmen durch den Saal. Unterstützt wurden sie durch „One Voice“. Das ist der Chor der „älteren“ Mädchen bei den Alsterspatzen. Der Chorleiter selbst begleitete „seine“ Mädchen und drei Jungen am Flügel.

Was sind unsere Weihnachtskonzerte ohne das Jugendsinfonieorchester Ahrensburg unter der bewährten Leitung von Prof. Michael Klaue? Er versteht es immer wieder, junge Menschen der klassischen Musik zuzuführen. Aus seinem Orchester sind schon viele großartige Instrumentalsolisten hervorgegangen. An diesem Abend brachten sie die „Havanaise“, Op. 83, ein Konzert für Violine und Orchester von Camille Saint-Saens. Johanna Erdelbrock war die vielumjubelte Solistin an der Violine. Vor der Pause folgte, vorgetragen von allen Mitwirkenden, der „Mondaufgang“ aus der Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ von Otto Nicolai. Diese schmeichelnde Melodie belohnte das Publikum mit großem Applaus.

Im zweiten Programmteil bewiesen die Akteure noch einmal was in ihnen steckt. Es begann wieder der Polizeichor Hamburg a capella mit einem Spiritual „All night – all day“, in dem Rainer Maerz als Solist sein Können bewies. Die „Hymne an die Nacht“ von Ludwig van Beethoven wurde sehr langsam und eindrucksvoll dargeboten. Für Kazuo Kanemaki unsere beste Leistung in diesem Konzert. „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ und das „Gloria in excelsis Deo“ von Wilhelm Heinrich rundeten diesen Part ab.

Die Weihnachtskonzerte des Polizeichors Hamburg leben von den Gegensätzen, die in der Programmfolge ihren Niederschlag finden. Das Jugendsinfonieorchester brachte gleich zwei Stücke zu Gehör. Zunächst die „Playful Pizzicato“ aus der „Simple Symphonie – Op. 4“ von Benjamin Britten, die von den Streichern nur gezupft wurde. Ein wunderbares Klangerlebnis. Als der Beifall verebbt war, kam Michael Klaue mit einer ehemaligen Schülerin, Jessica Turnbull-Thieme, auf die Bühne. Sie war die Solistin in dem Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 10, 2. Satz von Carl J. Stamitz. Julia Sen erzählte, dass Frau Turnbull-Thieme 20 Jahre die Klarinette nicht angefasst hatte und nun schon nach drei Jahren wieder 1. Klarinettistin im Symphonieorchester Hamburg ist. Übrigens wirken ihre beiden Söhne inzwischen auch im Jugendsinfonieorchester Ahrensburg als Streicher mit. Musik steckt an und motiviert zum Mitmachen.

Jetzt wurde es richtig weihnachtlich mit den Alsterspatzen. Sie ließen sechs fröhliche Weihnachtslieder erklingen, und wurden mit viel Applaus bedacht. Ein kleiner Alsterspatz kam an den Bühnenrand und trug das Gedicht „Von drauß‘ vom Walde komm‘ ich her“ vor. Eine Weihnachtstüte mit Süßem war der Lohn für das gekonnt vorgetragene Gedicht. Der Polizeichor zeigte sein Können mit „Freuet euch all‘“ von Georg Friedrich Händel, einem „O Tannenbaum“ mit einem Chorsatz, der in Japan entstanden ist, und ganz gefühlvoll zum Schluss eines des schönsten Weihnachtslieder „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Zum großen Finale versammelten sich wieder alle auf der Bühne, um aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach „Herrscher des Himmels“ mitreißend darzubieten. Aber eines darf zum Ende unserer Weihnachtskonzerte nicht - mehr? – fehlen: Das „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel.

Dieser Mix aus hellen und dunklen Stimmen, die gegen- und miteinander das Halleluja singen.. Und dann die gewaltige Klangfülle aller Instrumente. Das ist ein Erlebnis und ließ manchem Zuhörer einen Schauer über den Rücken laufen. Bravo-Rufe und donnernder Applaus waren die Antwort des Publikums als der letzte Ton verklungen war. Es war jetzt die Zeit gekommen, „Auf Wiedersehen“ zu sagen und sich bei den Akteuren zu bedanken für ein wirklich gelungenes Konzert. Unser Vorsitzender überreichte den Orchester- und Chorleitern, den Solistinnen und der Moderatorin die wohlverdienten Blumensträuße. Dann kamen die Weihnachtsmützen auf den Kopf und alle auf der Bühne und im Saal stimmten „O du fröhliche, o du selige“ an. Ein wundervoller Nachmittag bzw. Abend ging damit zu Ende.


Das Chorwochenende in Rendsburg                           05./06.12.2009

Zwischen den Auftritten galt es, das Repertoire für unsere Weihnachtskonzerte am 20.12.2009 intensiv zu üben und zu perfektionieren. Zum dritten Mal schon war das Nordkolleg in Rendsburg unser Ziel, das wir per Bus ansteuerten. Eine ideale Übungsstätte für uns. Ein großer Übungssaal mit Flügel stand uns während der zwei Tage zur Verfügung. Wer gedacht hatte, wir könnten schon alles, der sah sich getäuscht, denn jetzt ging es an den „Feinschliff“. Das gipfelte darin, dass sich Kazuo Kanemaki am Sonntag Vormittag Bässe und Tenöre nach dem Einsingen getrennt vornahm, um die erkannten Schwächen auszubügeln. Insgesamt 8 ½ Stunden haben wir die 17 Lieder geprobt; das macht pro Lied ½ Stunde, wenn man es in Zahlen ausdrücken will. Geholfen hat es sicherlich, auch wenn wir hin und wieder „absackten“; das Ergebnis werden wir am 4. Advent sehen. Um die müden Sangesfreunde zwischendurch aufzumuntern, gab Peter Horn wieder einige Schmankerln zum Besten und Rainer Maerz erfreute uns mit dem Chor-Gedicht. Der Sonnabend Abend war dem gemütlichen Beisammensein gewidmet. Ohne das Akkordeonspiel von Klaus Grzybowski, der nicht mitkommen konnte, ist so ein Abend nur halb so schön. Der Musikausschuss tagte, ein Teil sah Bundesliga-Fussball und später einen mittelmäßigen Boxkampf, aber der größte Teil versammelte sich im Speisesaal, wo es später lautstark zuging. So kam auch die Geselligkeit nicht zur kurz. Diszipliniert wie Chorsänger nun einmal sind, ging der Abend zeitig zu Ende, so dass fast alle Sänger am nächsten Morgen fit am Frühstückstisch saßen. Zu der Verpflegung muss man noch sagen: einfach Spitze!


Vorweihnachtliche Auftritte im November und Dezember 2009

Es sind immer wieder die Rufe, die den PCH in der Vorweihnachtszeit erreichen: Bitte singt bei unserer Feier. Diesem Wunsch kommen die Sänger gerne nach, denn es gilt den meist älteren und benachteiligten Bürgern unserer Stadt. eine Freude zu bereiten..

Unsere „Tournee“ begann schon mit dem ersten Auftritt am 23.11.2009 im Bürgerhaus Wilhelmsburg zum Jahrestreffen des Seniorenkreises der IG B(ergbau) C(hemie) E(nergie) Bezirk Hamburg/Harburg. Pünktlich trafen die 43 Sänger ein, denn es galt vor dem Auftritt das Kuchenbuffet zu genießen. Bei diesem Termin ging es noch nicht ganz adventlich und damit weihnachtlich zu. Entsprechend hatte der Musikausschuss ein gemischtes Programm vorbereitet. Dem Sängergruß folgte die Begrüßung durch unseren Vorsitzenden, Peter Hinsch, der seiner Freude darüber Ausdruck gab, dass der PCH zum wiederholten Male an diesem Nachmittag im Bürgerhaus zu Gast sein durfte. Dann übergab er das Mikrofon an unseren Moderator, Peter Horn, der launig und gekonnt durch das Programm führte. Mit kleinen Anekdoten und Scherzen gespickt, brachte er das Publikum wiederholt zum Lachen und sorgte für eine angenehme Stimmung. Im ersten Teil erklangen besinnliche Lieder von „Wenn ich ein Glöcklein wär‘“ bis hin zum „Schifferlied zur Weihnacht“. Zwischen den Liedern musste zeitweise das Klavier hin und her bewegt werden. Das war deutlich zu hören und ein paar Tropfen Öl hätten den Rollen sicherlich gut getan. Aber das Publikum im vollbesetzten Saal ließ sich dadurch nicht irritieren, sondern belohnte unsere Beiträge mit lautem Applaus. Der zweite Teil war lebhafter und begann mit „Aus der Traube in die Tonne“, „Mala Moja“ und der„Schönen Isabella“. Als Klaus Grzybowski in die Tasten seines Akkordeons griff, erklangen Seemannslieder und Shanties, die vom Publikum teilweise mitgesungen wurden. Ja, was macht der PCH, wenn der Applaus nicht enden will und Zugabe-Rufe zu hören sind? Der Chorleiter, Kazuo Kanemaki, setzt sich ans Klavier und beginnt mit dem Vorspiel zum Gefangenenchor aus „Nabucco“. Immer wieder gern gehört und ein Erfolg zum Abschluss eines Auftritts. Unser Vorsitzender bedankte sich und die Sänger konnten nach einem gelungenen Auftritt zufrieden nach Hause fahren.

Zwei Wochen später, am 02.12.2009, standen – man kann schon sagen: wie in jedem Jahr – nach einer üppigen Kaffeetafel 53 Sänger im großen „Hermann-Boßdorf-Saal“ des Hamburg-Hauses am Doormannsweg. Der Saal ist übrigens nach dem Dramatiker und Balladendichter Hermann Boßdorf (1877 – 1921) benannt, der zusammen mit Fritz Stavenhagen die niederdeutsche Bühne begründete. Das Ohnsorg-Theater spielt noch heute Stücke dieses Dichters. Nach der Begrüßung präsentierte der PCH gegenüber dem Auftritt in Wilhelmsburg ein leicht gekürztes Programm, da vor und nach unserem Auftritt eine Combo aus dem Polizeiorchester die Besucher der Adventfeier des RentnerSeniorenkreises der IG B(auen) A(grar) U(mwelt) unterhielt. Unser Vorsitzender, Peter Hinsch, und unser Moderator, Peter Horn, hatten es nicht leicht, sich verständlich zu machen, da ein Mikrofon nicht zur Verfügung stand. Trotzdem freuten sich die ersten Reihen über die Ansagen des Moderators. Als zum Schluss der „Gefangenenchor“ als Zugabe nicht reichte, probierte es der PCH mit „O, du fröhliche“. Das gelang leider nicht wie gewohnt, da sich der Chor an diesem Tag als nicht sehr textsicher erwies. Trotz dieser kleinen Panne lud uns der Vorsitzende der IG BAU, Herr Schorlemmer, schon vorsorglich zur nächsten Adventsfeier am 01.12.2010 ein. Wir werden kommen ...

Das nächste Termin war am 12.12.2009 bei der Weihnachtsfeier für behinderte, einsame und hilfsbedürftige Menschen, die die Firma Vattenfall jedes Jahr einlädt. Nach dem Einsingen ging es hinüber ins das Betriebsre- staurant, wo die Eingeladenen bereits auf uns warteten. Durch das weihnachtliche Programm führte unser Geschäftsführer, Sigi Harder, der auch einige wissenswerte Details zu Komponisten und Werken beisteuerte. Mit dem „Schifferlied zur Weihnacht“ sollte unser Vortrag zu Ende gehen, aber mit ihrem Applaus forderte das Publikum noch eine Zugabe heraus, den Gefangenenchor. Mit belegten Brötchen und verschiedenen Getränken wurden die 42 Sänger anschließend dann auf das Beste versorgt.

Der vierte und letzte Auftritt auf einer Weihnachtsfeier in diesem Jahr war am 16.12.2009 in der Ernst und Claere Jung-Stiftung in Hamburg-Othmarschen, deren prominenteste Bewohnerin wohl Heidi Kabel sein mag. Ernst Jung (1896 – 1976), der die Stiftung ins Leben rief, war ein erfolgreicher Reeder und Öl-Importeur. Da er kinderlos blieb, gründete er zusammen mit seiner Ehefrau 1967 zwei Stiftungen für Altenheime und die Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung, die jedes Jahr den mit € 250.000,00 höchstdotierten deutschen Medizin-Preis, den Ernst-Jung Preis für Humanmedizin, vergibt. In der schönen Anlage war der Veranstaltungsraum weihnachtlich geschmückt, als wir mit 36 Sängern einmarschierten. Der Leiter der Einrichtung, Herr Udo Wunderlich, begrüßte die Bewohner und freute sich, den Polizeichor Hamburg für diese Feier gewonnen zu haben. Ein umfangreiches Programm hatten wir uns vorgenommen. Begonnen wurde mit drei maritimen Liedern, wie unser Moderator, Otto Kadel, anmerkte, begleitet natürlich von unserem Akkordeonisten, Klaus Grzybowski, der uns auch bei der „Schönen Isabella“ zur Seite stand. Der Übergang zu Weihnachtlichem gelang mit „Wenn ich ein Glöcklein wär“. Acht Lieder zur Weihnachtszeit erfreuten die Bewohner im vollbesetzten Saal. Bei vielen Liedern sang das Auditorium kräftig mit, ein Zeichen dafür, dass unser Programm gut angenommen wurde. Auch hier mussten wir als Zugabe noch den Gefangenenchor aus „Nabucco“ zum Besten geben.


Edenkoben – Seemannslieder an der Weinstraße         25.09.-01.10.2009

Im vergangenen Jahr hatte der Vorstand beschlossen, unsere Chorreise 2009 nach Edenkoben zu planen, diesem kleinen, 6.980 Einwohner zählenden Ort am Ostrand des Pfälzer Waldes direkt an der Deutschen Weinstraße gelegen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Polizeichor Hamburg (PCH) dort auftritt. Schon seit 1986 verbinden freundschaftliche Kontakte den PCH mit Edenkoben, die mit Besuchen und Gegenbesuchen immer wieder aufgefrischt werden. So folgten wir in diesem Jahr einer Einladung zur Eröffnung des Weinfestes.

Untergebracht waren wir in der Sportschule des Südwestdeutschen Fußballverbandes oberhalb von Edenkoben in malerischer Umgebung. Rolf Knoche, der Leiter, hieß uns bei unserer Ankunft herzlich Willkommen. Diese herzliche Art der Pfälzer haben wir während unseres gesamten Aufenthaltes genossen. Ganz besonders hervorheben müssen wir hierbei Dietmar „Didi“ Artmann aus Kaiserslautern, der uns unermüdlich zu – fast – jeder Tages- und Nachtzeit hinter der Theke mit allen „anständigen und unanständigen“ Getränken versorgte, wie unser Vorsitzender zu sagen pflegte. Die ganze Anlage war sehr gepflegt. Großzügige Zimmer, ein Hallen-Schwimmbad und schöne Speise- und Aufenthaltsräume standen uns zur Verfügung. Wir hatten das ganze Haus belegt und mussten daher keine „Störungen“ von außen befürchten. So konnten wir uns hier in aller Ruhe auf unsere Auftritte inmitten der Weinberge vorbereiten.

Doch zunächst stand am Sonnabend eine Rundfahrt auf der Weinstraße in nördlicher Richtung auf dem Plan. Über Maikammer, Neustadt a.d. Weinstraße, mit einem kleinen Rundgang vom Bahnhof aus, nach Bad Dürkheim, wo das 1,7 Mio. Liter fassende, größte Fass der Welt zu bestaunen war. Eigentliches Ziel aber war Speyer, die Domstadt. Die um 1030 von Konrad II. gegründete romanische Basilika ist die größte noch erhaltene romanische Kirche der Welt. Sie ist 134 m lang und 111 m breit. Welche Dimensionen! In der Krypta befindet sich die Grablege von acht deutschen Kaisern und Königen. Der aus gelbem und rotem Sandstein erbaute Dom zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ehrfurchtsvoll steht man im Kirchenschiff vor den gewaltigen Säulen, die fast in den Himmel zu ragen scheinen. Die Organistin, die an der Orgel probte, erfüllte das Kirchenschiff mit ihrem Spiel. Nach diesen Eindrücken ging es hinaus auf den sonnigen Domplatz und in die Maximilianstraße, wo ein Trödelmarkt das Interesse hauptsächlich unserer Damen fand. Diese kaiserliche Prachtstraße endet nach 600 m am westlichen Stadttor Altpörtel.

Auf der Rückfahrt machten wir Station in Edenkoben, um uns mit dem Städtchen anzufreunden. Das gelang auf Anhieb, denn wir tummelten uns auf dem Weinfest oder labten uns in der Kirche an der Kaffeetafel. Abends, in der Sportschule, bekamen wir Besuch von einer Abordnung des Volkschores Edenkoben. Es wurde viel geredet und gelacht, aber als die beiden Bänkelsänger, Peter Mayrhofer mit seiner Gitarre und Hans-Jürgen Peter auf der Teufelsgeige pfälzische Lieder anstimmten, die teilweise ins Hochdeutsche übersetzt werden mussten, kannte die gute Laune keine Grenzen mehr. Der wundervolle Wein tat natürlich sein übriges.

Unsere Auftritte begannen am Sonntag morgen, wo wir während des Gottesdienstes in der gut gefüllten Protestantischen Kirche sangen. „Ich bete an die Macht der Liebe“, „Sanctus“, „Morgenrot“ und „Abendfreden“ waren unsere Beiträge zu dem von Pastorin Ahnefeld mit einer anspruchsvollen Predigt gestalteten Gottesdienst. Ihr Lob über unsere Darbietungen hat uns sehr gefreut und für die nächste Aufgabe an diesem Tage motiviert. Aus der kühlen Kirche ging es hinaus auf den sonnenbestrahlten Festplatz mit Festzelten und Bühne. Dort sollten wir unsere Visitenkarte vor einem weitaus zahlreicheren Publikum abgeben. Der Stadtbürgermeister, Werner Kastner, und die Weinkönigin nebst Prinzessin stellten uns dem Publikum vor. Wie kann man in so einer Umgebung besser starten als mit „Aus der Traube in die Tonne“. Die Stimmung wurde weiter angeheizt mit der „Schönen Isabella aus Kastilien“, dem „Fräulein Helen“ und „Mala Moja“. „Wochenend‘ und Sonnenschein“ passte genau und mit dem „Jägerchor“ ging der erste Teil zu Ende. Der zweite Block war dann den Seemannsliedern und Shanties vorbehalten. Großer Applaus zwischen und zum Ende unserer Darbietungen zeigte, dass wir das richtige Liedgut ausgesucht hatten. Wie schon am Tag zuvor genossen wir dann das Weinfest, jetzt aber in „Zivil“.

Am Montagmorgen fand die offizielle Begrüßung durch den Stadtbürgermeister vor der Villa Ludwigshöhe und dem darunter liegenden Kavaliersbau statt, die neben dem Hambacher Schloss ein weiteres Muss dieser Region sind. Wieder schien die Sonne vom strahlend blauen Himmel als der Stadtbürgermeister uns bei Secco und Laugenbrezeln einiges von Edenkoben, der Weinstraße und eben der Villa Ludwigshöhe erzählte. „Eine Villa italienischer Art, nur für die schöne Jahreszeit bestimmt und in des Königreichs mildestem Teil“ – diesen Wunsch verwirklichte sich der bayerische König Ludwig I. um 1850. Es ist eine an antike Vorbilder erinnernde klassizistische Villa mit Dekorationen im „pompejanischen Stil“, eingebettet in eine Landschaft, die mit ihren Weinbergen und Esskastanienhainen wirklich an Italien erinnert. Von den zwei übereinander liegenden Säulengängen mit dorischen Säulen unten und ionischen oben kann man weit in die Landschaft der Rheinebene hinaus sehen; bei klarer Sicht bis an den Schwarzwald im Süden, Heidelberg und Odenwald im Osten und Mainz im Norden. Im Westen erhebt sich hinter der Villa Ludwigshöhe der Rietberg (550 m ü.d.M.), den wir anschließend mit dem Sessellift der Rietburgbahn „erklommen“, um von ganz oben noch einmal die Aussicht zu genießen. Einen Teil der pfälzischen Küche hatten wir bereits auf dem Weinfest mit Saumagen kennengelernt, heute nun gab es im Hüttenbrunnen Rindfleisch und Fleeschknepp mit Meerrettich und Klößen, vergleichbar mit Wiener Tafelspitz. Eine leckere Mahlzeit, die uns im Wald serviert wurde. Von dort noch einmal aufs Weinfest, dem letzten Abend des 64. Edenkobener Weinfestes, das mit einem prachtvollen Feuerwerk gegen 22:00 Uhr abgeschlossen wurde. Aber im Sporthotel wartete ja bereits „Didi“ auf uns ...

Etwas fehlte noch von der Weinstraße, der südliche Teil. Diesen erkundeten wir am Dienstag. Die Fahrt ging direkt zum Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach. Dieses 1936 errichtete Tor markiert den Beginn der Deutschen Weinstraße, die nach 85 km in Bockenheim endet. Kurz danach überquerten wir die deutsch-französische Grenze, um uns die Grenzstadt Wissembourg (= Weissenburg) anzuschauen. Nach einem kurzen Rundgang wartete bereits die Stadtrundfahrt auf uns, die uns in einer guten Stunde kreuz und quer durch dieses malerische Städtchen am Fuße der Vogesen führte. Jetzt wussten wir, was sehenswert war. Zum Beispiel die Abteikirche St. Peter und St. Paul, die nach dem Straßburger Münster zweitgrößte Kirche im Elsaß. Sie ähnelt in ihrer Art dem Dom zu Speyer, war aber im Inneren wesentlich dunkler, allein schon durch die farbigen Glasfenster mit den Fensterrosen und den Fresken. Das Flüsschen Lauter teilt sich vor der Stadt und fließt an der Stadtmauer und auch mitten durch die Stadt. So ergeben sich viele reizvolle Perspektiven, die unsere Fotografen weidlich nutzten.

Damit war der Tag noch nicht ausgefüllt, denn es wartete ein Stehempfang im Weingut Schäfer auf uns. Hausmacherbrote, belegt mit Mett, Blut- und Leberwurst machten Appetit auf den leckeren Wein, der freigiebig ausgeschenkt wurde. Interessant war auch die Besichtigung des Weinkellers mit Informationen durch den Inhaber, Bernd Schäfer. Durch Horst Helf besteht schon lange die Möglichkeit, Weine aus diesem prämierten Betrieb zu beziehen. Für Mittwoch vormittag war die Entscheidung zur Besichtigung des Schuhmuseums in Hauenstein gefallen. Eine sehr informative Führung durch die verschiedenen Stationen der Herstellung und der Geschichte dieses Ortes, der seit 1886 von der Schuhherstellung geprägt wurde. Das 20 km entfernte Pirmasens war das Vorbild. Bis dahin hatten die Hauensteiner nur als Zulieferanten fungiert. Damals aber wollten die Brüder Carl-August und Anton Seibel selber Schuhe herstellen. Das war der Beginn des Aufschwungs, an deren Ende bis zu 14 Schuhfabriken standen – heute gibt es nur noch eine! Aber eine ähnliche Entwicklung hat auch Pirmasens hinter sich. Im Schuhmuseum waren u.a. mit der Ernst-Tillmann-Sammlung über 3.500 Paar Schuhe aus vielen Jahrhunderten zu bewundern, sowie die Schuhe berühmter und bekannter Persönlichkeiten zu sehen. Es waren sehr informative 90 Minuten und mancher wäre gern noch etwas länger geblieben. Mit einem Besuch in einem der vielen Schuhgeschäfte im Ort wurde der Besuch in Hauenstein fortgesetzt. Aber die Zeit wurde knapp, die Busse standen bereit, denn am Abend sollte unser Konzertauftritt folgen.

Gegen 18:00 Uhr betraten wir den „Kurpfalzsaal“ in Edenkoben, um uns einzusingen und die bereitgestellten Brötchen zu genießen. Um 19:30 Uhr sollte das Herbstkonzert vom Volkschor Edenkoben 1871 e.V. beginnen. Der Saal war ausverkauft, als die 1. Vorsitzende, Heidelore Keim-Nolzen, nach dem Pfälzer Sängerspruch, den der ganze Saal mitsang, und dem Lied „Freunde, die ihr seid gekommen“ die erwartungsfrohen Zuhörer willkommen hieß und den PCH auf die Bühne bat. Wir begannen mit dem Lied „Wenn ich ein Glöcklein wär‘“ und setzten unseren Part mit weiteren besinnlichen Liedern fort, bei denen wieder Rainer Maerz und Walter Wozny mit dem Solo der „12 Räuber“ glänzten. Bei dem Bühnenwechsel gab es noch Grußworte vom Stadtbürgermeister, Werner Kastner, und der 16jährigen Weinprinzessin, Christine II., die mit Ihrer launigen Ansprache viel Beifall erntete. Der inzwischen auf der Bühne erschienene Volkschor, der von Hartmut Hetterich geleitet wurde, intonierte zwei fröhliche Lieder aus der Pfalz. Der 2. Block des PCH begann mit dem Echo-Chor der Zigeuner „Im Wald“. Das „Echo“ stand an der Rückseite des Saales und brachte das Stück wirkungsvoll zur Geltung. Somit waren die Zuhörer eingestimmt auf die folgenden Opernchöre und als Schluss auf des „Schäfers Sonntagslied“. Der zweite Teil des Abends stand für den PCH unter dem Motto Hamburg und die Seefahrt. Maritimes Flair kam auf, als mit Akkordeonbegleitung Shanties und Seemannsliedern in unserem Outfit „Seemann weiß“ erklangen. Peter Jonsson sagte, wie schon im ersten Teil, die Lieder an, die er mit spaßigen Überleitungen garnierte. Unser gut gelaunter Chorleiter, Kazuo Kanemaki forderte das Publikum wiederholt zum Mitsingen und Mitklatschen auf und erntete viele Lacher, als er den Inhalt des japanischen Liedes „ßolan bushi“ erklärte. Zwischen dem 3. und 4. Block des PCH sangen die Frauen und Männer des Volkschores ihre stimmungsvollen Lieder. „Komm‘ doch mal nach Hamburg“, mit dieser Einladung zu einem Gegenbesuch in Hamburg verabschiedete sich der PCH vom begeisterten Publikum in Edenkoben. Nach zwei Zugaben ging ein wunderschöner Abend zu Ende.

Bei der Abreise am Donnerstag morgen zogen zum ersten Mal seit einer Woche graue Wolken auf. Als wir die Mannschaft der Sportschule mit einem Abschiedslied auf dem Vorplatz erfreuten, glaubten wir zwei feuchte Augen im Gesicht unseres guten Geistes „Didi“ zu sehen. Hatte es ihm mit uns ebenso gut gefallen, wie es uns in der Sportschule und in Edenkoben mit ihm gefallen hat? Wir haben diese sonnige Woche jedenfalls in vollen Zügen genießen können.


60 Jahre Kazuo Kanemaki und 20 Jahre Hamburg–Osaka     10.09.2009

Diese beiden denkwürdigen Anlässe waren Motivation und Ansporn für die acht von Kazuo Kanemaki geleiteten Chöre aus Hamburg und Umgebung unter der Federführung des PCH ein Festkonzert im größten und schönsten Konzerthaus Hamburgs zu veranstalten.

Am 25. August 2009 wurde unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, 60 Jahre alt. Kann man alt sagen? Nein, denn er

selbst sagt von sich, dass er sich noch jung und vital fühlt; und das können alle, die mit ihm arbeiten und singen,

nur unterstreichen.

Und es war ein glücklicher Zufall, dass das Jubiläums-Konzert in der Laeiszhalle-Musikhalle Hamburg am 10.09.2009 stattfand, eingerahmt von zwei großen Aufführungen im gleichen Hause. Am Tage zuvor stand Anna Jurjewna Netrebko (geb. 18.09.1971) auf dieser traditionsbeladenen Bühne. Und am Abend danach feierte der Dirigent Prof. Christoph von Dohnányi dort seinen 80. Geburtstag (geb. 08.09.1929). Bei ihm hat Kazuo Kanemaki unter anderem als Hauptfach „Dirigieren“ studiert. Alle Drei sind im Sternzeichen der „Jungfrau“ geboren. Wenn das nicht musikalisch verbindet ...

Es war aber auch ein Abend der Erinnerung an die Städtepartnerschaft Hamburg – Osaka, die beide Hafenstädte seit 20 Jahren freundschaftlich verbindet und die sie pflegen. Folgerichtig war einer der Ehrengäste der japanische Generalkonsul, Seisuke Narumiya.

„Eine Reise durch verschiedene Epochen der klassischen Musik“ das war der Untertitel dieses Konzertes, das sich Kazuo Kanemaki selbst zum Geschenk gemacht hat. Und das ist ihm aus dem Herzen gesprochen. Als er im Sommer 1974 nach Hamburg kam, nach Deutschland, in das Land der klassischen Musik, in dem Bach, Beethoven, Brahms, Mendelssohn-Bartholdy, Furtwängler, Wagner und viele, viele mehr geboren sind. Wo die Sprache so schön mit der Musik harmoniert, lernte er eifrig die Sprache, um die Inspiration zu spüren, die von der klassischen Musik ausgeht. Nur leider spürt er heute immer weniger Interesse an klassischer Musik. Warum, fragt er sich. Denn die klassische Musik ist die Basis auch für alle anderen Musikrichtungen. Daher war sein Konzert auch sein Appell: Möge die weltweit anerkannte deutsche klassische Musik noch viel mehr gehört, gespielt und geliebt werden!

Ja, und das taten dann auch alle Mitwirkenden, seine von ihm betreuten acht Chöre, die mit insgesamt 300 Sängerinnen und Sängern angetreten waren, das Chorensemble KAZE aus Japan, die Solisten und das Festival Orchestra. Der erste Teil des Programms war den Chören vorbehalten, die in unterschiedlichen Zusammensetzungen gemeinsam sangen. Es begann mit dem „Halleluja“ aus dem Messias von G.F.Händel, es folgten das „Abendlied“ von Rheinberger und zwei japanische Lieder, die von seinem älteren Bruder, Shinichiro Kanemaki, dirigiert wurden. Mit der Kantate Nr. 140 von J.S.Bach und dem „Alleluja“ von W.A.Mozart schloss sich der Reigen besinnlicher Lieder, die beiden letzten in der Bearbeitung von Shinichiro Kanemaki. Der nächste Block brachte den begeisterten Zuhörern Opernchöre wie den Chor der Priester aus der „Zauberflöte“, den Jägerchor aus „Der Freischütz“ und die „Landerkennung von E. Grieg mit Michael Doumas, Bariton, als Solist. Dann zwei Gegensätze, „O Fortuna“ aus der „Carmina Burana“ von Carl Orff und das japanische „Moero“, das Lied des Dezember, vom Orchester ganz sachte begonnen, sprüht es dann, wenn der Chor einsetzt, vor Fröhlichkeit, was man auch am lebhaften Dirigat von Shinichiro Kanemaki deutlich sah. Nach diesen vielfältigen Eindrücken, bat der Moderator des Abends, Mitsuo Kanemaki, der Sohn von Kazuo und Saeko Kanemaki, zur Pause.

Der zweite Teil gehörte dem Festival Orchestra und den Instrumental-Solisten. Es war der Wunsch von Kazuo Kanemaki, in diesem Konzert nicht nur der Chormusik, sondern auch seiner zweiten Liebe, der Orchestermusik, nachzugehen. Denn als ständiger Gastdirigent leitet er in der Berliner Philharmonie seit 2006 „das sinfonie orchester berlin“. Mit dem einfühlsamen „Air“ von J.S.Bach begann der Reigen durch die Epochen. Dann folgte eine Uraufführung, „Tango“ von Yojiro Minami, der bejubelt wurde. Klassisch folgten das Konzert für Violine (Solistin Marlene Ito) und Orchester E-moll Op. 64, 1. Satz, von F. Mendelssohn-Bartholdy, und das Konzert für Klavier (Solistin Yayoi Higaki) und Orchester Nr. 2, C-moll Op. 18, 1. Satz von S. Rachmaninow. Mitsuo Kanemaki kündigte die Symphonie Nr. C-moll Op.68, 4. Satz, an. Er meinte, dass sein Vater bei diesem Stück eintauche in die Musik und mit ihr Eins werde. Es war ein Erlebnis, die Hingabe zu beobachten, mit der Kazuo Kanemaki sein Festival Orchestra dirigierte. Jubelnder Applaus und Standing Ovations waren sein Lohn. Das Festival Orchestra intonierte „Happy Birthday“ und alle sangen mit. Die Freude über einen gelungenen Abend waren ihm und allen Beteiligten anzumerken, als die Dankesworte gesprochen und viele Blumensträuße überreicht wurden. Alle Mitwirkenden versammelten sich auf der Bühne und im seitlichen Zuschauerraum, um zum Schluss die „Ode an die Freude“ aus der Symphonie Nr. 9 von L. v. Beethoven gemeinsam zu singen. Ein würdiger Abschluss für einen denkwürdigen Abend.                                                                                                                     

Genügt so ein wundervoller Abend, um die 20-jährige Partnerschaft zwischen den großen Handelsmetropolen Osaka und Hamburg und gleichzeitig den 60. Geburtstag des großartigen und vielseitigen Dirigenten, Musikfachmannes und Ehrendirigent des PCH (Polizeichor Hamburg von 1901 e.V.) Kazuo Kanemaki gebührend zu feiern? Das in seiner internationalen Mischung und professionellen Klangfülle und Durchführung einzigartige Konzert am Donnerstag konnte natürlich nicht so verklingen. Darum trafen sich Teile aller acht Chöre und Ensembles mit Partnern am folgenden Freitag zu einem „familiären“ Kommers in der stilvollen, urigen Kantine der Holsten-Brauerei in Hamburg, wobei die Gäste aus Japan vollzählig waren, weil sie den Sangesschwestern und brüdern ein spezielles Sonderprogramm bieten wollten.

Das Chorensemble „Kaze“, was übersetzt „Wind“ heißt, brachte wirklich frischen Wind in das Konzert und nun auch in die Nachfeier bei Holsten. Shinichiro Kanemaki ist ein Bruder von Kazuo und feierte schon 1993 seinen 60. Geburtstag. Extra dazu hatte er den neuen „Windchor“ gegründet. Bei Holstenbier und belegten Broten erlebte der prallvolle Saal ein Japanprogramm von historisch bis modern, teils in malerischen Kimonos und sogar einer echten Sen-Mönchsrobe bei den Männern. Wir erlebten noch einmal die schon in der Musikhalle frenetisch gefeierte Pianistin Yayoi Higaki, sahen japanische Tänze und mussten uns zum Schluss sogar alle bei einem Saaltanz auszeichnen, was mehr schlecht als recht versucht wurde. Die reizende Anmut der zierlichen Japanerinnen von „Kaze“ konnten wir Hanseaten nicht ganz kopieren.

In seinem Grußwort in der stilvollen Festschrift hatte schon der Generalkonsul von Japan, Seisuke Narumiya, auf die Bedeutung des 60. Lebensjahres bei Japanern hingewiesen: „...Nach orientalischer Weltanschauung besteht eine Lebenseinheit aus zwölf Jahren. Hat man fünfmal diese Einheit gelebt, so fängt ein neues Leben an. Zu diesem Zeitpunkt weist nämlich der ostasiatische Kalender wieder dieselben Jahreszeichen auf, wie bei der Geburt.“ Zu diesem besonderen Tag trägt der Säugling, wie der 60-Jährige etwas Rotes. Kazuo Kanemaki wurde also von seiner vollzählig anwesenden Familie in eine knallrote Weste gekleidet. Er zeigte sich sichtlich stolz und gerührt! Auch alle Geschenke sind in verheißungsvollem Rot gehalten, und die wurden von allen Seiten reichlich ausgetauscht. Schließlich hatten sehr viele Helfer hinter den Kulissen zum Gelingen des Konzerts und der Nachfeier beigetragen. Alle wurden entsprechend gewürdigt. Ein besonderer Akzent wurde gesetzt durch das blumengeschmückte Bild vor der Bühne von der kürzlich verstorbenen Kanemaki Mutter, Großmutter und Urgroßmutter. Wenn man einen solchen Abend erlebt hat, möchte man eigentlich gar nicht aufhören und unter Freunden weiterfeiern. Man fragt sich dann im Stillen, warum kann es nicht immer und überall so sein ..

                                                                                                                                       Holger Dörin / Otto Kadel


Mit dem Schwarzmeer Kosaken-Chor „in concert“                     30.08.2009

Über ein Jahr dauerte es von der ersten Anfrage bis zur Realisation des gemeinsamen Konzertes in der ev.-luth. Hauptkirche St. Trinitatis in Hamburg-Altona am 30.08.2009. Und was für ein Konzert! Durch die Sommerpause war die sangliche Vorbereitungszeit für den PCH etwas kurz geraten, aber unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, machte uns auf den Punkt fit. Um den großen Stimmen des Schwarzmeer Kosaken-Chores (SKC) ein Pendant entgegenzusetzen, hatte sich der Musikausschuss für besinnliche Chorstücke entschieden. Wie sich zeigen sollte, war das genau der Kontrapunkt zu den Vorträgen des SKC.

Doch zunächst begrüßte Herr Manfred Seebauer die Mitwirkenden und die Zuhörer in der gut gefüllten St. Trinitatis Kirche. Als Mitglied des Kirchenvorstandes und in Vertretung von Pastor Fridetzky gab er einen kleinen Abriss über die Geschichte der Kirche. Erbaut wurde sie 1649/50. Der Turm wurde jedoch schon nach 40 Jahren abgerissen und von Jacob Bläser neu errichtet. 70 m hoch und der Turmspitze von St. Katharinen ähnlich, sollte er den Hamburger Türmen Konkurrenz machen. Das Kirchenschiff wurde dann 1742/43 neu erbaut und diente bis zur Zerstörung durch Bomben am 24.07.1943 als Hauptkirche in Altona. Ab 1958 erfolgte der Wiederaufbau mit einem kreuzförmigen Kirchenschiff, das von dem ebenerdigen, zentralen Altar und einer Orgelgalerie dominiert wird. Besonders hervorzuheben ist hierbei das einzige historische Ausstattungsstück, das auf einer neu geschaffenen Kreuzsäule errichtetes Kruzifix mit einem lächelnden Jesus. Diese Darstellung ist im europäischen Raum einzigartig.

In dieser stimmungsvollen Atmosphäre begann der PCH das Konzert mit dem „Glöcklein“. Die Augen unseres Chorleiters strahlten und zwei Daumen gingen nach oben als der Schlussakkord verklungen war. So fein und rein hatte das Glöcklein lange nicht mehr geklungen. „Die Nacht“ von F. Schubert, das „Largo“ von G.F. Händel und „Im Abendrot“ von F. Schubert rundeten diesen ruhigen Teil ab. Alle Lieder klagen in diesem Kirchenraum besonders eindrucksvoll und wurden jeweils mit herzlichem Applaus bedacht.

Nun war es Zeit für den SKC mit seinen zehn Sängern aufzutreten. Voran Peter Orloff als Atamann (= früher Kosakenführer), der den traditionellen Chor seit 1993 leitet. Es gibt viele Don Kosaken-Chöre, aber nur einen Schwarzmeer Kosaken-Chor, betonte er in seiner Begrüßung. Als Solist im SKC erlangte Ivan Rebroff Weltruhm. Vom Tenor über den Bariton bis hin zu den Bässen ist jeder der Sänger ein exzellenter Solist. Stimmen so schön und groß wie Russland. Das wurde bei den folgenden Liedern deutlich. Die Jubiläums-Tournee 2009 begann mit dem Teil „Heiliges Russland – aus der russ.-orthodoxen Liturgie“. Dazu muss man wissen, dass der Vater von Peter Orloff, der Theologe und Sohn eines Zarengenerals, Nikolai Orloff, den Chor 1938 gründete und über 30 Jahre leitete. Alle Mitglieder sind tiefgläubige Christen, die ihre Stimmen dem Dienst an Gott und den Menschen geweiht haben. Insofern ist der SKC für Peter Orloff Vermächtnis und Verpflichtung zugleich. Peter Orloff hat von sich selbst einmal gesagt: „Ich habe ein deutsches Herz und eine russische Seele.“ Das spürte man in seinen

Überleitungen. Fast alle Choräle oder liturgischen Gesänge hatten einen Soloteil, der tief beeindruckte und uns die Seele Russlands näherbrachte.

Nach der Pause nahm der PCH wieder Aufstellung, um das erwartungsfrohe Publikum mit vier Liedern zu begeistern. In „Schäfers Sonntagslied“ mit dem gewaltigen Beginn „Das ist der Tag des Herrn“ und je zwei Solisten aus den vier Stimmen im leiseren Teil, zeigte der PCH was in ihm steckt. Die “Serenade“ und aus der „Zauberflöte“ von W.A.Mozart der Chor der Pilger führte das Publikum zum letzten Lied „Landerkennung“ von E. Grieg. Der Solopart wurde von unseren Sangesfreunden Rainer Maerz und Walter Wozny so gefühlvoll herübergebracht, dass das Publikum am Ende unseres Teils begeistert applaudierte.

Hatte der SKC im ersten Teil schwarze Kittel getragen, so erschienen sie jetzt mit weißen Kitteln auf der Empore, um im zweiten Teil traditionelle russische Volksweisen und Balladen in den Originalversionen zu singen, wie sie seit Jahrhunderten gesungen werden. Hier wurde die ganze Bandbreite des Könnens und des Stimmumfangs der einzelnen Mitglieder besonders deutlich. Klar und ohne Timbre kamen die Töne, ob sie nun mit der Kopfstimme die höchsten Höhen erklommen oder mit dem tiefsten Bass das Kirchenschiff vibrieren ließen. „Abendglocken“,

„Kalinka“, „Die Legende von den 12 Räubern“, „Lied der Wolgaschlepper“ und so weiter jagten den Zuhörern manchen Schauer über den Rücken, die begeistert klatschten und nicht genug bekamen. All dies wurde mit leichter Hand von dem Dirigenten und exzellenten Tenor, Stoyan Malinow, geleitet. Zum Abschied sangen alle gemeinsam „Guten Abend, gut‘ Nacht“. Es war ein eindrucksvoller Abend, der allen, Mitwirkenden und Publikum sehr viel gegeben hat. Der PCH hat sich in dieser Konstellation gut geschlagen, was sich aus den Worten des Dirigenten entnehmen ließ: „Was singt ihr bloß für schwierige Lieder!“ Und dass diese auch noch fast perfekt zu Gehör gebracht wurden, verdanken wir unserem Chorleiter, Kazuo Kanemaki.

Peter Orloff ist gemeinhin mehr als Schlagersänger und Produzent bekannt. So schrieb er z.B. „Du“ für Peter Maffay oder für Bernd Clüver „Der Junge mit der Mundharmonika“, dann „Der kleine Prinz“, „Schau mal herein“ oder „Silvermoon Baby“ und noch viele mehr. Das zeigt die Vielseitigkeit dieses Künstlers, der beiden Genres in eindrucksvoller Weise gerecht wird. Wir durften an diesem Abend sein klassisches Talent bewundern.


„Sommerlüfte“ in Planten un Blomen                                        20.06.2009

„Sommerlüfte“, so war unser diesjähriges Frühlingskonzert in der Musikmuschel in Planten un Blomen überschrieben. So ganz waren sie nicht, aber die ständigen Bitten an Petrus sollten helfen. Wir werden sehen.


Am Freitag nachmittag sollte der Bus mit den Sangesfreunden aus Mülheim zum Hamburg Besuch anrollen. Wie es beim PC Hamburg so Sitte ist, werden unsere auswärtigen Gäste vor den Toren Hamburgs herzlich Willkommen geheißen. Diesmal an der Raststätte Stillhorn an der A 1. Bei Regen versammelte sich der Vorstand zur Begrüßung. Hamburger Schmuddelwetter ist weltbekannt, muss aber nicht sein, schon gar nicht bei einem solchen Freiluftauftritt. Doch – Petrus sei Dank! – als der Bus auf die Raststätte rollte, verzogen sich die Wolken und die Sonne trat hervor (ähnlich wie in „Das Morgenrot“). Den Sangesfreunden aus Mülheim und Herne wurde Matjes mit Hausfrauensoße, der von unserem Sangesfreund Klaus Rehder wie immer in hervorragender Qualität besorgt wurde, kredenzt. Das muss man schon sagen, denn es war ein Tisch mit Hamburger Flagge gedeckt und aus einem Autoradio klang das Willkommens-Lied „Hallo, hier Hamburg“. Peter Linska, unser Orga-Leiter, sorgte dann mit Tetra-Packs mit Milch, Apelsaft usw. für etwas Verwirrung. Darauf war man nun überhaupt nicht eingestellt. Später entpuppte sich der Inhalt als tiefgekühlter Hamburger Kümmel, der mit einem Bier den Genuss erst vollkommen machte. Für manchen fremd, so haben unsere Meeresfrüchte doch allen geschmeckt, und auf den Norden eingestimmt. Manches fröhliche Wort wurde gesprochen und viel gelacht. Nach einer Stunde wurde zum Aufbruch gemahnt, denn Wolfgang Schehlmann hatte noch eine kleine Stadtrundfahrt als Lotse eingeplant, bevor es ins Hotel ging. Der Himmel zog sich wieder zu. Es regnete ...

Am Sonnabend nachmittag begann nun der Ernst des Besuches, nämlich der Freiluft-Auftritt in der Musikmuschel. Ab 14:00 Uhr trudelten die Sänger und die Mitglieder des Akkordeon-Orchesters „Viva la Musica“ aus Wedel ein. Die Sänger aus Mülheim mit schwarzer Hose, weißem Hemd, Fliege und Weste wirkten elegant. Im Gegensatz zum PC Hamburg, der sich in „Seemann weiß“ zeigte. Ein guter Kontrast, der sich auch im Konzert niederschlagen sollte. Aber das Wetter! Es regnete! Dunkle Wolken zogen vom Fernsehturm her über den Park und ließen Schlimmes erahnen. Unsere ersten Fans saßen mit Schirm und Ostfriesennerz bereits in den ersten Reihen. Die sind das gewohnt. Aber wir wollten ja noch mehr mit unserem Gesang und unserer Musik erfreuen. 15:00 Uhr war Beginn und wieder – Petrus sei Dank! – verzogen sich die Wolken und die Sonne trat hervor. Die Stühle waren zwar nass, aber das war mit Tempo-Tüchern und ähnlichem schnell beseitigt. Inzwischen hatten alle Konzertteilnehmer Aufstellung genommen und unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, stimmte die Gäste mit dem „Sängergruß der Polizei“ ein. Unser Vorsitzender, Peter Hinsch, begrüßte die bereits Anwesenden und freute sich mit der Sonne, dass wir im Trockenen beginnen konnten. Dann übergab er das Mikrofon an Peter Jonsson, unseren heutigen Moderator.

Der stellte zunächst den PC 1920 Mülheim vor, der von dem MGV Arion Herne-Baukau von 1878 unterstützt wurde. Denn beide haben den gleichen Chorleiter, den Fürsten Juri Dadiani, der aus Georgien stammt und von dort auch das Temperament mitgebracht hat. Das präsentierte er eindrucksvoll bei seinem Dirigat. Zwei Opern- und zwei Operettenchöre hatte sich der PC Mülheim zum Auftakt ausgesucht. Besonders gefielen den immer zahlreicher werdenden Zuhörern die Solopartien des Vorsitzenden des PCM und hervorragendem Tenor, Franz Gibowski. Großer Applaus war der Lohn für Solist, Chor und Dirigent.

Mit ihrem Leiter, Henning Claasen, trat nun das Akkordeon-Orchester „Viva la Musica“ in Aktion. Schwungvoll wurde der Kavallerie-Marsch von Fritz Däster gespielt. „Biskaya“ und der Kaiserwalzer von Johann Strauß Sohn rundeten diesen Auftritt ab.

Als letzten Part des ersten Teils kündigte unser Moderator nun den PC Hamburg an. Wie gesagt, in „Seemannskleidung“ im Sonnenschein brachten wir Hamburger Lieder und drei englischsprachige Shanties zum Besten wie „My bonnie is over the ocean“. In diesem Teil bekamen unsere Solisten Hans-Joachim Harms, Peter Jonsson und Martin Vetter als Sänger und Klaus Grzybowski und Henning Claasen an den Akkordeons ihren verdienten Beifall.

Es ist ja nicht nur das treue Publikum, das wir erfreuen, sondern auch in diesem Jahr wurden wir alle wieder erfreut von der „Lady in Red“, einer älteren Dame in einem langen roten Mantel mit einem roten Kompotthut, die die Auftritte der Chöre und des Akkordeon-Orchesters mit ausdrucksvollen Tanzbewegungen begleitete. Zeitweise gesellten sich auch andere Damen hinzu, die aber wesentlich schlichter gekleidet waren als unsere „Lady in Red“. Sie gehört schon fast zum Repertoire, obwohl niemand weiß, wie sie heißt und was ihr an uns so gefällt. Auf jeden Fall bekommt sie keine Gage vom PC Hamburg, wie der Moderator erklärte. Seine Fans kann man sich eben nicht aussuchen.

Der zweite Teil folgte ohne Pause und wurde von „Viva la Musica“ eröffnet. Nun hatte man sich etwas Moderneres vorgenommen. Gut intoniert wurden der „Kiss of fire“, „La „Bourasque“ und vor den „Tanzenden Fingern“ gab es ein südamerikanisches Potpourri, das das Heimweh nach sonnigen Gefilden aufkommen ließ.

Der Fürst und seine Mannen kamen jetzt zum zweiten Mal auf die Bühne. Traditionell begannen sie mit dem Beatles-Titel „Sing mit mir“, dann „My way“ bekannt geworden durch Frank Sinatras Interpretation. Zum Schluss war Spanien das Thema. Temperamentvoll kamen der „Andalusische Traum“, „Funiculi, funicula“ und „Valencia“ sehr gut beim Publikum an. Auch hier tat sich wieder Franz Gibowski als Tenor hervor.

Den Seemannsteil brachte wieder den PC Hamburg auf die Bühne. Lieder von Ferne und Heimweh und vor allem „Smutje, de Kok“ alias Jürgen Wichmann brachten das Publikum immer mehr in Schwung. Der PC Hamburg verabschiedete sich mit „Auf der Reeperbahn“ und „In Hamburg sagt man tschüs“ – aber das wollte das Publikum so nicht hinnehmen, forderte eine Zugabe, die wir dann mit „Honolulu“ ablieferten. Unser Vorsitzender bedankte sich bei den vielen Zuhörern und lud sie ein zu den vielen Konzerten im zweiten Halbjahr.

Das Wetter hatte bis dahin zwar gedroht, war aber doch friedlich geblieben, so dass wir auf ein gelungenes, gut besuchtes Konzert in Hamburgs großem Garten zurückblicken konnten.

Für den PC Mülheim und den MGV Arion Herne-Baukau, sowie einige Sänger aus den eigenen Reihen war damit der Tag noch nicht zu Ende. Denn es sollte zum Kommers in das „Hofbräu an der Alster“ gehen, das nur wenige Gehminuten von Planten un Blomen entfernt ist. In dieser bajuwarischen Halle war für uns ein reichhaltiges, deftiges Buffet aufgebaut, das wir uns alle mit entsprechenden Getränken schmecken ließen.

Was ist Hamburg ohne die Reeperbahn? Manche der Sangesfreunde aus Mülheim hatten am Abend zuvor schon geschnuppert, aber nun sollte der „offizielle“ Besuch stattfinden. Mit dem Bus fuhren wir direkt bis vor die Davidwache, wo wir mit einem Ständchen die Beamten aus dem Haus lockten und viele Passanten zum Stehenbleiben animierten. Das war bisher wohl einzigartig, dass vor der Davidwache gesungen wurde, wie uns der Dienststellengruppenleiter bekundete. Hoffentlich war das einen Eintrag im Wachbuch wert. Ja, dann hatten wir die Gelegenheit, eines der bekanntesten Hamburger Gebäude von innen kennen zu lernen. Zunächst mit einem sehr informativen Vortrag über den Kiez und dann die Besichtigung der Einsatzräume und vor allem der Zellen im Kellergeschoß. Nach so viel Information führte uns Peter Linska zum nahe gelegenen Riverside-Hotel in den 20. Stock in die Hotelbar, von der aus man einen eindrucksvollen Blick über Hafen und Hamburg hatte. Bei einem Cocktail und vielen Gesprächen endete der begleitete Teil für unsere Gäste. Was dann noch folgte, wer weiß ...

Aber die Nacht war sicherlich kurz, denn am nächsten Morgen waren wir schon wieder am Internationalen Maritimen Museum verabredet. Das vor einem Jahr eröffnete Museum birgt auf neun Decks (Etagen) die maritime Sammlung von Prof. Peter Tamm, dem einstigen Vorstand der Axel-Springer-AG. Hier wird von Kapitänen und Entdeckern berichtet, es gibt Schiffsmodelle aus 3.000 Jahren Seefahrtsgeschichte zu bestaunen, die Gezeiten und die Navigation werden erklärt. Also alles rund um die Seefahrt und ihre Geschichte. Auch wenn man in gut zwei Stunden nicht alles gesehen haben kann, so haben unsere Mülheimer Sangesfreunde doch einen guten Überblick über diesen für Hamburg so wichtigen Wirtschaftszweig gewinnen können.

Damit war der Hamburg Ausflug für den PC Mülheim beendet, man schüttelte Hände und versprach, sich bald wieder zu treffen. Wo, das wird sich finden. In Hamburg sagt man tschüüß ...


Frühlingskonzert 2009 am 25.04.2009

Das Frühlingskonzert in der Laeiszhalle - Musikhalle Hamburg gehört zum festen Bestandteil im Veranstaltungsreigen unseres Chores. Hier begrüßen wir zusammen mit über 1.000 Gästen Jahr für Jahr den Frühling. Die Zuschauer und Zuhörer im Publikum können sich auf ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm freuen, das der Musikausschuss und der Chorleiter zusammenstellen.

Um ein Fazit vorwegzunehmen: In diesem Jahr hörten die Besucher ein Konzert, das geeignet war zu polarisieren und damit zu völlig unterschiedlichen Reaktionen und Bewertungen führte. Obwohl die positiven Stimmen überwogen, gab es auch deutliche Kritik an der Musikauswahl und der Programmgestaltung, die uns zum Nachdenken über Veränderungen zwingt.

Als lautstarker Tonträger debütierte bei uns das Symphonische Blasorchester aus Norder-stedt. Aus Hamburg selbst gastierte das Chorensemble Goethe. Und last but not least unsere Gäste aus dem Fernen Osten: Aus Japan der „Rainbow Chorus Aichi“. Siebzig Damen waren aus der 2,2 Mio. Stadt Nagoya, dem Zentrum der japanischen Autoindustrie (Toyota), gelegen zwischen Yokohama und Osaka, angereist, um uns zu erfreuen.

Den ersten Kontakt mit dem PCH hatten die Damen vom Rainbow Chorus Aichi bereits am Abend vorher auf dem Airport Hamburg, als sie vom PCH mit „Hallo, hier Hamburg“ und unserem japanischen „Gassenhauer“ „ßolan bushi“ lautstark begrüßt wurden. Das hatten sie nicht erwartet. Umso größer war ihre Freude und wahrscheinlich auch Vorfreude auf das Frühlingskonzert am Sonnabend.

Diese bunte Mischung der Kulturen begann sofort zu wirken. Unter der Leitung von Kazuo Kanemaki eröffnete die japanische Ode an die Große Erde, „Daichi Sansho“ den Reigen der musikalischen Darbietungen. Die beteiligten Chöre zeigten, wie gefühlvoll von Pianissimo bis hin zum furiosen Fortissimo diese Ode von Makoto Sato gestaltet ist. Auch wenn wir den Inhalt nicht wörtlich verstehen, so konnte man aus den Klangbildern deutlich heraushören, was der Komponist uns sagen will. Unser Vorsitzender, Peter Hinsch, griff nun zum Mikrofon, begrüßte alle Gäste auf das Herzlichste und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass der Frühling in seiner schönsten Form auch in Hamburg Einzug gehalten hat. Besondere Grüße galten den Ehrengästen, namentlich der Stadtpräsidentin von Norderstedt und unserem Schirmherrn, dem Polizeipräsidenten Werner Jantosch, der in seiner launigen, kurzen Anspra-che betonte, wie wichtig der Polizeichor und das Polizeiorchester für das öffentliche Image der Polizei insgesamt seien.

Danach sagte unsere Moderatorin, Kerstin Graf, den PCH mit einem Melodienstrauß klassi-scher Frühlingslieder an. Der „Frühlingsgruß“ von Robert Schumann, dann das „Trinklied im Mai“ und „Der Lindenbaum“ von Franz Schubert. Und zum Schluss dieses Bildes „Now ist the month of maying“ von Thomas Morlay, ein fröhliches Lied aus dem 16. Jahrhundert. Als der Beifall verklungen war, leitete Kerstin Graf über zum Rainbow Chorus, der unter der Leitung von Prof. Shozo Tanaka vier japanische Frühlingslieder sang. Die Damen, jeweils in orange oder blau karierte Kimonos gekleidet, brachten ein exotisches Flair auf die Bühne. Begleitet wurden sie am Flügel von Ena Yoshida. Hervorzuheben ist hier das lebhafte Dirigat von Prof. Shozo Tanaka, der mit seiner weitärmeligen Anzugjacke die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zog. Dass das Publikum nach diesem stimmungsvollen Beitrag kräftig applaudierte, war kein Wunder.

Es folgte das Symphonische Blasorchester Norderstedt unter der Leitung von Bernhard Volk mit „El Quijote“, dem Mann von La Mancha, von Ferrer Ferran nach dem bekannten Roman von Miguel de Cervantes. Bernhard Volk zeigte hier eindrucksvoll, wie genau er sein Blasorchester eingestellt hat. Zuweilen hatte es jedoch Heinrich Vogt, der Erzähler, schwer, sich gegen die engagierten Bläser stimmlich durchzusetzen. Aber auch dies ein Programmpunkt, der mit freundlichem Applaus belohnt wurde.

Das Chorensemble Goethe, das ebenfalls von Kazuo Kanemaki geleitet wird, und „Botschafter“ des Goethe-Instituts Hamburg ist, hatte für dieses Konzert fünf Lieder von Brahms, Mozart, Arraingnant und Passereau einstudiert. Als Solistin glänzte Tomomi Ikkaku mit ihrem schönen Sopran. Sie und der Chor wurden am Flügel begleitet von Makiko Eguchi. Hieraus kann man schon erkennen, wie international dieser Chor aufgestellt ist. Langsam füllte sich dann die Bühne als man zusammen mit dem PCH zwei der achtzehn lebensfrohen Liebeslieder Op.52, No. 9

„Am Donaustrande“ und No. 11 „Nein, es ist nicht auszukommen“ von Johannes Brahms sang. Diese Salonwalzer zu vier Händen am Flügel begleitet von Ena Yoshida und Makiko Eguchi, wurden schwungvoll und melodiös von beiden Chören dargeboten. Ein erneuter Umbau ließ Großes erwarten. Der PCH trat nun mit dem Orchester auf, um das Trinklied aus der Oper „Ernani“ von Guiseppe Verdi anzustimmen. Immer wenn es um Wein geht, wird es lustig und laut. So auch hier. Mit der Kraft von 60 Bläsern und noch mehr Sängern des PCH wurde ein eindrucksvoller, lautstarker Schlusspunkt vor der Pause gesetzt. Entsprechend begeistert war danach der Applaus.

Szenenwechsel nach der Pause: Der Polizeichor in Polizeiuniform mit dem Seemannslieder-Teil. Es konnte geträumt und geschunkelt werden, als es hieß „Nimm uns mit Kapitän auf die Reise“ und es dann mit dem „Hamborger Fährjung“, in Person unseres Solisten Peter Jonsson, zum Kowarderheuft weiterging. Dann trat der Liebling aller Seemänner auf die Bühne, „Smutje, de Kock“, mit Mütze, weißer Schürze und überdimensioniertem Kochlöffel, Jürgen Wichmann, der personifizierte Smutje. Großer Applaus für einen starken Auftritt. Mit „Komm doch mal nach Hamburg“ machte Otto Kadel als Solist den Nicht-Hamburgern einen Besuch in unserer schönen Stadt schmackhaft. Unsere Akkordeonisten, Klaus Grzybowski und Henning Claasen, taten ihr übriges, um unser Publikum zu erfreuen. Damit war der zweite Solo-Auftritt des PCH schon wieder zu Ende, obwohl das Publikum sicher gern noch mehr vom Meer und der weiten Welt gehört hätte.                                                          

Im ersten Teil hatten unsere fernöstlichen Gäste traditionelle japanische Lieder gesungen, jetzt wurden sie internationaler. Mit dem wunderschönen Sopran-Duett “Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht“ der beiden Vizechorleiterinnen Hatsune Miki und Mariko Kunito begann der Chor, um nach „Auf den Flügeln des Gesangs“ von F. Mendelssohn-Bartholdy wieder das Traditionelle zu bevorzugen. Einen Einblick in japanisches Musikleben gab uns Kanami Takeda mit ihrem Shamisen, einer japanischen Laute mit drei Saiten. Dieses Instrument beherrscht sie virtuos und hat in ihrer Heimat schon viele Preise für ihr Spiel gewonnen. Eine Dame des Chores zeigte dann den japanischen Tanz, der zur Jahreszeit passt, „Sakura“, die Kirschblüte. In einem pastellfar-benen Kimono mit einem Kirschblütenzweig in der Hand, der später gegen einen Fächer ausge-tauscht wurde, bewegte sie sich grazil zu den leisen Tönen fernöstlicher Musik.

Beim Goethe-Ensemble wurden jetzt französische und englische Töne angeschlagen. Zunächst ein Madrigal aus der Renaissance, dann ein traditionelles Spiritual und ein weiter Bogen bis zu „Mission impossible“ von Lalo Schifrin. Das Orchester zeichnete sich ein zweites Mal aus mit „El Camino Real“, dem Königsweg, von Alfred Reed. Zu dem SBN gesellte sich jetzt wieder der PC Hamburg, um noch einmal stimmgewaltig seine Präsenz zu zeigen. Der „Pilgerchor“ aus der Oper „ Tannhäuser“ von Richard Wagner beginnt ganz ruhig und steigert sich von Note zu Note und von Takt zu Takt bis dann die Büßer Gott loben und in den seligen Frieden eingehen. Diesen Frieden wünschte auch Peter Hinsch dem Publikum, als er sich bei allen Beteiligten auf und hinter der Bühne bedankte und die verantwortlichen Akteure und Solisten mit bunten Blumen-sträußen bedachte.

Zum Abschluss, denn es war inzwischen kurz nach 23:00 Uhr geworden, entließen die Sängerinnen und Sänger das Publikum mit dem Wiegenlied „Guten Abend, gut‘ Nacht“ von Johannes Brahms in einen hoffentlich strahlenden Sommer.

Damit war dieses Konzertereignis noch nicht zu Ende, denn es sollte sich am Sonntagvormittag, dem Hamburger Marathon Tag, mit einem Kommers um 11:00 Uhr im „Hofbräu an der Alster“ fortsetzen. Über 200 Gäste hatte der PCH eingeladen, um die schönen Stunden vom Vorabend noch einmal Revue passieren zu lassen. Gastgeschenke wurden ausgetauscht, von japanischer und deutscher Seite wurde gesungen und Kanami Takeda spielte noch einmal auf ihrer Shamisen. Mit Händeschütteln und vielen Verbeugungen verließen uns unsere neu gewonnenen japanischen Freundinnen.

Es war ein Frühlingskonzert mit zahlreichen Facetten, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.


CASIO – Eröffnung der Europa-Zentrale am 06.04.2009

Großes Spektakel am Norderstedter „ Nordport“, mit viel Politikprominenz, einer Multimediashow, Akrobatik - und mittendrin der Polizeichor Hamburg. Wie kam es dazu? Vorangegangen war die Idee, dass ein japanisches Unternehmen und der Polizeichor Hamburg mit seinem japanischen Chorleiter, Kazuo Kanemaki, doch gut „zueinander passen“ müssten. Erste Kontakte wurden bereits vor über einem Jahr geknüpft, im Dezember kam endlich die Zusage, dass unser Chor an den Eröffnungsfeierlichkeiten beteiligt wird.

Bei solchen Großereignissen, fast 700 Gäste waren eingeladen worden, unter ihnen die Politprominenz Schleswig-Holsteins, ist eine genaue Planung vonnöten.

Die Event-Agentur hatte dem Polizeichor Hamburg die Eröffnung im vollbesetzten Festzelt übertragen. Der PCH sang eingangs das weltweit bekannte „La Paloma“, begleitet von den beiden Akkordeonisten, Henning Claasen und Klaus Grzybowski, und dem Solisten Hans-Joachim Harms. Und dann wurde es japanisch: „ßolan bushi“, unser japanischer Klassiker, ein Volkslied, das vom Verhältnis zwischen Fischern und Möwen berichtet. Eine folkloristische Attitüde brachten Jochen Raabe und unser Solist Otto Kadel, hinein. Sie hatten nämlich japanische Jacken und Stirnbänder übergestreift, mitgebrachte Gastgeschenke von unserer Japan-Reise 2006.

Nun begann der offizielle Teil. Reden wurden gehalten vom Managing Director CASIO Europe, Hiroshi Nakamura, dann der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, Peter Harry Carstensen, dem Norderstedter Bürgermeister, Hans-Joachim Grote, dem japanische Generalkonsul Seisuke Narumiya. Alle wiesen stolz auf das Geleistete hin, wie wichtig es gerade in diesen schwierigen Zeiten sei, mit solchen Investitionen Zeichen zu setzen und Mut für die Zukunft zu beweisen. Auch die gute Zusammenarbeit mit den Behörden wurde immer wieder hervor-gehoben.

Als dieser Programpunkt nach einer guten Stunde vorüber war, war es wieder der Polizeichor Hamburg, der die Gäste bei strahlendem Sonnenschein mit „Conquest of Paradise“ ins Freie bat. Dort fand nun die feierliche und spektakuläre Enthüllung des blauen CASIO-Emblems statt. Die Gäste und auch wir konnten mit verfolgen, wie zwei spärlich bekleidete Akrobatinnen in atembe-raubender Manier an zwei Tüchern hängend sich emporarbeiteten, um das Emblem zu enthüllen. Großer Applaus brandete auf. Europa-Chef, Ministerpräsident und Bürgermeister schnitten dann das breite, rote Band vor dem Haupteingang durch. Damit war der offizielle Teil beendet und die Gäste konnten sich am japanischen Buffet gütlich tun


Frühjahrskonzert beim PC Flensburg am 04.04.2009

Basierend auf der freundschaftlichen Verbundenheit zwischen den „Nordchören“ erreichte uns diesmal eine Einladung, die uns in den äußersten Norden der Republik bis fast an die dänische Grenze zum PC Flensburg reisen lassen sollte. Zum Frühlingskonzert ins Deutsche Haus mit seinen über tausend Plätzen.

Mittags um 13:00 Uhr verließ der Bus mit 58 frohgestimmten Sängern und einigen Begleiter-innen unsere Hansestadt mit Kurs auf Flensburg. Angekündigt war ein Verkehrsstau von 18 km, doch „o Wunder“, das Glück war mit uns, der Stau hatte sich aufgelöst und wir konnten Flensburg pünktlich zur gemeinsamen Stell- und Bühnenprobe mit dem PC Flensburg und der Polizei-Bigband Schleswig-Holstein erreichen. Die Zeit des Probens verging so rasch, dass wir erst eine Stunde vor Konzertbeginn zum angekündigten Abendessen ins „Borger-foreningen“ fahren konnten. Nervosität machte sich breit, war aber überflüssig, denn mit fixer Bedienung und schnellem Getränkeservice schaffte es das Restaurantpersonal alle Beteiligten satt und zufrieden um kurz nach 19:00 Uhr ins Deutsche Haus zu verabschieden.

Nun aber rauf auf die Bühne! Aus der Begrüßung von Jochen Görrissen, dem Vorsitzenden des PC Flensburg, sprach die Befriedigung darüber, dass das Deutsche Haus bei diesem Konzert wesentlich mehr Zuhörer hatte als in den vergangenen Jahren und mit über 1.000 Gästen fast ausverkauft war. Lag es auch am Besuch des PC Hamburg? Wir haben es so verstanden!

Mit dem gemeinsamen Sängergruß „Wo froh Musik erklingt“ war unser erster Auftritt schon beendet. Nach dem PC Flensburg und der Big-Band empfahl sich der PCH mit klassischen Frühlingsliedern, nämlich dem „Frühlingsgruß“, dem „Trinklied im Mai“, „Now is the month of maying“ und dem immer wieder gern gehörten Volkslied „Der Lindenbaum“ .

Zwischen den einzelnen Beiträgen spielten sich die beiden Moderatoren, Jochen Görrissen und Christian Kartheus, mit einer Leichtigkeit die „Bälle“ zu, dass es eine Freude war, Ihnen zuzuhören. Im 2. Teil kündigten uns die Beiden mit unserem „Seemanns-Teil“ an. Mit „Nimm uns mit Kapitän“ begleitet von unserem Akkordeon-Duo Henning Claasen und Klaus Grzybowski entführten wir das Publikum in die Ferne, dort wussten unsere Solisten Otto Kadel und Jochen Harms nicht „What shall we do with the drunken sailor?“ Als dann „Smutje, de Kock“ in Gestalt von Jürgen Wichmann (mit Kochmütze, Schürze und Kelle) die Bühne betrat und mit seiner schönen Stimme in Aktion trat, kam die Begeisterung des Publikums langsam auf Touren. Mit „Rolling home“ und der Einladung „Komm doch mal nach Hamburg“ von Walter Heyer schloss sich der Kreis. Das Publikum war damit aber überhaupt nicht einverstanden und forderte mit Klatschen, Trampeln und Zugabe-Rufen mehr. Wer kann da schon widerstehen? „Honululu“ – mit einem Feigenblatt, wenn man ein’s hat! - war dann der vielbejubelte Abschluss dieses Auftritts

Es folgten wieder die Big-Band unter der Leitung von Bruno Wojke und der PC Flensburg mit seinem Chorleiter, Dr. Ekkehard Lack, der auch den Abschluss-Teil dirigierte. Die gewaltige “Landerkennung“, das rauschende „Conquest of Paradise“ und das erhabene „Amazing grace“ als letztes Lied brachte allen Beteiligten den wohlverdienten, langanhaltenden Applaus, den die Mitwirkenden mit der Wiederholung von „Conquest of Paradise“ honorierten. Ein mehr als zufriedenes Publikum wurde damit nach Hause entlassen. Es ist keine Einbildung, wenn ich von einem vollen Erfolg dieses gelungenen Konzertes spreche.

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Foyer bedankte sich ein sichtlich begeisterter Vorsitzender des PCH bei den Gastgebern und übergab als Präsent eine Erinnerungsplakette. Im Gegenzug erhielt er in der „Rumstadt Flensburg“ eine riesige Flasche Rum, über deren „Verwendung“ noch entschieden werden muss. Kurz vor 23.00 Uhr wurde zum Aufbruch geblasen, denn ca. 200 km lagen noch vor uns. Aber mit dem Erfolg im Rücken ging es flott nach Hause. Müde, aber zufrieden kehrten wir alle spät nach Mitternacht nach Hause zurück.


„Viva la Musica“ wird 25 Jahre alt am 22.02.2009

Henning Claasen, neben Klaus Grzybowski, als Akkordeonspieler bei unseren Konzerten fast unentbehrlich geworden, wollte feiern. 1952 geboren, begann er schon mit sechs Jahren auf dem Akkordeon zu spielen. Sein Studium an der Musikhochschule finanzierte er mit Auftritten als Alleinunterhalter und mit seiner vierköpfigen Band. 1985 machte er sich mit seiner Musikschule „Viva la Musica“ in Wedel selbständig. Dort unterrichtet er Akkordeon, Klavier, Keyboard, Gitarre und dirigiert das Jugend- und das große Akkordeon-Orchester. Und das alles mit anhaltendem Erfolg. Für diese Leistung auch von Seiten des Polizeichors Hamburg herzliche Glückwünsche.

Das war der Grund für das große Jubiläumskonzert im ausverkauften Saal der Ernst-Barlach-Schule in Wedel. Das Akkordeon-Orchester, besetzt mit 22 Damen und 6 Herren im Alter zwischen 14 und über 70 Jahren, nutzte die Gelegenheit und brachte ihre Hit-Liste zum Klingen. Henning Claasen, schwarz gekleidet mit roter Fliege, führte launig durchs umfangreiche Programm und konnte als Ehrengäste auch die Stadtpräsidentin und den Bürgermeister seiner Heimatstadt begrüßen.

Vor und nach der Pause stellte sich der PCH mit seinen musikalischen Beiträgen dem Publikum vor. Und das kommentierte Eike Pawelko im „Wedel-Schulauer-Tageblatt“ so: „Das Konzert entwickelte sich zu einer im besten Sinne volkstümlichen, fröhlichen Party. Daran hatten auch die starken Sänger des Polizeichors ihren Anteil. Unter Leitung von Kazuo Kanemaki verbanden sie sauberen Gesang mit einem Schuss Exotik. Der Renner vor der Pause: das kraftvolle japanische Fischerlied „ßolan bushi“. Zwei der Chorsänger (Otto Kadel und Joachim Raabe) kostümierten sich extra mit original japanischen Stirnbändern und Fischerhemden, die sie anlässlich einer Chorreise nach Japan verliehen bekommen hatten.“

Aus dem ersten Teil ist noch der Echochor „Im Wald“ von C.M. v. Weber als besonders gelungen zu erwähnen, in dem die Echosänger an der Rückwand des Saales und damit direkt gegenüber dem übrigen Chor ideal platziert waren. Der zweite Teil wurde mit Seemannsliedern gewohnt schwungvoll in Szene gesetzt, in denen Jochen Harms, Otto Kadel und Martin Vetter die Solo-partien sangen, sowie Klaus Grzybowski am Akkordeon agierte. Zum Schluss sangen und spielten Polizeichor und Akkordeon-Orchester gemeinsam den „Bajazzo“, ein persönlicher Wunsch von Henning Claasen, und mit „In Hamburg sagt man tschüss“ verabschiedeten sich die Aktiven nach einem langen – zu langen? – aber erfolgreichen Konzert von fast 3 ½ Stunden Dauer.


Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) am 29.01.2009

Wie am Anfang eines jeden Jahres lädt der Vorstand zur Mitgliederversammlung in das Polizeipräsidium ein, um Rechenschaft über das abgelaufene Jahr abzulegen und die erforderlichen Neuwahlen durchzuführen. In diesem Jahr war es wieder unser Vorsitzender, Peter Hinsch, der die insgesamt 72 Teilnehmer, davon 69 stimmberechtigte, begrüßte und willkommen hieß. Zu Beginn seiner einleitenden Rede gedachte die Versammlung der kürzlich verstorbenen Sangesfreunde, Erwin Hovorka (78) und Horst Zacharias (83), mit einer Schweigeminute. In diesem Zusammenhang las er einen Brief der Tochter von Horst Zacharias vor, in dem sie ausführte, was der PCH ihrem Vater bedeutete. In den letzten Jahren war ihm die Kameradschaft und das Miteinander im PCH eine große Stütze gewesen. Mit einer großzügigen Spende bedankte sie sich dafür im Namen ihrer Familie.

Gleichzeitig erfuhren wir, dass die Mutter unseres Chorleiters, Kazuo Kanemaki, im gesegneten Alter von 98 Jahren im Beisein der Familie verstorben ist. Viele von uns haben die rüstige alte Dame bei unserem Konzert in Yokohama 2006 kennenlernen dürfen. Sicherlich ein schwerer Verlust für die Familie Kanemaki.Mit dem bewährten Versammlungsleiter Gerhard Dammann, Rainer Maerz als Beisitzer und Helmut Peters als Schriftführer, ging es nun an die Abarbeitung der Tagesordnung. Zunächst

erfolgten die Berichte des Vorsitzenden, des Geschäftsführers und des Kassenwartes sowie der Kassenprüfer. Nachdem er ein positives Fazit gezogen und das vergangene Chorjahr sowohl in musikalischer als auch in finanzieller Hinsicht als sehr gelungen bezeichnet hatte, bezogen sich mahnende Worte des Vorsitzenden auf die Altersstruktur des Chores. Der Vorstand wird sich schon in Kürze dieses Themas annehmen und versuchen, Bewegung in die Nachwuchswer-bung zu bringen. Hier sind aber auch alle Sangesfreunde und fördernden Mitglieder aufgerufen, Ideen und Vorschläge einzubringen. Zum Adventskaffee bemängelte er, dass von den aktiven Sängern nur 50 % anwesend waren. Das ist eine Quote, die auf Dauer nicht hinnehmbar ist. Zum Frühlingskonzert verzichten wir aus Kostengründen auf das Chorwochenende und werden stattdessen eine Intensivprobe am 28.03.09 im PP abhalten. Die neue Satzung ist noch in Arbeit, soll aber in diesem Jahr fertiggestellt werden. Unsere mit großem Aufwand erstellte Homepage (www.polizeichor-hamburg.de) wird leider zu selten von unseren Mitgliedern genutzt, geschweige denn mit Beiträgen zum Leben erweckt.

Zum Schluss nahm Peter Hinsch kurz Stellung zur rückläufigen Mitgliederentwicklung, zu den Kriterien für ein überzeugendes Erscheinungsbild des Chores in der Öffentlichkeit und bedankte sich bei allen, die sich für unsere Gemeinschaft eingesetzt haben.

Der Geschäftsführer und der Kassenwart „bombardierten“ uns dann mit Zahlen. Daraus kurz einige:86 aktive und 123 fördernde Mitglieder, 77 Veranstaltungen, darunter 55 Proben und 14 Auftritte. Der Vorstand und die Ausschüsse haben regelmäßig getagt. Die Kasse zeigt ein gesundes Plus durch Überschüsse aus den gut besuchten Frühlings- und Weihnachtskon-zerten, so dass für den PCH für das laufende Jahr keine Schwierigkeiten entstehen dürften. Auch Waltraud Wichmann als Sprecherin der fördernden Mitglieder forderte mehr Beteiligung am Adventskaffee und rief zu weiterer Werbung für aktive und fördernde Mitglieder auf. Also alles in allem die erwähnte positive Bilanz für 2008, die mit der Entlastung des Vorstandes belohnt wurde.

Die Wahlen zum geschäftsführenden Vorstand erbrachten keine Neuerungen: Vorsitzender, Geschäftsführer und Sprecher der Organisation wurden wiedergewählt und somit in ihren Ämtern bestätigt. Als Mitglieder des Musikausschusses wählte die Versammlung die fünf Sänger Rainer Maerz, Hans-Joachim Harms, Helmut Peters, Peter Horn und Wolfgang Peter erneut für die nächsten zwei Jahre. Komplettiert wird dieses für den Chor so wichtige Gremium durch den Chorleiter und Noten- und Sachwart als ständige Mitglieder. Der Ehrenrat besteht weiterhin aus den langjährigen aktiven Mitgliedern Dietrich Dorn, Klaus Harder, Hans-Jürgen Möller, Joachim Raabe und Karl-Heinz Zinke. Neuer Kassenprüfer wurde Jens Lüders und das verantwortungs- volle Amt des Noten- und Sachwartes lastet jetzt auf den Schultern von Heinz Armbruster.

In seinem Schlusswort wies der Vorsitzende darauf hin, dass wiederum ein ereignisreiches und auch anstrengendes Jahr auf den Polizeichor wartet und dankt allen für ihr Verständnis und die Bereitschaft, am Gelingen aktiv mitzuwirken.

Aber es sollten nicht die letzten Worte an diesem Abend sein. Geehrt wurden sie schon bei der Jahresabschlussfeier, Gerd Rathke und Hans-Joachim Schröter, für ihre überragende Präsenz bei fast allen Veranstaltungen und Proben. Aber jetzt sollten sie auch den Lohn dafür erhalten, je eine Flasche Hochprozentiges. Doch noch etwas war nachzutragen, die Ehrung mit einer Plakette mit Widmung des PCH für Hans-Joachim Schröter für seine über 20jährige aufopferungsvolle und untadelige Arbeit als Noten- und Sachwart. Dazu erhielt er als „Blumenstrauß“ eine Flasche Champagner, die er sich in all den Jahren redlich verdient hatte.

Sein „letztes Wort“ war dann ein bewegender Rückblick auf seine Tätigkeit mit all seinen Höhen und Tiefen. Die Versammlung dankte ihm für seine geleistete Arbeit mit langanhaltendem Beifall.


Weihnachtskonzerte am 21. Dezember 2008

Um es vorweg zu nehmen: In diesem Jahr haben uns die beiden Weihnachtskonzerte in der altehrwürdigen Hamburger Laeiszhalle • Musikhalle einige Überraschungen beschert. Zum Ersten kamen so viele Besucher, dass die Kartenvertriebsstelle Hans-Jürgen Grübner (und Frau!) für das Nachmittagskonzert „ausverkauft“ und für das Abendkonzert „nur noch einige Restplätze auf der Galerie“ vermelden konnte. Und zum Zweiten war die Resonanz sowohl während als auch nach den Veranstaltungen derart positiv, dass wir hochmotiviert mit noch mehr Mut und Zuversicht in das neue Konzert- und Probenjahr gehen werden.

Nicht mit einer Rede, sondern mit der stimmgewaltig vorgetragenen „Trösterin Musik“, die an der Orgel von Annerose Witt begleitet wurde, beganndas Programm. Unser Vorsitzender, Peter Hinsch, begrüßte danach die etwa 3000Konzertbesucher und die Ehrengäste, darunter am Abend Polizeipräsident Werner Jantosch, und am Nachmittag Polizeivizepräsident Reinhard Fallak. Beide zeigten sich in ihren Grußworten erfreut, vor so vielen Besuchern auf die Bedeutung des Polizeichores als Mittler zwischen Polizei und Bürgern hinweisen zu können. Ebenso konnte er auch Repräsentanten der befreundeten Polizeichöre aus Schwerin, Lübeck, Kiel, Flensburg, und Bremen, sowie einiger Hamburger Chöre und der Drömlingsänger aus Wolfsburg-Vorsfelde willkommen heißen.

Mit dem Ende der Begrüßung übergab er das Mikrofon an unsere diesjährige Moderation, Julia Sen, eine bekannte Fernsehjournalistin des NDR, die - mit einem hinreißenden auberginefarbenen Abendkleid gekleidet- gut vorbereitet darauf hinwies, dass Anton Bruckner oftmals unglücklich verliebt war und daraufhin die „Trösterin Musik“ schrieb. So kann auch verschmähte Liebe zu großen Werken inspirieren ... Es folgten vom PCH vorgetragen, „Im Abendrot“ und weihnachtliche Klänge mit „Friede auf Erden“, „Senora Dona Maria“ und „White Christmas“, dirigiert von unserem Chorleiter, Kazuo Kanemaki, und am Flügel begleitet von der virtuosen Annerose Witt.

Der nächste Höhepunkt wurde von Julia Sen mit dem Auftritt des CANTUS-Mädchenchores aus Kuldiga in Lettland angekündigt. Unter der Leitung von Maruta Rozite und ihrer Co-Chorleiterin Maruta Grigale, am Flügel begleitet von Marta Ozolina, verzauberte er das Publikum. Die Mädchen in ihren grün-roten Trachtenröcken, weißen Blusen mit grünen Westen und verzierten Hauben waren ein bunter Kontrast zu den dunkelblauen festlichen „Zweireihern“ mit Fliege des PCH. Sie sahen nicht nur gut aus, die 8- bis 18-jährigen Mädchen, sie sangen sich auch mit ihren glockenklaren Stimmen, dem herrlichen „Laudate Dominum“ und den danach folgenden vier lettischen Liedern sofort in die Herzen der Gäste. Auf Grund der begleitenden Choreografie wurden diese Lieder „lebendig“ und rissen das Publikum immer wieder zu Beifallsstürmen hin.

Nun trat ein Solist auf, der so gar nicht in die weihnachtliche Stimmung zu passen schien, Rüdiger Funke, im Zivilberuf ein Tischlermeister. Mit Schiebermütze und dunkel gekleidet trat er ans Mikrofon, holte seine Mundharmonika aus der Tasche und spielte, nein zelebrierte, „Bye, bye bird“ von Rice Miller. Mit Tönen, die nicht aus der Mundharmonika zu kommen schienen, hatte er das Publikum binnen kurzem fasziniert. Mit so viel Virtuosität und Gefühl aus einem sonst so schlichten Instrument diese Klangfülle herauszuholen, nötigte allen Respekt und Anerkennung ab, die sich im langanhal-tenden Beifall wiederspiegelte.

Das Klavierkonzert Nr. 23 von Wolfgang Amadeus Mozart, eines von 27 dieses begnadeten Komponisten, wie Julia Sen feststellte, war der erste Beitrag des Jugendsinfonieorchesters Ahrensburg unter der Leitung von Prof. Michael Klaue. Hieraus wurde der 2. Satz A-Dur – KV 488 – präsentiert, am Flügel sehr einfühlsam interpretiert von Maximilian Gillmeister, einem ehemaligen Schüler von Prof. Klaue. Als letztes Stück vor der Pause folgte in voller Besetzung, d.h. PCH, CANTUS-Mädchenchor und Jugendsinfonieorchester Ahrensburg, das „Ave verum corpus“ – KV 618 – von Wolfgang Amadeus Mozart. Ein stimmungsvoller Ausklang des ersten Teiles der Weihnachtskonzerte.

Das erwartungsfrohe Publikum wurde vom PCH nach der Pause mit dem plattdeutschen „De Klocken de lüt“ mit dem Solisten Jochen Harms erneut begrüßt. Es folgte der CANTUS-Mädchenchor mit deutschen Weihnachtsliedern, beginnend mit „Lasst uns froh und munter sein“ über „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Fröhliche Weihnacht“ hin zum amerikanischen „Rudolf, the red-nosed reindeer“ und „Jingle bells“ und dem „Weihnachtszug“, den der Chor wiederum mit großartigen begleitendenden Bewegungen und Gesten „ durch den Schnee rollen ließ“. Schließlich sangen die zwei jüngsten Chormädchen „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“ in deutscher und lettischer Sprache und wurden neben dem Applaus mit einer mit Süßigkeiten gefüllten Tüte belohnt, die Otto Kadel über-reichte. Das zauberte ein Lächeln selbst auf das Gesicht der Chorleiterin, die bis dahin recht konzentriert geschaut hatte.

Wer dachte, Rüdiger Funke hätte im ersten Teil bereits sein volles Können gezeigt, der sah sich getäuscht. Mit Tommy Dorsey’s „Boogie Woogie“ - ein echtes Kontrastprogramm und damit ein Wagnis - stellte er sich selbst in den Schatten. Die Bass-Begleitung kam regelmäßig wie das Stampfen einer Eisenbahn, dagegen spielten sich im Violinschlüssel ganze „Dramen“ ab, die die Zuschauer immer wieder zu Zwischenapplaus hinrissen. Mit großem Beifall und anerkennenden Pfiffen (in Weihnachts-konzerten!!!) wurde er schließlich von der Bühne verabschiedet.

Mit dem PCH wurde es wieder besinnlicher. „Es kommt ein Schiff geladen“ und „Leise rieselt der Schnee“ waren die Anfangslieder. Aber schon mit „Mary had a baby“ steigerte sich der Chor und mit „The little drummerboy“ setzte er Akzente, bevor mit „Stille Nacht“ dieser Teil weihnachtlich abgeschlossen wurde. Das Finale fand wieder unter Mitwirkung aller Beteiligten statt: „Panis Angelicus“, das Engelsbrot, von Cäsar Franck, zunächst nur Orchester und Mädchenchor und zum Ende hin die kräftigen Männerstimmer des PCH machten das Chorwerk zu einem Erlebnis, das nur noch, wie schon im Vorjahr, übertroffen wurde vom „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von G.F. Händel in der Bearbeitung unseres ehemaligen Chorleiters, Walter Heyer. Mit nicht enden wollendem Applaus feierten die Besucher die Gestalter des Programms und alle weiteren Akteure für diese stimmungsvollen Konzerte. Den Sängern war er darüber hinaus Belohnung für die zahlreichen Proben und Sonderproben, die bereits im Sommer begonnen hatten. Der Vorsitzende dankte dem Publikum und überreichte den Dirigenten, Solisten und der Moderatorin Blumensträuße. Dann erklang wie jedes Jahr mit voller Kraft „O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit“ – und auf diese konnte man sich wirklich nach den gelungenen Konzerten freuen.


Weihnachtskonzert mit dem PC Lübeck am Dezember 2008 – Die Zeit war reif...

Manche Dinge brauchen ihre Zeit, wobei mir das alte Lied von den zwei Königskindern in den Sinn kommt: „...das Wasser war viel zu tief.“ In der Tat war viel zu viel Wasser durch Elbe und Trave geflossen, doch nun gab es endlich ein gemeinsames Konzert der beiden Nord- Polizeichöre aus Hamburg und Lübeck. Man muss dazu wissen, dass der PCL und der PCH gewissermaßen „Brüderchöre“ sind, verdanken die Lübecker „Marzipansänger“ doch ihre Gründung dem „Altmeister“ Walter Heyer (PCH- Chorleiter 1970-90). Schon 1978 produzierte er unter der Schirmherrschaft von Dr. Redding eine maritime LP, denn Herr Heyer war in der Plattenbranche heimisch. Ich erinnere stellvertretend an Solisten wie Wolfgang Kubach (PCL) mit seiner „Yellow Rrrrose of Texas“ oder Alfred Lange und Peter Mittasch vom PCH, die auf diesen Scheiben verewigt sind. In den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es zahlreiche gemeinsame Projekte zwischen beiden Chören. Nun lieferte die Weihnachtszeit 2008 eine gute Gelegenheit für eine Fortsetzung, wo doch die Proben allseits weitestgehend abgeschlossen waren. Das Weihnachtskonzert des PCL am 14. Dezember, dem 3. Advent, vergoldet durch reizende Engelstimmchen der Kindergruppe „Junge Hanseaten“ und umrahmt durch die PCL-eigene Combo in der „MuK“ wurde zu einem großen Erfolg für alle Beteiligten. Akteure wie Publikum zeigten sich schon in der Pause überaus zufrieden und sparten nicht mit Lob. Diese moderne Musik- und Allzweckhalle fasst bis unters Dach 2200 Menschen. Somit konnten die Veranstalter nach über 1400 verkauften Karten überaus zufrieden sein.

Frau Heike Garling führte knapp und präzise durchs Programm und offerierte im ersten Teil den Veranstalter, den Polizeichor Lübeck, der einen Chorleiterwechsel vollzog. Sven Albert übergab den Dirigentenstab an Lukas Kuczewski, der es sich augenscheinlich schwerer vorgestellt hatte, zwei große Männerchöre plus Kindergruppe unter einen Hut zu bringen – um es vorweg zu nehmen, er strahlte nach Konzertende über alle „Backen“! Mit „Schäfers Sonntagslied“ von Ludwig Uhland als gemeinsamen Einstieg beider Männerchöre, „Lobet den Herrn der Welt“, „Ave Maria der Berge“ und Edvard Griegs gewaltige „Landerkennung“ setzte „der Alte“ für seine „Dienstzeit“ einen würdigen und mächtigen Schlusspunkt.

Bernd Roß, als Vorsitzender des PCL, eröffnete das Konzert und setzte auch den Schlusspunkt. Eigentlich besonders viele Schlusspunkte in Form von riesigen Adventsgebinden für die zahlreichen Leiter und Solisten:

Zu der oben erwähnten Moderatorin des Abends und dem neuen und dem Exchorleiter des PCL gesellten sich Kazuo Kanemaki (Chorleiter des PCH), die PCL Combo und die exzellenten Pianistinnen Duan Li und Annerose Witt aus Ahrensburg sowie Sandra Jahnke als Leiterin der Jungen Hanseaten. Danach die Solisten des PCL Horst Wiedemann und Albert Brede sowie vom PCH Martin Vetter. Der Arme kämpfte in der Garderobe in Pullover, Schal und Pudelmütze, sowie viele Flaschen Wasser gegen eine hartnäckige Erkältung. Für einen Sänger stets ein Schock ...

Der erste Konzertteil fing, wie schon erwähnt, mit einem klassisch, kräftigen Männerchor an und wurde richtig weihnachtlich mit sechs Titeln des PCL fortgeführt. Zur erwähnten Landerkennung“

hörte man das Bariton-Solo von Horst Wiedemann. Die jungen Hanseaten unter Sandra Jahnke ergänzten swingend und wippend mit „Kinder, Kinder“, „Weihnachtszeit“, „Winterschlaf“, „Warten auf den Weihnachtsmann“ und schließlich „Frieden auf Erden“ und die Akkordeon-Combo brachten das Medley „Weihnachtsklänge“. Der PCH setzte mit Anton Bruckners „Trösterin Musik“ einen ähnlich kräftigen Kontrapunkt des ersten Teils, brachte internationale Weihnachtsklänge mit der chilenischen Weise „Senora Donna Maria“ und dem weltberühmten „White Christmas“ von Irving Berlin. Das Publikum war schon jetzt voll zufrieden und konnte sich im zweiten Teil noch einmal auf verschiedene Überraschungen freuen.

Nach einer „Happy Weihnacht“ der PCL-Combo wurde der PCH in seinem zweiten 5er-Block maritim, volkstümlich-klassisch, plattdeutsch und brachte englische Weihnachtsklänge zu Gehör: „Schifferlied zur Weihnacht“, immer wieder von Männerchören interpretiert, „Maria durch ein Dornwald ging“ in einem Satz von Walter Heyer (siehe oben), wie auch „De Klocken de lüt“. Für den PCH eine Premiere stellte „Mary had a Baby“ dar, bei dem drei unentdeckte Paul Potts aus den PCH-Tenören bis in die eingestrichene Oktave klettern mussten, sowie „The little Drummer Boy“ piano begleitet. Dann wippten die Jungen Hanseaten nochmals zur „Weihnachtspolka“, „Feliz Navidad“ oder „Dankeschön“. Der PCL holte aus zu geballten „Weihnachtswünschen“ und „Weihnachtsfriede“, ließ in Gedanken den Schnee leise rieseln, forderte „Still, weil ´s Kindlein schlafen will“ und behauptete, es sei ein Ros(ß) entsprungen, womit sicher nicht der eigene Vorsitzende gemeint war. Spätestens bei „Stille Nacht...“ sang der Saal zum ersten Mal mit. Nach den oben erwähnten Schlussworten von Bernd Roß kam das unvermeidliche „O du fröhliche...“ für alle!

In der angrenzenden Riesendisko und Kongresshalle der „MuK“, die mich sehr an die Essener Grugahalle erinnerte, kamen beide Polizeichöre zu einem gemütlichen Ausklang bei Würstchen, Brezel und Bier zusammen. Beide Vorsitzende (Peter Hinsch, PCH und Bernd Roß, PCL) vertieften sich dabei in lebhafte Gespräche. Aus sängerkameradschaftlichen „Erpressungsversuchen“ zu neuen Terminen konnte man sich nur mit einer Runde Jever Pils freikaufen. Beide Vorsitzende machten aber einen so zufriedenen Eindruck, dass man sich auf eine Fortsetzung gemeinsamer „Events“ freuen kann.       

                                                                                                                                  Otto Kadel


Gastauftritte bei IG Bau und Vattenfall

Jedes Jahr ist es schon Tradition, dass der Polizeichor Hamburg bei den Weihnachtsfeiern der „IG Bau“ und der Firma „Vattenfall“ auftritt.

Am 04.12. trafen wir uns im „Hamburg-Haus“ am Doormannsweg bereits um 14:00 Uhr zum Kaffeetrinken. Denn das gehört auch zur Tradition, dass uns die fleißigen Damen dort vor unserem Auftritt mit Kaffee und Kuchen verwöhnen.

Aber nach dem Einsingen wurde es Ernst, denn im Hermann-Bosdorf-Saal erwartete uns schon eine erwartungsfrohe Schar älterer IG BAU-Mitglieder. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nahmen wir dieses Mal vor der Bühne Aufstellung, weil die Akustik auf der Bühne sehr zu wünschen übrig ließ. Nach den Begrüßungsworten von unserem Vorsitzenden, Peter Hinsch, übernahm Otto Kadel für die Moderation das Mikrofon. Unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki,

hatte ein weihnachtliches Chorprogramm zusammengestellt, was wir auch in den Weihnachts- konzerten singen werden. Fünf Lieder waren es bis „White Christmas“ und nach einer kurzen Pause präsentierten wir den zweiten Teil des Programms, das mit „O du fröhliche“ zum Mitsingen endete. Der Applaus und der Wunsch einer einzelnen Dame „zwang“ uns zu den Zugaben „12 Räuber“ mit Walter Wozny als Solist und zum endgültigen Schluss dann der „Gefangenenchor“ aus Nabucco. Mit freundlichem Applaus wurden wir verabschiedet.

Zwei Tage später stand die nächste Veranstaltung auf dem Terminplan, die Weihnachtsfeier für behinderte, einsame und hilfsbedürftige Einwohner Hamburgs. Das Einsingen fand bereits ab 15:30 Uhr im Ausbildungszentrum statt. Dann ging es mit 48 Sängern über die Bramfelder Chaussee zum Vattenfall-Betriebsrestaurant, wo wir freundlich begrüßt wurden. Nach einer Mädchengruppe, die ein weihnachtliches Stück aufführte, kam unser Auftritt. Auch hier wurden wir mit Applaus empfangen, als wir einmarschierten. Unser Geschäftsführer, Siegfried Harder, übernahm die Begrüßung und Otto Kadel stand für die Moderation danach am Mikrofon. Ohne Pause sangen wir unsere neun Lieder vom „Abendrot“ bis „Stille Nacht“, um zum Schluss wieder gemeinsam „O du fröhliche“ anzustimmen, diesmal mit etwas größerer Beteiligung vom Publikum als zwei Tage zuvor. Nach dem langen Applaus gaben wir noch eine Zugabe, nämlich die „12 Räuber“, wieder mit Walter Wozny als Solist. Als Belohnung erwarteten uns nach unserem Abtritt belegte Brötchen und kalte und heiße Getränke. Auch von hier aus ein herzlicher Dank an die rührigen Helfer.


Das Chorwochenende in Rendsburg – 29./30.11.2008

Jedes Jahr vor unseren vorweihnachtlichen Auftritten, gekrönt von den Weihnachtskonzerten in der Laeiszhalle, in diesem Jahr am 21.12.2008, zieht es uns in die weitere Umgebung Hamburgs. Nach unserem ersten Besuch im Frühjahr im Nordkolleg in Rendsburg freuten wir uns schon vor der Reise auf zwei ereignisreiche Tage in der Nähe des Nord-Ostsee-Kanals. Dieses konzen- trierte Arbeiten vor den Auftritten soll die Sicherheit bringen, um vor unserem kritischen Publikum bestehen zu können. Es ist jedes Mal eine neue Herausforderung für den Chorleiter und uns Sänger, auch wenn manche glauben mögen, das sei ja inzwischen alles nur Routine. Ist es eben nicht...

Peter Linska erwartete schon die 62 aktiven Sangesfreunde, als der Bus planmäßig eintraf. Um 11:00 Uhr traten wir zu Lockerungsübungen und zum Einsingen im Pavillon an. Dieser acht-eckige Raum zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Akustik und – wie unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, feststellte - durch einen Bösendorfer-Flügel aus. Seine Besonderheit: Neben den üblichen 88 Tasten vom hohen C bis zum tiefen A gibt es noch vier weitere, schwarze Tasten bis hinab zum Subkontra F, die aber in der Klavierliteratur so gut wie keine Bedeutung haben. Ausgesprochen gut gelaunt begannen wir dann mit den Proben. Der erste Teil war kurz und knapp, da um 12:30 Uhr ein üppiges Mittagsbüffet auf uns wartete. Wie schon im Frühjahr muss man die Küche in den höchsten Tönen loben. Neben dem Hauptgericht gab es ein umfang- reiches Salatbüfett, Obst, Joghurt, Saft, Kaffee und Tee und natürlich diverse Nachtischköst-lichkeiten.

Der Probennachmittag wurde durch eine Kaffeepause unterbrochen, die uns wieder frischen Schwung bringen sollte, so dass wir um 18:00 Uhr sagen konnten: Der erste Tag war erfolgreich abgeschlossen, obwohl Kazuo Kanemaki natürlich an vielen Stellen noch feilen wollte. Aber dafür hatten wir ja den zweiten Tag. Da es zu den Proben natürlich nur Wasser zu trinken gab, war für die meisten das Abendessen das Signal, mit einem Bier den Durst zu löschen. Denn eine Sängerkehle ist nun mal kein Trockenboden. Mit anderen Worten, es war die Vorbereitung auf den gemütlichen Abend, der um 19:30 Uhr begann. Nicht alle konnten von Beginn an dabei sein, denn der Musikausschuss tagte und legte die Titelauswahl fest, die im kommenden Jahr auf unserer neuen maritimen CD erscheinen soll.

Ein gemütlicher Abend wurde es wirklich. Bei Bier und Wein stieg die Stimmung ständig, weil Klaus Grzybowski wieder einmal auf seinem Akkordeon alle Register zog, um die Sangesfreunde zu lautstarkem Mitsingen zu animieren. Als später hier und da schon einige Stühle frei wurden und man näher zusammen rückte, kam mit der schönen „Isabella von Kastilien“, Solopart Otto Kadel und „Schleiertanz“ von und mit Wolfgang Schehlmann, so langsam der Höhepunkt des Abends in greifbare Nähe. Bei allem Singen und Fröhlich sein gab es immer wieder Gespräche untereinander über dies und das und jenes. Und das ist der eigentliche Sinn eines solchen gemütlichen Zusammenseins, den Zusammenhalt untereinander zu stärken und zu pflegen.

Die Ersten standen am nächsten Morgen schon pünktlich um 07:30 Uhr zum Frühstück vor der Kantinentür. Warme Brötchen, Rührei, Kaffee und so weiter und so weiter machten das frühe Aufstehen sofort wieder wett, denn wir sollten ja noch die letzten Unebenheiten ausbügeln. Aber bevor die Morgenprobe begann, konnte wer wollte noch einen Spaziergang bei trübem, aber trockenem Wetter am Nord-Ostsee-Kanal wagen. Schnell waren die 3 Stunden Probe danach vergangen, als es schon wieder hieß: Mittagessen! Ein richtiger Sonntagsschmaus!

Essen macht müde. Da konnte es Peter Horn nicht lassen, uns zu Beginn der letzten Probe mit einer Geschichte über seinen Erbonkel, den er großzügig mit einem Gutschein beschenkt hatte, zu Lachstürmen hinzureißen. Das half, das Restprogramm zügig abzuarbeiten. Und ich denke, Vorsitzender, Geschäftsführer und Chorleiter waren zufrieden mit dem, was in diesen zwei kurzen Tagen ohne Zwischenfälle geleistet wurde.                                                         

Der Bus wartete schon, als wir Sänger das Nordkolleg gegen 15:00 Uhr verließen. Als Fazit bleibt zu sagen, dass solche Chorwochenenden die Gemeinschaft stärken und uns optimal auf die kommenden Aufgaben vorbereitet sehen.


Glückstädter Herbstklänge am 02.11.2008

Nicht nur zum Matjesessen im Juni werden freundschaftliche Kontakte zum MGV Quartett „Lied hoch“ Glückstadt unterhalten. Auch unser gemeinsamer Chorleiter, Kazuo Kanemaki, ist ein Bindeglied zwischen diesen beiden Chören, die schon in der Vergangenheit gemeinsame Konzerte gegeben haben. Glückstadt, diese vom dänischen König Christian IV. im Jahre 1617 gegründete Stadt an der Elbe, hat eine wunderschöne Stadtkirche in der am 2. November 2008 das Konzert „Glückstädter Herbstklänge“ stattfand. Neben dem Polizeichor Hamburg war als weiterer Gastchor der Kreutzer-Chor Hamburg unter der Leitung von Dieter Podszus geladen.

Eine vollbesetzte Stadtkirche erwartete die drei Chöre. Die Ansprachen von Pastor Thomas-Christian Schröder und dem Vorsitzenden von „Lied hoch“ Glückstadt, Klaus Rix, stimmten die Zuhörer auf das Kommende ein. Mit dem gemeinsam gesungenen „Im Abendrot“ von Franz Schubert begann das abwechslungsreiche Programm. Aus der Liedfolge von „Lied hoch“ ist besonders „Die Post“ mit dem hervorragend gespielten Trompeten-Solo zu erwähnen, die einen ersten Höhepunkt darstellte.

Der Kreutzer-Chor folgte mit Melodien aus „Maske in Blau“. Die Sängerkehlen konnten sich danach ausruhen, denn das virtuose Akkordeon-Duo, Gunda Teschner und Monika Brutscher, brachten den 3. Satz aus der Bulgarischen Suite von Wacheslav Semjonow mit seiner ganzen Klangfülle den Zuhörern nahe. Donnernder Applaus war der Lohn. Jetzt betrat der Polizeichor den Altarraum, um mit der „Legende von den 12 Räubern“ mit unserem bewährter Bass-Solisten Walter Wozny, dem Echochor „Im Wald“ und „Trösterin Musik“ bewährtes Liedgut zu Gehör zu bringen. Zum Abschluss des ersten Konzertabschnitts entließen MGV „Lied hoch“ und PCH dann mit der gemeinsam gesungenen „Landerkennung“ von Edvard Grieg die Zuhörer in die Pause.

Der zweite Teil des Programms war volkstümlicher. Mit dem „Elbsegler“ erschien der Polizeichor nach der Pause zum maritimen Teil. Seemannslieder und Shanties erklangen, begleitet von unserem Akkordeonisten, Henning Claasen. Auch das Quartett „Lied hoch“ Glückstadt schloss sich mit Seemanns- und Folklore-Liedern an. Das Publikum ging immer begeisterter mit, als dann der Kreutzer-Chor noch ein Potpourri von Udo-Jürgens-Hits darbot.

Was wäre ein Chor-Konzert ohne ein Finale mit Opernchören. Diesmal wurden von allen Mitwir-kenden gemeinsam der „Jägerchor“ aus dem „Freischütz“ und zum Schluss der „Gefangenenchor“ aus „Nabucco“ gesungen.

Applaus brandete auf und wollte kein Ende nehmen. Leider wurde das begeisterte Publikum nicht mit einer Zugabe belohnt, die es vergeblich einforderte.


Im Freizeitpark Ruhrgebiet – Dortmund – 17.-19.10.2008

 Auf verschiedenen Delegiertentreffen wurde darüber gesprochen. Nun war es endlich soweit: Der PC Hamburg folgte einer Einladung des PC Dortmund zu einem gemeinsamen Konzert im Heinz-Hilpert-Theater in Lünen.

Pünktlich startete unser Bus am 17.10.08 von Hamburg aus. Zu unserer ersten „Berührung“ mit unseren Gastgebern kam es am Parkplatz „Eichengrund“ an der BAB 1, kurz hinter Münster. Dieser Treffpunkt war vom PC Dortmund gewählt worden, um uns 50 Nordlichtern zu zeigen, wo das Münsterland endet und Westfalen beginnt. Als „Kiepenkerl“ Burghard Nentwig uns dies erläuterte, hießen uns seine getreuen Helfer, die beiden Geschäfts- führer Herbert Nowak und Alfons Klauke mit ihren Frauen, nach langer bierloser Fahrt mit Schmalzbroten, Blut- und Mettwurst, sowie gut gekühltem Pils und Korn auf bereits westfälischem Boden herzlich willkommen – und das alles bei herrlichem Herbstwetter.

Was so gut beginnt, kann sich nur gut fortsetzen. Also wurden wir von unserem Busfahrer Michael vom Hotel zum abendlichen Kommers in das „Parkhaus Barop“ gefahren. Dort wurden wir von Burghard Nentwig, nun in seiner offiziellen Funktion als Vorsitzender des PC Dortmund, nochmals begrüßt und er verlieh seiner Freude Ausdruck, dass es nun endlich ein gemeinsames Konzert mit dem PCH in Dortmund gibt. Er erinnerte dabei an den Besuch in Hamburg, an den viele Sänger noch gern zurück denken. Bevor das kalt/warme Bufett eröffnet wurde, wurden wir vom PC Dortmund und ihrem Chorleiter, Herbert Grunwald, musikalisch begrüßt. Das üppige Bufett konnte auch uns nicht von einer gesanglichen Erwiderung abhalten. Mit fortschreitendem Abend wurden wir mit Beiträgen von Lothar Kirsch und später von Erwin Danielzik mit seiner Gitarre und „Aber Dich, gibt’s nur einmal für mich“, sowie von unserem Akkordeon-Duo Henning Claasen und Klaus Grzybowski mit maritimen Liedern bestens unterhalten. Gesprächsstoff gab es reichlich, so dass der Lärmpegel im Raum zusammen mit den Gesängen an verschiedenen Tischen ständig in neue Höhen pendelte. Kurz vor Mitternacht brachen wir auf, denn für den kommenden Tag stand noch einiges auf dem Plan.

Nach dem Frühstück erwarteten uns unsere Stadtführer, Herbert Nowak und Alfons Klauke, im Bus. Zunächst erfuhren wir, dass Ruhrgebiets-Deutsch kein Dialekt sondern eine Wissenschaft sei. Als Beispiele nannte er uns den Humpelschein oder „vietnam“ Bahnhof ging, denn dort sollten wir unsere Nachzügler, Peter „Jonny“ Jonsson und Martin Vetter, abholen. Nun komplett, erfuhren wir viel über die Strukturkrise des Ruhrgebietes und ihre Folgen, z.B. von acht ehemaligen Brauereien arbeitet nur noch eine, insgesamt sind rund 100.000 Arbeitsplätze verloren gegangen, aber nur 20.000 neu entstanden. Aber auch, dass die 580.000 Einwohner Dortmunds 49 % ihres Stadtgebietes als begrünte Fläche genießen können. Beeindruckend war auch zu sehen, wie zur Zeit der Emschersee auf vorherigem Industriegelände angelegt wird. Dann kam der Höhepunkt, die Besichtigung und Fahrt mit der H-Bahn, einer Hängebahn. Es war 1984 von Siemens entwickelt das erste vollautomatische Nahverkehrssystem in Deutschland, dessen Software ständig in Zusammenarbeit mit der Uni Dortmund weiter entwickelt wird. Die Strecke ist heute insgesamt ca. 3 km lang und wird montags bis freitags fahrplanmäßig betrieben. Die Kabinen fassen ca. 45 Personen und fahren im 10-Minuten-Takt im Universitätsgelände und zur S-Bahn-Station. Dies alles erfuhren wir bei einer Fahrt über die gesamte Strecke und bei einem Besuch in der Leitzentrale. Jetzt wurde es auch schon Zeit, sich auf das abendliche Konzert in Lünen vorzubereiten. Darüber werden unsere Dortmunder Sangesfreunde ausführlich berichten.

Zum Abschluss unser ganz herzlicher Dank für die überwältigende Gastfreundschaft und die viele Mühe, die sich die Verantwortlichen des PC Dortmund gemacht haben. Noch am Sonntagmorgen, bei unserer Abreise, stand eine Delegation am Hotel zum Abschied bereit und überreichte uns als Wegzehrung einige Flaschen mit einem Kräuterdestillat, das bereits bei der Raststätte „Dammer Berge“ regen „Zuspruch“ fand. So konnten wir den Rest der Reise mit dem Gefühl antreten, unter Freunden gewesen zu sein, mit denen wir gern einmal wieder zusammen musizieren und feiern möchten.


Ein Sommernachtstraum .......

Im November 2007 kündigte unser Vorsitzender vage an, dass man ein Angebot hätte, eine Reise nach Italien zu unternehmen. Nach und nach fanden sich schließlich 67 reisefreudige und neugierige Sänger, Angehörige und Freunde zusammen, um eine schöne Region Italiens zu besuchen. Die Wettervorschau im Internet sagte Gutes voraus als wir am 24.06. morgens um 08:00 Uhr mit zwei Bussen Richtung Süden starteten. Unsere beiden Busfahrer/-in, Nicole Steinforth und Alexander Fischer brachten uns mit genügend Pausen gegen 17:00 Uhr zum Hotel „Zum Storch“ in Schlüsselfeld, etwas südlich von Würzburg. Es war heiß, und es sollte die ganze Zeit über so bleiben ... Zeit genug um bei einem kühlen Blonden oder einem Glas Wein die Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen zu überbrücken. Die Nacht war schnell vorüber, denn wir starteten um 07:30 Uhr zu den letzten 750 km bis Abano terme. Über Nürnberg, München, Innsbruck, Brenner, Meran und Verona trafen wir endlich um 18:30 Uhr im Hotel „Smeraldo terme“ ein. Zum Glück hatten in beiden Bussen die Klimaanlagen leidlich ihren Dienst getan, so dass wir keine Hitzeopfer oder ähnliches zu beklagen hatten.

Nach der Zimmerverteilung dann um 19:30 Uhr das erste Abendessen, worüber wir angenehm überrascht waren. Ein Salatbufett vorweg, dann eine Auswahl an verschiedenen Vorspeisen, drei verschiedene Hauptgerichte und das Dessert, alles inklusive einer Flasche Rotwein und zwei Flaschen Wasser pro vier Personen. Das fing ja gut an – und sollte sich sofort danach mit dem Halbfinale der EM gegen die Türkei fortsetzen. Noch besser sollte es werden, als am nächsten morgen die Termine für die Wellness-Anwendungen verteilt wurden; ein Körperpeeling mit Traubenkernen, eine Gesichtsmaske mit Traubenessenz sowie eine Ganzkörpermassage mit Traubenkernöl! Immer noch alles inklusive, ebenso wie das Thermalschwimmbad mit Innen- (wurde kaum benutzt) und Außenschwimmbecken in einer parkähnlichen Anlage.

Das Thermalwasser brachte zwar keine Abkühlung, es war wie im Schatten um die 35 º warm, aber es war wenigstens nass. Einige hatten schon ihre Anwendungen hinter sich, die anderen ließen es sich im und um das Schwimmbad gut gehen, in dem – ein ungewöhnlicher Anblick – viele duschhaubenbemützte Männlein und Weiblein, vielfach unterstützt von bunten Schwimmnudeln, trieben. Aber der Traum währte nicht lange, denn schon ging es auf zu neuen Taten, nämlich nach Padua, der zweitältesten Universitätsstadt Italiens. Auf der Fahrt dorthin erzählte uns die Reiseleiterin Marina etwas über die Geschichte der Region um die Euganeischen Hügel, wo schon die alten Römer die Heilkraft der Thermalbäder suchten. Aber bereits davor hatte Homer über die Veneter, die Ureinwohner, und die Thermalquellen berichtet. Fango, so hörten wir, ist nichts weiter als Schlamm aus nahegelegenen Seen, der dann in großen Becken über zwei Jahre lang mit dem Thermalwasser durchtränkt wird und in dieser Zeit daraus die Mineralstoffe aufnimmt, die die heilende Wirkung erzielen. Leider hat u.a.. auch die deutsche Gesundheitsreform mit Schuld daran, dass in den letzten Jahren die Badegäste immer weniger wurden. Mit diesem Vortrag erreichten wir Padua (ital. Padova), das ungefähr 210.000 Einwohner zählt und bereits zur Zeit der Trojanischen Kriege gegründet wurde.

In der Kürze der Zeit, abends stand ja „Nabucco“ auf dem Programm, konnte sie uns aber einen ausreichenden Überblick über die Geschichte, die Kultur und die Wirtschaft geben. Neben den vielen Bauern, die hauptsächlich Wein und Mais anbauen, ist Padua mit der 1222 gegründeten Universität ein Dienstleistungszentrum in der Region Venetien. Erwähnens- wert ist das Caffé Pedrocchi, das in seinem Grundriss einem Flügel ähnelt und mit verschiedenen Salons in unterschied- lichen Farben und Einrichtungen ein zeitgenössisches Denkmal darstellt. Direkt gegenüber ist die Universität bzw. umgekehrt ist es richtig, nämlich das Caffé Pedrocchi, „erst“ 1831 erbaut, liegt gegenüber der Universität, aus der gerade die frisch gebackenen Dottores kamen und denen auf Wandzeitungen mit Karikaturen und entsprechenden Texten gehuldigt wurde. Die Universität war im Mittelalter für seine Liberalität bekannt. Selbst Galileo Galilei konnte seinerzeit hier seinen revolutionären Studien nachgehen. Weiter ging es an einem Haus vorbei an dem weiland Dante an seiner Göttlichen Komödie schrieb. Dabei überquerten wir eine Straße auf der die Straßenbahn, man staune, auf nur einer Schiene fährt. Eine technische Novität, die vielleicht auch in Hamburg eine Chance hätte. Dann verließen wir Italien, um die Basilika des heiligen Antonius zu besuchen, die auf vatikanischem Gebiet innerhalb der Stadt liegt. Das hatte früher für Gauner den Vorteil, dass hier die Polizei Paduas kein Zugriffsrecht hatte. Das war sicher nicht im Sinne des heiligen Antonius, der in Lissabon geboren wurde, und sich als Mönch immer für die Armen und Benachteiligten eingesetzt hatte. Über den Prato de la Valle, nach dem Roten Platz in Moskau der zweitgrößte Platz im Herzen einer Stadt, ging es zum Bus, der uns zur Arena von Verona bringen sollte. Das klappte auch recht gut und wir konnten in der Nähe der Arena aussteigen. Die Nicht-Opernbesucher hatten Gelegenheit, sich die übrigen Sehenswürdigkeiten Veronas bei immer noch glühender Hitze anzuschauen.

Um kurz nach 19:15 Uhr öffneten sich die schmiedeeisernen Tore und das Publikum der nicht nummerierten oberen Ränge stürmte das Bauwerk. Auch wir gehörten dazu und saßen kurz darauf auf den heißen, antiken Stufen, die schon so viel gesehen haben müssen In der Zeit bis zum Beginn durchkämmten die Verkäufer von Eis, Fanta, Cola, Sprite, Bier, Wein, Sitzkissen, CD’s und Librettos lautstark die Reihen. Erst zwei Stunden später, um 21:15 Uhr, begann das Drama um Nabucco, Abigail, Fenena und Ismael, geleitet von einem trotz der großen Hitze sehr lebhaft dirigierenden Daniel Oren. Eine spartanische Bühnenkulisse brachte Solisten und Chor sehr gut zur Geltung. Und als dann im dritten Akt der Gefan-genenchor erklang, gab es nach dessen Ende donnernden Applaus, der bereits anhub als die letzten Takte noch nicht verklungen waren. Zum Dank wiederholte das Orchester das soeben gespielte sofort – und siehe da, das Publikum verharrte still bis auch der letzte Ton sich in der lauen Luft aufgelöst hatte. Ein Hörgenuss! Nach dem furiosen Ende, es war bereits 00:30 Uhr, strebten alle dem Bus zu, der uns nach einem langen Tag zu einem kleinen Mitternachtsimbiss, besser sollte man Morgenimbiss sagen, ins Hotel brachte. Es war ein Erlebnis der besonderen Art, die Atmosphäre der Arena in Verona zu erleben, und alle hatten die lange Zeit in der Arena gut überstanden.  

Für die ganz Harten stand ja zwei Abende später noch „Aida“ auf dem Spielplan!

Am nächsten Morgen wurde zunächst einmal ausgeschlafen, wer dran war, ging zu den Anwendungen, die anderen machten es sich wieder am Pool bequem. Wer Lust hatte, war ab mittags zu einem Ausflug an den Gardasee eingeladen, wo in Sirmione Station gemacht wurde und man Gelegenheit hatte, mit dem Boot die Halbinsel zu umrunden oder es sich auf andere Art und Weise gut gehen zu lassen. Vor dem Abendessen konnte es sich der PCH natürlich nicht nehmen lassen, den Mitgereisten und den Hotelgästen in der großzügigen Hotelhalle ein Ständchen zu bringen. Mit dem „Gefangenenchor“, „Mala moja“ und „Aus der Traube ...“ erfreuten wir ein immer größeres Publikum und wurden mit dem verdienten Applaus zum Essen entlassen. Die Zurückgekehrten und die Ausgeruhten hatten nach dem Abendessen Gelegenheit, bei Live-Musik das Tanzbein zu schwingen, was nach einem zögerlichen Start bei einer teilweise gut gefüllten Tanzfläche mit Foxtrott, Walzer und Co. nachher doch ganz gut gelang. Und so klang dieser Tag bei Wein und Bier geruhsam aus.

Am Sonnabend, den 28.06.08, kam ab 16:30 Uhr die Bewährungsprobe. Wer sich am Vormittag nicht ausgeruht hatte, hatte selber Schuld, denn es ging zu „Aida“ nach Verona. Ein großer Teil kannte ja schon die Bedingungen, nur dieses Mal ein wenig gesteigert. Das begann mit dem Warten vor den geschlossenen Toren in glühender Hitze. Als diese sich schließlich öffneten, drangen die Massen auf die oberen Ränge. „Die da unten“ auf den nummerierten Plätzen mussten sich ja nicht schon zwei Stunden vorher die beste Sicht sichern, aber wir. War es bei „Nabucco“ noch eine gut gefüllte Arena, so war es an diesem Abend brechend voll. Sowohl auf den billigen als auch auf den teuersten Plätzen war kein Platz mehr frei.

Allein schon die aufgebauten Kulissen ließen auf ein großes Spektakel schließen. Die kleine Ägypterin, bei „Nabucco“ hatte sie einen Frack an, schwang gekonnt vor Beginn den Gong und wurde jedes Mal mit Applaus bedacht.

Und dann begann das Drama um Aida und Ramades, deren Liebe von Amneris nicht gut geheißen wurde. In dieser Inszenierung war mehr Wert auf die großartigen Bauten gelegt, während bei „Nabucco“ mehr das gesangliche und orchestrale im Vordergrund stand. Aber es war schon ein grandioser Anblick als z.B. beim Triumphmarsch die Helden auf vier Pferden einritten, gefolgt von Kriegern, bejubelt vom Volk, umrahmt von Fackelträgern und Posaunenchören. Das war der Besuch es wert. Doch dann kam zum Ende hin die Tragödie, Ramades sollte eingemauert werden, aber Aida wollte ihn nicht allein sterben lassen, sondern ihre Liebe bis in den Tod hinein mit ihm teilen. Aber dieser dramatische Teil zog sich mit einer Umbaupause über fast eine dreiviertel Stunde hin, so dass leider mit den letzten Tönen bei vielen auch die Geduld ein Ende hatte – es war inzwischen 01:45 Uhr – und die Protagonisten leider nicht mehr den verdienten Applaus bekamen, weil fast alle ganz schnell den Ausgängen zustrebten. Wir fanden uns dann alle am vom Vorsitzenden vorher bestimmten Treffpunkt ein und marschierten zu unserem Busparkplatz, den wir erstaunlicherweise recht zielsicher fanden. Als wir wir schließlich gegen 04:00 Uhr das Hotel erreichten, hatte, glaube ich, kaum einer noch Appetit auf den Morgenimbiss, sondern suchte nur noch nach seiner Schlafstätte. Denn was war die Parole für den nächsten Morgen? Der erste Bus fährt pünktlich um 09:15 Uhr!

Wohin? Zum Bahnhof von Montegretto (= kranker Hügel) von wo es um 10:16 Uhr nach Venedig ging. Pünktlich kamen wir kurz nach 11:00 Uhr am Canale Grande an, wo uns bereits ein schmuckes Boot erwartete. Mit dem fuhren wir außen herum, also nicht über den Canale Grande, zum Markusplatz, wo wir in der Nähe der Seufzerbrücke ausstiegen. Nächster Treffpunkt war pünktlich um 13:00 Uhr antreten zum Stadtrundgang. Alle waren pünktlich, nur der Stadtführer war überpünktlich, denn der hatte bereits um 11:30 Uhr auf uns vor dem Campanile gewartet. Was entschied in diesem nie vorhergesehenen Fall unser Vorsitzender? Macht was ihr wollt, aber seid pünktlich um 16:00 Uhr wieder am Bootsanleger.

Das haben, glaube ich, alle gern gehört und somit hatten alle individuell die Möglichkeit, diese Stadt der tausend Facetten für sich zu entdecken. Ob auf der überfüllten Rialto-Brücke, in der Stille der San Marco-Basilika oder den kleinen Gassen und Plätzen links und rechts der frequentierten Hauptwege. Auf der Rückfahrt zur Stazione hörte man nur positive Stimmen und niemand war ernsthaft böse darüber, dass die Stadtführung ausgefallen war. Pünktlich verließ der Zug Venedig und wir fieberten (?) dem Endspiel gegen Spanien entgegen. Doch das Fieber legte sich bald, das Ergebnis ist allen bekannt.

Das war’s, eine wunderschöne Woche, beglückt von einem Wettergott, der uns gnädiger nicht hätte gestimmt sein können, ging seinem Ende zu. Um 07:30 Uhr nach einem kurzen und schnellen Frühstück hieß es wieder Platz nehmen in Bus „blau“ oder „rot“ und ab ging’s Richtung Schlüsselfeld. Unsere Fahrer hatten sich über die Verkehrslage informiert und bogen vor Verona auf eine wunderschöne Nebenstrecke quer durch die Berge ab. Ohne Staus und Probleme kamen wir dadurch im Hotel an, wo sich nach dem Abendessen die gestaute Sangesfreude Bahn brach und mit den Solisten Jochen Harms und einem zur Hochform auflaufenden „Johnny“ Jonsson Gesang und Kazuo Kanemaki am Pianoforte eine gelungene Shanty-Vorstellung abgeliefert wurde. Das hat allen viel Spaß gemacht, den Sängern und den Zuhörern; denn wann erklingen in Schlüsselfeld schon mal Seemannslieder? Auch der letzte Teil der Reise, wo wir Saeko und Kazuo in Würzburg absetzten, da die beiden aus Termingründen lieber den Rest mit der Bahn zurücklegen wollten, brachte keine Probleme, so dass als Fazit ein Dank an alle die bleibt, die diese Reise geplant, begleitet und organisiert haben. Das Ergebnis war beeindruckend und wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Und wie heißt es so schön: Nach der Reise ist vor der Reise ...... wohin?


„Frühlingsblumen“ in Planten un Blomen 

Peter Hinsch, der PCH- Vorsitzende, konnte am Samstag, dem 24. Mai 2008, bei seiner Begrüßung der zahlreichen Zuschauer im Rund der Musikmuschel von „Planten un Blomen“ kaum die Worte finden, die seiner Begeisterung gerecht würden: „Heute trifft alles zusammen! Es passt alles perfekt! Wir haben strahlend blauen Himmel und Sonnenschein, was in Hamburg nicht selbstverständlich ist, wir sehen fast alle Plätze besetzt, wir haben eine Melodienfolge zusammengestellt, die für jeden etwas bietet und wir haben erstmals ein hoch motiviertes Akkordeonorchester eingeladen, von dem der Leiter Henning Claasen aus Überzeugung sogar Mitglied des PCH geworden ist.“ Mit solchen oder ähnlichen Worten übergab er das Mikro an seinen Sangesfreund Peter, alias „Jonny“, Jonsson zwecks Moderation.

Dieser stellte sein Publikum gleich auf die Probe, indem er den „Polizeichor Hamburg von 1903“ ankündigte. Protest aus der ersten Reihe: „Das muss 1901 heißen!“ Damit war der Kontakt hergestellt, der die rund zwei Stunden Programm anhielt und sich von Titel zu Titel steigerte. Schöne und bekannte Melodien vom Chor und vom Akkordeonorchester „Viva la Musica“ aus Wedel erfreuten sichtlich die Zuschauer im sonnigen Freilichtrund. Viele Wedeler waren natürlich ihrem Henning nachgereist und applaudierten entsprechend jubelnd. Fast schon ein Markenzeichen des PCH ist sein fast unerschöpfliches Aufgebot an Solisten. Alle Chöre haben durchweg einen oder zwei Solisten in ihrer Mitte, doch der Polizeichor Hamburg präsentierte alleine heute gleich derer sechs! Genau genommen sogar acht, den unsere beiden Akkordeonisten Klaus Grzybowski und wie schon erwähnt Hennig Claasen, muss man auch zu den Solisten zählen. Sie heimsten anhaltenden Applaus ein: Walter Wozny mit „Frühlingsboten“. Der Moderator rief nach dem nächsten Solisten, der nicht erschien, und „half dann selber aus“ bei „Fräulein Helen“ und dem „Hamburger Ketelklopper“;

Otto Kadel beschwor die „Isabella von Kastilien“, dazu kam Jürgen Wichmann beim „Hamborger Janmoot“. Allein berichtete er danach von „Away Susanna“. Wolfgang Funck griff das nächststehende Mikro und röhrte im schönsten Bass vom „Hamborger Veermaster“ und „Rolling home“ und Martin Vetter brachte gefühlvoll „My Bonnie is over the Ocean“.

Eine Besonderheit dieser „Parkbühne“ ist immer einerseits der Kampf mit der Übertragungstechnik, sprich den Mikrofonen, was aber diesmal durch hartnäckigen „Soundcheck“ des Chorleiters befriedigend gelang. Andererseits immer gut, der unmittelbare Kontakt zum Publikum, von dem der PCH offensichtlich inzwischen einen ansehnlichen Stamm mobilisieren kann, und die gesunde Mischung von Alt und Jung. Wir sahen tanzende Kinder ab 3 bis zu mitdirigierenden Herren um die 80. Unübertroffen unsere stets anwesende „Ballerina“, die in ausgesuchter, wallender Garderobe jeden Vortrag mit einem“ Ausdruckstanz“ begleitet. Etwas später trauten sich noch weitere Damen auf die Fläche und die Kinder bewegten sich schwungvoll im Takte der Musik.

Eine weitere Novität stellte Verdis „Gefangenenchor“ aus Nabucco dar. Ich kann mich nicht erinnern, ihn je in der Besetzung Männerchor/Akkordeonorchester gehört zu haben. Aber dieser unverwüstliche Evergreen ist ja so oder so stets ein Erfolg. Es wurde sehr bedauert, dass 2008 nur dies eine Muschelkonzert in Hamburg durchgeführt wird, und man kann sich vorstellen, dass dieser eindeutige Erfolg diesen Event neu beleben könnte. Ein Feld von wiegenden, schunkelnden Armen der fast 800 glücklichen Menschen verabschiedete uns und das Orchester „Viva la Musica“ bei „In Hamburg sagt man tschüüüüß...“

Eins wurde leider vergessen: Die deutliche Werbung und Ermunterung potentieller Nachwuchssänger, denn es waren gerade an diesem schönen Sonnen- Samstag- Nachmittag reichlich jüngere Herren auf den Plätzen und Wegen dahinter zu sehen. Wie schon gesagt, von 3 bis 83 waren alle „Sorten“ vorrätig. Dafür gab es den Hinweis auf die Weihnachtskonzerte 2008, für die tatsächlich schon Karten verkauft sind! Das mutet fürwahr bei sommerlichem Sonnenschein seltsam an... Dies jedoch nicht als Kritik!                                                                                    Otto Kadel


Frühlingskonzert 2008

Von vielen wurde es schon lange erwartet und die weit über 1.300 verkauften Karten zeigten uns wieder einmal das große Interesse, das unserem Frühlingskonzert in der Laeiszhalle, der „guten Stube“ Hamburgs, am Sonnabend, den 26.04.2008, um 15:00 Uhr, entgegengebracht wurde.

Und das am Vortag des Hamburg Marathon, an dem bei bestem Wetter ein Kinder-Marathon stattfand und große Teile der Hamburger Innenstadt gesperrt waren.

Der Polizeichor Hamburg von 1901 e.V. hatte ein tolles und abwechslungsreiches Programm mit über 200 Mitwirkenden zusammengestellt. Als Gastchor hatten wir den PC Braunschweig unter der gekonnten Leitung von Axel Huse gewinnen können. Aber dem nicht genug. Auch der Chor unseres Chorleiters, Kazuo Kanemaki, nämlich der Kanemaki-Chor, hatte seinen Anteil. Als Solisten konnten wir die Sopranistin Sandrina Ost, den Tenor Werner Lamm, der kurzfristig für den erkrankten Tenor Jun Sang Han einspringen konnte, und am Flügel Wolfram-Maria Märtig verpflichten. Die orchestrale Begleitung brachte uns der Marine-Reservistenmusikzug Hamburg unter der Leitung von Matthias Neumann. Durch das Programm führte die bekannte Schauspielerin, Sängerin und Moderatorin Birgit Lünsmann.

Mit den „Frühlingsboten“, gesungen vom PCH, begann unser Frühlingskonzert. Anschließend begrüßte unser Vorsitzender, Peter Hinsch, die Gäste und die Ehrengäste, um dann das Mikrofon an die Moderatorin weiterzureichen, die als nächsten Programmpunkt den Marine-Reservistenmusikzug (RMZ) ansagte. Der empfahl sich tongewaltig mit „Anker gelichtet“, „Zarathustra 2000“ und „Sir Duke“. Damit war das Publikum eingestimmt auf den PC Braunschweig, der sich mit „La Montanara“, „Ich hab’ eine Blonde“ und „The lion sleeps tonight“ in die Herzen der Zuschauer sang. Die Sopranistin, Sandrina Ost, hatte dann ihren Soloauftritt mit „Youkali“ von Kurt Weill sowie aus der Operette „Gräfin Mariza“ das Lied „Höre ich Zigeunergeigen“, begleitet von Wolfram-Maria Märtig, der sehr gefühlvoll am Flügel agierte.

Zusammen mit dem Pianisten trat nun der PCH auf. Es fehlte jedoch die erste Chorreihe. Die kam zu Beginn von „Play a simple melody“ strohhutschwenkend und von Beifall begleitet von links und rechts nachträglich auf die Bühne, um den Chor zu komplettieren. Mit beschwingten Frühlingsmelodien ging es weiter im Programm. Der letzte Teil vor der Pause war für den „Jubelchor“ aus der Oper „Lucia di Lammermoor“ und das „Trinklied“ aus der Oper „La Traviata“ vorbehalten. Es wurde langsam eng auf der Bühne, denn vom RMZ begeleitet trugen neben dem PCH diese beiden Stücke auch der Kanemaki-Chor und die beiden Solisten vor. Von diesen Beiträgen offenbar sehr angetan, verabschiedete das Publikum die Akteure mit tosendem Applaus in die Pause.

Der zweite Teil sollte noch erfolgreicher werden. Der PCH trat nämlich in „Seemann weiß“, seiner Shanty-Chorkleidung auf. Unsere beiden Akkordeon-Solisten, Klaus Grzybowski und Henning Claasen, machten sich bereit und los ging’s mit „La Paloma“ und dem Solisten Hans-Joachim Harms, „Good night ladies“, „My bonnie is over the ocean“, hier überzeugte als Solist Martin Vetter, und zum Schluss das „Gorch-Fock-Lied“, das von der Sehnsucht nach dem Meer und der Seefahrt erzählt. 

Der RMZ brachte ein Medley mit Benny-Goodman-Melodien sowie den „Steinmetzmarsch“.

Das Solo für unseren Tenor, Werner Lamm, war ebenfalls eine Melodie aus „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán „Wenn es Abend wird ...“, wieder begleitet von Wolfram-Maria Märtig.

Der PC Braunschweig hatte wohl an die vielen Damen im Publikum gedacht, als er neben „Great Pretender“ und „Barbara Ann“ zum Schluss mit „Männer“ von Herbert Grönemeyer die weiblichen Zuhörerinnen zu vielen Kommentaren herausforderte und mit donnerndem Applaus belohnt wurde.

Wenn zum Finale etwas Eindrucksvolles Anrührendes und Stimmgewaltiges vorgetragen werden soll, dann kann man, so wie geschehen, getrost auf die „Carmina Burana“ von Carl Orff zurückgreifen. Hierzu versammelten sich alle Mitwirkenden, es waren ja über 200, auf der Bühne der Laeiszhalle um mit „Ecce gratum“ gefolgt von dem Solopart von Sandrina Ost „In trutina“ und schließlich mit „O fortuna“ ein letztes Ausrufungszeichen zu setzen. Mitgerissen von den letzten Klängen von „O fortuna“ jubelte das Publikum und dankte allen Akteuren, vor allem Kazuo Kanemaki, der die musikalische Gesamtleitung innehatte, für eine großartige Leistung an diesem wunderschönen Nachmittag.

Mit Blumensträußen bedankte sich Peter Hinsch bei allen Solisten für ihren Einsatz und wünschte sich ein Wiedersehen mit den Besuchern bei den Weihnachtskonzerten am 21. Dezember 2008. Als Zugabe und für alle zum Mitsingen wurde „Komm lieber Mai und mache ...“ angestimmt.

Damit war für die Aktiven der Tag noch nicht vorüber. Denn der PCH hatte nach dem Konzert zum Kommers in die „Bayrische Botschaft“, den „Hofbräu an der Alster“, geladen, das nur wenige Gehminuten von der Laeiszhalle entfernt liegt. Bei Krustenbraten und einem wohlverdienten Bier wurde noch viel über den Konzerterfolg gesprochen, die den Beteiligten Lohn und Anerkennung für die vielen Stunden der Proben und der Vorbereitung gewesen sind.   


  Chorwochenende in Rendsburg

Grosse Ereignisse werfen Ihre Schatten voraus. Das heißt für den PCH üben, proben, üben .. Für das Chorwochenende am 05.-06.04.08 hatte der Vorstand dieses Mal und zum ersten Mal das Nordkolleg in Rendsburg auserwählt. Das Nordkolleg ist eine traditionsreiche Fort- und Weiterbildungsstätte für Erwachsene – die Anfänge gehen auf das Jahr 1842 zurück – und zählt zu den wichtigen kulturellen Einrichtungen in Schleswig-Holstein. Es liegt in einem kleinen Park zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal. Und es war eine gute Wahl, wie sich herausstellte. Bei grauem Himmel und Regen ging es pünktlich um 09:00 Uhr vom Berliner Tor Richtung Rendsburg. Je weiter wir gen Norden fuhren, desto mehr hellte sich der Himmel auf und gegen 10:30 Uhr trafen wir dort ein. An der Rezeption wurden die Zimmerschlüssel verteilt – und dann ging die Sucherei für einige los. Denn wir waren nicht nur im Nordkolleg, sondern auch in der nebenan liegenden Schulungsstätte der Genossenschaftsbanken untergebracht mit gleichen Zimmernummern. So stand mancher vor „seinem“ Zimmer, nur der Schlüssel passte nicht, weil er in der falschen Anlage war. Aber auch das klärte sich auf und ohne große Pause ging es an die Arbeit, wo Kazuo das „Zepter“ übernahm. Die Stimmung war gut, besonders als Kazuo auf die Idee kam, bei „Play a simple melody“ den Einmarsch der ersten Reihe zu üben. Weder Gleichschritt noch Gestik konnten anfangs die übrigen Sänger überzeugen. Aber Stück für Stück kamen wir mit unserem Repertoire voran. Die Mahlzeiten fanden im großen Speisesaal statt und wir waren alle überrascht über das reichhaltige und schmackhafte Essensangebot an allen Tagen. Am Abend war der Speisesaal für unseren gemütlichen Abend reserviert. Manche hatten sich vorher noch für einen Spaziergang am Nord-Ostsee-Kanal entschieden und wurden durch ständig vorüberfahrende Schiffe belohnt. Was wäre so ein Abend ohne die musikalische Begleitung von Klaus Grzybowski, der uns wieder einmal mit den schönsten Melodien von Binnenland und Waterkant unterhielt und zeitweise von Peter Jonsson gesanglich unterstützt wurde.

Am Sonntag gesellte sich unser zweiter Akkordeonspieler, Henning Claasen, dazu, um gemeinsam den Seemannsteil zu üben. Nach dem Mittagessen stand die Abschlussprobe auf dem Programm und ohne Kaffeetrinken ging es um 15:00 Uhr für die 64 Sänger auf die Heimreise. – Ein ereignis- und arbeitsreiches Wochenende ging damit zu Ende. Wir freuen uns schon wieder auf Rendsburg am 29./30.11.08, wo wir uns dann auf die Weihnachtskonzerte vorbereiten werden.


Neujahrskonzert in Wedel

Henning Claasen, ein Name wie der Norden, ein Mann wie ein Baum und eine Stütze des PCH seit geraumer Zeit als exzellenter Akkordeonist. Sein musikalisches Baby aber ist „Viva la musica“ in Wedel, ein von ihm geleitetes Akkordeonorchester, bei dem der Polizeichor Hamburg von 1901 am 20.Januar 2008 zu Gast war. Nicht zum ersten Mal veranstaltete Henning Claasen mit seinem hervorragenden Akkordeonorchester und Gästen in der ev. Kirche am Roland in Wedel ein Konzert. An diesem verregneten Sonntagnachmittag hieß es „Neujahrskonzert mit Viva la musica“ Die rund 250 Plätze der kleinen Kirche waren seit Wochen ausverkauft. Auch PCH „ Schlachtenbummler“ hatten sich Plätze gesichert, doch viele blieben vor der Tür.

Mit von der Partie waren neben dem PCH und dem „Claasenschen Orchester“ der Männergesang- verein „Sangeslust Bümmerstede“, der so manches uns bekanntes Stück zu Gehör brachte, wie z.B.“ Das Morgenrot“, „Die Nacht“ von Schubert oder „ Vineta“ von Ignatz Heim. Das Akkordeonorchester gefiel dem vollen Hause besonders bei den bekannten Ohrwürmern, wie z.B. die Titelmelodie aus „Phantom der Oper“ und „Time to say goodbye“. Der Polizeichor Hamburg präsentierte eine Mischung aus seinem (inzwischen notenfreien) Standardprogramm „Serenade“, „Mala Moja“, „ßolan bushi“, „Wolgaschlepper“ und zwei Opernchöre, die wie immer besonders willkommen waren: der „Gefangenenchor“ (Nabucco) und der „Jägerchor“ (Freischütz).

Nach der Pause präsentierte der PCH sein maritimes Programm unter dreifachem Einsatz seiner Solisten: Zuerst Heiner Dreckmann ( „It’s a long time“) und Ulli Stein ( „Shenandoa“). Ferner erklangen bei guter Akustik Evergreens wie „Mein Hamburg“, „Gorch Fock-Lied“ und „Schwer mit den Schätzen.“ Das Finale bestritten beide Männerchöre gemeinsam mit „Rolling home“( Solist Nr.3: Wolfgang Funck) und „Bajazzo“, worauf die ersten Rufe „Zugabe“ erschollen. Dafür bot sich in der Kirche der „Abendfreden“ an - niederdeutsch und mit dem Aufruf zum Gebet.

Aus dem Publikum gab es nicht nur viele Zusagen, zum Frühlingskonzert in der Laiszhalle zu kommen, sondern Bemerkungen und Lob wie: „Sie sind aber kein Laienchor?“ - „Sie haben wunderschön gesungen!“- „Es war ein herrliches Konzert!“ bis hin zu der spontanen Ankündigung einer begeisterten Dame aus der ersten Reihe: „Ich werde für jeden von Ihnen eine Kerze anzünden“ und mit dem Blick auf den vor ihr stehenden Kerzenkasten: „Es sind doch wohl noch 50 Stück da?“

Ein herzliches Dankeschön für die Superleistung der Damen, die das Abschlußbuffet ausgerichtet hatten. Es reichte nicht nur selbst für hungrige Sänger, sondern auch von heißen Würstchen über Sandwich, Buletten und verschiedenen Beilagen bis hin zu diversen hausgemachten Kuchen und Kleingebäck. Es war ein schönes Konzert und ein schöner Nachmittag bei Freunden.

Otto Kadel


PCH zu Gast bei der AWO in Travemünde-Brodten           – Musik verbindet -

Das Theodor-Schwarz-Haus ist das Seminarhaus und Ferienzentrum der AWO in Travemünde-Brodten an der Ostsee gelegen. Die Einrichtung hat eine Besonderheit: Sie besteht zum großen Teil aus den liebevoll erhaltenen „ SPD-Baracken“ aus Bonn. Schon seit einigen Jahren ist hier die Trainingsstätte für den Polizeichor Hamburg vor den Hauptkonzerten. Frau Susanne Neitemeier, die Leiterin des Ferienzentrums, verfügt über ein hochmotiviertes und qualifiziertes Personal, dessen Leistungen wir jedes Mal gerne in Anspruch nahmen. Am 18. Januar 2008, wo die AWO zum

Neujahrsempfang

eingeladen hatte, wollten wir einmal die Früchte unserer Arbeit zeigen. Das AWO-Festangebot war vielfältig: Kaffee und Kuchen ( selbst gemacht), Getränke, Cocktails, Präsentationen, Show-Kochen, Lagerfeuer mit Punsch und ab 18.00 Uhr das Konzert des Polizeichores Hamburg.

Schon bei der Anfahrt mit dem Bus wurden wir überrascht von einem großen „ Osterfeuer“ und unzähligen Fackeln entlang der Wege auf dem AWO-Gelände. Ein gelungener Einstieg für uns und die Gäste. Zu diesem „ Tag der offenen Tür“ hatte man die maßgebenden Leute der Stadt Lübeck, wie auch Travemünde geladen, die nach Aussage von Frau Neitemeier auch alle gekommen waren. Schon vor unserem Auftrittstermin hatten sich einige wenige die besten Plätze im uns so vertrauten Speisesaal gesichert. Punkt 18.30 Uhr aber „strömte“ der Rest und man zählte fast 100 Gäste (es gab auch kaum mehr Platz).

Der PCH begann in starker Besetzung von 54 Mann mit vier klassischen Titeln. Einsteiger war „Die Legende von den zwölf Räubern“ mit Walter Wozny als Solisten mit der beliebten russischen Ballade, dann „Abendfreden“, der „Gefangenenchor“ aus Verdis Nabucco ( wieder das bekannte Aaah!) und der „ Jägerchor“ aus Carl Maria von Webers „ Freischütz“. Damit war die qualitative Grundlage geschaffen. Was aber dann geschah steigerte den Wohlfühlpegel des Publikums kontinuierlich. „Jonny“ (Peter Jonsson) führte kurz und prägnant durch das Programm und hatte eine Vorgabe von 40 Minuten (ohne Pause). Jedoch nach „ Bajazzo“, „ Frollein Helen“, „ Wochenend und Sonnenschein“ sowie „ Mala Moja“ hörte man schon Jauchzer vor jedem Applaus. Der Chor (völlig ohne Notenmappen) sang sich frei und übertrug die Freude am Singen auf die begeisterten Zuhörer.

Die eingefügten elegant gefühlvoll-mundartlichen Soli von Martin Vetter, ergänzt durch einen zweiten Gitarristen sowie der unverwüstliche R. Germa-Interpret Heiner Dreckmann steigerten die Begeisterung bis zur „ Karnevalsreife“. Beim nun folgenden Seemannsteil gab es den Schnellsprachkurs mit Otto Kadel (Drunken Sailor) und bei „Jonnys“ „ Hamburger Ketelklopper“, sowie einen schunkelnden Saal bei der „ Reeperbahn nachts um halb eins“. Hier sollte eigentlich Schluss sein ……

Als aber bei „ Honolulu“der Chorleiter von einer properen Dame aus der ersten Reihe zum Tanz genötigt, und ein Erstklässler auf den Dirigentenstuhl gehoben wurde, rief der ganze Saal: „ Einer geht noch!“ Daraus wurden dann nochmals zwei, und die Kürzung war wieder aufgefüllt…

Damit konnten wir nicht nur das Ergebnis guter Seminararbeit unseren bisherigen Gastgebern der AWO und deren geladenen Gästen präsentieren, sondern hatten uns auch ( ½ Stunde verspätet) die ausgezeichnete Erbsensuppe ehrlich verdient. Noch einen Pluspunkt: Unsere CD-Verkäufer konnten viele Fans beglücken und eine Menge neuer Konzertbesucher für das Frühlingskonzert gewinnen- und das freut ein‘ denn ja auch!

                                          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

            

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Kartenverkauf fürs Frühlingskonzert in der Laeiszhalle am 05.05. ist gestartet! 


  Sonntag, 11.Feb. 2018 14:30 Uhr. Polizeichor Hamburg und Peter Orloff mit seinem Schwarzmeer Kosaken-Chor. Hauptkirche St. Trinitatis in Altona.

{gallery}orloff,turbo=1{/gallery} Karten im Vorverkauf zu 24 € HIER  

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   Sonnabend, 05.Mai 2018 15:00 Uhr, Frühlingskonzert in der Laeiszhalle.

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