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Männerchor- Festival 2012 in Glückstadt             11.11.2012

Die ehrwürdige Stadtkirche in Glückstadt war kalt, aber besitzt eine hallfreie, tragende Akustik. Das und gut besetzte Kirchenbänke bewirkte eine schnelle „innere Erwärmung“ der zahlreichen Sänger und des erwartungsvollen Publikums.

Das „Erste Männerchor-Festival Glückstadt“ wurde gestaltet von vier Traditionschören:

Federführend „Lied Hoch Glückstadt“, Leitung: Kazuo Kanemaki,

„Kremper Liedertafel Lied-Hoch e.V.“, Leitung: Wolf Andre Sturm,

„Kreutzer-Chor Hamburg“, Leitung: Peter Hechfellner,

„Polizeichor Hamburg von 1901 e.V.“ Leitung: Kazuo Kanemaki.

Der Hausherr, Pastor Schröder, fand einladende Worte an die Sänger und die zahlreichen Glückstädter – und keinesfalls nur Rentner. Er ist schon oft Gastgeber für den Glückstädter Chor und dessen Gastchöre gewesen und freut sich natürlich immer über ein volles Haus und anspruchsvolle Livemusik.

Heute, am 11.11.2012, war das Liedgut besonders vielschichtig von populär/leicht bis klassisch - und ebenso populär. Echte Chorgemeinschaft und Verbundenheit zeigte sich, als der gemeinsame Chorleiter der Glückstädter und des PCH (Polizeichor Hamburg) spontan den zurzeit in „Personalnöten“ befindlichen Chor „Lied Hoch“ mit ein paar Stimmen aus dem PCH „auffüllte“. Wie praktisch doch, wenn das Liedgut bei identischem Chormeister sofort adaptierbar ist! Schnell wurde das passende „Outfit“ getauscht und dem aufmerksamen Publikum ein bunter Strauß harmonischer Männerchorwerke von Franz Schubert, O. Fischer, C. M. von Weber, Ludwig van Beethoven, Conradin Kreutzer, Franz Abt und W. A. Mozart serviert. Dankbarer Applaus war der Preis für die aktiven Sänger im „Glückstädter Blau“, im hanseatischen Dunkelblau oder im „Gospelschwarz mit Fliege“. Neben den Werken großer Komponisten gab es aber auch Kompositionen von nicht so bekannten Tondichtern wie J. Heim („Vineta“), J. Dürrner („Sturmbeschwörung in der Originalfassung), Mundartliches von Ursula Barthel oder Helmut Wormsbächer und Heinrich Paulsen, aber auch Udo Jürgens wurde bemüht, nicht persönlich, doch mit seinem Hit „Ihr von morgen...“ Ferner hörte das mehr und mehr begeisterte Publikum Spirituals, maritimes und sogar ein japanisches Fischerlied „ßolan bushi“ wurde in Originalsprache dargeboten. Der PCH überraschte die Zuhörer mit dem „Chor der Zigeuner“ oder „Echochor“ aus Preciosa von C. M. von Weber, indem ein Doppelquartett nicht zum Auftrittsplatz ging, sondern in die Gegenrichtung abzweigte – eben als „Echochor“. Auch C. Kreutzers „Schäfers Sonntagslied“ wurde mit diesem Doppelquartett dargeboten.

Dies alles ist nur eine ungefähre Übersicht zwecks Darstellung der Vielschichtigkeit dieses ersten „Männerchor- Festivals“ in Glückstadt. Nach den ersten 17 Darbietungen gab es eine Pause von 20 Min. und es folgten weitere 16 Werke, abschließend mit dem immer wieder verlangten Verdi-Chor aus „Nabucco“: Dem gewaltigen „Gefangenenchor“, hier gesungen von drei Männerchören.

Am elektrischen Klavier überzeugten Hitomi Shiraishi und der zweite Chorleiter des PCH Masanori Hosaka. Allen dankte der Vorsitzende und damit Festival-Ausrichter Rolf Nedebock mit bunten Blumengebinden.

Lobend hervorheben muss man sicher wieder die fleißigen Glückstädter Frauen. Nicht nur, dass sie liebevoll den Saal im Gemeindehaus gegenüber der Stadtkirche hergerichtet hatten, nein, auch das Kuchenangebot aus den Heimküchen, die herzhaften Schnitten und zuletzt die gute Erbsensuppe mit reichlich Würstchen fanden überall Anklang. Sicher haben die Frauen damit einen guten Beitrag zum Gelingen der ganzen Veranstaltung geliefert, denn man zahlte gerne einen kleinen Obolus für Speisen und Getränke. Wir Hamburger sagen: „Herzlichen Dank“! Dem Männerchor „Lied Hoch“ kann man nur wünschen, dass es eine Wiederholung mit frischen Sängern gibt, denn so klein muss sich Glückstadt gegen Hamburg nicht machen, obwohl man hier ja bei Gründung der Stadt Hamburg das Wasser abgraben wollte. Nun gut, heute graben wir hoffentlich bald zügig die ganze Elbe einen Meter tiefer!

   Otto Kadel

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