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Rückblicke auf viele Jahre Chorgeschichte seit 2008.

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Zwei konzertante Weihnachtsmärchen ...          19.12.2010

Weiße Weihnacht, davon haben wir schon lange geträumt. In diesem Jahr hat uns Frau Holle diesen Traum mit reichlich viel Schnee erfüllt. Von der Kälte draußen kamen die Zuhörer der beiden Weihnachtskonzerte am vierten Advent, um 15:00 und um 19:30 Uhr, in die wohlig temperierte Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg. Dort, wo alle berühmten Künstler dieser Welt schon aufgetreten sind, warteten insgesamt fast 2.700 treue Gäste des Polizeichors Hamburg von 1901 gespannt auf die Konzerte. Weitere Mitwirkende waren in diesem Jahr das Jugendsinfonieorchester Ahrensburg unter der bewährten Leitung von Michael Klaue und der Cantus Mädchenchor aus Lettland, der von den Dirigentinnen Maruta Rozite und Maruta Grigale geleitet wird. Als Solistin hatte unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, die junge Sopranistin, Shihoko Higashida, verpflichtet, die in Hamburg Gesang studiert.

Erster Beifall klang auf, als die Sänger des PCH zusammen mit den Mädchen des Cantus-Chores die Bühne betraten. Kazuo Kanemaki stieg auf das Dirigentenpult und gab Annerose Witt an der Orgel den Einsatz zum „Gloria in excelsis Deo“ von Antonio Vivaldi. Nach diesem stimmgewaltigen Einstand begrüßte der Vorsitzende, Peter Hinsch, das Publikum und besonders die Ehrengäste, unter denen der Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg, Heino Vahldieck, und der stellvertretende Polizeipräsident, Reinhard Fallak, weilten. Er betonte in seiner kurzen Ansprache die Bedeutung des PCH für die Polizei, der bei vielen Gelegenheiten, wie z. B. bei der Vereidigung der jungen Polizeibeamten, diese Feierlichkeiten musikalisch umrahmt.

Nach diesen „Regularien“ übergab unser Vorsitzender das Mikrofon an die bekannte Journalistin und TV-Moderatorin Kerstin Graf, die schon einige Frühlingskonzerte des PCH moderiert hat und sich freute, auch bei einem Weihnachtskonzert mit dabei sein zu dürfen.

Besinnliches kam jetzt vom PCH, der mit der „Serenade“ von J. Wengert und dem „Abendchor“ aus der Oper „Das Nachlager von Granada“ begann. Und auch die folgenden drei Lieder passten in dieses Programmschema. Das Gegenstück folgte mit der vom Jugendsinfonieorchester schwungvoll vorgetragenen Ouvertüre aus der Operette „Die Fledermaus“. Klassisch ging es weiter mit dem Auftritt der mit einer eleganten, türkisfarbigen Abendrobe gekleideten Sopranistin Shihoko Higashida, die die wunderschöne Arie der Lauretta „O mio babbino caro“ aus der Oper „Gianni Schicchi“ von Giacomo Puccini anstimmte. Begleitet von Annerose Witt am Flügel trug sie stimmgewaltig, voller Gefühl und mit Inbrunst diese schwierige Arie vor. Tosender Applaus belohnte die herausragenden Leistung.

Bunt wurde es auf der Bühne, als der Cantus-Chor auftrat. Die 33 Mädchen in ihren langen bunten Röcken, den grünen Westen über der weißen Bluse und den bestickten Kopfkränzen unterhielten das Publikum mit traditionellen deutschen Weihnachtsliedern aufs Beste. Den großen Applaus hatten sich die Mädchen wirklich verdient. Zum Schluss des ersten Teils wurde es wieder ernster. Mitgerissen von zwei Sätzen aus dem „Oratorio de Noel“ von Camille Saint-Saens, vorgetragen von allen Mitwirkenden, wurde das Publikum in die Pause entlassen.

Gab es noch eine Steigerung? Der PCH stimmte nun das Publikum mit bekannten amerikanischen Weihnachtsliedern auf die kommenden Festtage ein, wobei das Highlight „The little drummer boy“ den Beginn und „White Christmas“ den Schluss bildete. So in Stimmung gebracht, lauschten die Zuhörer dem Konzert für zwei Piccolo-Trompeten und Orchester von Antonio Vivaldi. Die beiden Solisten sind aus dem Jugendsinfonieorchester hervorgegangen, haben sich aber nicht ganz der Musik verschrieben, wie so viele andere Mitglieder dieses Klangkörpers, sondern studieren in Hamburg. Aber ihr Können haben sie nicht verlernt., Das konnten sie hier beweisen. Fantastisch die Präzision, mit der sie ihre anspruchsvollen Soli zu Gehör brachten. Donnernder Applaus und laute Bravo-Rufe waren ihr verdienter Lohn, der natürlich auch dem brillanten Orchester galt.

Deutsche und lettische Weihnachtslieder erklangen, vorgetragen von den 9–18 jährigen Mädchen des CMC, die sich mit roten Weihnachtsmützen geschmückt hatten. Die beiden Kleinsten traten zu einem Solo („Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“) nach vorn an den Bühnenrand und bewegten das Publikum mit ihren glockenklaren Stimmen. Zum Lohn erhielt jede von ihnen eine große Tüte gefüllt mit Süßigkeiten. Die folgenden Lieder waren mit choreografischen Elementen gespickt, die das Publikum ein ums andere Mal in Entzücken versetzten.

Der Soloteil des PCH sollte für die Besucher der Nachmittagsvorstellung ein ganz besonderes Erlebnis bereithalten. Nach „Herbei, o ihr Gläubigen“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ trat zur Überraschung des Publikums der Vorsitzende, Peter Hinsch, an den Bühnenrand – an der Hand die kleine 5 1/2 jährige Hanna Heeßel, die Enkelin eines Sängers. Wie er erklärte, wollte die Kleine ein Gedicht aufsagen und als Hamburger Deern natürlich auf Plattdeutsch. „De Wiehnachtsmann“ zog alle in seinen Bann, als Hanna laut und deutlich und ohne Lampenfieber ihr Gedicht aufsagte. Das rührte wohl jeden im Saal und mit großem Applaus und einer großen Tüte mit Süßigkeiten wurde sie von der Bühne verabschiedet. Es war sicherlich nicht ihr letzter Auftritt ...

Mit dem JOA zeigte Shihoko Higashida mit dem „Lied an den Mond“ von Antonin Dvorak ein weiteres Mal ihr Können. Sie überzeugte das Publikum mit ihrem herrlich kräftigen Sopran, den man so einer zierlichen Person nicht zugetraut hätte. Auch hier hielt das Publikum nicht mit Bravo-Rufen für Solistin und Orchester zurück.

Das Finale nahte, Orchester, der Cantus Mädchenchor und der Polizeichor Hamburg füllten die Bühne, Kazuo Kanemaki betrat zum wiederholten Male das Dirigentenpult und leitete mit dem besinnlichen „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck das Finale ein. Was folgte ist fast schon Tradition: Das „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel. Ob Sänger oder Publikum, dieses gewaltige Werk geht wohl jedem unter die Haut und bildete einen würdigen Abschluss dieses abwechslungsreichen Nachmittags bzw. Abends.

Mit Blumensträußen bedankte sich der Vorsitzende bei den Solisten und der Moderatorin. Mit dem gemeinsam von Mitwirkenden und Publikum gesungenen “O du fröhliche, o du selige“ beendete der PCH eine erfolgreiche Konzertsaison – und die meisten Sänger freuten sich auf die Weihnachtspause.


Zwei konzertante Weihnachtsmärchen ...          19.12.2010

Weiße Weihnacht, davon haben wir schon lange geträumt. In diesem Jahr hat uns Frau Holle diesen Traum mit reichlich viel Schnee erfüllt. Von der Kälte draußen kamen die Zuhörer der beiden Weihnachtskonzerte am vierten Advent, um 15:00 und um 19:30 Uhr, in die wohlig temperierte Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg. Dort, wo alle berühmten Künstler dieser Welt schon aufgetreten sind, warteten insgesamt fast 2.700 treue Gäste des Polizeichors Hamburg von 1901 gespannt auf die Konzerte. Weitere Mitwirkende waren in diesem Jahr das Jugendsinfonieorchester Ahrensburg unter der bewährten Leitung von Michael Klaue und der Cantus Mädchenchor aus Lettland, der von den Dirigentinnen Maruta Rozite und Maruta Grigale geleitet wird. Als Solistin hatte unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, die junge Sopranistin, Shihoko Higashida, verpflichtet, die in Hamburg Gesang studiert.

Erster Beifall klang auf, als die Sänger des PCH zusammen mit den Mädchen des Cantus-Chores die Bühne betraten. Kazuo Kanemaki stieg auf das Dirigentenpult und gab Annerose Witt an der Orgel den Einsatz zum „Gloria in excelsis Deo“ von Antonio Vivaldi. Nach diesem stimmgewaltigen Einstand begrüßte der Vorsitzende, Peter Hinsch, das Publikum und besonders die Ehrengäste, unter denen der Innensenator der Freien und Hansestadt Hamburg, Heino Vahldieck, und der stellvertretende Polizeipräsident, Reinhard Fallak, weilten. Er betonte in seiner kurzen Ansprache die Bedeutung des PCH für die Polizei, der bei vielen Gelegenheiten, wie z. B. bei der Vereidigung der jungen Polizeibeamten, diese Feierlichkeiten musikalisch umrahmt.

Nach diesen „Regularien“ übergab unser Vorsitzender das Mikrofon an die bekannte Journalistin und TV-Moderatorin Kerstin Graf, die schon einige Frühlingskonzerte des PCH moderiert hat und sich freute, auch bei einem Weihnachtskonzert mit dabei sein zu dürfen.

Besinnliches kam jetzt vom PCH, der mit der „Serenade“ von J. Wengert und dem „Abendchor“ aus der Oper „Das Nachlager von Granada“ begann. Und auch die folgenden drei Lieder passten in dieses Programmschema. Das Gegenstück folgte mit der vom Jugendsinfonieorchester schwungvoll vorgetragenen Ouvertüre aus der Operette „Die Fledermaus“. Klassisch ging es weiter mit dem Auftritt der mit einer eleganten, türkisfarbigen Abendrobe gekleideten Sopranistin Shihoko Higashida, die die wunderschöne Arie der Lauretta „O mio babbino caro“ aus der Oper „Gianni Schicchi“ von Giacomo Puccini anstimmte. Begleitet von Annerose Witt am Flügel trug sie stimmgewaltig, voller Gefühl und mit Inbrunst diese schwierige Arie vor. Tosender Applaus belohnte die herausragenden Leistung.

Bunt wurde es auf der Bühne, als der Cantus-Chor auftrat. Die 33 Mädchen in ihren langen bunten Röcken, den grünen Westen über der weißen Bluse und den bestickten Kopfkränzen unterhielten das Publikum mit traditionellen deutschen Weihnachtsliedern aufs Beste. Den großen Applaus hatten sich die Mädchen wirklich verdient. Zum Schluss des ersten Teils wurde es wieder ernster. Mitgerissen von zwei Sätzen aus dem „Oratorio de Noel“ von Camille Saint-Saens, vorgetragen von allen Mitwirkenden, wurde das Publikum in die Pause entlassen.

Gab es noch eine Steigerung? Der PCH stimmte nun das Publikum mit bekannten amerikanischen Weihnachtsliedern auf die kommenden Festtage ein, wobei das Highlight „The little drummer boy“ den Beginn und „White Christmas“ den Schluss bildete. So in Stimmung gebracht, lauschten die Zuhörer dem Konzert für zwei Piccolo-Trompeten und Orchester von Antonio Vivaldi. Die beiden Solisten sind aus dem Jugendsinfonieorchester hervorgegangen, haben sich aber nicht ganz der Musik verschrieben, wie so viele andere Mitglieder dieses Klangkörpers, sondern studieren in Hamburg. Aber ihr Können haben sie nicht verlernt., Das konnten sie hier beweisen. Fantastisch die Präzision, mit der sie ihre anspruchsvollen Soli zu Gehör brachten. Donnernder Applaus und laute Bravo-Rufe waren ihr verdienter Lohn, der natürlich auch dem brillanten Orchester galt.

Deutsche und lettische Weihnachtslieder erklangen, vorgetragen von den 9–18 jährigen Mädchen des CMC, die sich mit roten Weihnachtsmützen geschmückt hatten. Die beiden Kleinsten traten zu einem Solo („Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“) nach vorn an den Bühnenrand und bewegten das Publikum mit ihren glockenklaren Stimmen. Zum Lohn erhielt jede von ihnen eine große Tüte gefüllt mit Süßigkeiten. Die folgenden Lieder waren mit choreografischen Elementen gespickt, die das Publikum ein ums andere Mal in Entzücken versetzten.

Der Soloteil des PCH sollte für die Besucher der Nachmittagsvorstellung ein ganz besonderes Erlebnis bereithalten. Nach „Herbei, o ihr Gläubigen“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ trat zur Überraschung des Publikums der Vorsitzende, Peter Hinsch, an den Bühnenrand – an der Hand die kleine 5 1/2 jährige Hanna Heeßel, die Enkelin eines Sängers. Wie er erklärte, wollte die Kleine ein Gedicht aufsagen und als Hamburger Deern natürlich auf Plattdeutsch. „De Wiehnachtsmann“ zog alle in seinen Bann, als Hanna laut und deutlich und ohne Lampenfieber ihr Gedicht aufsagte. Das rührte wohl jeden im Saal und mit großem Applaus und einer großen Tüte mit Süßigkeiten wurde sie von der Bühne verabschiedet. Es war sicherlich nicht ihr letzter Auftritt ...

Mit dem JOA zeigte Shihoko Higashida mit dem „Lied an den Mond“ von Antonin Dvorak ein weiteres Mal ihr Können. Sie überzeugte das Publikum mit ihrem herrlich kräftigen Sopran, den man so einer zierlichen Person nicht zugetraut hätte. Auch hier hielt das Publikum nicht mit Bravo-Rufen für Solistin und Orchester zurück.

Das Finale nahte, Orchester, der Cantus Mädchenchor und der Polizeichor Hamburg füllten die Bühne, Kazuo Kanemaki betrat zum wiederholten Male das Dirigentenpult und leitete mit dem besinnlichen „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck das Finale ein. Was folgte ist fast schon Tradition: Das „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel. Ob Sänger oder Publikum, dieses gewaltige Werk geht wohl jedem unter die Haut und bildete einen würdigen Abschluss dieses abwechslungsreichen Nachmittags bzw. Abends.

Mit Blumensträußen bedankte sich der Vorsitzende bei den Solisten und der Moderatorin. Mit dem gemeinsam von Mitwirkenden und Publikum gesungenen “O du fröhliche, o du selige“ beendete der PCH eine erfolgreiche Konzertsaison – und die meisten Sänger freuten sich auf die Weihnachtspause.


Vorweihnachtliche Auftritte                        01. und 11.12.2010

Traditionen sind etwas Schönes. Und so freute sich der PCH wieder auf seinen Auftritt im „Hermann-Boßdorf-Saal“ des Hamburg-Hauses am Doormannsweg. Hier hatte der RentnerSeniorenkreis der IG B(auen) A(grar) U(mwelt) seine Adventfeier. Rechtzeitig waren alle Sänger eingetroffen, denn es gab vorweg Kaffee und Kuchen. Es blieb jedoch genügend Zeit, um die vorgesehenen Lieder noch einmal zu üben, denn unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, weilte in Japan. Aber der PCH hatte einen sehr guten Ersatz gefunden: Carsten Creutzburg. So gestärkt ging es nach dem Auftritt der Combo des Polizeiorchesters wegen der Akustik vor die Bühne. Peter Hinsch ergriff das Mikrofon, begrüßte die Anwesenden und kündigte ein stimmungsvolles, sehr abwechslungsreiches Programm an, das mit der „Serenade“ von Julius Wengert begann. So zauberte der PCH weihnachtliche Stimmung auf die Gesichter der Gäste, bei der auch mitgesungen wurde, besonders als „O, du fröhliche“ erklang. Eine Zugabe konnte mit dem „Gefangenenchor“ nicht verhindert werden. Und als der Vorsitzende, Herr Schorlemmer, sich herzlich für den Auftritt bedankte, lud er uns gleich für den 07.12.11 zur nächsten Feier ein. Einen Wunsch der stellvertretenden Vorsitzenden soll der PCH dann erfüllen, das Gorch-Fock-Lied „Weiß ist das Schiff, das wir lieben“ zu singen – auch wenn es dann bereits nach dem 2. Advent und damit kurz vor dem nächsten Weihnachtsfest ist ...

Eine andere Tradition ist unser Auftritt bei der Vattenfall-Veranstaltung für behinderte, einsame und hilfsbedürftige Menschen. Eine Veranstaltung, die in diesem Jahr bereits zum 60. Male stattfindet. Und was besonders bemerkenswert ist, sie wurde und wird ausschließlich durch Spenden der Mitarbeiter finanziert, d.h. ohne Zuschuss des Unternehmens. So freuten wir uns, diesen benachteiligten Frauen und den wenigen Männern den Nachmittag im geschmückten Betriebsrestaurant ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten. Mit leisen und stimmungsvollen Liedern zur Weihnachtszeit unterhielten wir die ZuhörerInnen aufs Beste, wie wir aus dem Applaus entnehmen konnten. Mit dem gemeinsam gesungenen „O, du fröhliche“ sollte der Auftritt beendet sein, aber als unser Geschäftsführer, Helmut Peters, fragte, ob das alles gewesen sein soll, verlangte das Publikum nach einer Zugabe. Und was ist in solchen Fällen das Geeignetste? Natürlich der „Gefangenenchor“ aus Nabucco! Die Sänger ließen den Nachmittag bei belegten Brötchen und einem Getränk zufrieden ausklingen. – Im Nachhinein bedankte sich eine Teilnehmerin, die früher unsere Weihnachtskonzerte in der Laeiszhalle besucht hat, jetzt aber im Rollstuhl sitzen muss und nicht mehr teilnehmen kann, ganz herzlich für das wunderbare Erlebnis, das ihr – und damit sicher auch dem übrigen Publikum – der PCH gebracht hat. Über so ein Lob freuen wir uns ganz besonders.


Chorwochenende im Nordkolleg                     27./28.11.2010

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, und damit verbunden ist in jedem Jahr das Chorwochenende zur Vorbereitung auf die Weihnachtskonzerte. Hier sollen die Sänger den letzten Schliff erhalten, oder besser gesagt, in angenehmer Umgebung alle bis dahin einstudierten Konzertbeiträge noch einmal intensiv und ohne Zeitdruck üben. Und diese angenehme Umgebung fanden wir nun bereits zum dritten Mal im Nordkolleg in Rendsburg. Fünfzig Sänger inklusive Chorleiter, Kazuo Kanemaki, hatten sich per Bus oder eigenem PKW auf den Weg zum Nordkolleg gemacht, das zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal gelegen ist.

Das Nordkolleg ist eine Akademie für kulturelle Bildung und ein Tagungshaus mit Hotelbetrieb. Es ist Sitz zahlreicher kultureller Verbände, Vereine und Institutionen. Damit zählt es zu den maßgebenden kulturellen Einrichtungen in Schleswig-Holstein. Das Tagungshaus steht auch für Gastveranstaltungen jeglicher Art zur Verfügung, z.B. für ein Chorwochenende.

Der Bus fuhr pünktlich vor und nachdem die Sänger ihre Zimmer bezogen hatten, nahmen viele die Gelegenheit wahr und nutzten das schöne Wetter zu einem kleinen Gang an den Nord-Ostsee-Kanal. Aber dann ging es los. Mit Gymnastik und Stimmübungen „nordeten“ wir uns ein und mit dem „Gloria“ von Vivaldi stimmten wir uns ein. Bis zum schon bald folgenden Mittagsessen. An dieser Stelle muss der Küche mal ein Lob gesungen werden, die uns wirklich in diesen zwei Tagen verwöhnt hat. Ob es die zwei Mittagsmahlzeiten waren, das Abendessen und am nächsten Morgen das Frühstück – alles war schmackhaft zubereitet und sehr vielfältig. Das Fazit war, dass die Sänger nicht nur die Probenzeiten konzentriert durchstanden, sondern auch eine allgemein gelockerte Atmosphäre herrschte. Denn nicht nur die Liebe geht durch den Magen, sondern auch das Singen! Das hat sich im Nordkolleg gezeigt.

Vom Abendessen ging es für die Einen direkt vor die Fernsehschirme, um die Bundesliga zu verfolgen, die Anderen setzten sich zum Musikausschuss zusammen, um die Lieder für die Veranstaltung mit dem Schwarzmeerkosaken-Chor und das Frühlingskonzert festzulegen. Schließlich, gegen 20:30 Uhr, tauchten alle im adventlich geschmückten Aufenthaltsraum auf, in dem Klaus Grzybowski mit seinem Akkordeon schon die restlichen Aktiven auf einen netten Abend eingestimmt hatte.

Peter Hinsch ergriff das Wort und kündigte an, dass der Vorstand beschlossen habe, für den Seemanslieder-Teil neue Kleidung anzuschaffen und bat unseren Dressman, Willi Albers, auf den „Laufsteg“. Nach Diskussion wurden mit allgemeiner Zustimmung das blaue Matrosenhemd und die weiße Hose begrüßt, die nun zum Frühjahr unserem Chor ein neues Outfit geben sollen. Dann trat Gerd Dammann vor die versammelten Sänger und berichtete über die Planungen für eine Chorreise nach Florida im Frühjahr 2012. Was wir zu hören bekamen, klang interessant und es meldeten sich spontan viele Sänger, die es sich vorstellen konnten, mit ihrer Begleitung an der Reise teilzunehmen. Damit war der offizielle Teil des Abends abgearbeitet und mit Gesang und Gesprächen bei Wein, Bier und anderen Getränken wurde viel geredet und gelacht. Hier wurde wieder einmal deutlich, dass wir eine Chorgemeinschaft sind.

Es hört sich so an, als ob wir nur gegessen und gefeiert hätten. Weit gefehlt, denn an diesen beiden Tagen haben wir insgesamt fast neun Stunden intensiv geprobt. Das brachte auch unser Chorleiter in seinem Schlusswort zum Ausdruck, wo er den Sängern ein großes Lob für die aktive Teilnahme und die gute Zusammenarbeit aussprach. Hinzu kam die sehr gute Akustik des Probensaales, die er als noch besser beurteilte, als die in der Laeiszhalle. So konnte er die Sänger schon etwas früher als geplant in den Restsonntag entlassen, denn der Bus sollte um 15:00 Uhr vorfahren. Doch leider kam der Bus fast eine Stunde später an als geplant – und das bei eisigen Temperaturen. Das aber war der einzige Wermutstropfen an diesem schneereichen Chorwochenende.


„Polizei singt und spielt“                                          25.09.2010

Das war schon im vergangenen Jahr der geplante Titel für den Herbstauftritt der geballten „Polizeimusik“, nämlich des Polizeiorchester Hamburg (POH), des PC „Blaue Jungs“ Hamburg-Harburg (PCBJ) und natürlich des Polizeichor Hamburg von 1901 e.V.. Leider fiel das gemeinsame Konzert dem gleichzeitig stattfindenden alternativen Schanzenfest aus Sicherheitsbedenken zum Opfer, unnötig wie sich später herausstellen sollte. Aber man weiß nie im voraus ...

Nun aber, ein Jahr später, waren an diesem Spätsommertag wieder alle vereint auf der Bühne der Musikmuschel in Planten un Blomen, Hamburgs    schönsten Park. Das Wetter hatte sich an den Tagen zuvor nicht von seiner besten Seite gezeigt, aber an diesem Sonnabend hatte Petrus ein Einsehen mit uns und ließ die Sonne scheinen. Das war ein guter Auftakt für Frau Dr. Kresge, um mit dem Polizeiorchester und einem Paukenschlag die Sängergrußfanfare anzustimmen. Die beiden Chöre stimmten mit ein und damit auch das sehr zahlreich erschienene Publikum auf gute zwei Stunden beste Unterhaltung. Peter Hinsch, der Vorsitzende des PCH, begrüßte die Zuschauer und wies einmal mehr auf die Bedeutung vom Polizeiorchester und der Polizeichöre hin, die immer wieder für Bürgernähe und ein positives Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit sorgen. Der Hinweis, dass das Polizeiorchester Hamburg nach zuvor anderslautenden Meldungen, doch nicht aus Kostengründen aufgelöst wird, wurde mit großem Applaus quittiert.

Nun war es an der Zeit von Peter Horn, das Publikum auf die weiteren Darbietungen des PCH hinzuweisen. Gewürzt mit kleinen, humorvollen Geschichten kündigte er frohe Melodien und Opernchöre an, bei denen die Solisten Otto Kadel, Peter Jonsson, Rainer Maerz und Walter Wozny ihr Können neben der guten Leistung des PCH bis hin zur „Landerkennung“ von E. Grieg zeigen konnten.

Dr. Kresge hatte für das POH mit dem „Gold und Silber“-Walzer sowie „Der Debutante“ zwei Stücke vorbereitet, die aus dem Rahmen des sonst üblichen Repertoires fielen und genau auf das anwesende Publikum zugeschnitten waren. Bei dem zweiten Stück brillierte an der Trompete Josef Hufnagl. Der Applaus bewies das richtige Händchen für den Solisten und die Auswahl.

Auch der Vorsitzende des PCBJ, W. Schulz, hatte mit seiner Chorleiterin, der attraktiven Suely Lauar, einen bunten Strauß von Opernchören und das stimmungsvolle „Conquest of Paradise“ für seinen Chor vorbereitet. Diese „Ohrwürmer“ kamen beim Publikum bestens an und es dankte mit begeistertem Beifall.

Die Sonne schien immer noch, als der zweite Teil mit dem PCH und der Moderation von Peter Horn begann. Dieses Mal war seemännisches angesagt. Vom „Hamburger Kedelklopper mit Peter Jonsson, über „La Paloma“ mit Jochen Harms, „Smutje, de Kook“, den Jürgen Wichmann wieder einmal unnachahmlich präsentierte, bis hin zu der Aufforderung „Komm doch mal nach Hamburg“, wozu Otto Kadel einlud. Die Zugabe-Rufe wurden mit „Honolulu“ erfüllt. Dies alles präsentierte der PCH gekonnt unter der Leitung eines bestens aufgelegten Kazuo Kanemaki, der danach sofort zu einem weiteren Konzert enteilte. Chorleiter zu sein, kann schon stressig sein ...

Mit einem hervorragend von Warren Barker arrangierten Glenn-Miller-Potpourri zeigte das POH, wo es eigentlich zu Hause ist. Schwungvoll von Dr. Kresge geleitet, brachte das POH diesen Teil großartig auf die Bühne.

Diese Melodien waren nicht unbedingt dazu angetan, unsere Tänzerinnen, die auch heute nicht fehlen durften, zum Tanzen zu animieren. Dafür waren sie bei den vorhergehenden Darbietungen und auch später nicht mehr zu bremsen. Bei jedem Planten un Blomen-Konzert sind sie unsere treuesten Fans. Auch wenn es auf das übrige Publikum zunächst etwas befremdlich wirkt, so haben doch alle ihren Spaß daran, wenn sie sich dort auf der Nebenbühne bewegen.

Nun aber kam ein Beitrag des PCBJ, der alle wieder aufhorchen ließ, denn mit „Horch, was kommt von draußen rein“ begann eine Volkslieder-Hitparade im Happy Sound, die bei allen Zuhörern Erinnerungen an die „gute alte Zeit“ wachwerden ließen, als gemeinschaftliches Singen noch allgemein üblich war und nicht nur in den Chören gepflegt wurde. Vom Mitsingen machte das Publikum dann auch reichlich Gebrauch und dankte dem PCBJ mit langanhaltendem Beifall. Auch das anschließende „Hamburg bei Nacht“-Potpourri“ gefiel sehr.

Peter Hinsch verabschiedete sich beim gutgelaunten Publikum und dankte noch einmal Petrus für sein „Entgegenkommen“, denn nun sah der Himmel schon nicht mehr ganz so strahlend aus.

Alle Akteure versammelten sich noch einmal auf der Bühne, um das Publikum mit „Volldampf voraus“ nach Hause zu schicken.

Eine Stunde später regnete es in Strömen ...


Sail Bremerhaven                                                28.08.2010

Die E-Mail vom Organisationsleiter Peter Linska las sich zu Anfang so:

Betreff: Auftritt Bremerhaven, Wichtigkeit: Hoch, Anlagen: Sail Bremerhaven, Plan.

Die „Wichtigkeit“ erschien offensichtlich verschiedenen Sangesfreunden nicht so hoch, denn einige glänzten durch Abwesenheit. Das senkte aber nicht die Qualität des 42 Sänger starken Auftrittschores, wie sich zum Schluss zeigen sollte, zumal die Organisation einen hervorragenden Draht zu Petrus hatte: Der vor uns auftretende Altländer Shanty-Chor sang vor fast leerem Platz, da sich alle unter möglichen Unterständen flüchteten - es regnete Bindfäden. Schon die Hinfahrt ging durch unsicheres Schauerwetter! Punkt 12 Uhr aber, als die „Weißjacken“ aus Hamburg die größte Bühne 1 von Radio Bremen erklommen, riss der Himmel auf, die Sonne strahlte und der Platz füllte sich zunehmend mit gut 800 begeisterten Zuhörern. Darunter etliche pausierende Sänger der vielen anderen Chöre. Da sah und hörte man auf den gut verteilten fünf Bühnen der endlosen Hafenmeile: Aus Holland „de Ijsselmannen“, Kliffkieker aus Herford, Sänger vom „Dreieich Segelclub Langen“, „Besanschot an“ aus Altenburg, die „Bodensee Shantymen, die „Original Fishtown-Singers“, der Maritim-Chor „Luv & Lee“, der Königsbrunner Seemannschor sowie weitere Shantychöre und Gruppen aus Bremerhaven, Wremen und Loxstedt (was ganz in der Nähe liegt und der Wohnort unseres Ehrenvorsitzenden Peter Klein ist). Damit nicht genug: Es kamen Chöre aus Wetzlar, Debstedt, Spaden, Hiesfeld, Grambke Bremen, Bisperode, Rekum, Überlingen (bei Stuttgart?!), Dorum, Wunstorf, Delmenhorst, Gronau, Emden, Rehburg und Nordenham, womit wir wieder an der Wesermündung sind ...

Nicht nur, dass die Sail Bremerhaven 2010 ein herrliches, maritimes Gesamtbild bot, sie war damit wohl eines der größten Shantychor-Treffen des Nordens. Einige unserer Aktiven waren regelrecht hingerissen vom Gesamteindruck der modernen Architektur und vom überaus bunten Hafenleben, hier, wo in der Tat „die hohen Masten in den Schiffen steh´n“ und die großen (und historischen) Dampfer in die Weser geh´n, gab es sehr viel zu sehen, zu hören - und zu essen!

Der Polizeichor Hamburg von 1901 lieferte ein so rundes und stimmiges Konzert ab, dass unser Chorleiter, der sofort nach dem Auftritt zu einem weiteren Konzert weiterreiste, von unterwegs per Handy seine große Zufriedenheit über den Auftritt kundtat. Unser Auftritt musste zwar gekürzt werden, weil die genau bemessene ¾ Stunde nicht überzogen werden durfte, doch kamen alle Facetten unseres maritimen Repertoires gut zum Tragen. „Volldampf voraus“ ging es los und Moderator Peter Horn kündigte gewürzt mit seinen „Berichten aus seinem Dorf und der Welt“ vier Gesangsblocks an. Solistisch waren gefordert Martin Vetter mir „My Bonny is over the ocean“, Jochen Harms mit „Away Susanna“, Wolfgang Funck mit dem „Hamborger Veermaster“, Jürgen Wichmann mit seinem authentischen „Smutje“, Rainer Maerz mit „A long time a go“ und abschließend das Schnellsprechduo Jochen Harms und Otto Kadel mit dem „Drunken Sailor“. Insgesamt sangen wir 13 Titel. Nicht nur die Sonne trug dazu bei, dass die zahlreichen Zuhörer begeistert applaudierten und begeisterte Pfiffe erklangen, die gute chorische Darbietung erzeugte Zugabe-Rufe, die leider nicht erfüllt werden konnten (siehe oben ...). Wie es bei organisierten Großveranstaltungen ist, bleibt kein Platz für Verlängerungen.

Nach dem Auftritt hatten alle Teilnehmer reichlich Zeit, die Hafenmeile zu erkunden, endlich ein frisches Bier zu genießen und danach mit dem Bus auf die andere Hafenseite zu fahren. Dort war das Ziel eines der unzähligen Fischrestaurants in den schier endlosen, heimelig gestalteten alten Packhallen. Bei „Siedler“ gab es Fisch satt! Drei Sorten mit Nachschlag stellten alle Fischwünsche zufrieden. Schließlich waren sich alle einig: Es war ein wunderschöner Tag, nicht nur, weil das Wetter uns dermaßen hold gesonnen war, sondern weil Peter Linska wieder einmal hervorragende Arbeit geleistet hatte, was der andere Peter, unser Vorsitzender, in passenden Dankesworten zum Ausdruck brachte!

Otto Kadel


Ins „centrO“ der Musik                                      25.-27.06.2010

Besonders gern folgt der PC Hamburg von 1901 (PCH) als Gastchor einer Einladung zu einem Jubiläumskonzert. 2010 feiert der Polizeichor 1920 Mülheim an der Ruhr (PCM) sein 90-jähriges Bestehen. Auf diese Reise haben wir uns schon lange gefreut und rückblickend sei gesagt: Es hat sich gelohnt!

Am Freitag Nachmittag erreichten wir nach einer kleinen Irrfahrt in Oberhausen unser Ziel, das B&B-Hotel direkt am „centr0“ in Oberhausen. Der Vorsitzende des PCM, Franz Gibowski, und seine Mannen hatten ein fürstliches Buffet vor dem Hotel aufgebaut. Bei strahlendem Sonnenschein und kühlen Getränken kam man sich nach langer Fahrt schnell näher. Erinnerungen vom vergangenen Frühjahr wurden ausgetauscht, als der PCM Gastchor bei unserem Open-Air-Konzert in Hamburgs schönster Parkanlage „Planten un Blomen“ war. In seiner Begrüßung wies Franz Gibowski auf die vorteilhafte Lage des Hotels hin - auch wenn es nicht in Mülheim a. d. Ruhr steht - nämlich direkt gegenüber dem „centrO“, dem größten Shopping- und Freizeit-Zentrum Europas mit seinen zahlreichen weiteren Attraktionen. Diese wurden am Abend und am nächsten Tag ausgiebig erkundet; vor allem die mitgereisten Damen haben dieses Einkaufsparadies sofort „angenommen“. Die Sänger konzentrierten sich mehr auf die Promenade, auf der auf gut 500 Metern sich eine Lokalität an die nächste reihte.

Den Sonnabend Vormittag verbrachten wir im und auf dem Industriedenkmal „Gasometer“, der 117,5 m hoch ist und 67,6 m im Durchmesser misst. Am Rhein-Herne-Kanal gelegen, ist er der größte Gasometer Europas. 1929 wurde er in Betrieb genommen und 1988 stillgelegt. Von dem Dach hat man eine wundervolle Rundsicht über große Teile des Ruhrgebietes. Im Innern war eine hochinteressante Ausstellung über die Wunder des Sonnensystems zu besichtigen mit dem „größten Mond auf Erden“, der einen Durchmesser von 25 Metern hat.

Nun aber ging es an die eigentliche Aufgabe, das Konzert in der RWE-Sporthalle in Mülheim. Die trotz des heißen Wetters zahlreich erschienenen Zuschauer erwartete ein abwechslungsreiches und fröhliches Konzert unter dem Motto „Polizei in Concert“, das der PC Mülheim, das Landespolizeiorchester NRW (LPO) und der PCH bestritten. Nach der Begrüßung durch Franz Gibowski und dem Grußwort der Oberbürgermeisterin Mülheims, Frau Dagmar Mühlenfeld, begannen alle Beteiligten gemeinsam und unter dem Dirigat von Fürst Juri Dadiani mit dem Sängergruß und der „Ode an die Freude“. Die Mülheimer erfreuten das Publikum anschließend mit russischen, georgischen und ungarischen Volksweisen, bei denen die beiden Tenöre, Rudolf Brüggemann und Franz Gibowski, eindrucksvoll ihr Können zeigten und bejubelt wurden. Das stark besetzte LPO unter der Leitung von Heinz W. Hilgers folgte mit Melodien von Bedrich Smetana und einer „Selection from Starlight Express“, bevor der PCH wieder auf die Bühne trat. Auch hier war das Volkstümliche prägend. Zigeunermelodien und die „Schöne Isabella aus Kastilien“ mit unserem Tenor Otto Kadel begeisterten das Publikum, und mit dem in japanisch gesungenen „ßolan bushi“, dessen Inhalt unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, dem Publikum launig erklärte, wurde der erste Teil abgeschlossen.

Nach der Pause ging es mit dem PCH weiter, der jetzt in seinem Seemanns-Anzug auftrat. Maritimes erklang, begleitet von unseren Akkordeonistinnen, Monika Brutscher und Gunda Teschner. Als Hamburger Kedelklopper trat Peter „Jonny“ Jonsson wieder einmal mit seinem speziellen Outfit als Original auf. Mit „Komm doch mal nach Hamburg“ und Otto Kadel als Solist luden wir das Publikum ein, einmal in das schöne Hamburg zu kommen.

Das LPO hob wieder ihre Instrumente und intonierte „Bugler’s Holyday“ und von Andrew Lloyd Webber „A Symphonic Portrait“. Ja, und dann wurde es mit dem PCM südländisch. Griechischer Wein erklang, Luciano Usai mit seinem gewaltigen Tenor sang „Funiculi, funicula“. Ein zweites Mal Italien mit dem Chianti-Lied und dann ging es zum Schluss nach Valencia. Die Zuhörer applaudierten lange und begeistert.

Das gemeinsame Finale brachte dem Publikum zwei musikalische Genüsse. Einmal auf italienisch den Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ und als Uraufführung „Amazing Grace“ in der Bearbeitung von Juri Dadiani für zwei Männerchöre, Orchester mit Trompeten-Solo, Klavier und Dudelsack. Ein denkwürdiges Erlebnis.

Mit einem gemeinsamen Kommers aller Beteiligten klang ein stimmungsvolles Jubiläumskonzert aus. Am nächsten Morgen wartete noch die „Weiße Flotte“ auf uns. Um 09:00 Uhr ging es von Mülheim-Wasserbahnhof nach Kettwig-Unterwasser und wieder zurück. Die Wanderer und die Camper am Ufer winkten, als wir Seemannslieder anstimmten. Das war ein schöner Abschied von einem Wochenende, das noch lange in uns nachklingen wird.


Mit dem PC Helsinki in der Musikmuschel               29.05.2010

besuch helsinki polizeichor in hamburg 2010Frühling und Herbst, das sind die Termine zu denen der Polizeichor Hamburg mit Gästen seinen Open Air Auftritt auf der Bühne der Musikmuschel im Park „Planten un Blomen“ wahrnimmt. Und es ist jedes Mal die Frage: Was macht das Wetter an diesem Tag? Der PC Helsinki mit 23 Sängern und der PC Hamburg mit 42 Sängern hatten sich angesagt, den Besuchern von „Planten un Blomen“ zwei beschwingte Stunden zu bieten. Gutes Wetter ist natürlich vonnöten, um die zahlreichen Sitzgelegen-heiten zu füllen. Und da ließ uns Petrus nicht im Stich, sondern bescherte uns und dem Publikum ein Traumwetter mit Temperaturen um die 20°.

Das Konzert begann pünktlich um 15:00 Uhr mit dem Sängergruß der Polizei in finnischer und in deutscher Sprache, ein Novum. Ein buntes, schwungvolles Programm hatte der PCH zusammenge-stellt, das von Peter Horn mit seiner lustigen Moderation vorgestellt wurde. Der Echochor „Im Wald“ von C.M.v.Weber ließ das Publikum aufhorchen. „Zigeuner, spiel uns auf“, hier ließ Martin Vetter seinen kräftigen Bariton ertönen. Dann der „Einzugsmarsch“ aus dem Zigeunerbaron, oder die ungarische Volksweise „Am Himmel glänzen tausend Sterne“, in denen sich langsame und schnelle Passagen abwechseln, ließen die Zuhörer begeistert applaudieren. International ging es weiter mit der kroatischen Volksweise „Mala moja“, der russischen „Legende von den 12 Räubern“, wo Walter Wozny mit seinem Bass brillierte, bis hin zum japanischen „ßolan bushi“, mit Otto Kadels unverwechselbarem „jahaaaaa“, bevor mit „Wochenend‘ und Sonnenschein“ der erste Teil für den PCH beendet war.

Jetzt kamen in Original-Uniform die Kollegen aus Helsinki auf die Bühne. Da nur sehr wenige im Publikum des Finnischen mächtig waren, kündigte der Chorleiter, Paavo Hyökki, die Lieder auf Englisch an und sein Kollege vom PC Helsinki übersetzte sie ins Deutsche. So konnte sich das Publikum auf die sehr gekonnt vierstimmig vorgetragenen Chorsätze einstellen und applaudierte entsprechend lautstark.

Wieder trat Peter Horn ans Mikrofon und kündigte, untermalt von kleinen Scherzen, den maritimen Teil des PCH an. Auf den Plätzen für die Akkordeons nahmen Klaus Grzybowski und Karl-Heinz Manske Platz, um die Sänger entsprechend zu begleiten. Ein flotter Reigen seemännischer Lieder ließ auch unsere „Tänzerinnen“ nicht kühl. Dieses Mal war die „Lady in Red“ in bunter Frühlingstracht mit einem geschmückten Strohhut erschienen, um den PCH mit ihren Tanzschritten auf der Nebenbühne sehr zum Erstaunen der Zuschauer tänzerisch zu „begleiten“. Mit dem „drunken sailor“ endete dieser Reigen und der PCH machte Platz für den PC Helsinki.

Hier kamen seltsame, aber gekonnt vorgetragene Lieder zu Gehör, die von den Zuhörern begeistert beklatscht wurden. Und so wie wir gemeinsam begonnen hatten, so beendeten beide Chöre mit der festlichen Hymne „Finlandia“ von Jean Sibelius, in finnischer und in deutscher Sprache ihr Programm. Ein gelungener Schlussakkord! Langanhaltender Beifall belohnte die Sänger für zwei Stunden gute Unterhaltung.


Die IMK auf den Süllbergterrassen                             27.05.2010                        

Es gibt sie noch, die Veranstaltungen, bei denen die Politiker und die Spitzenbeamten aus ihren Ministerien unter sich sind. Es sei denn, der PCH und das Polizeiorchester Hamburg – letzteres in kleiner Besetzung - sind mit von der Partie. Wie an jenem schönen Donnerstagabend, als sich die Teilnehmer der Innenminister-Konferenz (IMK) auf den Süllbergterrassen im Hamburger Stadtteil Blankenese zu einem gemütlichen Zusammensein beim abendlichen Empfang einfanden. Kühl war es, aber trocken, als die Veranstaltung mit einer sehr persönlich und freundschaftlich gehaltenen Ansprache des Hamburger Innensenators, Christoph Ahlhaus, begann, der 2010 den Vorsitz der IMK innehat. Er betonte besonders das verständnisvolle Miteinander über alle Partei- und Ideologiegrenzen hinweg, denn die Probleme, die auf diesen Konferenzen beraten werden, betreffen alle Bundesländer gleichermaßen. So ein Abend dient auch dazu, die inzwischen ausgeschiedenen Minister zu ehren und gebührend zu verabschieden. Es waren Dr. Wolfgang Schäuble, der wegen anderer wichtiger Termine leider nicht dabei sein konnte, und Jörg Schönbohm, der von 1996-1998 Innensenator in Berlin und von 1999-2009 Innenminister in Brandenburg war. Mit seiner Laudation bewegte Generalmajor Robert Bergmann, seit zwei Jahren Kommandeur der Führungsakademie der Bundeswehr ebenfalls in Hamburg-Blankenese, den ehemaligen Absolventen und Generalleutnant a.D. Jörg Schönbohm sehr, was dieser auch in seiner launigen Antwort deutlich werden ließ. Bevor nun die Gäste in den festlich geschmückten Saal gebeten wurden, intonierten Polizeichor und Polizeiorchester auf der Terrasse hoch über der Elbe die Hamburger Hymne „Stadt Hamburg an der Elbe Auen“.

Während des Diners und zum Abschluss begeisterten Chor und Orchester zunächst mit dem „Gefangenenchor“ aus Nabucco und letztendlich mit der gewaltigen „Landerkennung“ von Edvard Grieg. Ein sehr stimmungsvoller (langer) Abend und ein kleiner Blick „hinter die Kulissen“ ging damit für uns 51 Akteure zu Ende.


Frühlingskonzert in der Laeiszhalle                        15.05.2010

„Der Mai ist gekommen“ – so begann der Auftritt des Polizeichores Hamburg von 1901 nach dem

festlichen Beginn aller Akteure. Kalendarisch wohl, aber wenn man von draußen kam, dann spürte man noch die Reste des langen, schneereichen Winters in der Luft, die kalt vom Norden her über die Stadt zog. Das aber hatte die über 1.000 Zuhörer nicht davon abgehalten, sich in der Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg auf einen beschwingten und vergnüglichen Konzertnachmittag zu freuen.

Alle Akteure, das waren in diesem Jahr der Frauenchor der Polizei Duisburg 1983 e.V., die Polizei-Bigband des Landes Schleswig-Holstein und der Polizeichor Hamburg, intonierten den Sängergruß der Polizei von Walter Heyer, der bei sehr vielen Veranstaltungen der Polizeichöre zum Auftakt ihrer Konzerte gespielt wird. In seiner Begrüßung stellte der Vorsitzende, Peter Hinsch, die vielen Ehren- gäste vor, darunter dieses Mal auch das Ehrenmitglied, Dagmar Berghoff. Er freue sich, dass jetzt endlich der Frühling beginne und wir ihm mit diesem Konzert den richtigen Schwung geben wollen. Dann fragte er: Haben Sie schon unsere neue Uniform bemerkt? Denn erstmals zeigte sich der Polizeichor öffentlich in seinem neuen Outfit. Mit einem Hinweis auf das Können und ihre vielen Aktivitäten übergab er das Mikrofon an unsere diesjährige Moderatorin, Kerstin Graf, die auch schon das vergangene Frühlingskonzert moderiert hatte. Lag im vergangenen Jahr ein Schwerpunkt auf japanischen Klängen, so stand in diesem Jahr das deutsche Liedgut im Vordergrund. Davon präsentierte der Polizeichor Hamburg in seinem ersten Teil sechs Lieder, bei denen unsere Bariton-Solisten Rainer Maerz im „Lied der Berghirten“ und Martin Vetter in „Zigeuner spiel uns auf“ Akzente setzten. Der Gesangsblock war so aufgebaut, dass er sich vom ruhigen Beginn immer mehr in Tempo und Ausgelassenheit steigerte, so dass auch das Publikum entsprechend mitging und unser Chorleiter, Kazuo Kanemaki, zufrieden das Pult an den Chorleiter aus Duisburg übergeben konnte.

Der Frauenchor aus Duisburg unter der langjährigen Leitung von Bernhard Mehler führte dieses Thema fort und brachte sehr gefühlvoll vorgetragen ein frühbarockes Lied von Daniel Friderici „Wir lieben sehr am Herzen“ und ein venezianisches Tanzlied aus der Renaissance von Giovanni Domenico da Nola. Dann eine Referenz an Norddeutschland mit „Dat du mien Leevsten büst“ und mit „Guten Abend, gut‘ Nacht“ und „La Caritá“ von Gioachino Rossini klang dieser Melodienreigen aus. Die Solopartien wurden von Kornelia Herrmann geprägt und vom Publikum mit starkem Beifall belohnt.

War das Programm bis hierher eher besinnlich, so sorgte jetzt Bruno Wojke mit seiner Polizei-Bigband Schleswig-Holstein mit Bob’s Boogie, dem Bye Bye Blues, bei dem Maxim Kulikov die Möglichkeiten einer Posaune eindrucksvoll demonstrierte, und Soul Bossa Nova von Quincy Jones für Stimmung auf allen Plätzen. Donnernder Applaus war die Antwort des Publikums für diese tolle Leistung.

Wer gedacht hatte, die Bigband hätte nur solche Töne drauf, der wunderte sich, dass die Bigband auch konzertantes optimal begleiten kann. Als die beiden Chöre dazukamen und alle zusammen aus „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn „Komm holder Lenz“ anstimmten, zeigten sie sich von ihrer besten Seite. Das bewiesen sie auch beim Jubelchor aus der sonst so düsteren Oper „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti. Mit seinem glasklaren Tenor debütierte der junge Japaner Yuta Sato im Opernchor als Solist. Mit diesem schwungvollen Chorsatz entließ Kerstin Graf das Publikum in die Pause.

Was wäre ein Frühlingskonzert des Polizeichores ohne seinen Shanty-Teil? „Wir sind auf dem richtigen Dampfer“ so hieß es zu Beginn, als unsere Akkordeon-Spieler Klaus Grzybowski und Karl-Heinz Manske das Heft in die Hand nahmen und Maritimes gekonnt begleiteten. Beim „Hamborger Veermaster“ sang Walter Wozny die Verse im Bass und Peter Jonsson mit seinem Bariton gab „Rolling Home“ seine Note. Mit der Bigband ging der erste Teil nach der Pause „Frei weg“ zu Ende. Der stürmische Beifall nach jedem Lied zeigte, dass das Publikum auf diesen Bestandteil des Frühlingskonzertes wohl nicht verzichten möchte.

Mit „Anchors away“ knüpfte die Bigband thematisch an, um dann mit dem „Night Train“ und „Sing, sing, sing“ wieder ihren unverwechselbaren Sound aufflammen zu lassen. Bravo-Rufe aus dem hingerissenen Publikum zeigten, dass diese Stücke genau dessen Nerv positiv getroffen haben.

Im ersten Teil waren die Damen aus Duisburg mit einem blau-weißen Seidenschal über schwarzer Bluse und langem Rock aufgetreten, jetzt erschienen sie mit einem orange-gelbem Seidenschal auf der Bühne, um das Publikum mit Melodien aus Musical und Film zu begeistern. Mit „Mame“ von Jerry Herman, „Angels“ von Robbie Williams bis hin zu „Can you feel the love tonight“ von Elton John spannte Bernhard Mehler mit seinen Damen den Bogen, den er mit „The lion sleeps tonight“ und „Hail holy Queen“ aus „Sister Act“ bravourös zum Ende brachte. Eine großartige Leistung, auch die der beiden Solistinnen Kornelia Herrmann und Vanessa Thienenkamp. Der kleine Löwe, das Maskottchen des Chores, verließ zusammen mit einem zufriedenen Chorleiter den Saal, der noch lange vom Beifall widerhallte.

„Heimlich aus ihrem Auge“ aus der Donizetti-Oper „Der Liebestrank“ hatte unser Gast-Tenor Yuta Sato für seinen umjubelten Soloauftritt ausgesucht. Er studiert gegenwärtig Gesang am Hamburger Konservatorium bei Jaenette Scovotti und Henning Lucius. Eine Stimme, die Großes erwarten lässt.

Wie zu Beginn versammelten sich alle Akteure zum Schlussbild. Es wurde eingeleitet mit dem Einzugsmarsch aus der Operette „Der Zigeunerbaron“ von Joh. Strauß Sohn und als krönender Abschluss der Triumphmarsch aus der Oper „Aida“. Die Begeisterung des Publikums entlud sich in Beifallssstürmen und Standing Ovations. Ein großartiger Dank für ein gelungenes Konzert, zu dem 42 Sängerinnen aus Duisburg, 57 Sänger aus Hamburg und 25 Musiker der Bigband, sowie die Solisten mit Stimme und Instrument beigetragen haben. Mit zwei Zugaben verabschiedeten sich die Akteure und ließen den Nachmittag später beim gemeinsamen Kommers gemütlich ausklingen.


„Dschingis Khan“ im Ersten                        22.03.2010

Anfang Februar fragte der Hessische Rundfunk bei unserem Vorsitzenden Peter Hinsch an, ob es dem Polizeichor Hamburg möglich wäre, bei der vom HR, WDR und NDR gemeinsam produzierten Sendung „Die schönsten Grand-Prix-Hits aller Zeiten“ mitzuwirken. Die Idee war, auf der Reeperbahn in Hamburg-St. Pauli zu drehen, da die Eurovision von dort das Event mit dem deutschen Beitrag der Grand-Prix-Sendung seit etlichen Jahren in die beteiligten Länder überträgt. Ähnliche Aufnahmen sollten auch in anderen Städten (Jerusalem, Kiew, Oslo pp.) mit den jeweiligen Siegertiteln, gesungen von Solisten und Chören, aufgenommen werden.

Und da die weltberühmte „Davidwache“ direkt am üblichen Übertragungsort liegt, ergab es sich fast zwangsläufig, beim Polizeichor Hamburg anzufragen. Mit dieser Nachricht wurden die Sänger bei der nächsten Chorprobe konfrontiert und gaben trotz skeptischer Einzelstimmen („Dschingis Khan mit älteren Männern?“) begeistert ihre Zustimmung.Reeperbahn 2010

Der Dreh sollte bereits am 22. März stattfinden, es blieb also wenig Zeit, neben dem einzustudierenden Liedgut auch die übrigen Bedingungen zu erfüllen. Der Produzent stellte sich vor, dass der Polizeichor in Uniform auftritt. Da die „Dienstkleidung“ für den Chor bisher lediglich aus Hose, Hemd, Koppel und Krawatte bestand, musste auch noch die Jacke besorgt werden. Jetzt kam die große Stunde des Leiters der Organisation Peter Linska. In einer Blitzaktion wurden die Jackengrößen abgefragt, die Genehmigung des Polizeipräsidenten Werner Jantosch eingeholt und die Bestellung auf den Weg gebracht.

Parallel dazu begannen die Sänger, sich mit dem Liedgut zu beschäftigen. Die beteiligten Sender hatten bei Ihrem Publikum über die beliebtesten Grand-Prix-Erfolge abstimmen lassen und als „Siegertitel „Dschingis Khan“ und „Ein bisschen Frieden“ festgestellt. Von beiden Liedern sollte der Polizeichor jeweils den zweiten Teil á capella singen. Abstimmende Gespräche zwischen dem Chorleiter, Kazuo Kanemaki, und dem Tonmeister des HR waren nötig, um ihn zu überzeugen, dass der Polizeichor diesen Auftritt mit Akkordeon-Begleitung absolvieren sollte. Weiter ging es um Tempi und andere Kleinigkeiten. Dann, zehn Tage vor Drehbeginn, kam man in Frankfurt auf die Idee, dass es noch besser aussähe, wenn der Polizeichor mit Mütze aufträte. Das ist leichter gesagt als getan. Aber mit einer zweiten Blitzaktion konnte Peter Linska die Mützen in den passenden Größen für 53 Sänger zum Drehtag bereitstellen, ein kleines Wunder!

Pünktlich fanden sich die Sänger am Drehtag mit großem Gepäck im Polizeipräsidium ein. Die neuen Mützen wurden ausgegeben, und dann ging es auf den Hof, um die Lieder unter freiem Himmel aufzunehmen. Zum Glück spielte auch das Wetter an diesem Tage mit. Die Mikrofone waren aufgebaut, der Tonmeister saß in seinem Wagen und die Tonaufnahmen konnten beginnen. Da alles perfekt sein musste, waren natürlich diverse Abstimmungen und Wiederholungen nötig. Aber schließlich war alles im Kasten, der Tonmeister zufrieden und die Sänger konnten sich für die eigentlichen Aufnahmen auf der Reeperbahn umziehen. Mit dem Bus ging es direkt vor die Davidwache, wo schon das gesamte Drehteam am Set auf uns wartete. Der Polizeichor wurde so positioniert, dass im Hintergrund die von Scheinwerfern angestrahlte Davidwache und das daneben befindliche St.-Pauli-Theater ins Bild kamen. Eine Kulisse, die fast jedem Hamburg Besucher bekannt ist. Mit dem Playback der nachmittags gemachten Tonaufzeichnungen begannen die eigentlichen Aufnahmen. Mit zwei Kameras wurde der Polizeichor von allen Seiten beim „Singen“ aufgenommen, eine langwierige Angelegenheit, zumal sie direkt am Rande der Reeperbahn stattfand, auf der zu dieser Zeit ein reger Verkehr in beiden Richtungen herrschte. Außerdem wurden auch viele Zuschauer angelockt, die sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Gegen 21:00 Uhr kam der bekannte Schauspieler Sky du Mont zum Set, der die Abmoderation übernommen hatte. Da konnten die Sänger miterleben, dass sich auch professionelle Moderatoren schwer tun können, sich gewisse Worte zu merken, in diesem Falle „Max Mutzke“. Aber auch dieses Problem wurde von ihm nach mehreren Anläufen gemeistert, sodass der Polizeichor nach über drei Stunden am Set müde, aber zufrieden, und um eine schöne Erfahrung reicher, zurück zum Polizeipräsidium gebracht werden konnte.

Das Ergebnis dieses langen Tages können Sie am 27.05.2010, um 20:15 Uhr, im Ersten Programm miterleben, wenn es heißt „Die schönsten Grand-Prix-Hits aller Zeiten“. Die Sänger des Polizeichor Hamburg können leider an diesem Abend nicht direkt vor dem Fernseher sitzen, da sie einen Auftritt bei einem Empfang der Innenministerkonferenz in Hamburg haben. Aber zum Glück gibt es ja DVDs.


 

Jahresabschlussessen 2009                                                  10.01.2010

Eine erfreuliche Resonanz erhielten wir, als die Einladungen zu unserem Jahresabschlussessen hinausgegangen waren. 133 Meldungen konnten wir verzeichnen, so viele wie noch nie. Dieses Mal hatte der Vorstand in den Ratsweinkeller des Restaurants „Parlament“ geladen, in diesen historischen Raum tief unter dem Rathaus. Er zeigte sich in neuem Ambiente mit roten Säulen und einer roten Deckenverkleidung unter dem Kreuzgewölbe. Im mittleren Teil waren drei lange Tischreihen für die Mitglieder und Freunde des PCH gedeckt. Beginn 18:00 Uhr stand auf der Einladung, aber schon lange vorher füllten sich die Tischreihen. Eine muntere, immer lebhafter werdende Konversation füllte den Raum, so als ob man sich lange nicht gesehen hätte, obwohl der Adventskaffee im Polizeipräsidium erst exakt vier Wochen zurück lag. Das Ganze untermalte der DJ Bernd Riedesser mit eingängiger Musik, bis eine Fanfare erklang und unser Vorsitzender, Peter Hinsch, an das Mikrofon trat, um die Anwesenden zu begrüßen. Er dankte vor allem den Damen für ihre Mitarbeit, Geduld und ihr Verständnis, wenn ihre Männer für den Chor bereit stehen. Das ist nicht selbstverständlich und ein ganz großes Dankeschön wert. Denn ohne sie wäre ein Chorleben, wie wir es praktizieren, nicht machbar. Aber auch an uns Sänger ging der Dank, die sich immer wieder für den Chor einsetzen.

Dann wurde serviert, 116 mal Grünkohl und 17 mal Geschnetzeltes kamen auf die Tische. Das Grünkohlessen ganz traditionell mit Kassler, Kochwurst, Schweinebacke und Kartoffeln, das Geschnetzelte in anderer Geschmacksrichtung, aber ebenso lecker. Als der Nachtisch abgeräumt und eine kleine Verschnaufpause nach diesem üppigen Essen angesagt war, wurden die Sänger zu einem Ständchen aufgefordert. Wir erfreuten unsere Damen und die übrigen Gäste mit „Sailing“, dem „Hamborger Veermaster“, als Solist, nachdem die Probleme mit dem Mikrofon ausgeräumt waren, natürlich wieder Walter Wozny, und das fröhliche „Play a simple melody“ schloss unsere Aktivitäten ab. Die ersten gingen schon auf ihre Plätze zu, als der Applaus dann doch nach einer Zugabe verlangte. Die widmeten wir unseren Damen mit „Denn dich gibt’s nur einmal für mich“. Ob unser Chorleiter mit dieser gesanglichen Leistung voll zufrieden war, bleibt die Frage, oder lag es an der Akustik?

Der nächste Programmpunkt waren die Ehrungen. Der Vorsitzende unterstrich noch einmal den Einsatz der Sänger. Im abgelaufenen Jahr waren 67 Termine „abzuarbeiten“, das bedeutet, abzüglich Chorferien und Weih-nachtswoche, fast 1,5 mal wöchentlich für den Chor da zu sein. Drei sind von diesen 67 Terminen 66 mal dabei gewesen: Jochen Harms, und die beiden „Daueraktivisten“ Bernd Heldt und Walter Wozny. Sie alle wurden mit einer guten Flasche Wein belohnt.

Mit den Ehrennadeln in Bronze und Gold und einer Urkunde für langjährige Mitgliedschaften im PCH bzw. einer Urkunde und der Ehrennadel in Silber des SBdDP wurden die folgenden Mitglieder ausgezeichnet:

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